Dr. Ingo Wolf
8792 Wichtige Botschaft für „Sport- Dortmund“

„Wir kommen im Namen der gesamten Sportwelt in NRW, insbesondere derer, die am Nachwuchsleistungssport interessiert sind.“ Ein Satz mit Gewicht. Mit seiner Wortwahl machte Dr. Ingo Wolf den Stellenwert des Ortstermins im Dortmunder Sportinternat unmissverständlich klar. Die Einrichtung erhielt von der Sportstfiftung NRW die Plakette „Partner der Qualitätsoffensive“. Hinter rund 50 Kriterien hat die Stiftung nach eingehender Prüfung einen grünen Haken gesetzt. Die Plakette sendet nun plakativ eine Botschaft an die Sportwelt: Hier werden Nachwuchsathletinnen und -athleten hervorragend betreut und gefördert. „Das Dortmunder Sportinternat ist ein Ort, wo unser Verständnis dieser ganzheitlichen Förderung nicht nur geteilt, sondern in hervorragender Weise auch gelebt wird“, unterstrich der Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung.

Im Rahmen der 2018 gestarteten Qualitätsoffensive erhält das Internat von der Sportstiftung NRW derzeit eine jährliche Unterstützung in Höhe von 50.000 Euro. Die Förderung stellt sicher, dass essenzielle Qualitätskriterien wie eine 24/7-Betreuung der Bewohner durch pädagogisches Fachpersonal oder Nachführunterricht umgesetzt werden können.

Die Stadt Dortmund unterstützt die Entwicklung des Internats mit einem Zuschuss von rund 220.000 Euro im Jahr 2022, erläuterte Sportdezernentin Birgit Zoerner. „Es ist eine wichtige Säule des Leistungssports in unserer Stadt.“ Zoerner nahm die Plakette stellvertretend entgegen. Bürgermeisterin Ute Mais ließ es sich nicht nehmen, den Termin zu begleiten. Sie wünscht sich mehr Marketing für das Internat und eine größere Lobby für den Leistungssport in ihrer Stadt: „Viele Dortmunder wissen noch nicht, dass wir ein Sportinternat haben. Das muss sich ändern“

28 Persönlichkeiten, viele schon Vorbilder

Zum neuen Schuljahr werden voraussichtlich 28 Talente aus den Disziplinen Leichtathletik, Handball, Schwimmen, Rudern und Eiskunstlauf im Internat wohnen und für Dortmunder Sportvereine an den Start gehen.

Ingo Wolf. „Uns ist es wichtig, dass diese Mädchen und Jungen mit einer besonderen leistungssportlichen Perspektive zu starken Persönlichkeiten und mündigen Athletinnen und Athleten heranwachsen können. Wir machen ihnen auf diesem Weg Angebote, die ihren Werdegang im Sport und in der Ausbildung unterstützen.“

„Sportlerinnen und Sportler sind häufig gute Vorbilder für andere Menschen. Wir sehen diesen Aspekt als besonders wichtig an,“ so Sportdezernentin Zoerner.

Viele Internatsbewohner verzeichneten bereits bemerkenswerte Erfolge bei internationalen Wettkämpfen. Allen voran: der U23-Europameister 2021 über die 5000-Meter-Distanz und Olympia-Zwölfte von Tokio Mohamed Mohumed. Der Athlet der LGO Dortmund wohnte bis 2020 im Sportinternat. Vereinskamerad Till Marburger belegte unlängst bei der Junioren-WM im Stabhochsprung Platz 6, Celina Springer (SG Dortmund) gewann Bronze mit der 4×100 m Freistilstaffel bei den Junioren-EM.

Aufgenommen werden Bewerber ab 14 Jahren. Die 38 Einzelzimmer und die Gemeinschafträume des Internats befinden sich auf einer Etage im Gebäudekomplex der WIHOGA Wirtschaftsschulen.

Handspiel mit Plakette: Internatsleiter Tim Niemeier, Birgit Zoerner, Ute Mais und Dr. Ingo Wolf.

Prüfkatalog verlangt breite Expertise

Mit ihrer Initiative Qualitätsoffesive sichert die Sportstiftung NRW einheitlich hohe Qualitätsstandards an Sportinternaten in Nordrhein-Westfalen. Der Prüfkatalog umfasst, dass Hausaufgabenhilfe, Nachführunterricht und ein Konzept zur Prävention sexualisierter Gewalt gewährleistet sind. Die Internatsbewohner müssen rund um die Uhr betreut sein. Verlangt sind Fachkräfte mit pädagogischer, sportpsychologischer, physiotherapeutischer und medizinischer Expertise.

Die Sportstiftung fördert nordrhein-westfälische Sportinternate mit mehr als 1 Mio. Euro p. a. Darunter fallen Stellen für Internatsleiter, pädagogisches und sportpsychologisches Fachpersonal sowie Projekte zur Berufsorientierung für die Bewohner. Ausgewählte Athletinnen und Athleten unterstützt die Stiftung mit bis zu 350 Euro im Monat, so dass ihr Internatsplatz maximal 300 Euro monatlich kostet. Sie können zusätzlich eine psychoedukative Ausbildung über das Programm „mentaltalent“ in Anspruch nehmen.

Bislang haben zehn Sportinternate die Plakette der Sportstiftung erhalten: Kamen, Dormagen, Köln, Leverkusen, Düsseldorf, Münster, Essen, Mülheim/Ruhr und nun auch Dortmund.

Foto oben: Die Schwimmer Celine Springer und Lukas Brockhaus leben mit 28 weiteren Nachwuchssportler*innen im Dortmunder Sportinternat.

Mehr Lesestoff
Categories: News Schlagwörter: , , , , , | Comments 7247 Plakette honoriert Mädchen-Internat des FLVW

Das FLVW-Mädcheninternat hat von der Sportstiftung NRW die Plakette „Partner der Qualitätsoffensive“ erhalten. Das Label zeigt an, dass die größten Talente des westfälischen Juniorinnen-Fußballs hervorragend betreut und gefördert werden. Die 2008 gegründete Einrichtung erfüllt einen rund 50 Punkte umfassenden Kriterienkatalog. Die Sportstiftung NRW fördert das FLVW-Mädcheninternat im Rahmen der Qualitätsoffensive derzeit jährlich mit 30.000 Euro.

FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski: „Ich bin sehr froh, dass wir diese tolle Einrichtung so betreiben können. Zurzeit spielen drei unserer ehemaligen Internatsspielerin in der Frauen-Nationalmannschaft. Mit der Plakette der Sportstiftung kommt nun eine weitere Anerkennung dazu.“ Lina Magull (FC Bayern München), Sjoeke Nüsken und Sophia Kleinherne (beide Eintracht Frankfurt) sind Absolventinnen des Kamener Internats.

Das Internat wird nicht nur als Sportschule, sondern auch als Lebensschule verstanden. Auch deshalb sind der Sportstiftung die verschiedenen Qualitätsmerkmale wichtig. „Die Vereinbarkeit von Sport und Beruf ist uns ein wichtiges Anliegen. Die meisten Sportlerinnen und Sportler können am Ende nicht ausschließlich von ihrem Sport leben. Umso wichtiger ist deshalb auch das persönliche Fortkommen“, sagt Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW.

Mindestens „gute“ Schülerinnen

Mit Miriam Hils und Josefine Neß waren zwei langjährige Internatsschülerinnen bei der Plakettenübergabe dabei. „Wir sind wirklich gern hier. Die Bedingungen sind einfach optimal. Man kann sozusagen 24 Stunden Fußball spielen“, sagt Abwehrspielerin Neß vom FSV Gütersloh (2. Bundesliga). Im Internat leben derzeit elf junge Fußballerinnen in Wohngemeinschaften zusammen. Das Internat kooperiert mit dem Gymnasium Kamen, der Gesamtschule Kamen, der Fridtjof Nansen Realschule und der Hauptschule Kamen. Alle Schulen geben den FLVW-Talenten die Zeit und den Raum, auch während der Schulzeit an größeren Turnieren und Fortbildungen teilnehmen zu können. „Ich finde es schön, auf eine normale Schule gehen zu können und gleichzeitig einen Ort zu haben, an dem sich alles nur um Fußball dreht“, ergänzt Neß.

„Unsere Leistungssportlerinnen sind sehr gut organisiert und gute bis oft sogar sehr gute Schülerinnen. Bei größeren Turnieren stimmen wir uns zudem mit den begleitenden Pädagoginnen und Pädagogen ab, damit kein Unterrichtsstoff verloren geht. Das funktioniert sehr gut“, sagt Lars Wollny, Leiter des Kamener Gymnasiums.

Prüfkatalog verlangt breite Expertise

Mit ihrer Initiative Qualitätsoffesive sichert die Sportstiftung NRW einheitlich hohe Qualitätsstandards an Sportinternaten in Nordrhein-Westfalen. Der Prüfkatalog umfasst, dass Hausaufgabenhilfe, Nachführunterricht und ein Konzept zur Prävention sexualisierter Gewalt gewährleistet sind. Die Internatsbewohner müssen rund um die Uhr betreut sein. Verlangt sind Fachkräfte mit pädagogischer, sportpsychologischer, physiotherapeutischer und medizinischer Expertise.

Das FLVW-Mädcheninternat ist eine Eliteschule des Fußballs vom Deutschen Fußball-Bund. Bislang haben 9 Sportinternate die Plakette von der Sportstiftung NRW erhalten: Kamen, Dormagen, Köln, Leverkusen, Düsseldorf, Münster, Essen und Mülheim/Ruhr.

Mehr Lesestoff
Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , | Comments 4465 Wolf und Hartung übernehmen

Vorstand unter neuer Führung

Das Kuratorium hat Dr. Ingo Wolf (66) zum Nachfolger von Ute Schäfer bestimmt. Die stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt Andrea Milz, begrüßte außerdem Steffi Nerius als neues Mitglied im Vorstand. Der frühere NRW-Innen- und Sportminister Dr. Wolf und die Olympia-Zweite im Speerwurf Nerius wurden für fünf Jahre in ihr Amt gewählt. Die 24. Kuratoriumssitzung am 5. Mai 2021 fand pandemiebedingt erstmals weitgehend digital statt.

Staatssekretärin Andrea Milz sagte: „Die Sportstiftung NRW hilft jungen Leistungssportlerinnen und -sportlern dabei, den enormen Trainingsaufwand mit ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung in Einklang zu bringen. Sie hat sich im Laufe der letzten 20 Jahre zu einer echten Instanz in der Förderung des olympischen und paralympischen Leistungssports entwickelt. An diese deutschlandweit einmalige Erfolgsgeschichte wird auch der neue Vorstandvorsitzende anknüpfen.“ Und weiter: „Mit Dr. Ingo Wolf haben wir einen sportpolitisch- und leistungssporterfahrenen Fachmann für das Amt des Vorstandsvorsitzenden gewonnen“.

„Ich freue mich auf die wichtigen Aufgaben, die mit diesem Ehrenamt verbunden sind“, erklärt der neue Vorsitzende Dr. Ingo Wolf. „Die Individualförderung der Sportstiftung NRW ist eine bedeutende Institution für hunderte Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportler. Sie ist Wegbereiter, damit ihre höchsten sportlichen Ziele Realität werden und ihre berufliche Zukunft auf einem festen Fundament steht.“ 

„Dr. Ingo Wolf ist ein sportpolitisch- und leistungssporterfahrener Fachmann.“

Staatssekretärin Andrea Milz

Schäfer zieht sich zurück, Nerius neu dabei

Dr. Ingo Wolf aus Euskirchen ist Rechtsanwalt und spielte 12 Jahre in der Feldhockey-Bundesliga für Rot-Weiß Köln. Er begleitet die Sportstiftung seit 15 Jahren in verschiedenen Funktionen, seit zwei Jahren arbeitet er als stellvertretender Vorsitzender im Vorstandskreis mit. Als Sport- und Innenminister des Landes NRW im Kabinett von Jürgen Rüttgers (2006 bis 2010) unterstützte Wolf die Gründung des Deutschen Forschungszentrums für Leistungssport „momentum“ in Köln. Land und Sportstiftung hatten eine gemeinsame Anschubfinanzierung in Höhe von 2 Mio. Euro geleistet. Mit dem Aufbau von NRW-Sportschulen und Sportinternaten setzte die Landesregierung während seiner Amtszeit wegweisende Impulse für die Nachwuchseliteförderung und die heutige Fördertätigkeit der Sportstiftung. Von 2012 bis 2016 sowie von 2017 bis 2019 war Wolf Mitglied im Kuratorium der Sportstiftung.

Nach fünf Jahren im Amt war die frühere NRW-Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Ute Schäfer, nicht mehr zur Wahl angetreten. In Schäfers Amtszeit fielen die Neuausrichtung der Individualförderung, die Verankerung der paralympischen Leistungssportförderung bei der Sportstiftung sowie der Start der Qualitätsoffensive in den Sportinternaten.

Die neu in den Vorstand gewählte Steffi Nerius leitet das Sportinternat in Leverkusen und arbeitet als Trainerin in der Para Leichtathletik des TSV Bayer 04 Leverkusen. Die 49-jährige Speerwurf-Weltmeisterin von 2009 betreut unter anderem den mehrfachen Paralympics-Champion Markus Rehm.

Auf fünf weitere Jahre in den Vorstand votierte das Kuratorium Gisela Hinnemann und Anke Feller als stellvertretende Vorsitzende sowie Marion Rodewald, Bernhard Schwank, Volker Staufert und Alfred Vianden.

Steffi Nerius
Neu im Vorstand: Steffi Nerius, Silbermedaillen-Gewinnerin im Speerwurf, Athen 2004.

Ute Schäfer, Ingo Wolf
Ute Schäfer trat nicht mehr zu Wahl an. Dr. Ingo Wolf folgt ihr auf den Posten des Vorsitzendern.

Geschäftsführung wechselt im Sommer

Auf Vorschlag von Ministerpräsident Armin Laschet und Staatssekretärin Andrea Milz hat das Kuratorium Max Hartung zum neuen Geschäftsführer der Sportstiftung gewählt. Der Säbelfechter aus Dormagen ist vierfacher Europameister, Mannschaftsweltmeister 2014, mehrfacher Olympiateilnehmer, Vorsitzender der Athletenkommission im DOSB und Präsident von Athleten Deutschland e.V.. Staatssekretärin Andrea Milz verbindet einige Erwartungen mit der Berufung von Herrn Hartung zum Geschäftsführer. „Max Hartung hat selbst von der Arbeit der Sportstiftung profitiert. Da er die Herausforderungen des Spitzensports und die Sorgen und Nöte der Athletinnen und Athleten aus eigener Anschauung bestens kennt, kann er wertvolle Impulse für die Arbeit der Sportstiftung in den nächsten Jahren setzen.“

Nach über zwanzig Jahren als Geschäftsführer der Sportstiftung NRW tritt Jürgen Brüggemann mit Ablauf des 31. Juli 2021 in die Freistellungsphase der Altersteilzeit ein. Er hat die Entwicklung der Sportstiftung NRW von Anfang an begleitet und ihr Profil mitgeprägt. Insbesondere setzte er sich für die Vereinbarkeit des Leistungssports mit der beruflichen Karriere ein, die sogenannte Zwillingskarriere für nordrhein-westfälischen Athletinnen und -Athleten. Zu diesem Zweck entstand unter seiner Regie auch das große Unternehmensnetzwerk „Community Wirtschaft & Leistungssport“. „Jürgen Brüggemann hat sich mit außergewöhnlich hohem Einsatz für die Weiterentwicklung und Förderung des Nachwuchsleistungssports in Nordrhein-Westfalen eingesetzt“, würdigte Staatssekretärin Andrea Milz das Engagement.

Max Hartung beerbt Jürgen Brüggemann als Geschäftsführer

Neue Gesichter im Kuratorium

Die Landesregierung hat sechs neue Mitglieder in das 33-köpfige Kuratorium berufen. Künftig entscheiden Dorothea Brandt (Olympiateilnehmerin 2004 und 2016 im Schwimmen), Sophie von Saldern (106-malige Basketballnationalspielerin), Christian Vogée (Vorstand ARAG AG), Bernhard Hoppe-Biermeyer (Vors. Sportausschuss im Landtag), Markus Herbert Weske (stv. Vors. Sportausschuss im Landtag) und Andreas Keith über die Förderschwerpunkte der Sportstiftung mit.

Categories: News Schlagwörter: , , , , , | Comments