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16853 Gut bedachte Gäste – Nur Neuss nass

Feucht, aber fröhlich: Während im vergangenen Jahr noch Sonnenschirme, möglichst kühle Getränke und hochsommerliche Hitze das Bild prägten, lieferte der Juni 2024 das Kontrastprogramm. Der Abendhimmel über Neuss hatte seine Schleusen geöffnet. Wer es trockenen Fußes unter die großzügigen Pavillons und in die historischen Mauern von Gut Gnadental schaffte, musste dennoch auf nichts verzichten, was das Sommerfest der Sportstiftung NRW den Eingeladenen traditionell schmackhaft macht. Mehr noch: Kunstturnerin Sarah Voss und Para Sprinterin Jule Roß schürten mit Talkmasterin Anke Feller die Vorfreude der rund 100 Gäste auf die Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris. Manch Gast konnte selbst aus dem olympischen Nähkästchen plaudern. Andere streben mit ganzer Kraft dieses Ziel an – die Unterstützung der Sportstiftung NRW im Rücken.

Sarah Voss (l.) und Jule Roß im Talk mit Anke Feller.

Sarah Voss erwartet Riesenstimmung. „Es wird voll“, glaubt auch Jule Roß. „Meine Familie hat für Paris schon gebucht.“ Am 26. Juli beginnen die Olympischen Spiele, gut einen Monat später die Paralympics. Sarah Voss weiß seit Oktober, dass sie zum zweiten Mal in ihrer Karriere dabei sein wird. Ihr Wettkampf startet zwei Tage nach der Eröffnungsfeier, auf die sie deshalb verzichtet. „Jede Trainingseinheit zählt. Die Konkurrenz schläft nicht“, sagt die 24-Jährige. „Die Übungen sitzen, jetzt geht es ans Feintuning.“ Ihr Ziel ist eine Platzierung unter den Top Ten und das Finale am Schwebebalken. Die Deutsche Meisterin im Mehrkampf wird zeitgleich mit Superstar Simone Biles aus den USA turnen. Beste Stimmung scheint somit garantiert.

Jule Roß hat jubelnden Menschenmasse in ihrer jungen Karriere noch nicht oft erlebt. Eindruck hinterließen die Para Leichtathletik-Weltmeisterschaften im japanischen Kobe im Mai. Die Euphorie auf den Rängen trug die Sprinterin zu einer persönlichen Bestleistung über 400 Meter, die zugleich deutschen Rekord und die Norm für die Paralympics bedeutete. „Als der Startschuss fiel, hat das ganze Stadion geschrien. Das hat mich richtig gepusht“. Kurios: Kobe war erst Jules viertes Rennen über diese Distanz. In der Wintervorbereitung „hetzte“ Trainerin Kira Biesenbach sie auf die Stadionrunde, den anderen Leichtathlet*innen hinterher. Jule hielt direkt mit. Nun macht sich die Abiturientin berechtigte Hoffnung auf ihre erste Paralympics-Teilnahme. Bis zur Nominierungsfrist versucht sie „ruhig zu bleiben“ und keine Nervosität zuzulassen. Beim Projekt Paris kann die Nachwuchssportlerin auf die geballte Erfahrung ihres Vereins, TSV Bayer 04 Leverkusen, zugreifen. Alleine Steffi Nerius nahm neunmal als Aktive oder Trainerin an Olympischen und Paralympischen Spielen teil.

Vorstandvorsitzender Dr. Ingo Wolf dankte im Anschluss an die kleine Talkrunde den anwesenden Förderpartnern für ihr Engagement beim NRW-Sportstiftungs-Stipendium. 27 Unternehmen und Privatpersonen unterstützen 2023/24 das Programm mit rund 115.000 Euro. Stellvertretend erhielt Tim Bäcker (Socialeyes) die Urkunde für die Co-Förderer der NRW-Nachwuchstalente.

Das Sommerfest fand zum fünften Mal auf der Hofanlage Gut Gnadental der Unternehmerfamilie Zülow statt. Die Organisatoren hatten wie immer alles gut bedacht.

Categories: News Schlagwörter: , , | Comments 16744 Ehrung für Deaflympics-Dritte

Die Sportstiftung NRW hat fünf nordrhein-westfälische Futsal-Spielerinnen prämiert, die bei den Winter-Deaflympics 2024 Bronze mit der Frauen-Nationalmannschaft gewannen. Bei einer Feierstunde in Köln händigte Vorstand Dr. Ingo Wolf Teilnahmeprämien über 3.500 Euro aus, um die besondere sportliche Leistung der gehörlosen Athletinnen vom GTSV Essen zu würdigen.

Wir gratulieren Julia Christ, Melissa Gracic, Jana Rerich, Adelina Worseck und Amanda Wysocka!

Futsal gehörte in diesem Jahr zum ersten Mal zum Programm der Gehörlosenspiele im Winter. Die deutschen Nationalmannschaft bezwang im Spiel im Platz 3 Großbritannien 4:3, nachdem das Team im Halbfinale dem späteren Turniersieger Spanien unterlegen war. Die Deaflympics fanden im türkischen Erzurum statt.

Die Sportstiftung NRW vergibt seit 2022 Teilnahmeprämien für das Erreichen der Deaflympics. Olympische und paralympische NRW-Athlet*innen werden auf diese Weise bereits seit 2018 paritätisch mit jeweils 3.500 Euro ausgezeichnet. Zuvor wurden ausschließlich Medaillenleistungen bei Olympischen und Paralympischen Spielen prämiert, erstmals 2004.

Gehörlose Sportler*innen können sich inzwischen auch für eine monatliche Individualförderung bei der Stiftung bewerben. Die Förderung des deaflympischen und paralympischen Leistungssports in NRW macht etwa 12 Prozent des jährlichen Gesamtfördervolumens der Sportstiftung aus. Insbesondere wird hier Leistungssportpersonal wie Trainer, Talentscout und Klassifizierer unterstützt.

Categories: News Schlagwörter: , , , | Comments 15631 Jahres-Bericht der Sportstiftung

Im Wirkungsbericht 2023 resümiert die Sportstiftung NRW das Jahr nach dem Start der reformierten Fördersystematik. Das neue Bewerbungsverfahren gibt den Athlet*innen die Möglichkeit, sich individuell in Text, Bild und Ton als vorbildhafte Talente bei der Stiftung vorzustellen. 427 Bewerber wurden im Oktober in die erstmals vergebene Talent-Förderung aufgenommen. Der 50-seitige Jahresbericht thematisiert außerdem die Fördermaßnahmen an Sportinternaten, im paralympischen Sport und in der Zeit nach dem Karriereende. Abgerundet wird die Ausgabe mit Berichten von und über Sportlerpersönlichkeiten wie felix Newcomerin Klara Bleyer.

In seinem Vorwort betont Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Sportstiftung NRW arbeitet mit ganzer Kraft auch in Zukunft dafür, dass aus sportlichen Träumen Wirklichkeit wird und aus jungen Talenten erfolgreiche Athletinnen und Athleten werden.“

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender, freut sich über die erfolgreiche Förderreform: „Ein wichtiges Ziel, die Förderung transparenter und nachvollziehbar zu machen, ist erreicht. Das Feedback von Bewerberinnen und Bewerbern zeigt, dass unsere Reformmaßnahmen auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Ein besonderer Dank gilt den Fachverbänden, die uns maßgeblich dabei unterstützt haben, die vielen neuen Informationen zu verbreiten.“

Prägend für alles Handeln der Sportstifung ist die Vision: Mündige Athletinnen und Athleten begeistern und inspirieren die Menschen in NRW mit ihren Leistungen und ihrer Leidenschaft. Das Zusammenspiel mit Partnern aus Wirtschaft, Bildung, Gesellschaft und Sport ist bedeutsam für die Sportförderung – beispielsweise im Rahmen des NRW-Sportstfitungs-Stipendiums oder dem Alumni-Netzwerk. 27 Stipendienpartner engagieren sich derzeit mit rd. 115.000 Euro.

Themen:


Förderreform – Bausteine, Kriterien, Athleten-Feedback

Im Studium – Athlet*innen zwischen Universiade und Speeddating, Rekordunterstützung beim Captains Day

Internate – Neue Strategie: Mehr Förderung, transparent verteilt

Im Portrait – Kunstschwimmerin Klara Bleyer ist NRW-Newcomerin des Jahres 2023

Alumni – Training unter Tage in Recklinghausen beim 3. Netzwerkevent für ehemalige Athlet*innen

Para Sport – Neuer Talentscout über das „Sehen und Gesehen-Werden“ bei der Talentfindung

Bilanz – Förderung gesteigert: rd. 170.000 Euro/Monat für Athleten

„Die eindrucksvolle Resonanz und hohe Qualität der Bewerbungen bestätigen den Erfolg unserer Förderreform.“
Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender

Categories: News Schlagwörter: , , | Comments 15632 Wertschätzung gegeben, Vertrauen gewonnen

Die Sportstiftung NRW hat ein Jahr nach Einführung der neuen Fördersystematik eine erfreuliche Zwischenbilanz gezogen. Über 850 Nachwuchskader haben sich seitdem für die Talent-Förderung beworben. Bei der 27. Kuratoriumssitzung am 30. April 2024 in der Koelnmesse wurden die Ergebnisse einer Feedbackbefragung präsentiert, wonach die Athletinnen und Athleten das Bewerbungsverfahren in hohem Maß als wertschätzend und nachvollziehbar wahrnehmen.

Andrea Milz, stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende und Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt sagt: „Die Sportstiftung NRW unterstützt die Talente in Nordrhein-Westfalen auf ihrem Weg im Sport. Die Förderangebote sind ein wichtiger Baustein, um die leistungssportliche und berufliche Karriere parallel absolvieren zu können. Nur so kann eine erfolgreiche sportliche und nachsportliche Karriere gelingen.“  

78 Prozent sagen: „sehr empfehlenswert“

An der systematischen Feedbackbefragung nahmen 150 Bewerber teil. Sie wurden nach ihrer Zufriedenheit mit der Arbeit der Stiftung sowie nach ihrer Wahrnehmung und Wirkung der Talent-Förderung befragt. 78 Prozent der Teilnehmer bewerteten die Talent-Förderung als sehr oder äußerst empfehlenswert (mindestens 9 von 10 Punkten, Net Promoter Score). Ergänzend zu den Ergebnissen der Sportlerbefragung holte die Sportstiftung Feedback von den Landesverbänden, der Staatskanzlei, dem Landessportbund NRW, den Olympiastützpunkten sowie den Wirtschaftspartnern ein. 

Zum Wirkungsbericht 2023

Grafik: Abgebildet ist der Anteil (in %) der Befragten, die mindestens 4 von 5 Punkten auf einer Zufriedenheitsskala (von „Trifft vollkommen zu“ bis „Trifft überhaupt nicht zu“) angegeben haben.

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW: „Die Resonanz unserer wichtigsten Stakeholder und die hohe Qualität der Bewerbungen bestätigen den Erfolg unserer Reformmaßnahmen. Athletinnen und Athleten können sich selbstbestimmt für eine Förderung empfehlen und damit als Vorbilder im Sportland NRW fungieren. Wir beobachten zudem ein wachsendes Engagement unserer Förderpartner beim NRW-Sportstiftungs-Stipendium, was den hohen Stellenwert einer Nachwuchsförderung, die auch Persönlichkeitsmerkmale berücksichtigt, in Wirtschaft und Gesellschaft unterstreicht.“ 

Das neue Förderkonzept trat zum 1. Januar 2023 in Kraft. Seitdem können Nachwuchsathletinnen und -athleten eigenständig die Initiative ergreifen, um sich für die Module Talent-Förderung, NRW-Sportstiftungs-Stipendium und Internatsplatzförderung zu bewerben. Der Auswahlprozess beinhaltet ein Motivationsschreiben, ein Bewerbungsvideo und einen Persönlichkeitsfragebogen, der sechs Schlüsselkompetenzen beschreibt, die mündige Athletinnen und Athleten aus Sicht der Stiftung auszeichnen: Intrinsische Motivation, Respekt, Emotionale Kompetenz, Team- und Kritikfähigkeit, Authentizität und Engagement. 

Erste Jahresbilanz: 600 Talente in Förderung aufgenommen

Nach zwei erfolgten Bewerbungsphasen fördert die Sportstiftung derzeit etwa 600 Nachwuchskader aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten mit monatlich 250 Euro (Talentförderung). Etwa 100 Geförderte erhalten durch das Stipendienprogramm zusätzlich 300 Euro pro Monat zur Unterstützung ihrer akademischen oder beruflichen Ausbildung. Weitere 100 Talente erhalten eine Begünstigung bei den Kosten für ihren Platz an einem NRW-Sportinternat. Ziel ist es, dass sie bzw. ihre Eltern maximal 300 Euro/Monat selbst aufbringen müssen. 

Sportinternate: mehr Förderung, transparent verteilt

Im Rahmen des Reformprozesses wurden auch die Zuwendungen an die Sportinternate verändert. Zwölf ausgewählte Vollzeitinternate in Nordrhein-Westfalen erhalten von der Sportstiftung pauschal 70.000 Euro/Jahr zur Finanzierung von Personalstellen, insbesondere der pädagogischen Leitung. Durch die veränderte Fördersystematik wächst das Gesamtengagement um etwa 220.000 Euro/Jahr.

Unterstützung für Para Sport und „mentaltalent“ ausgeweitet

Darüber hinaus beschloss das Kuratorium die Förderung für Leistungssportpersonal sowie für Wettkampf- und Trainingsmaßnahmen im paralympischen Sport auf jährlich 650.000 Euro zu erhöhen. Anja Surmann, Vorstand Leistungssport beim Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW: „Das ist ein wichtiger Meilenstein zur nachhaltigen und zukunftsfähigen Weiterentwicklung des Paralympischen Zentrums im Sportland Nr. 1. Mit diesem Beschluss sind wir für den kommenden Zyklus gut aufgestellt, können die erfolgreiche Arbeit konsequent und zielgerichtet im Sinne der Sportlerinnen und Sportler fortführen und unser Leistungssportpersonal an den Verband binden.“

Um Nachwuchskadern eine sportpsychologische Betreuung zu ermöglichen, hat das Kuratorium Fördermittel in Höhe von 138.500 Euro pro Jahr für das Projekt „mentaltalent“ freigegeben. Die Initiative des Psychologischen Instituts an der Deutschen Sporthochschule Köln wird seit ihrer Gründung im Jahr 2007 vollständig von der Sportstiftung NRW finanziert. Der Beschluss sichert die Fortsetzung des Projekts bis Ende 2028.

Categories: News Schlagwörter: , , , | Comments 15627 Onboarding per Achterbahn

150 Athletinnen und Athleten haben im Movie Park Germany das erste Onboarding-Event der Sportstiftung NRW gefeiert und den Start der neuen Förderperiode eingeläutet. Mit der Einladung in den Freizeitpark würdigt die Sportstiftung die persönlichen und sportlichen Leistungen der geförderten Talente. Diese haben beim Event Sophie Gromann und Leonard Weber zu ihren Athletenvertretern gewählt. Alle Teilnehmer sind zudem nun Teil eines einzigartigen Street-Art-Fotoprojekts von Fotokünstler Mike Meyer.

Direkt zum Onboarding-Reel bei Instagram

Direkt zum White Cube Athleten-Video von Mike Meyer

Ministerpräsident Wüst schickt Grüße

Ministerpräsident Hendrik Wüst meldete sich per Videobotschaft und brachte den Athletinnen und Athleten seine Wertschätzung zum Ausdruck: „Sie gehören zu den herausragenden Athletinnen und Athleten, die von der Sportstiftung NRW unterstützt werden und damit zu einer Gemeinschaft, die noch sehr viel mehr zu bieten hat. Darauf können sie stolz sein. Wir sind auch stolz auf unsere Sportlerinnen und Sportler, denn sie machen Nordrhein-Westfalen zum Sportland Nr. 1 in Deutschland. Mit der Förderung der Sportstiftung möchten wir unsere Talente auf ihrem Weg zu sportlichen Spitzenleistungen unterstützen.“ Wüst ist Vorsitzender des Stiftungskuratoriums.

Alle Teilnehmer des Onboarding-Event eint, dass sie das neue Bewerbungsverfahren für die Individualförderung erfolgreich absolviert haben. Vorstandsvorsitzender Dr. Ingo Wolf erläutert das Konzept: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mündige Talente zu unterstützen, die mit ihren Leistungen und mit ihrer Leidenschaft Menschen begeistern und inspirieren. Dadurch leisten wir einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Spitzensports in Nordrhein-Westfalen.“ Derzeit fördert die Sportstiftung etwa 600 Nachwuchskader aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten.

Athletin Yara Bonett: „Das Onboarding-Event war eine Belohnung dafür, dass man im Sport jeden Tag sein Bestes gibt. Ich bin extrem dankbar und glücklich, dass ich es hierhin geschafft habt. Ich habe mich richtig wertgeschätzt gefühlt.“

Geschäftsführer Maximilian Hartung: „Wir haben das Onboarding-Event ins Leben gerufen, um den Athletinnen und Athleten auf diesem Weg unsere Anerkennung und unseren Dank auszudrücken. Sie sind Vorbilder in ihren Sportszenen und wir sind stolz darauf, sie auf ihrem Weg mit unseren Partnern im Sportland NRW begleiten und unterstützen zu dürfen. Sie zeigen ihren Vereins- und Klassenkameraden wie viel Freude es bereiten kann nach Höchstleistungen zu streben und immer wieder die eigenen Grenzen zu verschieben.“

Sophie Gromann und Leonard Weber als Athletenvertreter gewählt

Die gewählten Athletenvertreter Sophie Gromann (Jg. 2004) und Leonard Weber (Jg. 2008) stärken künftig die Rolle der Athletinnen und Athleten bei der Gestaltung und Weiterentwicklung von Förderprogrammen der Stiftung. „Ich mache Leistungssport, ich stehe voll im Studium – da bleibt wenig Zeit, mit einem Job nebenbei Geld reinzubekommen. Ich bin auf die Förderung der Sportstiftung NRW angewiesen,“ betont Wasserballspielerin Sophie. „Als Athletenvertreterin möchte ich Einblick geben, wie unser Alltag aussieht, wo wir Unterstützung gebrauchen können, damit ein optimales Förderprogramm zustandekommt. Und ich möchte mithelfen, den Zusammenhalt unter Athletinnen und Athleten aus verschiedenen Sportarten zu stärken.“

Säbelfechter Leonard sagt: „Es ist wichtig, dass unsere Stimme gehört wird und unseren Anliegen Beachtung geschenkt wird.“

In einer Reihe mit Sportlegenden

Fotograf Mike Meyer portraitierte alle Athlet*innen in seinem „White Cube“, die dadurch Teil seines Street-Art-Fotoprojekts „athletes of our generation“ wurden. Der Kubus ist eine Fotoinstallation, in der Meyer weltweit Persönlichkeiten ablichtet, darunter über 100 Sportstars und Prominente wie Mischa Zverev, Dirk Nowitzki, Tony Hawk, Justin Timberlake und Robin Schulz. „Ich möchte mit meinen Close-up-Portraits festhalten, was Menschen antreibt und wie facettenreich sich Leidenschaft ausdrückt“, sagt der Fotograf. „Beim Onboarding hast Du Athleten vor dir, die auf dem Weg zur Weltspitze sind und dafür glühen. Dieses Momentum zu begleiten, hat für mich eine riesen Kraft.“

Unterstützer im Sportland NRW stellen sich vor

Die Laufbahnberater der drei Olympiastützpunkte in NRW und Vertreter des Vereins Athleten Deutschland e.V. präsentierten beim Event ihre Angebote in den Bereichen Duale Karriere, zur Wahrung von Athletenrechten und zum Schutz vor Gewalt im Sport. Der Landessportbund NRW als Träger der Olympiastützpunkte und Sportförderer WestLotto bekräftigten ihr partnerschaftliches Bestreben, den Talenten optimale Rahmenbedingungen zur Ausübung ihres Sports und zum Erzielen von Höchstleistungen zu bieten.

Stolze Gastgeber

Michael Höfig, Sprecher des Movie Parks Germany: „Wir sind stolz, als Gastgeber des ersten Onboarding-Event der Sportstiftung NRW dazu beizutragen, so vielen inspirierenden Persönlichkeiten eine verdiente Wertschätzung entgegenzubringen. Den Movie Park Germany und die Sportlerinnen und Sportler eint, dass sie andere Menschen begeistern möchten.“

Onboarding-Event 2024
Categories: News Schlagwörter: , , , 15797 Safe Space für Athletinnen

Ein vertraulicher Raum für Athletinnen: In Köln sind 21 junge Frauen zusammengekommen, um gemeinsam ihre Situation im Leistungssport zu reflektieren und zentrale Botschaften für Sport und Alltag zu formulieren. Der Leistungssport liefert immer noch zu wenige Antworten auf frauenspezifische Fragen während und nach der Karriere, sagen die Teilnehmerinnen.

Der Workshop „Athletinnen for future“ wurde vom Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule in Kooperation mit der Sportstiftung NRW konzipiert und durchgeführt.

„Wir wollten einen Safe Space speziell für Athletinnen schaffen“, erklärt Wiebke Dierkes, die im Team mit Jana Beckmann (beide Sporthochschule) und Hannah Pohl (Sportstiftung NRW) den Workshop leitete. Anlass dazu gaben die Ergebnisse der Umfrage „Athletinnen for future“, die von einem Forschungsteam um Univ.-Prof. Jens Kleinert und Dr. Johanna Belz vom Psychologischen Institut im Frühjahr 2023 durchgeführt wurde. Belz: „Frauen und Männer haben oft im Spitzensport ähnliche Herausforderungen, aber sie sehen diese teils aus einer unterschiedlichen Perspektive“.

Karrieresorgen, gepaart mit finanziellen Sorgen und Unsicherheit hinsichtlich der sportlichen und persönlichen Zukunft standen weit oben im Bewusstsein der Workshop-Teilnehmerinnen.

Balanceakt – Körperbild und Essverhalten

Die Identität im Sport ist stark durch das eigene Körperbild geprägt. Hiermit verknüpft, bewegt auch das Essverhalten die Gedankenwelt der Athletinnen, nicht zuletzt durch soziale Medien oder Kommentare von Trainer*innen und Bezugspersonen beeinflusst. Die Workshop-Teilnehmerinnen wünschen sich spezielle Beratungsangebote aus der Sportpsychologie und Ernährungsberatung – auch für ihr Umfeld.

Geschlechterunterschiede im Leistungssport

Geschlechterunterschiede zeigen sich, aus Sicht der Athletinnen, im sportlichen Kontext vor allem in der Kommunikation von Trainer*innen und anderen Funktionsträger*innen. Damit würden Rollenbilder vermittelt, die nicht immer zum Selbstbild der Sportlerinnen passen. Sensibilisierung und adäquate Kommunikation scheinen ebenso wichtig zu sein, wie die stärkere Beachtung biologischer Besonderheiten, wie zum Beispiel zyklusbasierten Trainings.

„Power Play“ – Ressourcen und Support

Die Teilnehmerinnen wünschen sich zudem mehr „Power Play“, das heißt, Ressourcen und Support für Leistungssportlerinnen sowohl im Bezug auf den Sport als auch den Alltag zu stärken. Hierfür brauche es spezielle Unterstützungsangebote, Ansprechpartner*innen und Beratung, zum Beispiel zu Themen wie Zyklus, Ernährung, Finanzierung, Umgang mit Trainer*innen und auch Social Media. Oftmals fehle die Information oder der Zugang zu entsprechenden Angeboten.

Quelle: www.dshs-koeln.de

Categories: News | Comments 15395 Captains Day mit Stipendienfeier

87 Athletinnen und Athleten haben sich erfolgreich für das NRW-Sportstiftungs-Stipendium zum Wintersemester 2023/24 beworben. Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in NRW, und Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, zeichneten die anwesenden Stipendiatinnen und Stipendiaten beim 11. Captains Day am 26. Januar im Rahmen der Messe boot in Düsseldorf aus.

Die Geförderten erhalten eine monatliche Unterstützung in Höhe von 300 Euro für zwei Semester, um sich intensiver auf ihre Bildungs- und Sportlaufbahn konzentrieren zu können. Die Stiftung hat das Stipendium im zweiten Jahr infolge verliehen, um parallel erreichte hervorragende sportliche und akademische Leistungen zu würdigen.

Die Stipendiaten verteilen sich auf 32 Hochschulen. Die Bewerbung stand Nachwuchskadern aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten offen. Das Gesamtfördervolumen von 313.200 Euro bleibt auf dem Niveau des Vorjahres (Förderzeitraum 2022/23). 

Andrea Milz: „Mit dem NRW-Sportstiftungs-Stipendium unterstützen wir die Geförderten dabei, ihre spitzensportlichen Karriere voranzutreiben und parallel ihre akademische Ausbildung zu meistern. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sind Vorbilder im und außerhalb des Sports und Identifikationspersonen für das Sportland NRW.“

World-Games-Athletin Leona Liv Kommerell hat das Stipendium zum ersten Mal erhalten. Sie setzt ihre Förderung gezielt für Nachwuchsarbeit in ihrer Sportart ein: „Ich gehe an Schulen und bringe Kindern Lacrosse bei. Durch das Stipendium kann ich dieses Ehrenamt weiter ausüben und bin nicht auf einen Nebenjob angewiesen.“

Förderpartner steigern Engagement auf 113.000 Euro

25 Privatpersonen, Vereinigungen und Unternehmen unterstützen das Stipendienprogramm finanziell mit rund 113.000 Euro. Das sind fast 20.000 Euro mehr als im Jahr davor. Viele Förderer engagieren sich zusätzlich, indem sie berufliche Perspektiven aufzeigen, als Mentoren beraten und so den Einstieg ins Berufsleben erleichtern.

Dr. Ingo Wolf: „Das wachsende Engagement für unser Stipendienprogramm verdeutlicht den hohen Stellenwert, den Menschen aus Wirtschaft und Gesellschaft der Nachwuchsförderung beimessen. Ich freue mich, dass viele Förderpartner das Potenzial für den Arbeitsmarkt erkannt haben und die Stipendiatinnen und Stipendiaten als gesellschaftliche Vorbilder wertschätzen.“

„Ich finde es wichtig und toll, dass ihr Emotionen zeigt“, wandte sich Unternehmer und Neuförderer Claus Dethloff bei der Ehrung an die Athlet*innen. „Dadurch reißt ihr viele Menschen mit.“ Dethloff unterstützt drei Stipendien gemeinsam mit der Sportstiftung NRW. „Ich ärgere mich, dass ich nicht direkt 10 genommen habe.“

Volker Staufert, Vorstandsmitglied der Stiftung: „Wir haben uns vorgenommen, mündige Athletinnen und Athleten zu fördern. Sie können Vorbilder für unsere Gesellschaft sein. Alleine aus den Softskills, die sie sich während ihrer Sportkarriere aneignen, könnte man einen Beruf machen.“

Neu in 2024: Bewerbung zum Sommersemester möglich

Neu ab diesem Jahr ist die Möglichkeit für Studierende und Studienanfänger, sich auch zum Sommersemester zu bewerben, mit einem Förderstart im April. Bislang startete eine Förderperiode ausschließlich zum Wintersemester.

Weltgrößtes Sportevent 2025 findet in NRW statt – Studenten sind Protagonisten

Der Captains Day gewährte zudem einen Ausblick auf die FISU World University Games 2025 in Rhein-Ruhr, an denen viele studierende NRW-Athleten teilnehmen werden. Es werden rund 10.000 Studenten aus 170 Ländern erwartet, die sich in 18 Sportarten messen. Die Wettkämpfe werden vom 16. bis 27. Juli 2025 in Bochum, Düsseldorf, Duisburg, Essen und Mülheim an der Ruhr stattfinden.

Perlen und Party

Das Sportland NRW verfüge bereits über herausragende Sportstätten, so Staatssekretärin Milz. Nun gelte es die Rahmenbedingungen zu organisieren und „diese Perlen zu einer Kette zu flechten“. Der Bewerbungsprozess für Volunteers beginnt im Februar. Rund 12.000 freiwillige Helfer werden erwartet.

Leichtgewichtruderer Nikita Mohr hat die FISU Games 2023 in Chengdu miterlebt. Der Sportstiftungs-Stipendiat und Medizinstudent gewann dort Silber im Doppelzweier – mit dem kleinen Makel, dass weniger Zuschauer zu den Ruderwettbewerben fanden. Anders als in den randvollen Stadien. „Ich stelle mir vor, dass es in Rhein-Ruhr größere Begeisterung für alle Sportarten gibt,“ sagte er.

„Die Spiele 2025 werden laut, bunt und stimmungsvoll“, kündigte Niklas Börger, Geschäftsführer Rhine-Ruhr 2025 FISU Games gGmbH. Andrea Milz erinnerte an die Stimmung bei den Finals Rhein Ruhr im vergangenen Sommer, die über 200.000 Menschen zu Meisterschaftswettkämpfen in verschiedenen Disziplinen lockten. Sie versprach: „Wir werden es bei den FISU Games noch besser machen. Bei uns wird die Party von A bis Z laufen.“

„Es ist begeisternd zu sehen, wie die Sportstiftung NRW alle zusammenbringt, die das Sportland NRW ausmachen: Die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler, die Politik und die unterstützende Wirtschaft“, sagte Börger. „Im kommenden Jahr brauchen wir all diese Akteure, um die FISU World University Games nicht nur zu einer großartigen Sportveranstaltung zu machen, sondern zu einem internationalen Fest, das zeigt, dass das Sportland NRW der ideale Austragungsort für das größte Sportevent der Welt im Jahr 2025 ist.“

Speeddating rundet 11. Captains Day ab

Im zweiten Teil des Captains Day trafen sich Stipendiatinnen, Stipendiaten und Förderer zu einem Speeddating, bei dem sie ihr Netzwerk in Wirtschaft und Leistungssport ausbauen konnten.

Christian Vogée, Vorstandstandsprecher der ARAG AG betonte: „Wir fördern nicht, weil wir etwas von den Stipendiaten zurückerwarten, sondern damit sie Kontakte zu Unternehmen gewinnen.“

Anna Fliegel, Leiterin Personal & Führungskräfteentwicklung bei der Westenergie AG: „Hier ist eine tolle Energie im Raum. Wir haben durch das Stipendienprogramm im letzten Jahr tolle Menschen kennengelernt. Wir geben ihnen die Möglichkeit, bei uns reinzuschnuppern. Praktika sind mit den Trainingszeiten kompatibel. Wir sind gerne Sparingspartner für berufliche Orientierung.“

Das Veranstaltungsformat Captains Day existiert seit 2012. Die Sportstiftung bringt dort traditionell die „Kapitäne“ aus der Wirtschaft mit ambitionierten Leistungssportlern zusammen, um Duale Karrierewege auszuloten. „Für den Captains Day gibt es gibt keinen besseren Ort als die ‚boot‘ mit ihrem Ambiente und dem einzigartigen Wir-Gefühl der Wassersportler“, sagte Messechef Wolfram Diener.

Fotogalerie Captains Day 2024
Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , 14847 Die felix Gewinner

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat die diesjährigen Gewinner der felix awards ausgezeichnet. Bei der Gala für die NRW-Sportler*innen des Jahres in der Classic Remise Düsseldorf wurde Synchronschwimmerin Klara Bleyer aus Würselen als Newcomerin des Jahres geehrt. Die 19-Jährige von den Freien Schwimmern Bochum e.V. trug sich als erste deutsche Jugendeuropameisterin seit fast 40 Jahren in die Geschichtsbücher ein. Bobpilotin Laura Nolte nimmt nach WM-Gold im Monobob erneut den Titel „NRW-Sportlerin des Jahres“ mit nach Hause. Bei den Männern führte kein Weg am Kapitän der Eishockey-Nationalmannschaft vorbei: Moritz Müller, das Urgestein von den Kölner Haien beendet das Sportjahr als Vize-Weltmeister und felix Gewinner.

In der Mannschaftskonkurrenz fiel die Wahl auf die Hockey-Nationalmannschaft. Zehn Spieler aus NRW trugen zum insgesamt dritten WM-Erfolg der „Honamas“ bei. Im Para Tischtennis ist der amtierenden Europameister Valentin Baus seit Jahren herausragend und kann seine Titelsammmlung um einen felix Award bereichern. Jungprofi Florian Wirtz von Bayer 04 Leverkusen gewinnt den Fußball felix.

Wer einen Award in den sechs Sportkategorien bekommt, haben die Bürgerinnen und Bürger durch ein Online-Voting entschieden. Die Kategorie „Trainer*in des Jahres“ wird von ehemaligen Preisträger ermittelt. Sie entschieden sich für Hockey-Nationaltrainer André Henning.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die für den felix award nominierten Persönlichkeiten repräsentieren nicht nur die sportliche Spitze in unserem Land, sie zeigen uns auch, wie leistungsfähig und vielfältig der Sport bei uns ist. Die Leidenschaft, der unbedingte Wille und die herausragenden Ergebnisse der Sportlerinnen und Sportler sowie Trainerinnen und Trainer aus unserem Land tragen dazu bei, die Aufmerksamkeit und das Ansehen für den Sport weiter zu stärken.“

Seit 2007 werden Sportler*innen aus Nordrhein-Westfalen, die sich in besonderer Weise hervorgetan haben, mit dem felix award ausgezeichnet. Mit diesem Preis würdigen das Land Nordrhein-Westfalen, der Landessportbund Nordrhein-Westfalen und die Sportstiftung NRW sowohl den Spitzensport als auch herausragende Persönlichkeiten des Sports.

„Unser Anspruch ist es, den Abend für alle Gewinnerinnen und Gewinner des felix award unvergesslich zu machen. Und natürlich möchten wir ebenso den Nominierten und geladenen Gästen ein sehr besonderes Event bieten, das verdeutlicht, wie facettenreich, stark und inspirierend Nordrhein-Westfalen im Bereich Sport ist“, sagt Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW.

Dr. Ingo Wolf hielt die Laudatio für die Newcomerin des Jahres: „Klara Bleyer ist ein Vorbild, wie man mit absoluter Hingabe das Beste aus seinen Möglichkeiten macht. Sie steht exemplarisch dafür, wie der Breitensport vom Leistungssport profitieren kann.“

Ministerpräsident Hendrik Wüst
Newcomerin des Jahres: Klara Bleyer

 

Newcomerin des Jahres: Klara Bleyer

 

Klara Bleyer nimmt weite Wege auf sich, um ihrem Sport erfolgreich nachgehen zu können: Von Würselen bei Aachen aus fährt sie fast anderthalb Stunden zum Training am Leistungsstützpunkt in Bochum. Bei den Freien Schwimmern stehen zusätzlich neben der Arbeit im Wasser auch Ballett-, Turn-, Akrobatik- und Kraftübungen auf dem Programm.

Klaras Fleiß wurde in der Technischen Kür des Solowettbewerbs und in der Freien Kür jeweils mit der Goldmedaille bei der Jugend-Europameisterschaft auf Madeira belohnt. In ihren Choreografien von rund zweieinhalb Minuten Länge passte alles, so dass die Abiturientin und angehende Produktdesign-Studentin als erste deutsche Jugendeuropameisterin im Synchronschwimmen seit 1984 in die Geschichtsbücher eingehen wird.

Bei der Schwimm-WM in Fukuoka, ihrer ersten WM-Teilnahme bei den Erwachsenen, glänzte Klara Bleyer mit starken Leistungen in der Technischen Kür des Solowettbewerbs und erzielte als Achte das beste deutsche WM-Ergebnis aller Zeiten in dieser Disziplin.

Newcomerin des Jahres: Klara Bleyer

 
Sportlerin des Jahres: Laura Nolte

 

Sportlerin des Jahres: Laura Nolte

 

Zweier-Olympiasiegerin Laura Nolte wurde 2023 erstmals Weltmeisterin im Monobob und bescherte Deutschland damit den ersten großen Titel in dieser jungen Disziplin. Nur wenige Tage später folgte die große Enttäuschung im Eiskanal von St. Moritz: Die 24-Jährige stürzte im Zweierbob mit ihrer Anschieberin Neele Schuten und musste den Traum vom zweiten Gold aufgeben.

Glücklicherweise verletzten sich die beiden nicht und fassten neuen Mut für die Weltcuprennen. In Sigulda feierten sie schlussendlich den ersten Triumph im Gesamtweltcup. Laura Nolte bewies in dieser Saison im Mono- und im Zweierbob, dass sie eine exzellente Pilotin ist, die auch mit wechselnden Anschieberinnen Top-Leistungen bringt.

Sportlerin des Jahres: Laura Nolte

 
NRW-Sportler des Jahres: Moritz Müller

 

NRW-Sportler des Jahres: Moritz Müller

 

Moritz Müller steht bereits seit der Saison 2004/2005 bei den Kölner Haien unter Vertrag. Er hat mehr als 1000 Spiele für die Haie bestritt und führt diese als Mannschaftskapitän an. Seit dem Frühjahr 2018 hat er dieses Amt auch in der Nationalmannschaft inne. Seine internationale Karriere krönte Müller mit der Teilnahme an Olympia 2018 in Pyeongchang, bei denen die DEB-Auswahl die Silbermedaille gewann. Gleiches gelang ihm fünf Jahre später bei der Weltmeisterschaft 2023.

NRW-Sportler des Jahres: Moritz Müller

 
Para Sport felix: Valentin Baus

 

Para Sport felix: Valentin Baus

 

Zweimal hat Valentin Baus an den Paralympischen Spielen teilgenommen, zweimal gewann er eine Medaille. In Paris kann er seine Erfolgsgeschichte weiterschreiben: Durch den EM-Titel in Sheffield ist er bereits im Einzel und Doppel für Olympia 2024 qualifiziert. Baus ist in der Wettkampfklasse 5 das Maß der Dinge und wird auch in Paris der Gejagte sein. Mit sieben Jahren begann Valentin Baus, Tischtennis zu spielen. Aufgrund der erblich bedingten Glasknochenkrankheit ist er seit 2008 auf den Rollstuhl angewiesen.

Para Sport felix: Valentin Baus

 
NRW-Mannschaft des Jahres: Hockey Nationalmannschaft

 

NRW-Mannschaft des Jahres: Hockey Nationalmannschaft

 

Erst im Penalty-Shootout fiel die Entscheidung, die zu einem sensationellen und überraschenden Triumph der Hockey Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft führte. Nach der regulären Spielzeit hatte es 3:3 gegen Titelverteidiger und Olympiasieger Belgien gestanden. Torhüter Jean-Paul Danneberg hielt den entscheidenden Penalty zum 5:4 und krönte sein Team und sich mit dem ersten Titelgewinn eines großen Turnieres seit 2014.

Besonders vom Viertelfinale bis zum Endspiel zeigte die Mannschaft um Kapitän Mats Grambusch ihren enormen Kampfgeist. In allen drei Partien wurde jeweils ein Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt. Auch Dank der Tore von Stürmer Niklas Wellen, der zum Spieler des Turniers gewählt wurde, durfte die deutsche „Honamas“ am Ende den dritten Titelgewinn ihrer Geschichte feiern. 10 Spieler aus NRW standen im Kader.

NRW-Mannschaft des Jahres: Hockey Nationalmannschaft

 
Fußball-felix: Florian Wirtz

 

Fußball-felix: Florian Wirtz

 

Als Florian Wirtz 2020 in die erste Mannschaft des Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen wechselte, wurde er schnell ein festes Mitglied des Kaders und gleichzeitig mit 17 auch dessen jüngster Torschütze. Mittlerweile hat er bereits mehr als 80 Bundesligaspiele absolviert – und das im Alter von 20 Jahren. Seine Laufbahn startete Florian Wirtz beim SV Grün-Weiß Brauweiler, wo sein erster Trainer sein Vater Hans-Joachim war. Gemeinsam mit seiner Schwester Juliane, die ebenfalls Profi-Fußballerin ist, war Florian rund um die Uhr am Platz, um zu trainieren. Mittlerweile gehört er auch zur A-Nationalmannschaft.

Fußball-felix: Florian Wirtz

 
NRW-Trainer des Jahres: André Henning

 

NRW-Trainer des Jahres: André Henning

 

Im Gegensatz zu den anderen Kategorien entscheidet eine Fachjury, die sich aus ehemaligen Preisträgern dieser Kategorie zusammensetzt, über diesen Award.

2007 war Henning mit 23 Jahren der jüngste Coach eines Hockey-Bundesliga Teams und sammelte mit verschieden Klubs Meistertitel im Feld- und Hallenhockey. Den Höhepunkt seiner Trainerkarriere setzte Henning mit dem Weltmeistertitel der deutschen Hockeynationalmannschaft 2023 in Indien.

NRW-Trainer des Jahres: André Henning

 

Categories: News Schlagwörter: , , | Comments 15080 Stipendium jetzt auch zum Sommersemester

Wer im Sommersemester ein Studium beginnt, muss nicht mehr bis zum Wintersemester mit der Stipendienbewerbung warten. Die Sportstiftung hat eine zweite Bewerbungsphase für das NRW-Sportstiftungs-Stipendium eingeführt. Ab sofort können sich Athletinnen und Athleten auch im Frühjahr für eine Stipendienförderung bewerben, die im April startet. Die Förderdauer beträgt ein Jahr. Bewerbungsfrist ist der 31. Januar eines Jahres.

Weiterhin gilt: Eine bewilligte Talent-Förderung ist Voraussetzung für die Zusage eines Stipendiums. Die Bewerbungsfrist für die Talent-Förderung endet immer einen Monat vor der Stipendiumsfrist. Bewerber müssen beide Fristen im Auge behalten.

Bisher war eine Stipendienbewerbung ausschließlich zum Wintersemesters im Oktober möglich. Der Vorstand der Sportstiftung hat die neue Regelung in seiner Sitzung am 5. Dezember 2023 beschlossen.

Was passiert nach dem Abschicken deiner Bewerbung für das Stipendium?

Die Bewerbungsfristen sind der 31. Januar für eine Stipendienförderung ab dem Sommersemester und der 31. Juli für einen Start zum Wintersemester. Damit liegen die Fristen genau einen Monat nach dem Stichtag für die Talent-Förderung. Du musst beide Fristen im Auge behalten, denn eine bewilligte Talent-Förderung ist Voraussetzung für die Zusage eines Stipendium.

Unsere Gutachter prüfen deine Bewerbung und geben ihre Empfehlung an den Vorstand weiter, der die Förderentscheidungen trifft. Der Vorstand entscheidet zweimal pro Jahr über die Stipendienvergabe: im September und im März.

 

Categories: News Schlagwörter: , , | Comments 14798 Veränderte Förderung im Internat vorgestellt

Die Sportstiftung NRW hat in Paderborn Veränderungen ihrer Zuwendungen an NRW-Sportinternate vorgestellt. Thema war außerdem das neue Förderparadigma bei der Individualförderung.

Seit einem Jahr beheimatet das Sportinternat Paderborn den vielversprechenden U16 Basketball-Nationalspieler Tom Brüggemann, der fest bei den Zweitligaprofis der Paderborn Baskets mittrainiert. Der 16-jährige Gymnasiast sieht hier optimale Entwicklungschancen und setzt auf eine langfristige Perspektive, um seinen Traum von einer NBA-Karriere zu realisieren. „Ich suche nicht nach dem schnellen Erfolg“, betont der talentierte Pointguard.

Im Sommer hat sich der wurfstarke Teenager erfolgreich für die Internatsplatz-Förderung und für die neue Talent-Förderung bei der Sportstiftung NRW beworben. Über 500 Nachwuchssportlerinnen und -sportler haben die Chance genutzt, Teil des neu gestalteten Fördersystems zu werden. Erstmals berücksichtigte die Stiftung im Bewerbungsverfahren auch die Persönlichkeitseigenschaften der Athletinnen und Athleten, die sich eigeninitiativ bewerben konnten und dabei ein Motivationsschreiben und ein Bewerbungsvideo einreichten sowie einen Fragebogen zu sechs Kompetenzbereichen beantwortet haben.

„Ziel der Sportstiftung ist es, mündige Athletinnen und Athleten zu identifizieren, die durch Leistung und Leidenschaft andere Menschen begeistern und inspirieren“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Ingo Wolf. „Diese Vorbilder können nun in einer noch breiteren Palette an Sportarten in die Gesellschaft wirken. Das möchten wir nach besten Kräften unterstützen.“

Bewerbungverfahren wertschätzend gegenüber Athleten

Basketballer Tom Brüggemann kommentiert das Vorgehen positiv: „Ich möchte nicht nur als Sportler Vorbild sein, sondern auch als Mensch. Daran kann man auch ablesen, ob eine Karriere erfolgreich wird.“

Der 17 Jahre alte Darrion Richards, U23-Nationalspieler im Baseball, profitiert ebenfalls von der Förderung. Er schätzt die Möglichkeiten im Auswahlprozess: „Man sieht im Video zum Beispiel, welche Ausstrahlung ich mitbringe. Das ist wertschätzend gegenüber den Athleten und wichtig, um Kompetenzen zu erkennen. Ich kann mich als Persönlichkeit besser präsentieren. Zum ersten Mal konnten sich Talente aus World-Games-Sportarten wie Darrion um eine Förderung bei der Stiftung bewerben. Im Sportinternat Paderborn bilden World-Games-Athleten die Mehrheit der Geförderten.

Aktuell unterstützt die Sportstiftung NRW zwölf Internatsbewohner in Paderborn durch die Internatsplatz-Förderung mit insgesamt rund 84.000 Euro. Fünf Athleten erhalten, teils zusätzlich, eine monatliche Talent-Förderung von 250 Euro mit einem Gesamtvolumen von 15.000 Euro pro Jahr.

Zuwendungen an Sportinternate jetzt einheitlich –
Paderborn profitiert erheblich

Die Sportstiftung hat in diesem Jahr auch die Förderung der Sportinternate in Nordrhein-Westfalen neu aufgestellt. Zwölf ausgewählte Vollzeitinternate erhalten jährlich 70.000 Euro zur Finanzierung von Personalstellen – vorrangig der pädagogischen Internatsleitung. Für das Paderborner Internat bedeutet die geänderte Fördersystematik einen erheblichen Aufwuchs von ca. 55.000 Euro pro Jahr. Auch NRW-weit betrachtet, erhöht die Stiftung ihr Engagement im Bereich der Internate um rund 220.000 Euro/Jahr. „Die Vereinbarkeit von Leistungssport mit schulischer und beruflicher Ausbildung ist eine unserer Triebfedern. Deshalb stärken wir Sportinternate als Orte, wo ambitionierte Jugendliche diesen Weg beschreiten können, betont Dr. Wolf.“

Internatsleiter Matthias Hellmig: „Wir sind sehr froh, die Sportstiftung NRW an unserer Seite zu haben. Man darf nicht vergessen, dass unsere hochtalentierten Sportlerinnen und Sportler auf vieles verzichten, um ihren Traum, in ihrer Sportart zu den Besten zu gehören, Schritt für Schritt näher zu kommen. Daher ist es unheimlich wichtig, jeden Einzelnen individuell in familiären Strukturen in Form einer dualen Laufbahnplanung zu fördern, aber auch zu fordern. Dafür benötigen wir starke Partner wie die Sportstiftung NRW.

Bernhard Hoppe-Biermeyer MdL ,Sportausschussvorsitzender im NRW-Landtag und Kuratoriumsmitglied der Sportstiftung ist gebürtiger Paderborner: „Für eine Stadt dieser Größe ist Paderborn im Sport unglaublich erfolgreich, insbesondere in Randsportarten. Mit der Sportstiftung und dem Landessportbund sind wir im Sportland NRW sehr gut aufgestellt. Diese Stärke gilt es zu pflegen.“ Paderborn hat 156.000 Einwohner.

Momentan leben 43 Talente aus sieben Sportarten – darunter die Schwerpunktsportarten Baseball, Basketball, American Football und Fußball. Aber auch Volleyball, Squash und Schwimmen sind vertreten.

Mit ihrem Wechsel ans Sportinternat verbinden die Athleten Brüggemann und Richards viel Positives. „Durch das Hin und Her zwischen Schule, Training und zuhause kam ich früher zu wenig zum Lernen. Hier habe ich nun komplett andere, geregelte Abläufe und kann mich sportlich auf das nächste Karrierelevel vorbereiten“, sagt Darrion Richards. Er hofft, in die Major League Baseball gedraftet zu werden wie manch Paderborner Absolventen vor ihm. „Dafür arbeite ich täglich hart an mir. Ich habe in meiner Karriere gelernt, die Dinge direkt zu erledigen.“

Am Pressetermin im Sportinternat Padeborn nahmen außerdem Dietrich Honervogt (Stv. Bürgermeister) sowie die Geschäftsführer Forum Paderborner Spitzensport gGmbH Uwe Diedam und Martin Hornberger teil.

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