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22185 Der Neue im Check

Athletinnen fragen nach

Hannah (l.) und Sarah Dicks trafen Lucas Flümann, um ihn persönlich und seine Sicht auf die Athletenförderung kennenzulernen..

Sarah Dicks: First things first – Lucas, hast du selbst Leistungssport betrieben?

Lucas Flümann: Ich habe Badminton gespielt und gehörte im Jugendbereich zur erweiterten deutschen Spitze. Als es um den Wechsel auf ein Sportinternat ging, entschieden sich meine Eltern dagegen. Das Risiko war zu hoch. Rückblickend war das eine wichtige Erfahrung, weil ich selbst erlebt habe, wie viele Faktoren über eine Leistungssportkarriere entscheiden. Ich spielte danach noch in der Regionalliga weiter, eher aus Spaß, bis mir das Pendeln von Köln, wo ich ein Studium begonnen hatte, zum Training nach Bonn zu aufwendig wurde und so klang meine Sportkarriere aus.

Hannah Dicks: Welche anderen Sportarten hast du ausprobiert und welche reizen dich noch?

Lucas: Ich habe mir vorgenommen, so viele Sportarten wie möglich auszuprobieren. Rollstuhlbasketball, Snowboarden, Curling, Eishockey, Surfen oder Fechten habe ich schon gemacht. Biathlon und Bobfahren etwa stehen noch auf meiner Bucketlist. Ich liebe Rückschlagsportarten – daher steht Padel aktuell hoch im Kurs. Phasenweise bin ich auch Marathon gelaufen, in diesem Jahr starte ich beim Halbmarathon in Bonn. Ich finde es cool, sich in neue Sportarten einzufühlen. Ich habe zwei kleine Kids zu Hause, eine voll berufstätige Frau und einen intensiven Job bei der Sportstiftung NRW – jede freie Minute für Sport ist für mich daher sehr wertvoll.

„Ich habe auf jeden Fall FOMO.“

Hannah: Was, denkst du, würden Freunde über dich erzählen?

Lucas: Die würden sagen: Der ist immer dabei, vor allem wenn es ums Sporttreiben geht. Lucas hat immer Lust auf den Wettkampf und auch mal einen guten Spruch auf Lager. Gruppenharmonie ist mir sehr wichtig. Und ich glaube, meine Freunde würden sagen, dass ich loyal bin. Wenn es ernst wird, kann man sich hundertprozentig auf mich verlassen. Komme, was wolle.

Sarah: Hast du eine Eigenschaft, die du gerne ablegen würdest?

Lucas: Ich würde Konflikte manchmal lieber früher und klarer ansprechen. Außerdem habe ich auf jeden Fall FOMO („Fear of missing out“). Gerade ging es im Freundeskreis darum, ein Querbeat-Konzert zu besuchen. Ich habe die Band schon hundertmal gesehen, aber wenn alle hingehen …Ich lasse mich manchmal von meiner Peergroup treiben.

Sarah: Du hast bei der Deutschen Sporthilfe die Actionsportmarke „Our House“ aufgebaut. Wie kam es dazu?

Lucas: Die Kernfrage ist, warum wir eigentlich Spitzensport fördern. Weil Athletinnen und Athleten Werte in die Gesellschaft tragen – und das gilt auch für Skater, Free Skier, Parkourer oder Wakeboarder, die oft nicht in klassischen Verbands- und Kaderstrukturen organisiert sind und das auch nicht wollen. Sie haben in ihren Szenen oft sehr große Reichweiten und sind genauso inspirierende Vorbilder. Daraus entstand „Our House“ – ein Förderansatz, der diese Athletinnen und Athleten sichtbar macht und unterstützt. Wir konnten Wirtschaftspartner wie Samsung und adidas dafür begeistern. Ich durfte mit diesen Freigeistern durch Europa reisen, Projekte umsetzen und dafür sorgen, dass sie viele andere Menschen ebenfalls begeistern.

„Spitzensportförderung ist elementar für ein Land aufgrund der Vorbildfunktion der Athlet*innen in ihrem unmittelbaren Umfeld.“

Hannah: Warum jetzt die Sportstiftung NRW?

Lucas: Nach fünf Jahren bei „Our House“ suchte ich eine neue Herausforderung und wechselte zum Deutschen TurnerBund, als Leiter für Partnerbetreuung und Vertrieb. Ende 2024 erreichte mich die Info, dass durch den Wechsel von Max Hartung zur Sporthilfe der coolste Job im NRW-Sport frei wird – das könnt ihr gerne so schreiben (lacht). So habe ich meinen Hut in den Ring geworfen. Die Aufgabe passt einfach perfekt.

Athletenförderung ist meine Leidenschaft und der rote Faden in meiner Karriere. Als mich dann Max Kindler, unser stellvertretender Geschäftsführer, anrief und sagte, Lucas, du bist dabei, war ich megaglücklich. Jeder hier im Team ist so intrinsisch motiviert. Dieses besondere Teamgefüge hat für mich einen sehr hohen Wert. Und ich würde behaupten, wir haben das beste Nachwuchsförderkonzept in Deutschland.

Sarah: Was möchtest du hier dann noch erreichen?

Lucas: Ich glaube daran, dass Spitzensportförderung elementar für ein Land ist, nicht nur als Repräsentanz, sondern aufgrund der Vorbildfunktion der Athletinnen und Athleten in ihrem unmittelbaren Umfeld. Wir brauchen diese Zugpferde in der Breite der Sportarten, um den Kids zu zeigen: Hey, such dir eine Sportart aus. Es gibt in jeder tolle Vorbilder, denen du nacheifern kannst. Und ja, es ist cool, ein Teil davon zu sein. Bei der Sportstiftung NRW geht es uns darum, jungen Talenten das Versprechen zu geben: Ihr könnt Leistungssport machen. Wir geben euch die bestmögliche Unterstützung, wir sind der Partner an eurer Seite.

Hannah: Was ist dein Anspruch dabei?

Lucas: Erstens eine stabile finanzielle Basis. Die haben wir durch das Land NRW und die Mittel von WestLotto, aber auch durch starke Wirtschaftspartner im Stipendienprogramm.

Zweitens Vertrauen. Mit der Staatskanzlei, dem Landessportbund und den Olympiastützpunkten gibt es hier in NRW ein gut funktionierendes harmonisches Miteinander – mich motiviert das total!

Drittens Weiterentwicklung. Wir dürfen nicht müde werden, unsere Förderkonzepte zu hinterfragen und ihre Wirkung zu analysieren. Gibt es beispielsweise Dropouts, die wir verhindern können? Liegt es an finanziellen Problemen, mentaler Gesundheit oder der Angst vor einer ungewissen Zukunft im Sport? Darauf reagieren wir. Zudem möchte ich unsere Partnerschaften mit der Wirtschaft und die Kommunikation weiter ausbauen, damit die Sportstiftung NRW am Puls der Zeit bleibt. Die Olympiabewerbung ist gerade sehr spannend.

Hannah: Was möchtest du geförderten Athletinnen und Athleten mitgeben?

Lucas: Meldet euch jederzeit bei uns – egal mit welchem Anliegen. Wenn wir selbst keine Lösung haben, wissen wir, wer eine hat. Gebt uns kritisches Feedback. Zeigt uns, wo ihr Bedarf und Förderlücken seht. Habt aber vor allem Freude, an dem was ihr tut, denn ihr seid darin schon extrem gut. Das muss euch klar sein: Ihr könnt Vorbilder sein und andere mit eurer Leidenschaft mitreißen und inspirieren. Das ist der Spirit.

„Wer sich gut begleitet fühlt, kann sein Leistungsniveau überhaupt erst voll entfalten.“

Hannah: Was fasziniert dich am Leistungssport?

Lucas: Der lange Weg an die Spitze. Die Entbehrungen, die mit dem Leistungssport einhergehen, der Fleiß, auch die Abstriche im Privaten – alles aus der inneren Motivation heraus, sich mit den Besten der Welt zu messen. Durch unsere Bewerbungsverfahren schauen wir in viele leuchtende Augen. Junge Athletinnen und Athleten, die in unsere Förderung wollen, um irgendwann zur nationalen und internationalen Spitze zu gehören. Viele formulieren das Ziel Olympiamedaille. Dann schaltet man irgendwann den Fernseher ein und sieht Athleten, die genau das geschafft haben. Wenn man sich diesen Weg vom Nachwuchsbereich in die absolute Weltspitze immer wieder vor Augen führt, kann man diese außergewöhnliche Leistung noch besser anerkennen und Begeisterung dafür entwickeln.

Die wenigsten wissen, dass eine Leistungssportkarriere zunächst einmal viele Sorgen mit sich bringt. Wenn wir aber ein Förderkonzept verfolgen, das Talenten Sicherheit gibt und in dem sie ihre Persönlichkeit und ihre sportlichen Fähigkeiten nachhaltig entfalten können, gelingt es auch, mehr Talente für diesen Weg zu ermutigen.

Sarah: Mit dem Ziel Medaillen?

Lucas: In der sportpolitischen Debatte wird – nachvollziehbar – häufig mehr Medaillenerfolg gefordert, oft verbunden mit dem Ruf nach früher Spezialisierung und stärkerer Wettkampforientierung. Dem wird dann schnell eine am Wohl der Athletinnen und Athleten ausgerichtete, nachhaltige Nachwuchsförderung gegenübergestellt. Ich bin überzeugt, dass wir diesen Gegensatz gar nicht bemühen müssen: Eine gesunde, langfristig angelegte Förderung ist kein Widerspruch zum Erfolg, sondern seine Voraussetzung. Wer sich gut begleitet fühlt, bleibt länger im System und kann sein Leistungsniveau überhaupt erst voll entfalten. Ich möchte erreichen, dass möglichst viele Athletinnen und Athleten sagen können, dass sich jede Minute im Leistungssport gelohnt hat, unabhängig vom Ausgang einer Karriere.

Lucas Flümann

Lucas Flümann

geb. 1987 in Bonn, wohnt in Köln. Verheiratet, zwei Kinder.

Masterstudium in Sport-, Medien- und Kommunikationsforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln.

2012 – 2024 Stiftung Deutsche Sporthilfe
2024 – 2025 Deutscher Turner-Bund
Seit April 2025 Geschäftsführer der Sportstiftung NRW.

Hannah & Sarah Dicks

Hannah & Sarah Dicks

geb. 2005 bzw. 2008, aus Kaarst. Die Schwestern betreiben Modernen Fünfkampf, Biathle und Triathle. Sie gehören zur Top 10 der Welt im Jugendbereich und werden von der Sportstiftung NRW gefördert.

Sarah studiert an der Deutschen Sporthochschule Köln, Hannah möchte 2027 Abitur machen.

Categories: News Schlagwörter: , , , | Comments 22018 Olympic Day trifft Sommerfest

Eckhard Forst kam mit dem Fahrrad zu seiner ersten Vorstandssitzung. Beim anschließenden Sommerfest verriet er ins Mikrofon, dass er „Tour de France“-Fan sei, beim Einzelzeitfahren in Nizza bereits live an der Strecke gestanden habe und auch selbst keine Bergauffahrten scheue (mit einem Augenzwinkern: „auch wenn ich langsamer geworden bin“). Das Bild war gesetzt.

Dass das Sommerfest der Sportstiftung NRW und der internationale Olympic Day in diesem Jahr auf denselben Tag fielen, passte perfekt zum Motto des Aktionstags „Let’s move“. Moderatorin Anke Feller griff die Steilvorlage auf: „Bewegt hat sich zuletzt einiges bei der Sportstiftung NRW“ – und leitete damit das offizielle Meet & Greet des neu formierten Vorstands ein.

Von links: Anker Feller, Sascha Hendrich-Bächer, Markus Rehm und Eckhard Forst

Seit dem 5. Mai im Amt, präsentierten sich Vorstandsvorsitzender Eckhard Forst sowie Markus Rehm und Sascha Hendrich-Bächer den rund 120 Gästen im Garten von Gut Gnadental in Neuss. Athletinnen und Athleten, Förderpartner, Vertreter von Verbänden, Olympiastützpunkten, Trainerinnen und Trainer sowie zahlreiche Sportfunktionäre lauschten aufmerksam, applaudierten und kamen bei hochsommerlichen Temperaturen miteinander ins Gespräch.

Unter den Gästen waren unter anderem der neue Vorstandsvorsitzende des TSV Bayer 04 Leverkusen, Jürgen Schrapp, sowie die neu in das Stiftungskuratorium berufene Tischtennis-Junioren-Bundestrainerin Lara Broich. Für einen besonderen sportlichen Akzent sorgte Para-Athlet Mio Wagner, der Anfang Juni überraschend zwei deutsche U19-Meistertitel im Regelsport gewonnen hatte.

Nachträgliches Präsent zum 25. jährigen Bestehen der Sportstifftung von den Tischtennisverband, überreicht von Mio Wagner (r.), Noah Hersel und Bundestrainerin Lara Broich

Die neuen Vorstandsmitglieder nutzten die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen: Sascha Hendrich-Bächer, heute Leiter der Sportschule Hennef, war dem Sport zuvor viele Jahre ehrenamtlich verbunden – unter anderem als Fußball-Schiedsrichter und Schatzmeister. „Ich habe jetzt täglich vor Augen, was Spitzensportlerinnen und Spitzensportler leisten“, sagte der 45-Jährige.

Markus Rehm durfte sich angesprochen fühlen. Fünf Paralympics-Siege stehen in der Vita des Leverkusener Leichtathleten, der sich nach einer Verletzung des Syndesmosenbandes derzeit im Aufbautraining befindet. Die Verletzung habe er sich durch einen unglücklichen Sturz auf einer Eisplatte zugezogen, erklärte der 37-jährige Orthopädietechniker. „Ich fühle mich geehrt, jetzt im Vorstand der Sportstfitung NRW mitzuwirken.“ Sein Beruf sei mittlerweile zum Hobby geworden neben dem Leistungssport, scherzte er. Seine Mentorin und langjährige Trainerin Steffi Nerius haben ihm gezeigt, wie wichtig es ist, Verantwortung für die nächste Generation zu übernehmen. Beide sind nun Mitglied im Stiftungsvorstand.

Der vierte im Bunde, ARAG-Vorstand Christian Vogée, konnte aus privaten Gründen nicht beim Fest dabei sein.

Geschäftsführer Lucas Flümann rundete den offiziellen Teil ab und betonte in seinem Ausblick die zentrale Zielsetzung der Stiftung: „Unabhängig davon, ob Olympische und Paralympische Spiele im NRW stattfinden – wir möchten als Sportland NRW die beste Nachwuchsförderung in Deutschland anbieten und junge Athler*innen für das Abenteuer Leistungssport begeistern.“


Das traditionelle Grillbuffet sorgte für entspannte Atmosphäre. Beim Tauziehen, Leitergolf, Dosen- und Körbewerfen konnten jeder, der mochte, das Olympic-Day-Motto sportlich direkt umsetzen. Das Sommerfest fand bereits zum siebten Mal auf der Hofanlage Gut Gnadental der Unternehmerfamilie Zülow statt.

Sommerfest 2026
Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , , | Comments 22028 Schnelle Sonne

Wenn sich gehörlose Athletinnen blind verstehen, wird aus Harmonie Erfolg. Am vorletzten Wettkampftag der Deaflympics sprinten die deutschen Leichtathletinnen in den Staffeln zu Gold und Silber. Delia ist mittendrin. Auf dem Zuschauerrang kommen Mama die Tränen. Alle Eltern sind nach Tokio mitgereist. Auf dem Tartan liegen sich die Töchter in den Armen. „Mein schönster Moment“, sagt Delia. „Die 4×100-Meter-Staffel war das absolute Highlight.“

Es folgt eine Überraschung in der 4×400- Meter Staffel. Mit Silber hat das NRW-Quartett um Jelisa Gräf, Fiona Proba, Tessa Lange und Delia nicht gerechnet. Die fünfte Athletin in diesem Bunde, Sheila Schlechter aus Bünde, war knapp eine Stunde zuvor mit Delia in der siegreichen 4×100-Meter-Staffel gestartet, bevor es ins 4×400-Meter-Finale ging.

„Ich hatte großes Vertrauen in uns“, sagt Delia. „In der Staffel konnte ich abrufen, was ich kann.“ Die Tage zuvor glichen einer „emotionalen Achterbahnfahrt“. Im Vorlauf gelang die Stabübergabe zwischen Tessa und Delia gerade noch innerhalb der Wechselzone. Mit ihren beiden sechsten Plätzen in den Einzelstarts hadert sie zwar, doch vor dem Teamwettbewerb ist alles abgehakt.

Sommerspiele im November

Bei den Deaflympics starten mehr Leichtathleten als bei Weltmeisterschaften. Delia absolviert neun Rennen in nur einer Woche. Dabei beginnen ihre Tage früh und enden früh in winterlicher Dunkelheit. Denn der Transfer zum Teamhotel dauert gut eine Stunde und die Sonne geht in Tokio im November bereits am Nachmittag unter. Flutlicht gibt es im Wettkampfstadion nicht.

Die Wettbewerbe anderer Sportarten verfolgt sie über eine Leinwand, die das um sichtige Organisationsteam kurzerhand im Hotel aufgebaut hat. Der Gastgeber war auf die Ankunft gehörloser Athleten vorbereitet. „Wir mussten uns nie erklären“, schildert Delia. „Es war ein Wohlfühlsetting für Gehörlose. Die Menschen hatten Freude daran, uns zuzuschauen, und zollten uns echte Anerkennung. “

Tokio waren ihre dritten Deaflympics. Einen Tag vor der Eröffnungsfeier erfuhr die Kölnerin vom Deutschen Gehörlosen-Sportverband, dass sie gemeinsam mit Schwimmer Lars Kochmann als Fahnenträgerin einmarschieren würde. „Ich war nicht aufgeregt. Mit der Mannschaft im Rücken habe ich mich einfach gefreut“, erzählt die 26-jährige Studentin. „Mit den Deaflympics verbinde ich vor allem Gemeinschaft, nicht nur das sportliche Event.“

NRW in Tokio

Die Deaflympics gelten als das weltweit bedeutendste Sportereignis für gehörlose Athletinnen und Athleten. Bei der 25.  Ausgabe in Tokio waren etwa 3.000 Wettkämpfer aus 79 Nationen am Start. Aus Nordrhein-Westfalen waren 13 Athletinnen und Athleten nominiert. Sie waren an 10 der insgesamt 24 Medaillen der 67-köpfigen deutschen Mannschaft (6x Gold, 8x Silber, 10x Bronze) beteiligt. Dies ist die beste deutsche Bilanz seit 20 Jahren. Die ersten Spiele für Menschen mit Hörbeeinträchtigung fanden 1924 statt.

Delia Gaeda
geb. 1999, aus Köln. Sie startet für den Düsseldorfer SV 04 und das LT DSHS Köln und studiert B.Sc. Sport & Leistung an der Deutschen Sporthochschule Köln.


Erfolge 2025:

1. Platz Deaflympics

mit der 4×100-m-Staffel und

2. Platz über 100 m und 200 m

6. Platz mit der 4×400-m-Staffel

Erfolge 2024:

3. Platz WM über 200 m sowie

2. Platz mit der 4×100-m-Staffel

Categories: News Schlagwörter: , , , , | Comments 21887 Onboarding eröffnet Förderjahr 2026

Mit einem großen Onboarding-Event im Movie Park Germany hat die Sportstiftung NRW am 31. Mai offiziell das neue Förderjahr eröffnet. Rund 120 junge Spitzensportler*innen aus unterschiedlichsten Disziplinen wurden dabei feierlich in die Förderung aufgenommen und Teil des größten Nachwuchsnetzwerks im deutschen Leistungssport. Bereits zum dritten Mal veranstaltete die Sportstiftung das Format, das besondere sportliche Leistungen würdigt, den Austausch zwischen Talenten stärkt und die Gemeinschaft im Sportland Nordrhein-Westfalen fördert.

Hendrik Wüst: „Wir fördern sportliche Exzellenz wie niemand sonst“

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst richtete sich per Videobotschaft an die Teilnehmer: „Die Athletinnen und Athleten haben bereits Topleistungen gezeigt und können es bis an die Spitze schaffen. Die Sportstiftung NRW wird sie dabei mit ganzer Kraft unterstützen. Das haben sie verdient.“

Mit Blick auf die Bewerbung „KölnRheinRuhr“ um Olympische und Paralympische Spiele ab 2036 ergänzte Wüst: „Wenn es so kommt, sollen möglichst viele Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen dabei sein. Auch deshalb fördern wir sportliche Exzellenz wie niemand sonst in Deutschland.“


Aktuell unterstützt die Sportstiftung NRW mehr als 700 Bundeskaderathletinnen und -athleten im Nachwuchsbereich.

Netzwerk, Karriere und Persönlichkeitsentwicklung

„Wir möchten unseren Talenten von Beginn an zeigen: Ihr seid jetzt Teil eines starken Netzwerks“, erklärt Geschäftsführer Lucas Flümann. „Unsere Förderung reicht weit über finanzielle Unterstützung hinaus. Es geht darum, junge Persönlichkeiten in ihrer sportlichen und persönlichen Entwicklung zu begleiten.“

Beim Onboarding präsentierten sich zahlreiche Partner der Sportstiftung NRW, darunter:

  • die Laufbahnberatung an den Olympiastützpunkten NRW,
  • der Verein Athleten Deutschland,
  • die Initiative „mentaltalent“,
  • sowie erstmals der Sport-Informations-Dienst (SID) als Kooperationspartner eines neues Workshopformats.

Sie informierten zu Themen wie duale Karriere, Athletenrechte, Sportpsychologie und Medienkompetenz. Auch der langgjährige Stiftungspartner WestLotto bekräftigte sein langfristiges Engagement für den Nachwuchsleistungssport in NRW.

Athletenaustausch und Wertschätzung im Fokus

Athletenvertreterin Sophie Gromann hob die besondere Bedeutung des Formats hervor: „Viele Athletinnen und Athleten begegnen sich hier zum ersten Mal sportartübergreifend. Dieser Austausch und das Gefühl echter Wertschätzung sind enorm wichtig in einer Lebensphase, die oft von hohem Leistungsdruck im Sport und zugleich in der beruflichen Ausbildung geprägt ist.“

Fotoprojekt mit Starfotograf Mike Meyer

Ein besonderes Highlight des Events war erneut das Fotoprojekt von Mike Meyer. In seiner markanten White-Cube-Installation setzte der Fotograf die jungen Leistungssportlerinnen und Leistungssportler aufmerksamkeitsstark in Szene. Meyer arbeitete bereits mit internationalen Persönlichkeiten wie Basketballlegende Dirk Nowitzki und Popstar Rihanna zusammen.

Gemeinsame Erlebnisse im Movie Park Germany

Nach dem Bühnenprogramm nutzten die Talente die Gelegenheit, Deutschlands größten Film- und Freizeitpark gemeinsam zu erleben. Das Onboarding fiel in die Jubiläumssaison des Movie Park Germany, der 2026 sein 30-jähriges Bestehen feiert. „Das Onboarding-Event und unser Jubiläum passen hervorragend zusammen, weil sowohl der Sport als auch unsere Park- und Filmwelt maßgeblich von Emotionen getragen werden“, sagte Parksprecherin Ann-Katrin Dölken. „Gemeinsame Erlebnisse schaffen Verbundenheit und sind der Nährboden für langfristigen Erfolg.“


NRW hat Deutschlands größte Landesportstiftung

Alle eingeladenen Athletinnen und Athleten hatten zuvor erfolgreich das Bewerbungsverfahren der Sportstiftung NRW durchlaufen. Ziel der Förderung ist es, sportliche Talente frühzeitig zu unterstützen und Persönlichkeiten zu entwickeln, die auch gesellschaftlich als Vorbilder wirken. Die Sportstiftung NRW wurde im Jahr 2000 von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen gegründet und ist heute die größte Landesportstiftung Deutschlands. Sie unterstützt insbesondere Nachwuchskader aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten mit einer monatlichen Individualförderung.

Fotogalerie Onboarding 2026
Categories: News Schlagwörter: , , , , 21872 Ready – Set – Go!

Das Frühstück überforderte Gianluca. Nicht das, was auf dem Teller lag, sondern vielmehr die Nachricht, die es als Beilage gab und die es nun binnen wenigen Stunden zu verdauen galt: die Aufstellung für das Staffelfinale am Mittag.

Überraschende Staffelbesetzung

Beim EYOF wurde eine Medley-Sprintstaffel ausgetragen, bei der vier Läufer unterschiedlich lange Distanzen absolvieren, nämlich 100, 200, 300 und 400 Meter. Gianluca sollte an zweiter Position seine Paradedisziplin laufen, die 200 Meter. Das bereitete ihm keine Bauchschmerzen, das war perfekt. Doch seine Teamkollegen hatten nicht annähernd seine Staffelerfahrung und andere Spezialstrecken.

Der DOSB hatte ein Dutzend männliche Nachwuchsleichtathleten nominiert. Die neuformierte Staffelriege setzte einen Hürdensprinter hinter Gianluca, ein 800-Meter- Spezialist wurde als Schlussläufer bestimmt. Das Warm-up vor dem Finale musste reichen, um die Abläufe zumindest grob abzustimmen. Seinen ersten internationalen Auftritt im Nationaltrikot hatte sich Gianluca etwas geordneter vorgestellt.

Erfolgserwartungen

Vielleicht aber machten ihn gerade die gedämpften Erfolgserwartungen locker. Der Leverkusener war mit überragender Form und deutscher Jahresbestleistung nach Skopje gereist. Das Aus im Halbfinale über 200 Meter zum Auftakt des Sportfestivals traf ihn daher hart. „Ich war sehr aufgeregt“, erzählt Gianluca. „Normalerweise mache ich mir nie Druck.“

Ziel des Multisportevents EYOF ist es, die besten europäischen Nachwuchstalente (rd. 4.000) an die olympische Bewegung und Anforderungen des internationalen Spitzensports heranzuführen. In Skopje hörte Gianluca zum ersten Mal ein englisches Startkommando. „Stadien von diesem Ausmaß kannte ich zuvor nicht“, sagt er. Viele neue Eindrücke prasselten auf ihn ein, dazu eine Woche lang Temperaturen um 40 Grad. Am Tag der Eröffnungsfeier feierte Gianluca seinen 17. Geburtstag. Beim Einlaufen der Nationen entdeckte er sich selbst auf den Monitoren. „Als uns das EYOF bei einem Bundeskaderlehrgang Ende 2024 vorgestellt wurde, hielt ich es für ein unerreichbares Ziel.“ Jetzt hängt ein gerahmtes „Germany“-Trikot über seinem Bett. Daneben die Bronzemedaille, die er überraschend mit den Staffeljungs – mittlerweile enge Freunde – mit 13 Hundertsteln Vorsprung auf Italien errang. „Viele jüngere Athleten in meinem Verein haben dasselbe Ziel. Für sie Vorbild zu sein, pusht mich krass.“

Gianluca Wessendorf
geb. 2008, aus Leverkusen. Er besucht das Landrat-Lucas Gymnasium in Leverkusen und startet für den TSV Bayer 04.


Erfolge 2025:

3. Platz EYOF mit der Medley Sprintstaffel sowie Halbfinalteilnahme über 200 m

1. Platz Deutsche U18-Meisterschaften über 200 m und über 4 x 100 m

1. Platz „Jugend trainiert für Olympia“

Categories: News Schlagwörter: , , , , | Comments 21810 X-Man

Biathlon stand ganz oben auf der Watchlist. Ruven steckte mitten im Umzug in seine neue Studentenbude. Es gab viel zu tun, trotz Semesterferien. Sich die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina entgehen zu lassen, stand dessen ungeachtet aber nicht zur Debatte. Zu inspirierend waren die Eindrücke am Bildschirm. Insgeheim lässt Ruven seiner Phantasie schon freien Lauf. „Ich ertappe mich manchmal mit den Gedanken in Los Angeles“, gibt er zu. Seine Disziplin, der Compoundbogen, ist 2028 in der Klasse Mixed-Team erstmals Teil des olympischen Sommerprogramms. Ruvens Jahr 2025 rechtfertigte solche Träume durchaus.

„Das sportliche Niveau zieht dich einfach mit“

„Die nächste Stufe ist Olympia“, zitiert Freundin Katja Ruvens Bericht von den Rhine-Ruhr FISU World University Games (WUG), für die der 20-Jährige im Sommer nominiert war. Spätestens beim Einkleiden war der Funke übergesprungen und Ruven merkte, dass er im Begriff war, Teil von etwas Großem zu werden, gar „dem Größten, was ich sportlich bis dahin erlebt hatte“. Die Universiade war 2025 das weltweit größte Multisportevent. Mit dabei: rund 300 Bogenschützen. Die besten Athleten, die die Studierendenwelt aufbieten kann, kamen nach Essen. „Das war deutlich mehr Thrill als bei deutschen Meisterschaften. Ich konnte häufig mit Top-Stars an derselben Scheibe trainieren. Ihr Niveau zieht dich einfach mit“, sagt Ruven.

In der trainingsfreien Zeit besuchte er mit Athleten aus Indien, Frankreich und der Türkei Wettbewerbe im Basketball, Beachvolleyball und Turnen. Unterwegs in der U-Bahn wurden sie jeden Tag von Passanten als Sportler erkannt und angesprochen. „Das war cool – die wertschätzenden Reaktionen und dass man endlich mal außerhalb seiner Bogenschützen Bubble erzählen konnte, was man macht“, berichtet er. Die Abende vergingen beim Fachsimpeln in der Hotellobby.

Treffer in Perfektion und ein X im Kalender

Ruven beendete die WUG auf Platz 5. Nur einen Monat später stieg er in die Riege der Champions auf: Bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Kanada gewann der Dinslakener Gold im Einzel sowie Silber mit dem Team. Der Grundstein für diesen Formanstieg wurde in Essen gelegt, ist er sich sicher. Unvergessen bleibt auch dieser eine perfekte Schuss im Achtelfinale der Universiade: Ruvens Pfeil stach exakt in die Mitte der Scheibe. Ein sogenanntes „X“ kann von keinem Kontrahenten übertroffen werden und ist selbst für Spitzenathleten ein seltenes Erlebnis. Es ist die ultimative Bestätigung auf der ständigen Jagd nach Perfektion. „Ich werde alles dafür tun, um bei den nächsten World University Games wieder dabei zu sein“, sagt Ruven. „Alles war perfekt“ – und damit meint er nicht nur sein „X“.

Die Juniorenklasse lässt der U21-Weltmeister nun hinter sich und geht selbstbewusst ins erste Jahr bei den Herren: „Ich werde das Feld ein bisschen aufmischen.“ Die Teilnahme an den nächsten Olympischen Spielen wirkt momentan wie der eine Volltreffer, für den man tausende Versuche braucht. „Es wird schwierig, aber ist machbar“, sagt Ruven. Am 14. Juli 2028 steht möglicherweise schon ein X im Kalender.

Ruven Flüss
geb. 2005, aus Dinslaken. Er startet für den BSV Eppinghoven und studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Heilbronn.


Erfolge 2025:

5. Platz Rhine-Ruhr FISU World University Games

1. Platz U21-Weltmeisterschaften, 2. Platz im Team

1. Platz Jugend-Europa-Cup, Gesamtsieg

1. Platz Deutsche Meisterschaften (Herren)

Categories: News Schlagwörter: , , , , , | Comments 21684 Die Salzstangen-Connection

Die eine konnte nicht sprechen, die andere nicht laufen. Aber Salzstangen wollten beide. Also tat sich die eine Zweijährige mit der anderen Zweijährigen zusammen. Marleen sprach’s aus und Caroline holte den Snack der Begierde.

18 Jahre später ist es Caro, die als Erste Worte findet. „Ich hab`s doch gesagt“, keucht sie Marleen über die Schulter. Die bleibt sprach los, ringt ebenso nach Atem. Dann überwältigen sie Gefühle. Anspannung löst sich. „Ich habe geheult wie ein Schlosshund“, sagt Marleen. Zwei beste Freundinnen haben gemeinsam die Weltmeisterschaft gewonnen, Gold erpaddelt. Noch besser als Salzstangen.

„Ich habe geheult wie ein Schlosshund.“

Ungarn ist nach der Hälfte gleichauf. Der Start gehört nicht unbedingt zu den Stärken des deutschen Kajaks. Dieser hier war okay. „Dank Marleen kamen wir gut weg und haben schnell hohe Frequenzen erreicht“, analysiert Caroline. Marleen, die Ungarinnen im Augenwinkel, trifft als Schlagfrau die Entscheidung – für sich und damit zwangsläufig für ihre Partnerin: „Das kann ich mir jetzt nicht mehr nehmen lassen. Ich möchte mehr als Platz 2.“ Früher als sonst läutet sie den Endspurt ein. Sie liest Caros Rhythmus, wie sie mit zieht, von hinten an schiebt, ihr Paddel minimal früher ins Wasser sticht und da mit signalisiert: Ich bin da, ich fange dich auf, wenn es sein muss. Lass es uns nach Hause holen. All-in gehen. Marleen erhöht noch ein mal die Schlagzahl. Am Ende wird der Sieg deutlich. Marleens erster WM-Auf tritt im Zweier endet mit Haydn und einer ausgelassenen Feier im deutschen Lager.

Dass sie zu Haydns Melodie und nicht zum Wilhelmus auf das Podest steigt, hat mit dem Storch zu tun, der in ihrem Fall ein früher, zu früher Vogel war. Er landete in Dinslaken. Marleens Eltern besuchten dort Freunde. Bis nach Hause schafften sie es nicht mehr. Zuhause, das waren damals die Niederlande, die Heimat von Vater Jean-Paul, der in einem kleinen Dorf in Nordholland auf wuchs. „Mehr Kühe als Menschen“, erklärt Marleen. Eben dort nimmt Jean Paul sie zum ersten Mal mit auf ein Boot. Sie selbst hat daran keine Erinnerung. Jean-Paul hatte seine Kanukarriere vor Marleens Geburt beendet. Doch sie kennt seine internationalen Medaillen und erinnert sich an seine Erzählungen. „Ich möchte so gut es geht in die Fuß stapfen meines Vaters treten“, sagt sie.

Halbe Holländerin

Als Marleen drei ist, zieht die Familie über die Grenze nach Essen. Der ESV Kupferdreh ist Marleens erste Station, so lange, bis sie alt genug ist, um bei der renommierten Kanu-Gemeinschaft am Baldeneysee zu trainieren, wo schon ihr Vater in seinen Zwanzigern an seiner Form arbeitete. Das Elternhaus steht nur wenige Minuten mit dem Fahrrad entfernt. „Die Förderung und das Umfeld sind in Deutschland besser“, schildert Marleen. Und so trug der Kanusport dazu bei, dass es einen Holländer nach NRW verschlug, wo er eine Deutsche lieben lernte. Ihre gemeinsame Tochter bekam den deutschen Pass und wuchs zwei sprachig auf. „Ich sehe mich als halbe Holländerin“, sagt Marleen.

In Papas Fußstapfen treten

Beim Paddeln kreuzten sich damals auch die Wege der Väter von Marleen und Caroline. Als Konkurrenten fuhren sie internationale Rennen, freundeten sich an, besuchten einander, gaben ihren Töchtern Salzstangen.

Beide Väter waren dabei, als Marleen und Caroline in Portugal ihr bis dato bedeutendstes Rennen mit dem Junioren Weltmeistertitel veredelten. Fragt man Jean Paul, hat ihn sein Sprössling mit diesem Erfolg bereits übertroffen. „Ich sehe das nicht so“, hält Marleen dagegen. Ihr ist bewusst, dass der Schritt von der Juniorenklasse zu den Senioren am schwersten ist, wo ihr Vater sich seinerzeit etabliert hatte. Sie hat nun fünf Jahre im U23-Bereich vor sich. Eine Art Pufferzone. „Ich hoffe, dass früher klar wird, ob ich es einmal in die A-Nationalmannschaft schaffen werde. Sportlich steht gerade alles offen.“

Strukturiert und hintenraus schneller

Neuen Dingen begegnet Marleen interessiert, aber stets respektvoll. Früher, erzählt sie, war ihr bei Wettkämpfen häufig speiübel vor Nervosität. „Ich habe meine Trainer verrückt gemacht“, sagt sie. Mit Hilfe von Mentaltrainern und Sportpsychologen von „mentaltalent“ an der Deutschen Sporthochschule Köln bekam in sie ihre Anspannung besser in den Griff. „Sobald das Rennen gestartet ist, ist in mir alles ruhig“, sagt sie heute.

„Marleen fährt eine klare Rennstruktur. Sie hält sich an den Plan und handelt nicht impulsiv“, schildert Bootspartnerin Caroline. Der sogenannte „negative Split“ ist typisch für ihre Rennen. Davon sprechen Kanuten, wenn die zweite Hälfte schneller gefahren wird als die erste, was bei Kanurennen unüblich ist. Marleen legt zu, wenn bei anderen die Kräfte nachlassen. „Es stresst mich nicht, wenn Boote vor mir sind. Ich kann mich fokussieren, wenn es darauf ankommt“, sagt sie. Von den Erwartungen anderer will sie sich frei machen, einen klaren Kopf behalten. „Das führt sonst dazu, dass man sich daran mental festbeißt.“

Druck macht sie sich selbst genug, findet Marleen. Das WM-Finale war ein Beispiel. Caroline hatte zuvor bereits Einer-Rennen dominiert und Gold gewonnen. „Ich gönne es ihr. Sie ist ein so bodenständiger und bescheidener Mensch. Trotzdem hat es mich natürlich beschäftigt, dass in unserem Rennen mindestens eine Medaille drin sein muss. Falls wir keine holen, muss es wohl an mir liegen“, sagt Marleen. Caroline nahm ihre Unruhe wahr.

In der Vorbereitung hatten die Trainer festgestellt, dass die Kanutinnen gemeinsam eine deutlich sauberere Technik fahren als jede einzeln. „Die Kombination aus uns beiden ist ideal“, sagt Caro. „Wir ergänzen uns in unseren Schwachstellen.“ Marleen bricht es runter: „Ein Zweier läuft oder er läuft nicht.“ Und dann lief er in Portugal. 500 geschmeidige Meter. Caroline behielt mit ihrer Prognose recht: „Entspann dich, wir packen das!“

Marleen Sits
geb. 2007, aus Essen. Sie startet für die KG Essen und studiert Bauingenieurwesen an der Universität Duisburg-Essen.

Erfolge 2025:
1. Platz Junioren-WM im K2 über 500 m,
2. Platz im K4 über 500 m
1. Platz Deutsche Meisterschaften im K2 über 500 m
2. Platz im K2 über 200 m sowie im K4 über 500 m

Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , , , , | Comments 21375 Sportstiftung NRW – das Magazin

Das neue Magazin der Sportstiftung NRW unser Wirkungsbericht 2025 blickt nicht nur auf ein Jahr, sondern auf zweieinhalb Jahrzehnte Sportförderung im Land zurück.

Diese besondere Jubiläumsausgabe veranschaulicht die Meilensteine der Stiftungsgeschichte und lässt die 25-Jahr-Feier mit Ministerpräsident Hendrik Wüst und vielen prominenten Gästen noch einmal aufleben. Darüber hinaus präsentiert das Magazin kompakt alles Wichtige über die Förderarbeit sowie aktuelle Kennzahlen und Highlights des vergangenen Jahres, in den die Athletenförderung mit über 700 Talenten eine neue Höchstmarke erreicht hat.

Wir stellen felix-Newcomerin Marleen Sits vor und lassen Athlet*innen von ihren Wettkampfreisen berichten – von den Deaflympics bis zu den World Games. Fotostrecken und Beiträge von Veranstaltung wie dem Onboarding-Event, dem Alumni-Treffen mit Highland-Games sowie von den Stipendien– und Prämienfeiern runden den Bericht.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Seit 25 Jahren fördert die Sportstiftung NRW den Spitzensport. Über 80 Millionen Euro hat sie bisher bereitgestellt. Bestens angelegtes Geld!“

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender: „Mit der Agenda 2030 ist es uns gelungen, die Förderung des leistungssportlichen Nachwuchses in NRW auf ein neues Niveau zu heben. Die Sportstiftung NRW ist heute die schlagkräftigste Landessportstiftung in Deutschland.“

Im Mai 2026 endet für Ingo Wolf die fünfjährige Amtszeit im Vorstand und Eckhard Forst übernimmt mit einer neuen Besetzung. „Die Sportstiftung hat mich über mehr als zwei Jahrzehnte begleitet. Für mich war sie nie nur eine Institution, sondern immer auch eine Herzensangelegenheit“, sagt Wolf. „Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, sie in einer hervorragenden personellen, organisatorischen und finanziellen Verfassung übergeben zu können.“


Das jährliche Fördervolumen wuchs zuletzt auf rund 3 Million Euro; das Stiftungskapital auf fast 11 Millionen Euro. Auch die Spenden durch Stipendienparternschaften blieben auf einem konstant hohem Niveau von rund 140.000 Euro im Jahr. Für die Athletinnen und Athleten bedeutet all dies auch in Zukunft eine stabile, verlässliche Förderung.

Themen:


Jubiläum – Recap der Geburtstagfeier, Meilensteine aus 25 Jahren Sportstiftung NRW
Allzeithoch – Bilanz der Athletenförderung, Förderbausteine und -kriterien im Überblick
Im Studium – Stipendienfeier mit Speeddating beim Captains Day 2026
Im Portrait – Marleen Sits aus Essen ist die neue felix-Newcomerin
Im Check – Athletinnen befragen den Geschäftführer
Nach Chengdu – Erstmals Teilnahmenprämien für World-Games-Athlet*innen
Alumni-Netzwerk – Inklusive Highland Games in Krefeld
Bilanz – Förderung erneut gesteigert: rd. 3 Mio. Euro/Jahr direkt an die Talente


Ein herzliches Dankeschön an alle, die an der Entstehung dieses Wirkungsberichts beteiligt waren!

„Unsere Aufgabe ist es, Talente zu stärken, ihnen zuzuhören und ihre Bedürfnisse zu kennen.“
Lucas Flümann, Geschäftsführer

Categories: News Schlagwörter: , , , , | Comments 21378 Eckhard Forst führt neues Vorstandsteam

Eckhard Forst übernimmt im Mai den Vorstandsvorsitz der Sportstiftung NRW. Neben dem früheren langjährigen Vorstandschef der Förderbank von Nordrhein-Westfalen wählte das Kuratorium in seiner 29. Sitzung am 14. April 2026 mit dem fünfmaligen Paralympics-Sieger Markus Rehm, dem ARAG-Vorstand Christian Vogée und dem Leiter der Sportschule Hennef, Sascha Hendrich-Bächer, drei weitere neue Mitglieder in das achtköpfige Gremium.

Effiziente und unbürokratische Förderpraxis

Ministerpräsident und Kuratoriumsvorsitzender Hendrik Wüst: „Die Sportstiftung NRW unterstützt über 700 der talentiertesten Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportler in unserem Land. Das ist eine neue Höchstmarke und eine verantwortungsvolle Aufgabe, für die wir starke Persönlichkeiten für den neuen Vorstand gewinnen konnten. Eckhard Forst verfügt über große Erfahrung in der effizienten und zielgerichteten Förderpraxis und steht für eine möglichst unbürokratische Umsetzung. Mein Dank gilt ebenso Ingo Wolf, der wichtige Reformen, vor allem in der Individualförderung, maßgeblich mit auf den Weg gebracht hat. Die Sportstiftung NRW stellt die Athletin und den Athleten konsequent in den Mittelpunkt. Damit stärken wir auch unsere Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele.“

Eckhard Forst (66) leitete zehn Jahre lang den Vorstand der „NRW.BANK“. Der gebürtige Düsseldorfer, Jurist und Bankkaufmann ist seit vielen Jahren als Honorarkonsul für Frankreich in Münster. Er war bis 2025 zudem Präsident des Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands e.V. Nach verschiedenen Leitungsfunktionen bei der Deutschen Bank im In- und Ausland wechselte Forst zunächst in den Vorstand der Norddeutschen Landesbank Girozentrale, bevor er 2016 zur Förderbank von Nordrhein-Westfalen kam.

„Ich freue mich sehr, die erfolgreiche Arbeit des bisherigen Vorstands fortsetzen zu dürfen. Für die Entwicklung junger Spitzenathletinnen und -athleten ist es entscheidend, ihre Leistungen sichtbar anzuerkennen und zugleich kraftvolle Impulse für den Spitzensport in Nordrhein-Westfalen zu setzen. Gut geförderte Talente inspirieren andere Menschen, ihre Familien und ihre Vereine und tragen so zur Stärkung unserer Sportlandschaft bei. Diese Aufgabe mit dem Team und den Gremien der Sportstiftung NRW weiter voranzubringen, nehme ich mit großer Motivation an“, sagt Forst.

Auch Rehm, Vogée und Hendrich-Bächer neu dabei

Markus Rehm

Markus Rehm

Mit Markus Rehm zieht Deutschlands Para-Sportler des Jahrzehnts (2010-2019) in den Stiftungsvorstand ein. Der 37-Jährige ist fünfmaliger Paralympics-Sieger im Weitsprung und mit der 4×100-Meter-Staffel, gewann 16 Goldmedaillen bei paralympischen Welt- und Europameisterschaften und hält den Weltrekord im Para-Weitsprung. Rehm engagiert sich aktuell als Botschafter der Bewerbung Nordrhein-Westfalens für Olympische und Paralympische Spiele.

Christian Vogée

Christian Vogée

Christian Vogée (60) ist langjähriges Mitglied und Sprecher des Vorstands der ARAG Allgemeine Versicherungs-AG mit Sitz in Düsseldorf. Der Jurist verantwortet dort unter anderem den Bereich Sportversicherung. Vogée war von 2021 bis März dieses Jahres Mitglied des Kuratoriums der Sportstiftung. Die ARAG ist Unterstützerin des NRW-Sportstiftungs-Stipendiums.

Sascha Hendrich-Bächer

Sascha Hendrich-Bächer

Sascha Hendrich-Bächer (44) leitet seit 2014 die Sportschule Hennef (Sieg). Der Diplom-Betriebswirt ist Schatzmeister beim Westdeutschen Fußballverband e. V.

Wolf, Hinnemann, Staufert und Vianden verabschiedet

Als neuer Vorsitzender folgt Eckhard Forst auf Dr. Ingo Wolf, der den Vorstand seit 2021 leitete. In seine Amtszeit fiel unter anderem die Reform der Individualförderung, der Aufbau eines eigenen Stipendienprogramms und des Alumni-Netzwerks. Im Rahmen der „Agenda 2030“ rückte der mündige, vorbildhafte Athlet ins Zentrum, der mit Leistungen und Leidenschaft die Menschen in NRW begeistert und inspiriert. Seit Einführung eines neuen Bewerbungsverfahrens, das sportliche Leistungen und Persönlichkeitsmerkmale berücksichtigt, sind mehr als 2.000 Bewerbungen eingegangen. Dieses Verfahren ermöglicht Nachwuchskader aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten, sich eigenständig für eine Förderung zu bewerben. Wolf war der Sportstiftung NRW über zwei Jahrzehnte in verschiedenen Funktionen verbunden.

Eckhard Forst, Dr. Ingo Wolf

Mit Gisela Hinnemann und Alfred Vianden (nach jeweils 18 Jahren) sowie Volker Staufert (nach 15 Jahren) scheiden weitere verdiente Vorstände aus dem Amt. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Marion Rodewald, Vizepräsidentin des Landessportbundes NRW, gemeinsam mit der Journalistin Anke Feller, die im Amt bestätigt wurde. Ebenfalls wiedergewählt wurden Steffi Nerius, Leiterin des Sportinternats Leverkusen, und Bernhard Schwank, Leiter der Abteilung Sport und Ehrenamt in der Staatskanzlei NRW.

Kuratorium bekommt 5 neue Mitglieder

Die Landesregierung berief bereits im März fünf neue Mitglieder in das Kuratorium. Künftig entscheiden Lara Broich (Jugend-Bundestrainerin im Tischtennis), Anja Surmann (Vorsitzende des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands NRW), Christof Rasche MdL (Vizepräsident des Landtags, FDP), Univ.-Prof. Dr. Ansgar Thiel (Rektor Deutsche Sporthochschule Köln) und Andreas Kötter (Geschäftsführer WestLotto) über die Förderrichtlinien und die strategischen Förderschwerpunkte der Sportstiftung NRW mit.

Das 32-köpfige Gremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Bereiche Spitzensport, Politik, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft zusammen. Seit ihrer Gründung vor 25 Jahren gehören Doppel-Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth (Hochsprung), die beiden Olympia-Dritten Dr. Gaby Bußmann (4×400-Meter-Staffel) und Christian Keller (Schwimmen) sowie die Ehrenpräsidentin des Deutschen Fechterbundes, Erika Dienstl, und Unternehmerin Susanne Veltins dem Gremium ununterbrochen an.

Categories: News Schlagwörter: , , , , , | Comments 21432 Prämienfeier nach den Winterspielen

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat die Leistungen der 22 nordrhein-westfälischen Athletinnen und Athleten bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina gewürdigt. Gemeinsam mit der Sportstiftung NRW zeichnete das Land Nordrhein-Westfalen die Sportlerinnen und Sportler bei einer Feierstunde in der Staatskanzlei in Düsseldorf mit der neuen Medaillenprämie sowie mit einer erhöhten Teilnahmeprämie aus.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen baut sein Engagement im Spitzensport konsequent weiter aus – und zwar für Olympische wie Paralympische Spiele gleichermaßen. Die Athletinnen und Athleten, die für unser Land antreten, können sich auf höchste Anerkennung und verlässliche Förderungen verlassen. Deshalb haben wir ab den Olympischen Winterspielen 2026 die Teilnahmeprämie auf 5.000 Euro pro Sportlerin und Sportler erhöht. Die Sportstiftung NRW als unser starker Partner hat diese Maßnahme eng abgestimmt. Damit fördern wir gemeinsam die Entwicklung junger Spitzentalente noch besser und zielgerichteter. Die Olympischen Winterspiele in Mailand waren die erfolgreichsten in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Das ist ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungsfähigkeit unserer Athletinnen und Athleten sowie unserer Förderstrukturen. Mit unserer neuen Medaillenprämie verdoppelt Nordrhein-Westfalen die Medaillenprämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Damit setzen wir ein starkes Zeichen der Wertschätzung für herausragende sportliche Leistungen. Das Sportland Nummer 1 ist bereit für Olympische und Paralympische Spiele hier bei uns im Land.“     

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW: „Schon die Teilnahme an Olympischen und Paralympischen Spielen ist ein Gewinn – sportlich für die Athletinnen und Athleten, aber auch für uns als Gesellschaft. Als Sportstiftung NRW unterstützen wir kontinuierlich über 700 ambitionierte Nachwuchstalente, die täglich genau dieses Ziel vor Augen haben. Die Teilnahmeprämie kann dabei den Höhepunkt einer nachhaltigen Förderbeziehung bilden.“

Die Olympiasiegerinnen im Zweierbob, Pilotin Laura Nolte und Anschieberin Deborah Levi: „Die Prämien stärken die Wertschätzung für jede einzelne Athletin und jeden Athleten. Sie sind ein sehr wichtiges Signal: Sportliche Höchstleistungen und der Einsatz, den wir täglich investieren, werden nicht als Selbstverständlichkeit wahrgenommen. Gerade in der Sportart Bob, die mit hohem Trainingsaufwand und hohen Reise-, Transport- und Materialkosten verbunden ist, haben Prämien einen besonderen Stellenwert.“

Sebastian Marburger, zweifacher Silber-Gewinner im Para Ski Nordisch: „Die neue Medaillenprämie des Landes NRW ist ein starkes Signal der Wertschätzung für uns Athletinnen und Athleten. Sie zeigt, dass unsere harten Leistungen im Spitzensport gesehen und ernst genommen werden. Die finanzielle Absicherung ist für uns oft eine Herausforderung, deshalb haben solche Prämien einen enormen Stellenwert – sie ermöglichen uns, den Fokus weiterhin voll auf den Sport zu setzen und geben uns großen Rückhalt. Für mich ist diese Anerkennung durch das Land NRW eine große Motivation und erfüllt mich mit Stolz, meine Heimatregion international vertreten zu dürfen. Das ist mehr wert als olympisches oder paralympisches Edelmetall.“
 

NRW-Bilanz: 7 Sportarten, 10 Medaillen

Ausgezeichnet wurden 13 olympische und 9 paralympische Athletinnen und Athleten – darunter ein Guide –, die entweder eine Vereinszugehörigkeit in Nordrhein-Westfalen haben, hier ihren Trainings- oder Lebensmittelpunkt haben oder einem der drei Olympiastützpunkte im Land angehören. Sie gewannen in Mailand und Cortina eine Gold-, fünf Silber- und zwei olympische Bronzemedaillen sowie zwei paralympische Silbermedaillen. Deutschland erreichte insgesamt 26 olympische und 17 paralympische Medaillen. NRW-Akteure waren in den Sportarten Bob, Skeleton, Skilanglauf, Eishockey und Para Eishockey, Para Ski Nordisch und Para Ski Alpin vertreten.

Erstmals Mediallenprämien vom Land

Das Land Nordrhein-Westfalen vergab zum ersten Mal eine eigene Medaillenprämie. Insgesamt werden 150.000 Euro ausgeschüttet. Der Großteil entfällt auf die olympischen Podestplatzierten von Laura Nolte, Deborah Levi, Matthias Sommer (alle Bob), Jacqueline Pfeifer und Axel Jungk (beide Skeleton). Für seinen zweiten Platz im Para Ski Nordisch erhielt Sebastian Marburger eine Prämie von 20.000 Euro.

Das Land verdoppelte die Prämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe, die 30.000 Euro für Gold, 20.000 Euro für Silber und 10.000 Euro für Bronze vorsieht. Olympiasiegerin Laura Nolte erhält so zum Beispiel 60.000 Euro.

Höhere Teilnahmeprämie von der Sportstiftung NRW

Die Sportstiftung NRW stellt Teilnahmeprämien über 75.000 Euro bereit. Zu Beginn der Winterspiele 2026 wurde der Betrag von 3.500 auf 5.000 Euro pro Athletin und Athlet erhöht. Medaillengewinnerinnen und -gewinner erhalten keine zusätzliche Teilnahmeprämie. Alle Prämien werden einmalig ausgezahlt.


Die Winterspiele 2026

Die Region Mailand und Cortina war Gastgeber der 25. Olympischen und der 14. Paralympischen Winterspiele. Etwa 3.500 olympische sowie 660 paralympische Sportlerinnen und -sportler waren angetreten. Für Deutschland starteten rund 190 Olympioniken und 40 Paralympioniken.

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