News
22597 Deutschland schickt München ins Rennen

Hendrik Wüst: KölnRheinRuhr steht geschlossen hinter der gemeinsamen Bewerbung für Deutschland.

Deutschland geht mit München in das internationale Rennen um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 – das haben die Delegierten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) bei einer Mitgliederversammlung am 26. September in Baden-Baden entschieden.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiner verkündete gemeinsam mit DOSB-Präsident Thomas Weikert das Ergebnis in einer Sportschau-Sendung. Bei der vorgehenden Evaluierung der Konzepte durch die Experten des DOSB waren die Bewerbungen KölnRheinRuhr und München gleichrangig mit der Bestnote „sehr gut“ bewertet worden. In dem engen Rennen auf Augenhöhe entschieden final die 144 Stimmberechtigten des DOSB.

65 Prozent der Stimmen für München

Nach einem Wahlgang am Vormittag war entschieden, dass München mit 64,91 Prozent der Stimmen zum nationalen Bewerber gewählt wurde. 91 Stimmen entfielen auf München, 50 Stimmen auf KölnRheinRuhr. Abstimmungsberechtigt waren die 42 olympischen Fachverbände mit je drei Stimmen sowie mit je einer Stimme die zehn Mitglieder des DOSB-Präsidiums und acht Persönliche Mitglieder, von denen drei aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen konnten.

„Nationale Aufgabe, die Spiele nach Deutschland zu holen“ – „Sportliche Zukunft der Jugend als Wesenskern„

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst erklärte: „Die Entscheidung für München als deutschen Bewerber um Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 und 2044 ist eine gute Nachricht für den Sport in Deutschland. Wir haben von Anfang an deutlich gemacht: Es ist eine nationale Aufgabe, Olympische und Paralympische Spiele nach Deutschland zu holen. Dafür kämpfen wir. Damit Deutschland erfolgreich ist, muss die beste Bewerbung für den weiteren internationalen Prozess Deutschland in der Welt vertreten. KölnRheinRuhr hat seine Hausaufgaben gemacht und eine exzellente Bewerbung vorgelegt, am Ende entscheiden Nuancen. Meinen herzlichen Glückwunsch an den Gewinner. Wir werden die Bewerbung für Deutschland mit voller Überzeugung und aus ganzer Kraft unterstützen. Die sportliche Zukunft der Jugend ist der Wesenskern der olympischen und auch der paralympischen Idee. Wir müssen die Spiele so gestalten, dass eine ganze Generation auf dieses Ereignis hinfiebert und während der Spiele eine weitere Generation von Kindern und Jugendlichen für den Sport begeistert wird. Am Ende steht KölnRheinRuhr geschlossen für Deutschland und die gemeinsame Bewerbung, die unser Land jetzt braucht.“

Nächster Schritt: Internationale Bewerbung

Mit der Entscheidung des DOSB ist der nationale Auswahlprozess abgeschlossen. Der deutsche Bewerber wird nun gemeinsam mit dem DOSB, dem Bund und den weiteren Partnerinnen und Partnern die deutsche Bewerbung für das internationale Verfahren weiterentwickeln. KölnRheinRuhr will den Prozess unterstützen.

Im März 2027 entscheidet sich dann, ob Deutschland in den so genannten „Strategic Dialogue“ mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eintritt. Diese Phase bietet dem ausgewählten Bewerber die Möglichkeit, das Konzept im engen Austausch mit dem IOC weiterzuentwickeln und auf die internationalen Anforderungen auszurichten. Die Vergabe der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036 ist nach aktuellem Stand für 2029 vorgesehen.

Quellen: DOSB / Staatskanzlei NRW

Categories: News Schlagwörter: , , , , | Comments 22381 Tischtennis-Doku bei Magenta TV

Mio Lukas Wagner lebt zwischen zwei Welten. Der 19-Jährige gehört im Para Tischtennis zu den Besten Europas. Gleichzeitig behauptet er sich im olympischen Tischtennis gegen Athleten ohne Behinderung und hat sich dort einen Platz im Nachwuchskader des Deutschen Tischtennis-Bundes erkämpft. Damit ist ihm etwas gelungen, was im Leistungssport sehr selten ist. Mios Doppelrolle ist eine sportliche wie persönliche Zerreißprobe. Die Dokumentation „Auf beiden Seiten des Tisches“ begleitet den von der Sportstiftung NRW geförderten Nachwuchsathleten zwischen Para Sport und Regelsport.


Filmpremiere am Freitag, 18. September, um 22.10 Uhr bei MagentaTV

Die 40-minütige Dokumentation von Filmemacher Marcel Ohm ist die erste Produktion der Sportstiftung NRW, die als Streaming-Angebot einem breiten Publikum zugänglich gemacht wird.

Eine weitere Ausstrahlung bei MagentaTV folgt am Samstag, 19. September, um 19.30 Uhr. Ebenfalls ab Samstag ist der Film auf dem YouTube-Kanal der Sportstiftung NRW verfügbar. Sowohl bei MagentaTV als auch auf YouTube kann die Dokumentation kostenlos angesehen werden.

Zwischen zwei Sportwelten

Mio Wagner wurde im Para Tischtennis Jugendeuropameister, im olympischen Bereich mit nicht-behinderten Gegnern gewann er überraschend zwei Titel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften. Inzwischen gehört er auch zum Nachwuchsbundeskader des Deutschen Tischtennis-Bundes. Mio ist derzeit das einzige Nachwuchstalent, das sowohl im para- als auch im olympischen Bereich die Voraussetzungen für eine Förderung durch die Sportstiftung NRW erfüllt.

Der Film behandelt Mios innere Zerrissenheit, die Doppelbelastung in zwei Leistungssportsystemen und die Frage, wie lange er beide Wege gleichzeitig gehen kann.

„Ich bin damit aufgewachsen, dass ich bei den Nicht-Behinderten spielen durfte. Bei den Behinderten zu spielen, war für mich immer der Bonus“, sagt Mio.

Tischtennis als Ort für Anerkennung

Mio wird mit einer Radiusaplasie geboren. Ihm fehlt die Speiche im rechten Arm, er hat kein Handgelenk. Seine rechte Körperhälfte ist schwächer als die linke. Die ersten Lebensjahre waren von Operationen und Krankenhausaufenthalten geprägt. Früh wird Tischtennis für Mio zu einem Ort, an dem seine Einschränkungen in den Hintergrund treten. Zunächst spielt er gegen seine Brüder und besiegt sie irgendwann. Mio will gesehen werden und sich sportlich selbst beweisen, ohne etwas geschenkt zu bekommen. Seine größte Stärke dabei ist sein Wille, weiterzugehen als andere: „Ich habe es einfach immer so lange probiert, bis es klappt.“

Am Deutschen Tischtennis-Zentrum

2022 wechselt Mio von Schleswig-Holstein an das Deutsche Tischtennis-Zentrum nach Düsseldorf. Dort lebt er im Sportinternat und trainiert gemeinsam mit den besten nicht-behinderten Nachwuchstalenten. „Es gab den Moment, als im Regelsport der Knoten geplatzt ist und ich gewinnen durfte“, sagt Mio. „Das hat mir so viel mehr bedeutet als alles, was ich im Behindertensport schon erreicht hatte.“

Mit seinen Erfolgen wachsen seine Erwartungen an sich selbst. Im Para Sport gehört Mio zu den Besten seiner Klasse und spielt international um Spitzenplatzierungen. Im olympischen Bereich reicht dieselbe Leistung weniger weit. „Das macht etwas mit einem jungen Menschen, der das noch gar nicht einordnen kann.“, sagt Hannes Doesseler, Bundesstützpunktleiter Para Tischtennis und früher Wegbegleiter des Spielers.

Suche nach dem eigenen Weg

Die Dokumentation zeichnet die Selbstzweifel und inneren Konflikte eines Athleten nach, der Orientierung sucht: Wo gehöre ich hin? Wo liegt meine sportliche Zukunft? Unterstützung erhält Mio dabei unter anderem von Markus Rehm. Der fünffache Paralympics-Sieger im Weitsprung kann die Situation des jungen Tischtennisspielers gut nachvollziehen. „Was Mio innerlich durchmacht, kann ich absolut nachvollziehen. Ich hatte auch sehr große Ambitionen, als ich mit Leistungssport anfing. Vielleicht wäre ich dran gescheitert, wenn ich mir nicht ganz klare Zwischenziele gesetzt hätte.“

Der eigentliche Gegner steht manchmal nicht gegenüber an der Platte, sondern sitzt im eigenen Kopf. Die endgültige Richtung von Mios künftigem Weg bleibt offen. Klar ist nur ein Ziel, sagt er: „Ich will mein Potenzial nutzen – das ist mein Traum.“

Akzent pro KölnRheinRuhr

Der Sendetermin hätte kaum besser gewählt sein können. Am 26. September entscheidet die außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes, welche deutsche Region in das internationale Bewerbungsverfahren um Olympische und Paralympische Spiele einzieht. Lucas Flümann, Geschäftsführer der Sportstiftung NRW, sagt: „Mit Mios Geschichte machen wir sichtbar, wie eng olympischer und paralympischer Spitzensport in Nordrhein-Westfalen bereits miteinander verbunden ist. Wir stehen dafür, nicht nur sportliche Leistungen zu fördern, sondern Persönlichkeiten, die die Faszination Leistungssport auch für Menschen außerhalb des Sports greifbar machen.“

Inklusion unter einem Dach

Am DTTZ in Düsseldorf trainieren Athletinnen und Athleten mit und ohne Behinderung unter einem Dach. Richard Prause, Vorstand Sport des Deutschen Tischtennis-Bundes, beschreibt, wie selbstverständlich das gelebt wird: „Seinen Platz im Nachwuchsbundeskader hat Mio sich unter denselben sportlichen Maßstäben erarbeitet wie alle anderen. Wenn Mio spielt, spürt man seine Leidenschaft: Er bringt sein ganzes Herz und alle seine Emotionen mit an den Tisch und ist immer bereit, alles aus sich herauszuholen – nicht nur als Einzelsportler, sondern auch und vor allem fürs Team.“

Anja Surmann, Vorsitzende des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands Nordrhein-Westfalen, ergänzt: „Mios Weg zeigt zugleich, wie wertvoll eine enge Zusammenarbeit zwischen olympischen und paralympischen Verbandsstrukturen in der Praxis sein kann. Als BRSNW wollen wir Mio die bestmöglichen Rahmenbedingungen für seine Entwicklung bieten.“

Marc Möllmann, Vorstand Leistungssport des Deutschen Behindertensportverbandes, betont: „Mio zeigt eindrucksvoll, was im Sport möglich ist, wenn Talent, Leidenschaft und Wille zusammenkommen. Seine Geschichte macht aber auch deutlich, welche mentalen Konflikte damit verbunden sind und wie hoch das Niveau im Para Tischtennis ist und welche Besonderheiten hier gelten. Ich wünsche Mio weiterhin den Mut und die Entschlossenheit, seinen ganz eigenen Weg zu gehen.“.

Zur Person:

Mio Lukas Wagner wurde 2007 in Lübeck geboren und trainiert. Seit 2022 am Deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf. Er lebt im angeschlossenen Sportinternat und startet für den Krummesser SV in Schleswig-Holstein. Im Para Tischtennis tritt er in der Wettkampfklasse 10 für stehende Athleten mit leichten körperlichen Beeinträchtigungen an. Er wurde mit einer Radiusaplasie geboren, die seine rechte Körperhälfte beeinträchtigt.


Ausgewählte Erfolge:

  • Mitglied des paralympischen Bundeskaders und des olympischen Nachwuchsbundeskaders
  • Zweifacher Deutscher Jugendmeister 2026 im Regelsport
  • Deutscher Jugend- und Seniorenmeister 2025 im Para Sport
  • Jugend-Europameister 2025 im Para Sport

Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , , | Comments 22360 Höchste Eisenbahn für Spiele in NRW

Die monumentale Müngstener Brücke verbindet seit fast 130 Jahren die bergischen Städte Solingen und Remscheid über das Tal der Wupper auf direktem Schienenweg. Der 5.000 Tonnen schwere Koloss aus Stahl bildete die Kulisse des diesjährigen Alumni-Events der Sportstiftung NRW und WestLotto. Ehemalige Spitzenathletinnen und -athleten haben gemeinsam den Müngstener Brückensteig auf Deutschlands höchster Eisenbahnbrücke erklommen und anschließend mit einem großformatigen Banner ihr „Ja“ zu Olympischen und Paralympischen Spielen in Nordrhein-Westfalen deutlich gemacht.

Die Müngstener Brücke stand damit sinnbildlich für das, was Olympische und Paralympische Spiele ausmacht: Zusammenhalt und die Fähigkeit, gemeinsam über sich hinauszuwachsen.

„Der Weg nach oben muss nicht immer einsam sein. Mit der Besteigung der Müngstener Brücke haben unsere Alumni-Athletinnen und -Athleten heute ein gängiges Bild des Spitzensports neu definiert. Sie haben noch einmal erlebt, dass es gemeinsam deutlich leichter fällt und der erste Schritt weniger Überwindung kostet. Man reicht sich Hände, spricht sich Mut zu und kommt zusammen am Ziel an. Dieser Gedanke passt zu Olympischen und Paralympischen Spielen in Deutschland und insbesondere zu Nordrhein-Westfalen““, unterstrich Anke Feller, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sportstiftung NRW und Weltmeisterin mit der 4×400-Meter-Staffel 1997. Auch sie erklomm erfolgreich den Brückensteig.

Ursprünglich war geplant, das Banner auf dem Stahlbogen von Deutschlands höchster Eisenbahnbrücke in rund 100 Metern Höhe über der Wupper zu entrollen. Starker Regen und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken machten die Aktion kurzfristig unmöglich. Stattdessen entrollten die Alumni das Banner nach ihrer Rückkehr am Fuß der Brücke und machten so ihre Unterstützung für die Bewerbung von KölnRheinRuhr sichtbar.

Am 26. September entscheidet die außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), welche Bewerberregion bzw. -stadt als Austragungsort für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 auf internationaler Ebene für Deutschland ins Rennen geht. Neben KölnRheinRuhr sind München und Berlin Kandidaten.

Über 700 Stufen und ein „Schwebebalken“ in 100 Metern Höhe

Der Aufstieg zum höchsten Punkt der Müngstener Brücke führte die Alumni über mehr als 700 Stufen über den Stahlbogen des Bauwerks. Die Mutigsten wagten sich in luftiger Höhe auf einen 15 Zentimeter breiten Stahlpfeiler, der beide Brückenbögen verbindet. Die Gruppe wurde dabei von erfahrenen Guides begleitet und gesichert. Für Herausforderungen war bereits am Boden gesorgt. Bei verschiedenen Aufgaben waren Geschicklichkeit und Zusammenarbeit gefragt. Unter anderem bauten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine selbsttragende „Da-Vinci-Brücke“ aus Holzlatten und testeten beim Baumklettern ihre Schwindelfreiheit.

„Leistungssport bedeutet, sich hohe Ziele zu setzen und immer wieder über sich hinauszuwachsen. Aber niemand geht diesen Weg allein. Talente brauchen ein starkes Umfeld: ihre Familien, Trainerinnen und Trainer, Vereine, Verbände und Partner wie die Sportstiftung NRW. Wir unterstützen sie finanziell und ideell, halten ihnen bestmöglich den Rücken frei und stärken sie darin, ihren eigenen Weg zu gehen. Auch nach der aktiven Karriere bleiben diese Verbindungen wertvoll. Mit unserem Alumni-Netzwerk bringen wir Persönlichkeiten des Spitzensports zusammen, machen ihre Erfahrungen sichtbar und stärken damit ihre Wirkung als Vorbilder in Sport und Gesellschaft“, erklärt Lucas Flümann, Geschäftsführer.   

Brücken bauen auch nach der Karriere

„Das Alumni-Netzwerk bildet einen wichtigen Baustein für das Sportland NRW. Ehemalige Athletinnen und Athleten sind starke Vorbilder: Sie übernehmen Verantwortung, inspirieren andere mit ihrer Leistungsbereitschaft und setzen wichtige Impulse für den Zusammenhalt in unserem Land. Sie nutzen ihre Stärken, um etwas für andere zu bewegen. Genau dieser Brückenschlag zwischen Sport und Gesellschaft macht die Arbeit des Alumni-Netzwerks so wertvoll. Deshalb unterstützen wir das Alumni-Netzwerk, denn Engagement verdient Anerkennung, Sichtbarkeit und starke Partner“, sagt WestLotto-Geschäftsführer Andreas Kötter.

Das Alumni-Event ist ein Netzwerktreffen für Sportlerinnen und Sportler nach Abschluss ihrer aktiven Karriere oder ihrer Förderzeit bei der Sportstiftung NRW. Der besondere Reiz des Formats liegt darin, dass es jedes Jahr eine außergewöhnliche sportliche Herausforderung mit der Möglichkeit zum Vernetzen und Austauschen verbindet. Initiatoren des Alumni-Events sind die Sportstiftung NRW und WestLotto. Seit der Premiere im Jahr 2021 hat sich das Format zum festen Bestandteil der nachsportlichen Förderung entwickelt.

Ziel dieses Netzwerks ist auch, die Erfahrungen der Alumni in ehrenamtliches und berufliches Engagement im Sportland NRW einfließen zu lassen. Bisher machte das Event Station am Eiskanal in Winterberg 2021, beim Target Sprint in Dortmund 2022, im Trainingsbergwerk Recklinghausen 2023, in Köln 2024 bei einem Breaking-Workshop sowie in Krefeld 2025 bei den ersten Alumni-Highland-Games.

Bürgermeister gratulieren

Zum Abschluss des Events wurden die erfolgreichen Brückenbesteiger von stellvertretenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der anliegenden Städte beglückwünscht. Beatrice Schlieper aus Remscheid, Lukas Schrumpf aus Solingen und Dagmar Liste aus Wuppertal gratulierten den Alumni zu ihrer Leistung und stellten sich hinter die NRW-Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele.

v.l. Dagmar Liste, Beatrice Schlieper und Lukas Schrumpf vergaben Ehrenurkunden an die Teilnehmer des Alumni-Events 2026.

Über die Müngstener Brücke

Die Müngstener Brücke ist ein Wahrzeichen des Bergischen Städtedreiecks und verbindet Solingen und Remscheid auf direktem Schienenweg. Mit einer Höhe von 107 Metern über der Wupper, einem Landschaftsschutzgebiet, ist sie Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke. Sie ist rund 465 Meter lang und wurde am 15. Juli 1897 fertiggestellt. Für ihre Konstruktion wurden rund 5.000 Tonnen Stahl und etwa 950.000 Nieten verbaut. Seit der Eröffnung des Brückensteigs im Jahr 2021 haben ihn mehr als 50.000 Gäste besucht. Derzeit ist die Brücke Kandidatin für den Status UNESCO-Welterbe.  

Teilnehmer Alumni-Event 2026:

Nadine Apetz, Boxen (OS, WM-Bronze, EM-Bronze)
Fabian Brune, Para Schwimmen (PS, WM, EM)
Fabienne Deprez, Badminton (WM, EM-Silber)
Karsten Dilla, Stabhochsprung (OS, EM)
Lena Dorra (geb. Zelichowski), Bobsport
Victoria von Eynatten, Leichtathletik (U20 WM-Silber)
Linn Freisewinkel, Wasserball
Lukas Föbinger, Rudern (Jun. WM-Bronze)
Karla Heßmann, Schwimmen (5x Jun. DM)
Lara Hoffmann, 400-Meter-Sprint (OS, EM-Gold & -Silber)

Laura Kampmann, Rudern (Silber U23 WM)
Max Keller, Boxen (DM Superschwergewicht)
Christopher Koch, Bobsport
Anna Limbach, Säbelfechten (14x DM)
Carolin Sisman (geb. Nischwitz), Wasserball (10x DM)
Anna Tully, Bobsport (OS, WM-Gold, EM)
Benedikt Wagner, Säbelfechten (OS, WM-Gold, 3x EM-Gold)
Stefan Wallat, Rudern (2x WM-Gold)
Mitja Zastrow, Schwimmen (OS-Silber, WM-Silber, EM-Gold)


(größte Erfolge: OS = Olympische Spielen, PS = Paralympische Spiele, WW =Weltmeisterschaften, EM = Europameisterschaften, DM = Deutscher Meistertitel)

Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , , , , | Comments 22384 Nerius lobt neue Trainervergütung in NRW

Erst Speerwurf-Legende, dann Medaillenschmiedin im NRW-Behindertensport: Steffi Nerius kann nach zuletzt weit über 20 Jahren als Erfolgscoach beim TSV Bayer 04 Leverkusen aus eigener Erfahrung beurteilen, was die zum Jahresbeginn in Nordrhein-Westfalen in Kraft getretene neue sowie landesweit einheitliche Trainervergütung im Nachwuchsleistungssport bedeutet.

Steffi Nerius

„Endlich ist es gelungen, für eine qualifikationsgerechte Bezahlung zu sorgen und gleichzeitig mehr Transparenz sowie Planungssicherheit für die Landesfachverbände zu schaffen. Dies ist gerade mit Blick auf die Bewerbung von KölnRheinRuhr um olympische und paralympische Spiele ein deutliches Ausrufezeichen“, verdeutlicht die Leiterin des Sportinternats Leverkusen.

Als Trainerin von äußerst erfolgreichen Para-Athletinnen und -Athleten wie Markus Rehm, Matthias Mester oder Franziska Liebhardt gibt es für Nerius keine zwei Meinungen: „Wer die Arbeitsbedingungen von Trainerinnen und Trainern im Leistungssport kennt, weiß genau, dass nur klare Strukturen bei der Eingruppierung und Vergütung die Chancen erhöhen, das vorhandene Personal langfristig im System zu halten und gezielt neue Fachkräfte zu gewinnen. Denn Trainerinnen und Trainer sind eindeutig zentrale Akteure in der Talententwicklung wie auch im Spitzensport.“

Vereinbarung macht Trainerberuf im Nachwuchssport attraktiver

Mit der Vereinbarung für den Sportstandort NRW hat das Land Nordrhein-Westfalen auf die aktuellen Herausforderungen im Leistungssport reagiert. Dafür wurden die Finanzmittel für Trainerstellen deutlich erhöht. Auch künftige Steigerungen sollen in Anlehnung an entsprechende Tarifentwicklungen berücksichtigt werden.

„Für den organisierten Sport erhoffe ich mir durch das einheitliche Vergütungsmodell allgemein bessere Rahmenbedingungen, aber vor allem eine höhere Attraktivität des Trainerberufs, der maßgeblich zur sportlichen sowie persönlichen Entwicklung unserer Athletinnen und Athleten beiträgt“, verweist Nerius auf die Bedeutung von stabilen Beschäftigungsverhältnissen.

„Spürbare Würdigung“

In der Praxis bedeutet dies, dass die Qualifikationen aller geförderten Trainerinnen und Trainer nach einem einheitlichen System erfasst und bewertet werden, um eine faire und nachvollziehbare Einstufung in die jeweiligen Entgeltstufen zu gewährleisten. „Dass das Land alle seit diesem Jahr anfallenden Mehrkosten vollständig übernimmt, ist eine spürbare Würdigung für den Einsatz und das Engagement in der täglichen Arbeit mit den Athletinnen und Athleten, ohne die keine Spitzenleistung möglich ist. Das ist ein weiteres starkes Signal der Olympiabewerbung von KölnRheinRuhr“.

Zur Meldung des LSB NRW

Categories: News Schlagwörter: , , , , | Comments 22185 Der Neue im Check

Athletinnen fragen nach

Hannah (l.) und Sarah Dicks trafen Lucas Flümann, um ihn persönlich und seine Sicht auf die Athletenförderung kennenzulernen..

Sarah Dicks: First things first – Lucas, hast du selbst Leistungssport betrieben?

Lucas Flümann: Ich habe Badminton gespielt und gehörte im Jugendbereich zur erweiterten deutschen Spitze. Als es um den Wechsel auf ein Sportinternat ging, entschieden sich meine Eltern dagegen. Das Risiko war zu hoch. Rückblickend war das eine wichtige Erfahrung, weil ich selbst erlebt habe, wie viele Faktoren über eine Leistungssportkarriere entscheiden. Ich spielte danach noch in der Regionalliga weiter, eher aus Spaß, bis mir das Pendeln von Köln, wo ich ein Studium begonnen hatte, zum Training nach Bonn zu aufwendig wurde und so klang meine Sportkarriere aus.

Hannah Dicks: Welche anderen Sportarten hast du ausprobiert und welche reizen dich noch?

Lucas: Ich habe mir vorgenommen, so viele Sportarten wie möglich auszuprobieren. Rollstuhlbasketball, Snowboarden, Curling, Eishockey, Surfen oder Fechten habe ich schon gemacht. Biathlon und Bobfahren etwa stehen noch auf meiner Bucketlist. Ich liebe Rückschlagsportarten – daher steht Padel aktuell hoch im Kurs. Phasenweise bin ich auch Marathon gelaufen, in diesem Jahr starte ich beim Halbmarathon in Bonn. Ich finde es cool, sich in neue Sportarten einzufühlen. Ich habe zwei kleine Kids zu Hause, eine voll berufstätige Frau und einen intensiven Job bei der Sportstiftung NRW – jede freie Minute für Sport ist für mich daher sehr wertvoll.

„Ich habe auf jeden Fall FOMO.“

Hannah: Was, denkst du, würden Freunde über dich erzählen?

Lucas: Die würden sagen: Der ist immer dabei, vor allem wenn es ums Sporttreiben geht. Lucas hat immer Lust auf den Wettkampf und auch mal einen guten Spruch auf Lager. Gruppenharmonie ist mir sehr wichtig. Und ich glaube, meine Freunde würden sagen, dass ich loyal bin. Wenn es ernst wird, kann man sich hundertprozentig auf mich verlassen. Komme, was wolle.

Sarah: Hast du eine Eigenschaft, die du gerne ablegen würdest?

Lucas: Ich würde Konflikte manchmal lieber früher und klarer ansprechen. Außerdem habe ich auf jeden Fall FOMO („Fear of missing out“). Gerade ging es im Freundeskreis darum, ein Querbeat-Konzert zu besuchen. Ich habe die Band schon hundertmal gesehen, aber wenn alle hingehen …Ich lasse mich manchmal von meiner Peergroup treiben.

Sarah: Du hast bei der Deutschen Sporthilfe die Actionsportmarke „Our House“ aufgebaut. Wie kam es dazu?

Lucas: Die Kernfrage ist, warum wir eigentlich Spitzensport fördern. Weil Athletinnen und Athleten Werte in die Gesellschaft tragen – und das gilt auch für Skater, Free Skier, Parkourer oder Wakeboarder, die oft nicht in klassischen Verbands- und Kaderstrukturen organisiert sind und das auch nicht wollen. Sie haben in ihren Szenen oft sehr große Reichweiten und sind genauso inspirierende Vorbilder. Daraus entstand „Our House“ – ein Förderansatz, der diese Athletinnen und Athleten sichtbar macht und unterstützt. Wir konnten Wirtschaftspartner wie Samsung und adidas dafür begeistern. Ich durfte mit diesen Freigeistern durch Europa reisen, Projekte umsetzen und dafür sorgen, dass sie viele andere Menschen ebenfalls begeistern.

„Spitzensportförderung ist elementar für ein Land aufgrund der Vorbildfunktion der Athlet*innen in ihrem unmittelbaren Umfeld.“

Hannah: Warum jetzt die Sportstiftung NRW?

Lucas: Nach fünf Jahren bei „Our House“ suchte ich eine neue Herausforderung und wechselte zum Deutschen TurnerBund, als Leiter für Partnerbetreuung und Vertrieb. Ende 2024 erreichte mich die Info, dass durch den Wechsel von Max Hartung zur Sporthilfe der coolste Job im NRW-Sport frei wird – das könnt ihr gerne so schreiben (lacht). So habe ich meinen Hut in den Ring geworfen. Die Aufgabe passt einfach perfekt.

Athletenförderung ist meine Leidenschaft und der rote Faden in meiner Karriere. Als mich dann Max Kindler, unser stellvertretender Geschäftsführer, anrief und sagte, Lucas, du bist dabei, war ich megaglücklich. Jeder hier im Team ist so intrinsisch motiviert. Dieses besondere Teamgefüge hat für mich einen sehr hohen Wert. Und ich würde behaupten, wir haben das beste Nachwuchsförderkonzept in Deutschland.

Sarah: Was möchtest du hier dann noch erreichen?

Lucas: Ich glaube daran, dass Spitzensportförderung elementar für ein Land ist, nicht nur als Repräsentanz, sondern aufgrund der Vorbildfunktion der Athletinnen und Athleten in ihrem unmittelbaren Umfeld. Wir brauchen diese Zugpferde in der Breite der Sportarten, um den Kids zu zeigen: Hey, such dir eine Sportart aus. Es gibt in jeder tolle Vorbilder, denen du nacheifern kannst. Und ja, es ist cool, ein Teil davon zu sein. Bei der Sportstiftung NRW geht es uns darum, jungen Talenten das Versprechen zu geben: Ihr könnt Leistungssport machen. Wir geben euch die bestmögliche Unterstützung, wir sind der Partner an eurer Seite.

Hannah: Was ist dein Anspruch dabei?

Lucas: Erstens eine stabile finanzielle Basis. Die haben wir durch das Land NRW und die Mittel von WestLotto, aber auch durch starke Wirtschaftspartner im Stipendienprogramm.

Zweitens Vertrauen. Mit der Staatskanzlei, dem Landessportbund und den Olympiastützpunkten gibt es hier in NRW ein gut funktionierendes harmonisches Miteinander – mich motiviert das total!

Drittens Weiterentwicklung. Wir dürfen nicht müde werden, unsere Förderkonzepte zu hinterfragen und ihre Wirkung zu analysieren. Gibt es beispielsweise Dropouts, die wir verhindern können? Liegt es an finanziellen Problemen, mentaler Gesundheit oder der Angst vor einer ungewissen Zukunft im Sport? Darauf reagieren wir. Zudem möchte ich unsere Partnerschaften mit der Wirtschaft und die Kommunikation weiter ausbauen, damit die Sportstiftung NRW am Puls der Zeit bleibt. Die Olympiabewerbung ist gerade sehr spannend.

Hannah: Was möchtest du geförderten Athletinnen und Athleten mitgeben?

Lucas: Meldet euch jederzeit bei uns – egal mit welchem Anliegen. Wenn wir selbst keine Lösung haben, wissen wir, wer eine hat. Gebt uns kritisches Feedback. Zeigt uns, wo ihr Bedarf und Förderlücken seht. Habt aber vor allem Freude, an dem was ihr tut, denn ihr seid darin schon extrem gut. Das muss euch klar sein: Ihr könnt Vorbilder sein und andere mit eurer Leidenschaft mitreißen und inspirieren. Das ist der Spirit.

„Wer sich gut begleitet fühlt, kann sein Leistungsniveau überhaupt erst voll entfalten.“

Hannah: Was fasziniert dich am Leistungssport?

Lucas: Der lange Weg an die Spitze. Die Entbehrungen, die mit dem Leistungssport einhergehen, der Fleiß, auch die Abstriche im Privaten – alles aus der inneren Motivation heraus, sich mit den Besten der Welt zu messen. Durch unsere Bewerbungsverfahren schauen wir in viele leuchtende Augen. Junge Athletinnen und Athleten, die in unsere Förderung wollen, um irgendwann zur nationalen und internationalen Spitze zu gehören. Viele formulieren das Ziel Olympiamedaille. Dann schaltet man irgendwann den Fernseher ein und sieht Athleten, die genau das geschafft haben. Wenn man sich diesen Weg vom Nachwuchsbereich in die absolute Weltspitze immer wieder vor Augen führt, kann man diese außergewöhnliche Leistung noch besser anerkennen und Begeisterung dafür entwickeln.

Die wenigsten wissen, dass eine Leistungssportkarriere zunächst einmal viele Sorgen mit sich bringt. Wenn wir aber ein Förderkonzept verfolgen, das Talenten Sicherheit gibt und in dem sie ihre Persönlichkeit und ihre sportlichen Fähigkeiten nachhaltig entfalten können, gelingt es auch, mehr Talente für diesen Weg zu ermutigen.

Sarah: Mit dem Ziel Medaillen?

Lucas: In der sportpolitischen Debatte wird – nachvollziehbar – häufig mehr Medaillenerfolg gefordert, oft verbunden mit dem Ruf nach früher Spezialisierung und stärkerer Wettkampforientierung. Dem wird dann schnell eine am Wohl der Athletinnen und Athleten ausgerichtete, nachhaltige Nachwuchsförderung gegenübergestellt. Ich bin überzeugt, dass wir diesen Gegensatz gar nicht bemühen müssen: Eine gesunde, langfristig angelegte Förderung ist kein Widerspruch zum Erfolg, sondern seine Voraussetzung. Wer sich gut begleitet fühlt, bleibt länger im System und kann sein Leistungsniveau überhaupt erst voll entfalten. Ich möchte erreichen, dass möglichst viele Athletinnen und Athleten sagen können, dass sich jede Minute im Leistungssport gelohnt hat, unabhängig vom Ausgang einer Karriere.

Lucas Flümann

Lucas Flümann

geb. 1987 in Bonn, wohnt in Köln. Verheiratet, zwei Kinder.

Masterstudium in Sport-, Medien- und Kommunikationsforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln.

2012 – 2024 Stiftung Deutsche Sporthilfe
2024 – 2025 Deutscher Turner-Bund
Seit April 2025 Geschäftsführer der Sportstiftung NRW.

Hannah & Sarah Dicks

Hannah & Sarah Dicks

geb. 2005 bzw. 2008, aus Kaarst. Die Schwestern betreiben Modernen Fünfkampf, Biathle und Triathle. Sie gehören zur Top 10 der Welt im Jugendbereich und werden von der Sportstiftung NRW gefördert.

Sarah studiert an der Deutschen Sporthochschule Köln, Hannah möchte 2027 Abitur machen.

Categories: News Schlagwörter: , , , | Comments 22018 Olympic Day trifft Sommerfest

Eckhard Forst kam mit dem Fahrrad zu seiner ersten Vorstandssitzung. Beim anschließenden Sommerfest verriet er ins Mikrofon, dass er „Tour de France“-Fan sei, beim Einzelzeitfahren in Nizza bereits live an der Strecke gestanden habe und auch selbst keine Bergauffahrten scheue (mit einem Augenzwinkern: „auch wenn ich langsamer geworden bin“). Das Bild war gesetzt.

Dass das Sommerfest der Sportstiftung NRW und der internationale Olympic Day in diesem Jahr auf denselben Tag fielen, passte perfekt zum Motto des Aktionstags „Let’s move“. Moderatorin Anke Feller griff die Steilvorlage auf: „Bewegt hat sich zuletzt einiges bei der Sportstiftung NRW“ – und leitete damit das offizielle Meet & Greet des neu formierten Vorstands ein.

Von links: Anker Feller, Sascha Hendrich-Bächer, Markus Rehm und Eckhard Forst

Seit dem 5. Mai im Amt, präsentierten sich Vorstandsvorsitzender Eckhard Forst sowie Markus Rehm und Sascha Hendrich-Bächer den rund 120 Gästen im Garten von Gut Gnadental in Neuss. Athletinnen und Athleten, Förderpartner, Vertreter von Verbänden, Olympiastützpunkten, Trainerinnen und Trainer sowie zahlreiche Sportfunktionäre lauschten aufmerksam, applaudierten und kamen bei hochsommerlichen Temperaturen miteinander ins Gespräch.

Unter den Gästen waren unter anderem der neue Vorstandsvorsitzende des TSV Bayer 04 Leverkusen, Jürgen Schrapp, sowie die neu in das Stiftungskuratorium berufene Tischtennis-Junioren-Bundestrainerin Lara Broich. Für einen besonderen sportlichen Akzent sorgte Para-Athlet Mio Wagner, der Anfang Juni überraschend zwei deutsche U19-Meistertitel im Regelsport gewonnen hatte.

Nachträgliches Präsent zum 25. jährigen Bestehen der Sportstifftung von den Tischtennisverband, überreicht von Mio Wagner (r.), Noah Hersel und Bundestrainerin Lara Broich

Die neuen Vorstandsmitglieder nutzten die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen: Sascha Hendrich-Bächer, heute Leiter der Sportschule Hennef, war dem Sport zuvor viele Jahre ehrenamtlich verbunden – unter anderem als Fußball-Schiedsrichter und Schatzmeister. „Ich habe jetzt täglich vor Augen, was Spitzensportlerinnen und Spitzensportler leisten“, sagte der 45-Jährige.

Markus Rehm durfte sich angesprochen fühlen. Fünf Paralympics-Siege stehen in der Vita des Leverkusener Leichtathleten, der sich nach einer Verletzung des Syndesmosenbandes derzeit im Aufbautraining befindet. Die Verletzung habe er sich durch einen unglücklichen Sturz auf einer Eisplatte zugezogen, erklärte der 37-jährige Orthopädietechniker. „Ich fühle mich geehrt, jetzt im Vorstand der Sportstfitung NRW mitzuwirken.“ Sein Beruf sei mittlerweile zum Hobby geworden neben dem Leistungssport, scherzte er. Seine Mentorin und langjährige Trainerin Steffi Nerius haben ihm gezeigt, wie wichtig es ist, Verantwortung für die nächste Generation zu übernehmen. Beide sind nun Mitglied im Stiftungsvorstand.

Der vierte im Bunde, ARAG-Vorstand Christian Vogée, konnte aus privaten Gründen nicht beim Fest dabei sein.

Geschäftsführer Lucas Flümann rundete den offiziellen Teil ab und betonte in seinem Ausblick die zentrale Zielsetzung der Stiftung: „Unabhängig davon, ob Olympische und Paralympische Spiele im NRW stattfinden – wir möchten als Sportland NRW die beste Nachwuchsförderung in Deutschland anbieten und junge Athler*innen für das Abenteuer Leistungssport begeistern.“


Das traditionelle Grillbuffet sorgte für entspannte Atmosphäre. Beim Tauziehen, Leitergolf, Dosen- und Körbewerfen konnten jeder, der mochte, das Olympic-Day-Motto sportlich direkt umsetzen. Das Sommerfest fand bereits zum siebten Mal auf der Hofanlage Gut Gnadental der Unternehmerfamilie Zülow statt.

Sommerfest 2026
Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , , | Comments 22028 Schnelle Sonne

Wenn sich gehörlose Athletinnen blind verstehen, wird aus Harmonie Erfolg. Am vorletzten Wettkampftag der Deaflympics sprinten die deutschen Leichtathletinnen in den Staffeln zu Gold und Silber. Delia ist mittendrin. Auf dem Zuschauerrang kommen Mama die Tränen. Alle Eltern sind nach Tokio mitgereist. Auf dem Tartan liegen sich die Töchter in den Armen. „Mein schönster Moment“, sagt Delia. „Die 4×100-Meter-Staffel war das absolute Highlight.“

Es folgt eine Überraschung in der 4×400- Meter Staffel. Mit Silber hat das NRW-Quartett um Jelisa Gräf, Fiona Proba, Tessa Lange und Delia nicht gerechnet. Die fünfte Athletin in diesem Bunde, Sheila Schlechter aus Bünde, war knapp eine Stunde zuvor mit Delia in der siegreichen 4×100-Meter-Staffel gestartet, bevor es ins 4×400-Meter-Finale ging.

„Ich hatte großes Vertrauen in uns“, sagt Delia. „In der Staffel konnte ich abrufen, was ich kann.“ Die Tage zuvor glichen einer „emotionalen Achterbahnfahrt“. Im Vorlauf gelang die Stabübergabe zwischen Tessa und Delia gerade noch innerhalb der Wechselzone. Mit ihren beiden sechsten Plätzen in den Einzelstarts hadert sie zwar, doch vor dem Teamwettbewerb ist alles abgehakt.

Sommerspiele im November

Bei den Deaflympics starten mehr Leichtathleten als bei Weltmeisterschaften. Delia absolviert neun Rennen in nur einer Woche. Dabei beginnen ihre Tage früh und enden früh in winterlicher Dunkelheit. Denn der Transfer zum Teamhotel dauert gut eine Stunde und die Sonne geht in Tokio im November bereits am Nachmittag unter. Flutlicht gibt es im Wettkampfstadion nicht.

Die Wettbewerbe anderer Sportarten verfolgt sie über eine Leinwand, die das um sichtige Organisationsteam kurzerhand im Hotel aufgebaut hat. Der Gastgeber war auf die Ankunft gehörloser Athleten vorbereitet. „Wir mussten uns nie erklären“, schildert Delia. „Es war ein Wohlfühlsetting für Gehörlose. Die Menschen hatten Freude daran, uns zuzuschauen, und zollten uns echte Anerkennung. “

Tokio waren ihre dritten Deaflympics. Einen Tag vor der Eröffnungsfeier erfuhr die Kölnerin vom Deutschen Gehörlosen-Sportverband, dass sie gemeinsam mit Schwimmer Lars Kochmann als Fahnenträgerin einmarschieren würde. „Ich war nicht aufgeregt. Mit der Mannschaft im Rücken habe ich mich einfach gefreut“, erzählt die 26-jährige Studentin. „Mit den Deaflympics verbinde ich vor allem Gemeinschaft, nicht nur das sportliche Event.“

NRW in Tokio

Die Deaflympics gelten als das weltweit bedeutendste Sportereignis für gehörlose Athletinnen und Athleten. Bei der 25.  Ausgabe in Tokio waren etwa 3.000 Wettkämpfer aus 79 Nationen am Start. Aus Nordrhein-Westfalen waren 13 Athletinnen und Athleten nominiert. Sie waren an 10 der insgesamt 24 Medaillen der 67-köpfigen deutschen Mannschaft (6x Gold, 8x Silber, 10x Bronze) beteiligt. Dies ist die beste deutsche Bilanz seit 20 Jahren. Die ersten Spiele für Menschen mit Hörbeeinträchtigung fanden 1924 statt.

Delia Gaeda
geb. 1999, aus Köln. Sie startet für den Düsseldorfer SV 04 und das LT DSHS Köln und studiert B.Sc. Sport & Leistung an der Deutschen Sporthochschule Köln.


Erfolge 2025:

1. Platz Deaflympics

mit der 4×100-m-Staffel und

2. Platz über 100 m und 200 m

6. Platz mit der 4×400-m-Staffel

Erfolge 2024:

3. Platz WM über 200 m sowie

2. Platz mit der 4×100-m-Staffel

Categories: News Schlagwörter: , , , , | Comments 21887 Onboarding eröffnet Förderjahr 2026

Mit einem großen Onboarding-Event im Movie Park Germany hat die Sportstiftung NRW am 31. Mai offiziell das neue Förderjahr eröffnet. Rund 120 junge Spitzensportler*innen aus unterschiedlichsten Disziplinen wurden dabei feierlich in die Förderung aufgenommen und Teil des größten Nachwuchsnetzwerks im deutschen Leistungssport. Bereits zum dritten Mal veranstaltete die Sportstiftung das Format, das besondere sportliche Leistungen würdigt, den Austausch zwischen Talenten stärkt und die Gemeinschaft im Sportland Nordrhein-Westfalen fördert.

Hendrik Wüst: „Wir fördern sportliche Exzellenz wie niemand sonst“

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst richtete sich per Videobotschaft an die Teilnehmer: „Die Athletinnen und Athleten haben bereits Topleistungen gezeigt und können es bis an die Spitze schaffen. Die Sportstiftung NRW wird sie dabei mit ganzer Kraft unterstützen. Das haben sie verdient.“

Mit Blick auf die Bewerbung „KölnRheinRuhr“ um Olympische und Paralympische Spiele ab 2036 ergänzte Wüst: „Wenn es so kommt, sollen möglichst viele Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen dabei sein. Auch deshalb fördern wir sportliche Exzellenz wie niemand sonst in Deutschland.“


Aktuell unterstützt die Sportstiftung NRW mehr als 700 Bundeskaderathletinnen und -athleten im Nachwuchsbereich.

Netzwerk, Karriere und Persönlichkeitsentwicklung

„Wir möchten unseren Talenten von Beginn an zeigen: Ihr seid jetzt Teil eines starken Netzwerks“, erklärt Geschäftsführer Lucas Flümann. „Unsere Förderung reicht weit über finanzielle Unterstützung hinaus. Es geht darum, junge Persönlichkeiten in ihrer sportlichen und persönlichen Entwicklung zu begleiten.“

Beim Onboarding präsentierten sich zahlreiche Partner der Sportstiftung NRW, darunter:

  • die Laufbahnberatung an den Olympiastützpunkten NRW,
  • der Verein Athleten Deutschland,
  • die Initiative „mentaltalent“,
  • sowie erstmals der Sport-Informations-Dienst (SID) als Kooperationspartner eines neues Workshopformats.

Sie informierten zu Themen wie duale Karriere, Athletenrechte, Sportpsychologie und Medienkompetenz. Auch der langgjährige Stiftungspartner WestLotto bekräftigte sein langfristiges Engagement für den Nachwuchsleistungssport in NRW.

Athletenaustausch und Wertschätzung im Fokus

Athletenvertreterin Sophie Gromann hob die besondere Bedeutung des Formats hervor: „Viele Athletinnen und Athleten begegnen sich hier zum ersten Mal sportartübergreifend. Dieser Austausch und das Gefühl echter Wertschätzung sind enorm wichtig in einer Lebensphase, die oft von hohem Leistungsdruck im Sport und zugleich in der beruflichen Ausbildung geprägt ist.“

Fotoprojekt mit Starfotograf Mike Meyer

Ein besonderes Highlight des Events war erneut das Fotoprojekt von Mike Meyer. In seiner markanten White-Cube-Installation setzte der Fotograf die jungen Leistungssportlerinnen und Leistungssportler aufmerksamkeitsstark in Szene. Meyer arbeitete bereits mit internationalen Persönlichkeiten wie Basketballlegende Dirk Nowitzki und Popstar Rihanna zusammen.

Gemeinsame Erlebnisse im Movie Park Germany

Nach dem Bühnenprogramm nutzten die Talente die Gelegenheit, Deutschlands größten Film- und Freizeitpark gemeinsam zu erleben. Das Onboarding fiel in die Jubiläumssaison des Movie Park Germany, der 2026 sein 30-jähriges Bestehen feiert. „Das Onboarding-Event und unser Jubiläum passen hervorragend zusammen, weil sowohl der Sport als auch unsere Park- und Filmwelt maßgeblich von Emotionen getragen werden“, sagte Parksprecherin Ann-Katrin Dölken. „Gemeinsame Erlebnisse schaffen Verbundenheit und sind der Nährboden für langfristigen Erfolg.“


NRW hat Deutschlands größte Landesportstiftung

Alle eingeladenen Athletinnen und Athleten hatten zuvor erfolgreich das Bewerbungsverfahren der Sportstiftung NRW durchlaufen. Ziel der Förderung ist es, sportliche Talente frühzeitig zu unterstützen und Persönlichkeiten zu entwickeln, die auch gesellschaftlich als Vorbilder wirken. Die Sportstiftung NRW wurde im Jahr 2000 von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen gegründet und ist heute die größte Landesportstiftung Deutschlands. Sie unterstützt insbesondere Nachwuchskader aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten mit einer monatlichen Individualförderung.

Fotogalerie Onboarding 2026
Categories: News Schlagwörter: , , , , 21872 Ready – Set – Go!

Das Frühstück überforderte Gianluca. Nicht das, was auf dem Teller lag, sondern vielmehr die Nachricht, die es als Beilage gab und die es nun binnen wenigen Stunden zu verdauen galt: die Aufstellung für das Staffelfinale am Mittag.

Überraschende Staffelbesetzung

Beim EYOF wurde eine Medley-Sprintstaffel ausgetragen, bei der vier Läufer unterschiedlich lange Distanzen absolvieren, nämlich 100, 200, 300 und 400 Meter. Gianluca sollte an zweiter Position seine Paradedisziplin laufen, die 200 Meter. Das bereitete ihm keine Bauchschmerzen, das war perfekt. Doch seine Teamkollegen hatten nicht annähernd seine Staffelerfahrung und andere Spezialstrecken.

Der DOSB hatte ein Dutzend männliche Nachwuchsleichtathleten nominiert. Die neuformierte Staffelriege setzte einen Hürdensprinter hinter Gianluca, ein 800-Meter- Spezialist wurde als Schlussläufer bestimmt. Das Warm-up vor dem Finale musste reichen, um die Abläufe zumindest grob abzustimmen. Seinen ersten internationalen Auftritt im Nationaltrikot hatte sich Gianluca etwas geordneter vorgestellt.

Erfolgserwartungen

Vielleicht aber machten ihn gerade die gedämpften Erfolgserwartungen locker. Der Leverkusener war mit überragender Form und deutscher Jahresbestleistung nach Skopje gereist. Das Aus im Halbfinale über 200 Meter zum Auftakt des Sportfestivals traf ihn daher hart. „Ich war sehr aufgeregt“, erzählt Gianluca. „Normalerweise mache ich mir nie Druck.“

Ziel des Multisportevents EYOF ist es, die besten europäischen Nachwuchstalente (rd. 4.000) an die olympische Bewegung und Anforderungen des internationalen Spitzensports heranzuführen. In Skopje hörte Gianluca zum ersten Mal ein englisches Startkommando. „Stadien von diesem Ausmaß kannte ich zuvor nicht“, sagt er. Viele neue Eindrücke prasselten auf ihn ein, dazu eine Woche lang Temperaturen um 40 Grad. Am Tag der Eröffnungsfeier feierte Gianluca seinen 17. Geburtstag. Beim Einlaufen der Nationen entdeckte er sich selbst auf den Monitoren. „Als uns das EYOF bei einem Bundeskaderlehrgang Ende 2024 vorgestellt wurde, hielt ich es für ein unerreichbares Ziel.“ Jetzt hängt ein gerahmtes „Germany“-Trikot über seinem Bett. Daneben die Bronzemedaille, die er überraschend mit den Staffeljungs – mittlerweile enge Freunde – mit 13 Hundertsteln Vorsprung auf Italien errang. „Viele jüngere Athleten in meinem Verein haben dasselbe Ziel. Für sie Vorbild zu sein, pusht mich krass.“

Gianluca Wessendorf
geb. 2008, aus Leverkusen. Er besucht das Landrat-Lucas Gymnasium in Leverkusen und startet für den TSV Bayer 04.


Erfolge 2025:

3. Platz EYOF mit der Medley Sprintstaffel sowie Halbfinalteilnahme über 200 m

1. Platz Deutsche U18-Meisterschaften über 200 m und über 4 x 100 m

1. Platz „Jugend trainiert für Olympia“

Categories: News Schlagwörter: , , , , | Comments 21810 X-Man

Biathlon stand ganz oben auf der Watchlist. Ruven steckte mitten im Umzug in seine neue Studentenbude. Es gab viel zu tun, trotz Semesterferien. Sich die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina entgehen zu lassen, stand dessen ungeachtet aber nicht zur Debatte. Zu inspirierend waren die Eindrücke am Bildschirm. Insgeheim lässt Ruven seiner Phantasie schon freien Lauf. „Ich ertappe mich manchmal mit den Gedanken in Los Angeles“, gibt er zu. Seine Disziplin, der Compoundbogen, ist 2028 in der Klasse Mixed-Team erstmals Teil des olympischen Sommerprogramms. Ruvens Jahr 2025 rechtfertigte solche Träume durchaus.

„Das sportliche Niveau zieht dich einfach mit“

„Die nächste Stufe ist Olympia“, zitiert Freundin Katja Ruvens Bericht von den Rhine-Ruhr FISU World University Games (WUG), für die der 20-Jährige im Sommer nominiert war. Spätestens beim Einkleiden war der Funke übergesprungen und Ruven merkte, dass er im Begriff war, Teil von etwas Großem zu werden, gar „dem Größten, was ich sportlich bis dahin erlebt hatte“. Die Universiade war 2025 das weltweit größte Multisportevent. Mit dabei: rund 300 Bogenschützen. Die besten Athleten, die die Studierendenwelt aufbieten kann, kamen nach Essen. „Das war deutlich mehr Thrill als bei deutschen Meisterschaften. Ich konnte häufig mit Top-Stars an derselben Scheibe trainieren. Ihr Niveau zieht dich einfach mit“, sagt Ruven.

In der trainingsfreien Zeit besuchte er mit Athleten aus Indien, Frankreich und der Türkei Wettbewerbe im Basketball, Beachvolleyball und Turnen. Unterwegs in der U-Bahn wurden sie jeden Tag von Passanten als Sportler erkannt und angesprochen. „Das war cool – die wertschätzenden Reaktionen und dass man endlich mal außerhalb seiner Bogenschützen Bubble erzählen konnte, was man macht“, berichtet er. Die Abende vergingen beim Fachsimpeln in der Hotellobby.

Treffer in Perfektion und ein X im Kalender

Ruven beendete die WUG auf Platz 5. Nur einen Monat später stieg er in die Riege der Champions auf: Bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Kanada gewann der Dinslakener Gold im Einzel sowie Silber mit dem Team. Der Grundstein für diesen Formanstieg wurde in Essen gelegt, ist er sich sicher. Unvergessen bleibt auch dieser eine perfekte Schuss im Achtelfinale der Universiade: Ruvens Pfeil stach exakt in die Mitte der Scheibe. Ein sogenanntes „X“ kann von keinem Kontrahenten übertroffen werden und ist selbst für Spitzenathleten ein seltenes Erlebnis. Es ist die ultimative Bestätigung auf der ständigen Jagd nach Perfektion. „Ich werde alles dafür tun, um bei den nächsten World University Games wieder dabei zu sein“, sagt Ruven. „Alles war perfekt“ – und damit meint er nicht nur sein „X“.

Die Juniorenklasse lässt der U21-Weltmeister nun hinter sich und geht selbstbewusst ins erste Jahr bei den Herren: „Ich werde das Feld ein bisschen aufmischen.“ Die Teilnahme an den nächsten Olympischen Spielen wirkt momentan wie der eine Volltreffer, für den man tausende Versuche braucht. „Es wird schwierig, aber ist machbar“, sagt Ruven. Am 14. Juli 2028 steht möglicherweise schon ein X im Kalender.

Ruven Flüss
geb. 2005, aus Dinslaken. Er startet für den BSV Eppinghoven und studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Heilbronn.


Erfolge 2025:

5. Platz Rhine-Ruhr FISU World University Games

1. Platz U21-Weltmeisterschaften, 2. Platz im Team

1. Platz Jugend-Europa-Cup, Gesamtsieg

1. Platz Deutsche Meisterschaften (Herren)

Categories: News Schlagwörter: , , , , , | Comments
Fristen