Zu Beginn der Olympischen Winterspiele 2026 führt Nordrhein-Westfalen eine Medaillenprämie ein und erhöht zugleich die Teilnahmeprämie für Athletinnen und Athleten aus dem Land, die an Olympischen und Paralympischen Spielen teilnehmen.
„Wir investieren jetzt noch stärker in unseren Spitzensport und zwar ohne Wenn und Aber für Olympia und Paralympics gleichermaßen. Wer für Nordrhein-Westfalen an den Start geht, bekommt volle Wertschätzung, Förderung und Anerkennung“, so Ministerpräsident Hendrik Wüst. „Deswegen erhöhen wir ab den Olympischen Winterspielen 2026 die Teilnahmeprämie für Olympische und Paralympische Spiele auf 5.000 Euro pro Athletin und Athlet. Das machen wir gemeinsam mit unserem starken Partner, der Sportstiftung NRW, die eng mit uns die Abstimmung übernommen hat und als wichtiger Förderer für junge Top-Talente aus unserem Land seit Jahrzehnten entscheidende Impulse in der Sportförderung setzt. Zudem verdoppelt Nordrhein-Westfalen die Medaillenprämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Damit setzt Nordrhein-Westfalen ein starkes Signal für die Anerkennung der Spitzenleistungen unserer Athletinnen und Athleten und stärkt auch unsere Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele.”
Die Olympischen Winterspiele sind das größte Wintersportereignis der Welt. Vom 6. Februar bis 22. Februar 2026 kämpfen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo mehr als 3.500 Athletinnen und Athleten aus 93 Ländern in 16 olympischen Disziplinen um Medaillen und Platzierungen.
Ab sofort 5.000 Euro Teilnahmeprämie von der Sportstiftung NRW
Bislang erhalten Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen, die an Olympischen und Paralympischen Spielen teilnehmen, über die Sportstiftung NRW eine Teilnahmeprämie von 3.500 Euro. Ab den Olympischen Winterspielen 2026 wird diese Prämie auf 5.000 Euro erhöht. Die Prämien werden einmalig ausgezahlt.
An den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo nehmen 13 Athletinnen und Athleten teil, die entweder eine Vereinszugehörigkeit (Erststartrecht) in Nordrhein-Westfalen haben, hier ihren Trainings- oder Lebensmittelpunkt haben oder einem der drei Olympiastützpunkte im Land zugeordnet sind. Das Prämienvolumen der Sportstiftung NRW beläuft sich damit auf 65.000 Euro. Zum Vergleich: Nach den Spielen in Paris 2024 vergab die Sportstiftung insgesamt 563.500 Euro an Teilnahmeprämien an 161 Olympioniken und Paralympioniken.
NRW verdoppelt Medaillenförderung der Deutschen Sporthilfe
Die Stiftung Deutsche Sporthilfe prämiert Medaillen bei Olympischen und Paralympischen Spielen mit der einmaligen Zahlung von
- 30.000 Euro für eine Goldmedaille,
- 20.000 Euro für eine Silbermedaille und
- 10.000 Euro für eine Bronzemedaille.
Nordrhein-Westfalen wird diese Medaillenprämien ab den Olympischen Winterspielen 2026 verdoppeln, ebenfalls als einmalige Zahlung für den Gewinn einer Gold-, Silber- oder Bronzemedaille.
Von den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking kehrten die deutschen Athletinnen und Athleten mit zwölf Gold-, zehn Silber- und fünf Bronzemedaillen zurück. Das Team Sportland NRW war an zwei Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille beteiligt. Im Wintersport verfügt Nordrhein-Westfalen aktuell über drei anerkannte Bundesstützpunkte: Dortmund für Eiskunstlauf und Eistanz, Winterberg für Bob, Skeleton und Rodeln und Winterberg/Willingen für Ski Nordisch und Biathlon. Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris kamen über 100 Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen. Sie waren an fast der Hälfte der deutschen Medaillen beteiligt – 15 von 33.
Geschichte der Teilnahmeprämie
Die Teilnahmeprämie wurde zu den Olympischen Spielen in London 2012 eingeführt. Bis einschließlich 2016 wurde auch Medaillengewinne prämiert. Ab 2018 würdigte die Sportstiftung NRW ausschließlich das Erreichen Olympischer und Paralympischer Spiele mit 3.500 Euro pro Athletin bzw. Athlet. 2022 erhielten erstmals auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Deaflympics diese Prämie. Erst im vergangenen Jahr wurden zudem die Prämienförderung der World Games-Sportarten aufgenommen.
Sebastian Burg
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Captains Day – Ehrung für Stipendiaten
Traditionell im Rahmen der weltgrößten Wassersportmesse „boot“ hat die Sportstiftung NRW beim 13. Captains Day wieder junge Spitzenathlet*innen mit dem NRW-Sportstiftungs-Stipendium ausgezeichnet. Die 129 Geförderten verbinden erfolgreich ihren Leistungssport mit Studium oder Berufsausbildung. Sie stehen exemplarisch für die duale Karriere im Sport.
Die Stipendien für die Förderperiode 2025/26 wurden feierlich von Staatssekretärin Andrea Milz und dem Vorstandsvorsitzenden der Sportstiftung NRW, Dr. Ingo Wolf, überreicht.
Stipendium erhöht auf 4.200 Euro pro Jahr
Zu Beginn des laufenden Wintersemesters hat die Sportstiftung NRW die monatlichen Stipendienleistungen auf 350 Euro erhöht. Die Förderung wird für ein Jahr gewährt und soll Athlet*innen dabei unterstützen, sich stärker auf ihre sportliche, akademische und berufliche Entwicklung zu konzentrieren sowie finanzielle Belastungen zu reduzieren.
Die Stipendiat*innen gehören olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Nachwuchskadern an. Sie sind an 38 Hochschulen eingeschrieben sowie in sieben Ausbildungsbetrieben angestellt.
„Nordrhein-Westfalen ist Sportland Nr. 1, auch weil wir die duale Karriere konsequent unterstützen. Das Stipendienprogramm der Sportstiftung NRW schafft dafür verlässliche Rahmenbedingungen“, betonte Staatssekretärin Andrea Milz.
30 Förderpartner ermöglichen mehr Stipendien
Neben den Athlet*innen würdigte die Sportstiftung beim Captains Day auch 30 Unternehmen und Privatpersonen, die das Stipendienprogramm mit insgesamt rund 140.000 Euro unterstützen.
Dr. Ingo Wolf hob die positive Entwicklung hervor: „Das Engagement für unser Stipendienprogramm wächst im vierten Jahr in Folge. Unsere Argumente überzeugen: Eine zukunftsorientierte persönliche Weiterentwicklung im Leistungssport und eine nachhaltige Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt liegt im Interesse aller Beteiligten. Diese Überzeugung hat sich bei vielen Förderpartnern verfestigt. Dadurch konnten wir 18 Stipendien mehr vergeben als im Vorjahr.“
Zu den langjährigen Unterstützern zählen unter anderem ARAG AG, Westenergie AG, WestLotto, DSW21, die Messe Düsseldorf sowie der Rheinische Sparkassen- und Giroverband. Das Captains-Day-Format zur Vernetzung von Spitzensport und Wirtschaft existiert seit dem Jahr 2012. Die Veranstaltung fand immer im Rahmen der Messe „boot“ statt. Das NRW-Sportstiftungs-Stipendium wurde zum Wintersemester 2022/23 gestartet und die Stipendenfeier in den Captains Day integriert.
Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf: „Der Captains Day steht sinnbildlich für die Verbindung von Spitzensport und Wirtschaft. Hier findet ein Dialog mit einer außergewöhnlich leistungsbereiten Generation statt. Alle Förderpartner investieren in Persönlichkkeiten: Es geht nicht um ein Produkt, es geht um Menschen.“
Pauline Theine ist Bobsportlerin und studiert Humanmedizin im 9. Semester: „Ich bin damals mitten in der Saison in der Bobsport eingestiegen und habe parallel schon studiert. Das war eine Brett. Aber man bekommt es unter einen Hut, wenn man wirklich will.“
Speed-Dating bringt Athlet und Förderer zusammen
Ein zentrales Element des Captains Day war erneut das Speed-Dating-Format, bei dem Förderpartner und Stipendiat*innen persönlich ins Gespräch kamen. Neben dem finanziellen Engagement bieten viele Unternehmen auch Mentoring, Karriereberatung oder berufliche Einstiegsmöglichkeiten an.

Eröffnet wurde das Speed-Dating durch einen Impulsvortrag von Apnoetaucherin Elena Loers. Sie stellte die Verbindung zwischen sportlichem und beruflichem Erfolg her: „Beim Apnoetauchen habe ich vor einem Wettkampf drei Minuten Zeit, um meinen Puls herunterzufahren. Hyperventilieren ist nicht erlaubt.“ Das gelingt ihr mit Atemübungen. Ein Training, das zum Beispiel in Prüfungssituationen half. Elena Loers hat gerade ihr Jurastudium abgeschlossen. „Außerdem tauchen wir niemals alleine, um der Gefahr eines Blackouts vorzubeugen.“ Dafür gibt es in ihrer Sportart ein Buddy-System. „Das ist ähnlich wie mit euren Förderpartner“, erklärte Loers den Stipendiat*innen. „Auch im Individualsport ist man nicht alleine.“ Elena Loers Bestleistung liegt bei 143 Metern im Strecketauchen. Dabei hält sie drei Minuten die Luft an. Der CO2-Anstieg im Blut löst den Atemreiz aus. Je höher die Toleranz, desto länger kann ein Athlet tauchen.
Panel-Talk: Olympische und Paralympische Spiele in NRW
In einen Panel-Talk bot die die mögliche Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele in Nordrhein-Westfalen reichlich Gesprächsstoff. Andrea Milz, Lucas Flümann, Geschäftsführer der Sportstiftung, Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW, und Karsten Houf, Messe Düsseldorf, verantwortlich für die Deutschen Häuser bei Olympischen und Paralympischen Spielen, diskutierten über Chancen, Nachhaltigkeit und sportpolitische Perspektiven. Die Beteiligten unterstrichen den Anspruch NRWs als führender Sportstandort in Deutschland.
Sebastian Burg
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25 Jahre Sportstiftung NRW
Die Sportstiftung NRW, Deutschlands größte Landesstiftung zur Förderung des Nachwuchsleistungssports, hat ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Seit der Gründung im Jahr 2000 ist die Stiftung zu einer unverzichtbaren Säule der Athletenförderung in NRW und Deutschland geworden.
Die Jubiläumsveranstaltung fand am 12. Dezember im Teehaus an der Galopprennbahn Düsseldorf statt. Unter den Gratulanten waren NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der auch Vorsitzender des Kuratoriums ist, DOSB-Vorstandsvorsitzender Otto Fricke, zahlreiche aktuelle und ehemalige Athletinnen und Athleten sowie Wegbegleiter der Stiftung. Die Jubiläumsfeier wurde bewusst von Talenten mitgestaltet. Ein besonderes Highlight: Eine eigens entwickelte Synchronschwimm-Performance an Land, begleitet von Leinwandaufnahmen aus dem Becken.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Der Sport hat eine stark verbindende, integrative Kraft und kann gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein neues Gefühl des Miteinanders stiften. Das ist gerade in diesen Zeiten wichtiger denn je. Unsere Kinder und Jugendlichen brauchen leuchtende Vorbilder, denen es sich lohnt nachzueifern. Die Sportstiftung NRW sorgt seit 25 Jahren dafür, dass junge herausragende Sporttalente ihren Traum von einer Karriere im Sport verfolgen können und fördert die Sportgrößen von morgen. Damit leistet die Sportstiftung als zentraler Partner einen wichtigen Beitrag, damit Nordrhein-Westfalen auch in Zukunft Sportland Nummer 1 bleibt. Mit ihrem ganzheitlichen Förderansatz und dem selbstverständlichen Mitdenken des Para-Sports stellt die Sportstiftung alle Sportlerinnen und Sportler in den Mittelpunkt. Gleiches gilt für unsere Bewerbung für die Olympischen und Paralympische Spiele. Für alle, bei denen die Sportler und die Zuschauer im Mittelpunkt stehen sollen, ist unsere Bewerbung das beste Angebot. Nordrhein-Westfalen bietet den Athletinnen und Athleten die größte Bühne für den größten Moment ihrer Laufbahn. Die jungen Sporttalente aus unserem Land und aus der ganzen Welt werden ein echtes Heimspiel vor spektakulären Rekordkulissen haben, getragen von der Sportbegeisterung der Menschen in unserem Land.“

Über 80 Millionen Euro für die Nachwuchsförderung
Die Sportstiftung NRW unterstützt heute so viele Talente wie nie zuvor: Rund 700 Nachwuchskader aus 95 olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten erhalten monatlich individuelle Förderung von bis zu 650 Euro.
Die Stiftung investiert jährlich 4,7 Millionen Euro in den Nachwuchsleistungssport. Seit ihrer Gründung durch die Landesregierung wurden insgesamt über 80 Millionen Euro bereitgestellt.
Die Förderung verteilt sich auf drei zentral Bereiche:
- Individualförderung von Athletinnen und Athleten, ca. 3 Mio. Euro pro Jahr
- Institutionelle Förderung der Vollzeit-Sportinternate, ca. 900.000 Euro pro Jahr
- Paralympisches Zentrum mit Personalstellen wie Trainer und Talentscout, ca. 560.000 Euro pro Jahr
Ergänzend fließen Projektmittel unter anderem in sportpsychologische Betreuung („mentaltalent“, seit 2007), Coaching-Angebote und berufliche Einstiegsprogramme. In den Anfangsjahren widmete sich die Stiftung vorrangig der Schaffung hauptamtlicher Trainerstellen und der Anschubfinanzierung von Forschungsprojekten wie dem Deutschen Forschungszentrum für Leistungssport „momentum“ an der Sporthochschule Köln.
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Förderphilosophie: Der Athlet als inspirierende Persönlichkeit
Mit dem 2023 eingeführten neuen Förderkonzept rückt die Sportstiftung NRW das vorbildhafte Talent in den Fokus: Athletinnen und Athleten, die durch ihre Leistung, ihre Haltung und ihre Persönlichkeit auf andere Menschen inspirieren und in die Gesellschaft wirken. Gefördert wird seitdem nach einem Kompetenzmodell, das neben sportlicher Exzellenz auch die Inspirationskraft und Persönlichkeitseigenschaften der Talente berücksichtigt
Die Förderbausteine der Individualförderung umfassen:
- Talent-Förderung – 300 € pro Monat (Volumen: ca. 2,1 Mio. €/Jahr)
- NRW-Sportstiftungs-Stipendium – 350 € pro Monat (Volumen: ca. 540.000 €/Jahr; davon ca. 140.000 € Spenden)
- Internatsplatz-Förderung – bis zu 350 € pro Monat (Volumen: ca. 600.000 €/Jahr)
Talente bewerben sich selbstständig mit Motivationsschreiben, Video und Persönlichkeitsfragebogen. Die Auswahl erfolgt durch unabhängige Expertinnen und Experten.
Stimmen:
Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender: „Wir fördern und honorieren Leistung – aber auch Haltung. In 25 Jahren hat sich gezeigt, dass Persönlichkeitsentwicklung ebenso wichtig und nachhaltig ist wie sportlicher Erfolg. Unser Förderverständnis sieht im Athleten immer auch den Menschen. Das macht den Unterschied und den besonderen Wert unserer Arbeit aus.“
Gianna Regenbrecht, Para Dressurreiterin und eine von drei Athletenvertretern: „Für viele von uns ist die Unterstützung der Sportstiftung NRW von existenzieller Bedeutung, weil wir am Anfang der Karriere stehen. Das Vertrauen verleiht uns echten Rückenwind.“
Karla Heßmann, ehemalige Schwimmerin: „Leistungssport bedeutet Hingabe und Entbehrungen. Umso wichtiger ist es, verständnisvolle Menschen und unterstützende Partner an seiner Seite zu haben. Die Sportstiftung NRW war für mich immer genau das, und dafür empfinde ich große Dankbarkeit.“

Andreas Kötter, Geschäftsführer von WestLotto, offizieller Jubiläumspartner und langjähriger Unterstützer:
„Die Sportstiftung NRW ist unverzichtbar für den Spitzensport in Nordrhein-Westfalen. Uns verbindet als Partner die Überzeugung, dass Athletinnen und Athleten als Persönlichkeiten prägende Vorbilder sind. Durch das gemeinsame Alumni-Netzwerk ermutigen und stärken wir sie dabei auch über ihre aktive Laufbahn hinaus. Nur wer diesen ganzen Weg erkennt, fördert nachhaltig.“
Lucas Flümann, Geschäftsführer: „Unsere Aufgabe ist es, Talente zu stärken, ihnen zuzuhören und ihre Bedürfnisse zu kennen. Durch Nahbarkeit und Transparenz schaffen wir Vertrauen. Wir wollen nicht nur Geldgeber sein, sondern die Talente befähigen, in die Gesellschaft zu wirken. Denn wer im Leistungssport fördert, trägt Verantwortung für die Menschen. Diesem Anspruch werden wir auch in Zukunft gerecht.“

Talente gestalten das Jubiläum mit
Die Jubiläumsfeier wurde bewusst von Athletinnen und Athleten mitgestaltet. Mit kurzen Showacts und persönlichen Wortbeiträgen präsentierten sie ihre Sportarten und vermittelten Einblicke in ihre Gedanken zum Leistungssport. Ein besonderes Highlight war die Premiere einer innovativen Synchronschwimm-Performance an Land, live präsentiert von Klara Bleyer und Amelie Blumenthal-Haz – begleitet von eindrucksvollen Aufnahmen ihrer Choreografie im Wasser.
Sebastian Burg
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felix award 2025
NRW hat gewählt: Ministerpräsident Hendrik Wüst hat vor rund 450 geladenen Gästen in der Düsseldorfer Rheinterrasse die Athletinnen und Athleten des Jahres aus dem Sportland Nordrhein-Westfalen für ihre sportlichen Höchstleistungen ausgezeichnet. Zuvor konnten alle Bürgerinnen und Bürger für ihre Favoriten abstimmen.
Kanu-Talent Marleen Sits ist die Newcomerin des Jahres 2025 – diese Kategorie wird von der Sportstiftung NRW präsentiert.
Damit kommt die die felix Newcomerin zum zweiten Mal infolge aus den Reihen des Kanu-Verbands NRW. Juniorenweltmeisterin Sits folgt auf ihre Bootspartnerin Caroline Heuser. Diesen Nachwuchspreis gewann auch Rettungsschwimmerin Nina Holt schon einmal (2022). In diesem Jahr wurde die 22-Jährige nun sogar zur Sportlerin des Jahres gewählt. Holt gewann 2025 fünf Goldmedaillen bei den World Games in Chengdu.

Die weiteren Publikumspreise des felix award 2025 gingen an Marathon-Vizeweltmeister Amanal Petros (Sportler des Jahres). Über die Trophäe freuten sich zudem der Weltmeister im Para-Schwimmen Taliso Engel (Para Sport felix) und die Zweierbob-Weltmeisterinnen Laura Nolte und Deborah Levi (Mannschaft des Jahres) sowie Stürmer Tim Kleindienst von Borussia Mönchengladbach (Fußball felix). Als Trainer des Jahres wurde Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa (Judo) ausgezeichnet.

Auch Leistungen bei World University Games gewürdigt
Im Rahmen der felix-Verleihung wurden außerdem 28 Medaillengewinnerinnen und-gewinner der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games aus Nordrhein-Westfalen vom Ministerpräsidenten Wüst geehrt und durch den Vorsitzenden der Sportstiftung NRW Dr. Ingo Wolf mit je 1.000 Euro für ihre Spitzenleistungen prämiert. Das deutsche „Team Studi“ war mit 297 Athletinnen und Athleten am Start, davon 95 aus NRW.
„Klasse und Leidenschaft in NRW zuhause“
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Sportliche Klasse und Leidenschaft sind in Nordrhein-Westfalen zu Hause. Das hat das Jahr 2025 erneut eindrucksvoll gezeigt. Unsere Athletinnen und Athleten haben auf den größten Bühnen der Welt, von Europa- und Weltmeisterschaften, über die World Games bis hin zu den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games, Spitzenleistungen gezeigt. Diese Spitzenleistungen ehren wir heute mit dem felix award 2025. Nordrhein-Westfalen hat wie keine andere Region in Deutschland die Erfahrung bei weltklasse Sportgroßveranstaltungen. Deswegen gehören die Olympischen und Paralympischen Spiel auch hierher: nach Nordrhein-Westfalen, wo wir mit spektakulären Sportstätten für jede Sportart den Sportlerinnen und Sportlern die größte Bühne für den größten Moment ihrer Karriere bieten können. Olympia für alle, kompakt und nachhaltig, mit neuen Zuschauerrekorden mit 14 Millionen Tickets, kurzen Wegen und getragen von den vielen sportbegeisterten Menschen bei uns im Land. Nordrhein-Westfalen ist und bleibt das Sportland Nummer 1.“

Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW: „Die Ergebnisse dieses Jahres belegen eindrucksvoll, dass sich kontinuierliche Investitionen in den Leistungssport lohnen. Unsere Athletinnen und Athleten haben weltweit Maßstäbe gesetzt. Entscheidend ist jetzt, die hervorragenden Strukturen in unseren Olympiastützpunkten Köln, Essen und Dortmund dauerhaft abzusichern – gerade auch in Hinblick auf die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele -, um auch künftig international konkurrenzfähig zu bleiben.“
Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, erklärte: „Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger stehen stellvertretend für die Vielfalt und Stärke des Sports in NRW – von jungen Talenten bis zu etablierten Champions. Diese Erfolge sind ein Ansporn, die Förderung des Sports sowohl in der Breite als auch in der Spitze weiter auszubauen und die Begeisterung für Bewegung in die Gesellschaft zu tragen.”

Seit 2007 werden Sportlerinnen und Sportler aus NRW, die sich in besonderer Weise hervorgetan haben, mit den felix awards ausgezeichnet. Mit diesem Preis würdigen das Land Nordrhein-Westfalen, der Landessportbund Nordrhein-Westfalen und die Sportstiftung NRW sowohl den Spitzensport als auch herausragende Persönlichkeiten des Sports. Eine Jury nominiert jeweils fünf Anwärter auf den Award in sieben Kategorien. Der Publikumspreis wird – mit Ausnahme der Kategorie „Trainer*in des Jahres“ – per Online-Voting durch Bürgerinnen und Bürger vergeben.

Newcomerin des Jahres: Marleen Sits
Die 18-Jährige Kanutin von der KG Essen gewann 2025 bei der Juniorinnen- und U23-Weltmeisterschaft in Portugal den Titel im Zweierkajak und holte Silber im Vierer. Damit knüpfte die Dinslakenerin erfolgreich an ihre starken Auftritte bei den Olympic Hope Games 2024 an, wo sie drei Gold- und eine Silbermedaille gewonnen hatte.

Sportler des Jahres: Amanal Petros
Amanal Petros ist Deutschlands erfolgreichster Langstreckenläufer. Der gebürtige Eritreer, der in Bielefeld sein Lauftalent entdeckte, startet seit 2015 für Deutschland. 2024 wurde er Deutscher Marathonmeister und EM-Dritter im Halbmarathon, 2025 folgte der nächste Meilenstein: Mit Platz zwei bei der WM in Tokio erzielte Petros die beste deutsche Marathonplatzierung der Geschichte.

Sportlerin des Jahres: Nina Holt
Nina Holt von der DLRG Harsewinkel zählt mit erst 22 Jahren zu den erfolgreichsten Rettungsschwimmerinnen der Welt. Bei den World Games 2025 in Chengdu gewann sie fünfmal Gold – zweimal im Einzel und dreimal in der Staffel – und stellte drei neue Weltrekorde auf. Auch im klassischen Schwimmen ist sie national und international erfolgreich.

Para Sport felix: Taliso Engel
Taliso Engel aus Lauf an der Pegnitz dominiert seit Jahren das Para-Schwimmen über 100 Meter Brust. 2025 verteidigte der 23-Jährige in Singapur seinen WM-Titel und verbesserte seinen eigenen Weltrekord auf 1:01,69 Minuten. Auch über 200 Meter Brust stellte er eine neue Bestmarke auf.

Mannschaft des Jahres: Laura Nolte / Deborah Levi
Laura Nolte aus Unna und Deborah Levi aus Dillenburg zählen zu den erfolgreichsten Duos im internationalen Bobsport. Nach Olympiagold 2022 gewannen sie 2025 in Lake Placid erstmals den Weltmeistertitel im Zweierbob und führten einen deutschen Dreifacherfolg an. Mit Präzision, Power und perfekter Abstimmung gehören sie zur absoluten Weltspitze.

Fußball felix: Tim Kleindienst
Tim Kleindienst hat sich vom Nachwuchsspieler des Energie Cottbus-Leistungszentrums bis in die Spitze des deutschen Fußballs gearbeitet. Nach seiner Zeit in Freiburg führte er 2023 den 1. FC Heidenheim mit 25 Toren in die Bundesliga. 2024/25 avancierte er bei Borussia Mönchengladbach mit 16 Treffern und neun Vorlagen zu einem der Top-Torjäger der Liga und feierte sein Debüt in der Nationalmannschaft.

Trainer des Jahres: Claudiu Pusa
Claudiu Pusa prägt seit Jahren als Bundestrainer das deutsche Frauenjudo. Unter seiner Leitung feierten die deutschen Athletinnen zahlreiche internationale Erfolge, zuletzt mit starken Leistungen bei der WM 2025. Für seine herausragende Arbeit wurde der gebürtige Rumäne 2024 mit dem 6. Dan, ein Meistergrad im Judo, ausgezeichnet. Pusa steht für modernes, teamorientiertes Judo, das auf Technik, Mentalität und Zusammenhalt setzt.
Sebastian Burg
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Wurzeln im Wasser
Caroline Heuser ist vierfache Junioren-Weltmeisterin im Kanurennsport. Ein Leben ohne Boot ist für die 18-Jährige undenkbar. Seit ihrer Geburt ist Caro Mitglied im Alstadener Kanu Club – ein kleiner Verein, der ihr Heimat und Familie zugleich ist. In genau diesem Umfeld wurde Caro groß und erfolgreich. Im olympischen Sprint ist sie schier unschlagbar, aber im nicht-olympischen Kanumarathon fast genauso stark – 2025 nahm sie an den World Games in Chengdu teil.
Der neue Film „Wurzeln im Wasser“ der Sportstiftung NRW: Carolines Story.

„Olympische Spiele wären ein absolutes Highlight“, sagt die junge Athletin – auch für ihre Oma. Ingrid Heuser war schon 1964 in Tokio dabei. Ihre Enkelin hat das Talent, die fünf Ringe bald aus nächster Nähe zu sehen. Vielleicht schon in los Angeles 2028. Doch egal wie das Projekt Olympia am Ende ausgeht, eines bleibt immer gleich bei Familie Heuser: Der Spaß am Paddeln steht an erster Stelle.

In einem Jahr ist viel passiert in Caroline Leben: Sie gewann den felix award als Newcomerin des Jahres 2024 in NRW – zum Portrait „Auf der Ruhr zu Ruhm“. Sie machte Abitur und den Führerschein. Im Sommer dann der bislang größte Rahmen ihrer Laufbahn: die World Games. Im September startete ihre Ausbildung bei der Bundespolizei in Kienbaum – es ist der erste Schritt hinaus in die Welt, weg von Eltern und großen Brüdern. Ihre Karriere tritt in eine wegweisende neue Phase ein. Caros sportliche Zukunft bleibt spannend!
Sebastian Burg
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Prämien-Premiere für World Games
Die Sportstiftung NRW hat 59 Athletinnen und Athleten für ihre Teilnahme an den diesjährigen Weltspielen des nicht-olympischen Sports in Chengdu ausgezeichnet. Staatssekretärin Andrea Milz würdigte ihre Leistungen gemeinsam mit Stiftungsvorstand Dr. Ingo Wolf mit jeweils 3.500 Euro an Prämie.

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW: „Das Prämienvolumen von insgesamt 206.500 Euro spricht eine klare Sprache: World-Games-Sportlerinnen und -sportler erfahren bei uns nun dieselbe Wertschätzung wie der olympische, paralympische und deaflympische Sport. Sie verkörpern die Vielfalt und Leistungsfähigkeit des Sportlands NRW und sie wirken als starke Vorbilder. Sie sind ein Pfund für die Zukunft.“
Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in NRW: „Die World Games sind für viele Sportlerinnen und Sportler der Höhepunkt ihrer Karriere – aus sportlicher Sicht, aber auch emotional vergleichbar mit den Olympischen Spielen. World Games stehen für Vielfalt. Ihre Disziplinen bereichern den Sport und sind für viele Menschen identitätsstiftend. Mit der neuen Prämie würdigen wir nicht nur sportliche Qualität, sondern auch den Einsatz, mit dem diese 59 Athletinnen und Athleten Menschen inspirieren und Vorbilder sind.“
NRW-Bilanz: 13 Sportarten, 19 Medaillen
Athletinnen und Athleten mit Vereinszugehörigkeit (Erststartrecht), Trainings- oder Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen trugen neun Gold-, fünf Silber- und fünf Bronzemedaillen zum deutschen Gesamtergebnis in Chengdu bei. NRW-Akteure waren in 13 Sportarten am Start: Beachhandball, Billard, Duathlon, Faustball, Kanu-Marathon, Kanu-Polo, Korfball, Powerboating, Rettungsschwimmen, Speedklettern, Squash, Tanzsport (Latein) und Wakeboard.

World-Games-Förderung – mehr als nur Prämien
Bisher vergab die Sportstiftung Prämien ausschließlich nach Olympischen, Paralympischen und Deaflympischen Spielen. Mit der Neuausrichtung der Individualförderung wurden nun auch World-Games-Sportarten miteinbezogen. Die Teilnahmeprämie wird einmalig ausgezahlt. Zum Vergleich: Nach den Spielen in Paris vergab die Sportstiftung NRW 563.500 Euro als Prämien an 161 Olympioniken und Paralympioniken.
Nachwuchstalente aus dem World-Games-Bereich können sich seit 2023 zudem für eine monatliche Unterstützung bewerben. Ihr Anteil am Gesamtfördervolumen der Talent-Förderung beträgt aktuell 12 Prozent. Von den derzeit Geförderten nahmen die Kletterinnen Nele Thomas und Mina Schultz an den World Games teil. Nachwuchsattraktivität spielt eine wichtige Rolle, um vom Dachverband International World Games Association (IWGA) in das Sportartenprogramm aufgenommen zu werden.

Über die World Games und die NRW-Athlet*innen:
Die chinesische Millionenstadt Chengdu war Gastgeber der 12. World Games – der Weltspiele nicht-olympischer Sportarten. Rund 4.000 Athletinnen und Athleten nahmen in 34 Sportarten teil. Nordrhein-Westfalen stellte etwa ein Viertel der 211 deutschen Teilnehmer. Deutschland belegte im Medaillenspiegel den zweiten Platz – mit 17-mal Gold, 14-mal Silber und 14-mal Bronze. Die World Games gelten Sprungbrett in Richtung Olympia. Base- und Softball wird zum Beispiel 2028 in Los Angeles olympisch.
Erfolgreichste NRW-Teilnehmerin: Nina Holt, Rettungsschwimmen, fünf Goldmedaillen
Meisten NRW-Teilnehmer in einer Sportart: Korfball Mixed-Team, 14 Athleti*nnen
Jüngste NRW-Teilnehmerin: Mina Schultz, Speedklettern, 16 Jahre
Ältester NRW-Teilnehmer: Martin Horn, Dreiband-Billard, 54 Jahre
Sebastian Burg
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Inklusive Highland Games
Sport verbindet: Beim Alumni-Netzwerktreffen von Sportstiftung NRW und WestLotto auf der Bezirkssportanlage der RSG Krefeld-Gartenstadt standen inklusive Highland Games in NRW auf dem Programm. Ehemalige Spitzenathlet*innen traten gemeinsam mit Sportlern mit Handicap an – ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion im Sport.
Im Mittelpunkt stand das inklusive Sportprojekt der Uerdinger Highlander e.V., bei dem Menschen mit und ohne Handicap trainieren dort regelmäßig Disziplinen des schottischen Highland Sports. Das Projekt ist in Nordrhein-Westfalen einzigartig und lebt vom großen ehrenamtlichen Engagement.
„Am Ende geht es immer um das gleiche Ziel: das Glücksgefühl, etwas geschafft zu haben – ob mit oder ohne Hilfe, spielt keine Rolle“, erklärt Frank Langen, Vorsitzender der Uerdinger Highlander und Initiator der Inklusionssportgruppe. „Dieses Gefühl ist unersetzlich – wie ein kleiner Olympiasieg. Unsere Sportlerinnen und Sportler erfahren Anerkennung, bekommen Schulterklopfen, gewinnen Selbstvertrauen. Sie sind mitten im Leben – und haben Freude am Sport. Genau das zählt.“
Highland Games in NRW boomen
Nordrhein-Westfalen gilt als Hochburg des Highland Sports, der maßgeblich von Gemeinschaftssinn lebt. „Wir sind eine große Familie“, betont Mike Lierenfeld vom Clan der Black Mill Knights (AC Ückerath) aus Dormagen. Bei jedem Training unterstützen Athletinnen und Athleten aus der ganzen Region die Inklusionsgruppe.
„Der Highland-Sport boomt – und zwar auch im Bereich des Ehrenamts“, sagt Frank Langen. Ein Jahr lang baute er das Projekt in vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit auf. Alle Aktiven gewann er über die Lebenshilfe Krefeld. Die sportlichen Anforderungen werden pragmatisch an die unterschiedlichen Handicaps angepasst – meist werden geringeren Gewichten verwendet.
Finale mit Tauziehen und „Fitness-Trekker“
Begleitet von Dudelsackmusik der „Amazing Piperazzi“ traten die Alumni-Teams in verschiedenen Disziplinen an – bis hin zum gemeinsamen Tauziehen und Traktorziehen. „Beim Tauziehen sind 30 Prozent Kraft, zu 70 Prozent kommt es auf die richtige Technik und die Koordination im Team an,“ erklärt Lierenfeld. Traktorziehen gehört zwar nicht zum klassischen Programm der Highland Games gehört, ließ die strapazierten Muskeln zum Abschluss aber noch einmal brennen. Fachkundige Unterstützung zur schottischen Highland Kultur gab High Commissioner Tanja Mary Schütz-Gudd, die ranghöchsten Vertreterin des Clan Donald in Deutschland.

Teamgeist und Enthusiasmus inspirierten zum Event
Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW: „Das Uerdinger Projekt macht deutlich, wie gelebte Inklusion durch Sport aussehen kann – selbst in Disziplinen, die man dafür vielleicht nicht als erstes erwarten würden. Menschen stehen hier füreinander ein, überwinden gemeinsam sportliche Grenzen und bauen zugleich gesellschaftliche Barrieren ab. Dieses Engagement hat Vorbildcharakter. Leitgedanke unseres Alumni-Netzwerks ist es, solche wertvollen Erfahrungen in Vereine, Verbände und die Gesellschaft hineinzutragen.“
WestLotto ist enger Partner der Sportstiftung und Mitbegründer des Alumni-Netzwerks. Geschäftsführer Andreas Kötter betont das ehrenamtliche gesellschaftliche Engagement von WestLotto in Nordrhein-Westfalen: „Die Alumni der Sportstiftung NRW haben heute gespürt, was Teilhabe bewirkt. Es ist beeindruckend zu sehen, wie der Sport Menschen verbinden kann. Die Zeit und das Herzblut, die in dieses inklusive Projekt fließen, verdienen unseren größten Respekt – es macht das Sportland NRW vielfältiger und menschlicher. Gleichzeitig hat das Alumni-Event wieder gezeigt: Diese Plattform, die wir gemeinsam – für die Alumni und mit den Alumni – geschaffen haben, schlägt eine wichtige Brücke zwischen dem Spitzensport und dem Bewusstsein für gesellschaftliche Herausforderungen.“
Über die Highland Games
Die Sportart hat ihren Ursprung in mittelalterlichen Treffen schottischer Clans. Es gibt bis zu elf Disziplinen – darunter Baustammweitwurf und Tauziehen, das Bestandteil der Olympischen Spiele der Neuzeit (bis 1920) war und heute eine World Games Sportart ist. Es gibt Einzel- und Teamwettbewerbe (offiziell 5 Personen plus Ersatzperson). In Schottland gibt es jedoch keine Highland Games Teams. „Das ist eine deutsche Erfindung, um die uns die Schotten inzwischen beneiden“, sagt Frank Langen, der auch Geschäftsführer des Rasenkraftsport- und Tauziehverband NRW ist. Der Kilt ist für alle Sportlerinnen und Sportler Pflicht. Trainiert wird auf Rasenflächen.
In Nordrhein-Westfalen gibt es rund 20 Highland-Vereine mit etwa 1.200 Aktiven. Die Highland Games sind im Rasenkraftsport- und Tauziehverband (RTV) NRW angesiedelt, der seit diesem Jahr Mitglied im Landessportbund NRW ist. Durch die damit verbundene Förderung entstehen zunehmend professionelle Strukturen.

Über das Alumni-Netzwerk
Die Sportstiftung feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen – WestLotto ist offizieller Jubiläumspartner. Seit 2021 richten die Stiftung und WestLotto gemeinsam das Alumni-Event aus, das ehemaligen Leistungssportlerinnen und -sportlern aus NRW eine Plattform zur Vernetzung und zum Austausch bietet. Ziel ist es auch, die Erfahrungen der Alumni in ehrenamtliches und berufliches Engagement im Sportland NRW einfließen zu lassen. Zuletzt entwickelte sich daraus ein Buddy-Programm, in dem Alumni junge Talente als Rat- und Impulsgeber bei Karrierefragen unterstützen. Nach Stationen am Eiskanal in Winterberg 2021, beim Target Sprint in Dortmund 2022, im Trainingsbergwerk Recklinghausen 2023 sowie 2024 in Köln bei einem Breaking-Workshop fand das Event in Krefeld nun zum fünften Mal statt.

Die Teilnehmer 2025:
Mareike Adams, Rudern (OS, WM-Bronze, 2x EM-Silber)
Karsten Dilla, Stabhochsprung (OS, EM)
Bastian Börsch, Para Leichtathletik
Fabienne Deprez, Badminton (OS, EM)
Victoria von Eynatten, Leichtathletik (U20 WM-Silber)
Lukas Föbinger, Rudern (Jun. WM-Bronze)
Laura Kampmann, Rudern (Silber U23 WM)
Max Keller, Boxen (DM im Superschwergewicht)
Ronja Kerßenboom, Wasserball (DM)
Christian vom Lehn, Schwimmen (OS, WM-Bronze, EM-Silber)
Stefanie Schiffer (geb. Kubissa), Säbelfechten (EM-Gold, WM-Bronze Team)
Dominik Siemenroth, Para Rudern (WM)
Ulf Siemes, Rudern (WM-Gold)
Anna Tully, Bobsport (OS, WM-Gold, EM)
Mitja Zastrow, Schwimmen (OS-Silber, WM-Silber, EM-Gold)
(größte Erfolge: OS = Olympische Spielen, PS = Paralympische Spiele, WW =Weltmeisterschaften, EM = Europameisterschaften, DM = Deutscher Meistertitel)
Sebastian Burg
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World Games „made in NRW“
59 NRW-Athletinnen und -Athleten in 13 Sportarten haben vom 7. bis 17. August 2025 an World Games in Chengdu, China, teilgenommen.

Beachhandball, Herren – Gold
Severin Henner Henrich (Longericher SC)
Lennart Wörmann (Longericher SC)
Tobias Zeyen (HSV Bocklemünd)
Moritz Nikolaus Ebert (Sand Devils Minden9
Robin John (Sand Devils Minden)
Hendrik Prahst (Sand Devils Minden)
Billard
Joshua Filler (BC Oberhausen 89) – Bronze, Pool-Billard
Pia Filler (BC Oberhausen 89) – Viertelfinale, Pool-Billard
Ina Kaplan (BC Siegtal 89) – 4. Platz, Pool-Billard
Martin Horn (BC International Berlin) – Bronze, Dreiband-Billard

Duathlon
Annika Faber (PV Triathlon TG Witten) – 21. Platz
Faustball
Philip Klaus Hofmann (TSV Hagen) – Silber, Herren-Mannschaft
Kanu-Marathon
Caroline Heuser (AKC Oberhausen) – 11. Platz, Kurzdistanz; 12. Platz, Langdistanz
Nico Paufler (KG Essen) – 5. Platz Kurzdistanz; 7. Platz Langdistanz
Kanu-Polo, Herren & Damen – Gold
Katharin Grünewald (1. MKC Duisburg)
Nina Hachenburg (WSF Liblar)
Jill Rutzen (KRM Essen)
Erik Beukenbusch (1. MKC Duisburg)
Leon Konrad (KRM Essen)
Tim Riecke (1. MKC Duisburg)
Lennart Unterfeld (KRM Essen)
Jonas Vieren (WSF Liblar)
Korfball, Mixed-Team – 6. Platz
Thomas Freund (TuS Schildgen)
Johanna Gnutt (Schweriner KC)
Maurice Grammel (KV Adler Rauxel9
Madeline Gust (KV Adler Rauxel)
Hannah Heilmann (Schweriner KC)
Jan Robert Heming (TuS Schildgen)
Steffen Heppekausen (TuS Schildgen)
Jana Kierdorf (TuS Schildgen)
Theo Nowak (TuS Schildgen)
Anna Sophie Orth (SG Pegasus Rommerscheid)
Julia Strach (KV Adler Rauxel)
Pascal Weckendrup (Schweriner KC)
Lucas Witthaus (Schweriner KC)
Lea Witthaus (Schweriner KC)
Powerboating
Sebastian Lux (MotoSurf Club Germany) – 11. Platz

Rettungsschwimmen
Tim Brang (DLRG Schloß Holte-Stuckenbrock) – Silber 4×50 Pool Life Saver, 4. Platz 4×25 Manikin Relay, 5. Platz 100m Manikin Carry with Fins
Alica Gebhardt (DLRG Harsewinkel) – 2x Gold 4×25 Manikin Relay, 4×50 Medley Relay, Silber 200m Super Lifesaver
Felix Hofmann (DLRG Kelkheim) – Bronze 200m Super Lifesaver
Nina Jane Holt (DLRG Harsewinkel) – 5x Gold, 50m Manikin Carry, 100m Rescue Medley, 4×25 Manikin Relay, 4×50 Medley Relay, 4×50 Pool Life Saver
Undine Lauerwald (DLRG Halle-Saalekreis) – 3x Gold 4×25 Manikin Relay, 4×50 Medley Relay, 4×50 Pool Life Saver, Silber 100m Manikin Tow with Fins Women, 6. Platz 100m Manikin Carry with Fins
David Laufkötter (DLRG Schloß Holte-Stuckenbrock) – Bronze 4×50 Medley Relay, 4. Platz 4×25 Manikin Relay
Jan Malkowski (DLRG Schloß Holte-Stuckenbrock) – Silber 4×50 Pool Life Saver, Bronze 4×50 Medley Relay, 4. Platz 4×25 Manikin Relay
Sebastian Pierre-Louis (DLRG Bad Wünnenberg) – Silber 4×50 Pool Life Saver, Bronze 4×50 Medley Relay
Danny Paul Torsten Wieck (DLRG Bad Wünnenberg) – Silber 4×50 Pool Life Saver, Bronze 4×50 Medley Relay, 4. Platz 4×25 Manikin Relay, 7. Platz 50m Manikin Carry
Speedklettern
Nele Charlotte Thomas (Sektion Rheinland-Köln) – 24. Platz, 23. Platz Single 4, 10. Platz Relay
Leander Carmanns (Sektion Rheinland-Köln) – 29. Platz, 9. Platz Single 4, 6. Platz Relay
Julia Koch (Sektion Rheinland-Köln) – 19. Platz, 22. Platz Single 4, 10. Platz Relay
Sebastian Lucke (Sektion Düsseldorf) – 20. Platz, 20. Platz Single 4, 6. Platz Relay
Mina Schultz (Sektion Dortmund) – 32. Platz, 30. Platz Single 4
Squash
Saskia Beinhard (Paderborner SC) – 5. Platz
Raphael Kandra (Paderborner SC) – 21. Platz
Tanzsport (Latein)
Artur Balandin & Anna Salita (T.T.C. Rot-Weiß-Silber Bochum) – 9. Platz

Wakeboard
Wanley Fendrich (SSC Trappenberg) – 11. Platz, Freestyle
Max Milde (WSC Rheinhausen) – Silber, Cable
Julia Rick (CWBS Brühl) – Gold, Cable
Florian Weiherer (Allgemeiner Deutscher Wakeboardclub) – Bronze, Cable
Sebastian Burg
Categories: News Schlagwörter: Beachhandball, Billard, Caroline Heuser, Chengdu 2025, Duathlon, Kanu Polo, Kanu-Marathon, Korfball, Nina Holt, Powerboating, Rettungsschwimmen, Speedklettern, Sportklettern, Sportland NRW, Spuash, Tanzsport, Teilnahmeprämie, Wakeboard, World Games
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Sportstiftung begrüßt Erkenntnisse der SINUS-Studie
Eine vom DOSB und Athleten Deutschland e.V. beauftragte repräsentative wissenschaftliche Untersuchung macht deutlich, dass Leistungssport über den sportlichen Erfolg hinaus wirken soll: Er soll gesellschaftliche Vorbilder hervorbringen, die Persönlichkeitsentwicklung fördern und Werte vermitteln. Die Sportstiftung NRW sieht sich damit in ihrer Strategie, ihrem Förderverständnis und Athletenbild bestätigt.
Zur SINUS-Studie „Mehr als Medaillen?“
„Die SINUS-Studie gibt uns wichtige Impulse und bestätigt viele unserer Grundüberzeugungen: Leistungssport entfaltet seinen gesellschaftlichen Wert nicht allein durch Medaillen, sondern auch durch Persönlichkeitsentwicklung, Vorbildfunktion und Wertevermittlung“, sagen Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW, und Lucas Flümann, Geschäftsführer. „Gleichzeitig bleibt Forschungsbedarf, wenn es darum geht, diese Wirkungen konkret zu erfassen und nachzuweisen.“
Bereits 2023 hatte die Stiftung ihr Förderkonzept grundlegend reformiert. Im Mittelpunkt steht seither der mündige Athlet: junge Talente, die mit Leistung, aber auch mit ihrer Haltung und ihren Geschichten als starke Persönlichkeiten auf andere Menschen wirken. Gefördert wird nach einem Kompetenzmodell, das neben sportlicher Exzellenz auch Respekt, Engagement, Authentizität, Selbstmotivation, emotionale Kompetenz, Team- und Kritikfähigkeit umfasst.
Siehe auch: „Sportler*innen sind Vorbilder und nicht nur Medaillenlieferanten“ – LSB-Magazin „Wir im Sport“, Ausgabe 03.2025 (S. 30f)
Zentrale Befunde stützen die Ausrichtung der Sportstiftung
Die SINUS-Studie stellt heraus, dass Leistungssportförderung nicht eindimensional an Medaillen ausgerichtet sein sollte. Erfolg wird von nahezu allen Befragten vor allem mit individuellen Bestleistungen und Erfolgen in Wettkämpfen verbunden. Dabei sehen 68 Prozent der Studienteilnehmer bereits die Teilnahme an Wettbewerben als Erfolgskriterium.
Es besteht ein breiter Konsens darüber, dass der Leistungssport eine Vorbildfunktion übernehmen sollte. 82 Prozent der Befragten sehen Athletinnen und Athleten als Vorbilder, unter anderem für Hingabe und Durchhaltevermögen. 46 Prozent halten diese Rolle für „sehr wichtig“. Darüber hinaus erkennt die Studie die Relevanz der persönlichen Geschichten im Sport an. Demnach sind der Umgang mit Rückschlägen, Comebacks oder die persönliche Reifung genauso bedeutsam wie der Medaillengewinn. Dies entspricht der Sichtweise der Stiftung, die ihre geförderten Athletinnen und Athleten als inspirierende und begeisternde „Menschen mit Wirkung“ betrachtet.
Der wichtigste gesellschaftliche Nutzen des Sports liegt in Werten wie Teamgeist und Fairplay – eine Einschätzung, die über 80 Prozent der Befragten teilen und die Sportstiftung NRW in ihrer Strategie bestätigt.
Die SINUS-Studie fordert mehr Chancengleichheit und eine vielfältige Förderlandschaft – unabhängig von Medaillenchancen oder Sportart. Auch das deckt sich mit dem Förderkonzept der Stiftung: Nachwuchskader aller olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten können sich aus eigener Initiative um Förderung bewerben. Aktuell werden in NRW rund 700 Talente aus über 90 Sportarten gefördert.“
Impulse für Weiterentwicklung
Neben der Bestätigung des bisherigen Kurses liefert die Studie auch Hinweise für künftige Schwerpunkte. Die Stiftung nimmt sich vor,
- die Wertevermittlung und gesellschaftliche Wirkung des Leistungssports noch deutlicher öffentlich zu betonen.
- über Athleten und Athletinnen und deren Förderung weiter aktiv, zielgruppengerecht und transparent zu kommunizieren, um Vertrauen zu stärken, Aufmerksamkeit zu schaffen und Leistungssport in seinen vielfältigen gesellschaftlichen Dimensionen noch sichtbarer zu machen.
- finanzielle Belastungen mündiger Athlet*innen und ihrer Familien gezielter abzufedern.
„Wer im Leistungssport fördert, trägt Verantwortung – für Menschen und für die Gesellschaft. Wir nehmen diesen Anspruch ernst“, betont Lucas Flümann. „Die Ergebnisse bestärken uns in unserem Weg, liefern uns aber auch wichtige Hinweise für eine noch passgenauere, werteorientierte und zukunftsfähige Sportförderung in NRW.“.
Die SINUS-Studie wurde im Auftrag des DOSB und Athleten Deutschland e.V. erstellt und im Juli 2025 veröffentlicht. Sie basiert auf einer repräsentativen Befragung sowie vertiefenden Fokusgruppen mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Ziel war es, die gesellschaftlichen Erwartungen an den Leistungssport und seine Förderung differenziert zu erfassen.
25 Jahre Sportstiftung NRW – 24 Jahre Paul Stoppelkamp
Das diesjährige Sommerfest im Garten von Gut Gnadental war mehr als das gewohnte geselliges Beisammensein: Es war die Halbzeit des Jubiläumsjahres – und zugleich der letzte Auftritt von Paul Stoppelkamp als stellvertretender Geschäftsführer. Mit großem Dank und sichtbarer Wertschätzung wurde er in den Ruhestand verabschiedet. „Es war mir eine Ehre. Die Arbeit bei der Sportstiftung hat mir unglaublich viel Spaß gemacht,“ wandte er sich dankend ans Team, die langjährigen Wegbegleiter und Partner im Sportland NRW. Fast ein Vierteljahrhundert lang hat Paul Stoppelkamp die Stiftung mit aufgebaut und geprägt.

Talkrunde: Erinnerungen und Perspektiven – 25 Jahre Sportstiftung NRW
Moderatorin Hannah Pohl forderte ihre drei Talk-Gäste mit einer Gedächtnisaufgabe heraus: „Wo wart ihr am 12.12.2000?“ Ein Datum, das Geschichte schrieb: die Gründung der Sportstiftung NRW. Gianna Regenbrecht, Para-Dressurreiterin und seit Mai offizielle Vertreterin der para- und deaflympischen Talente bei der Stiftung erinnerte sich: „Ich war ein Ponymädchen und gerade in der Grundschule. An Leistungssport habe ich damals noch nicht gedacht.“ Sie ist die einzige aktuell geförderte Athletin, die bereits zur Gründung geboren war.
Lucas Flümann, der heutige Geschäftsführer, war damals Teenager und ambitionierter Badminton-Nachwuchskader. Er eiferte einer deutschen Badminton-Ikone nach: „Marc Zwiebler trainierte immer auf Feld 1, wo nur die Besten spielten. Da wollte ich auch hin. Sein Vorbild hatte enorme und unmittelbare Strahlkraft – auf mich und den ganzen Verein.“
Die Dritte im Bunde erlebte ein „unspektakuläres“ Jahr 2000, bis die damalige NRW-Landesregierung sie ins Kuratorium einer neu gegründeten Sportstiftung einlud. Ulrike Nasse-Meyfarth sagte zu und blieb bis heute. Nach ihrem Karriereende 1984 hatte sie bei ihrem Heimverein TSV Bayer Leverkusen die Trainerinnenlaufbahn eingeschlagen. „Professionelles Training allein macht noch keinen Profisportler. Wozu bräuchten wir denn sonst eine Sportstiftung?“, gab Nasse-Meyfarth zu bedenken.
Als treibende Kraft im Botschafterkreis machte sich die zweimalige olympische Goldmedaillen-Gewinnerin für die duale Karriere stark, indem sie bei DAX-Unternehmen für ein besseres Verständnis der besonderen Lebensrealität von jungem Spitzensportlern warb. Die Perspektive nach dem Sport behielt sie stets Blick. „Eltern sollten ihre Kinder mit gutem Gewissen zum Leistungssport schicken können“, betonte Nasse-Meyfarth und Lucas Flümann ergänzte: „Wir sind dafür da, den Athlet*innen den Rücken freizuhalten und ihren Leistungen eine Bühne zu geben.“
„Alle Athleten tragen die Begeisterung für Sport in sich. Dieses Herzblut kann andere Menschen motivieren – das brauchen wir mehr denn je“, sagte Gianna Regenbrecht. „Ich empfinde die heutige Fördersystematik der Sportstiftung als klar und transparent. Die Bewerbung per Video ist am Puls der Zeit. Strahlende Augen sagen mehr als tausende Worte.“

Das Sommerfest hob sich mit einem besonderen Rahmen vom Gewohnten ab. Ein kleiner „25-Jahr-Markt“, eine Live-Zeichnerin, eine Candybar und dazu das traditionelles Grillbuffet sorgten für entspannte Stimmung. Beim Tauziehen, Federball, Leitergolf, Kicker, Dosen- und Körbewerfen kamen die Gäste leicht ins Gespräch – und auch ein wenig ins Schwitzen.

Engagement sichtbar machen
Dr. Ingo Wolf, Vorsitzender des Vorstands, nutzte die Gelegenheit, um den Förderpartnern im Stipendienprogramm zu danken. Stellvertretend wurde Georg Hopfenzitz, Direktor der ABN AMRO Bank, als einer von 35 Co-Förderern der Förderperiode 2024/25 hervorgehoben.
Bereits zum sechsten Mal fand das Sommerfest auf der Hofanlage Gut Gnadental der Unternehmerfamilie Zülow statt – ein Ort, der mit seiner Atmosphäre wie geschaffen ist für Begegnungen, Gespräche und gemeinsames Feiern.

Sebastian Burg
Categories: News Schlagwörter: Gianna Regenbrecht. Lucas Flümann, Gut Gnadental, Jahrmarkt, Jubiläum, Nasse-Meyfarth, Neuss, Sommerfest
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