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21887 Onboarding eröffnet Förderjahr 2026

Mit einem großen Onboarding-Event im Movie Park Germany hat die Sportstiftung NRW am 31. Mai offiziell das neue Förderjahr eröffnet. Rund 120 junge Spitzensportler*innen aus unterschiedlichsten Disziplinen wurden dabei feierlich in die Förderung aufgenommen und Teil des größten Nachwuchsnetzwerks im deutschen Leistungssport. Bereits zum dritten Mal veranstaltete die Sportstiftung das Format, das besondere sportliche Leistungen würdigt, den Austausch zwischen Talenten stärkt und die Gemeinschaft im Sportland Nordrhein-Westfalen fördert.

Hendrik Wüst: „Wir fördern sportliche Exzellenz wie niemand sonst“

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst richtete sich per Videobotschaft an die Teilnehmer: „Die Athletinnen und Athleten haben bereits Topleistungen gezeigt und können es bis an die Spitze schaffen. Die Sportstiftung NRW wird sie dabei mit ganzer Kraft unterstützen. Das haben sie verdient.“

Mit Blick auf die Bewerbung „KölnRheinRuhr“ um Olympische und Paralympische Spiele ab 2036 ergänzte Wüst: „Wenn es so kommt, sollen möglichst viele Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen dabei sein. Auch deshalb fördern wir sportliche Exzellenz wie niemand sonst in Deutschland.“


Aktuell unterstützt die Sportstiftung NRW mehr als 700 Bundeskaderathletinnen und -athleten im Nachwuchsbereich.

Netzwerk, Karriere und Persönlichkeitsentwicklung

„Wir möchten unseren Talenten von Beginn an zeigen: Ihr seid jetzt Teil eines starken Netzwerks“, erklärt Geschäftsführer Lucas Flümann. „Unsere Förderung reicht weit über finanzielle Unterstützung hinaus. Es geht darum, junge Persönlichkeiten in ihrer sportlichen und persönlichen Entwicklung zu begleiten.“

Beim Onboarding präsentierten sich zahlreiche Partner der Sportstiftung NRW, darunter:

  • die Laufbahnberatung an den Olympiastützpunkten NRW,
  • der Verein Athleten Deutschland,
  • die Initiative „mentaltalent“,
  • sowie erstmals der Sport-Informations-Dienst (SID) als Kooperationspartner eines neues Workshopformats.

Sie informierten zu Themen wie duale Karriere, Athletenrechte, Sportpsychologie und Medienkompetenz. Auch der langgjährige Stiftungspartner WestLotto bekräftigte sein langfristiges Engagement für den Nachwuchsleistungssport in NRW.

Athletenaustausch und Wertschätzung im Fokus

Athletenvertreterin Sophie Gromann hob die besondere Bedeutung des Formats hervor: „Viele Athletinnen und Athleten begegnen sich hier zum ersten Mal sportartübergreifend. Dieser Austausch und das Gefühl echter Wertschätzung sind enorm wichtig in einer Lebensphase, die oft von hohem Leistungsdruck im Sport und zugleich in der beruflichen Ausbildung geprägt ist.“

Fotoprojekt mit Starfotograf Mike Meyer

Ein besonderes Highlight des Events war erneut das Fotoprojekt von Mike Meyer. In seiner markanten White-Cube-Installation setzte der Fotograf die jungen Leistungssportlerinnen und Leistungssportler aufmerksamkeitsstark in Szene. Meyer arbeitete bereits mit internationalen Persönlichkeiten wie Basketballlegende Dirk Nowitzki und Popstar Rihanna zusammen.

Gemeinsame Erlebnisse im Movie Park Germany

Nach dem Bühnenprogramm nutzten die Talente die Gelegenheit, Deutschlands größten Film- und Freizeitpark gemeinsam zu erleben. Das Onboarding fiel in die Jubiläumssaison des Movie Park Germany, der 2026 sein 30-jähriges Bestehen feiert. „Das Onboarding-Event und unser Jubiläum passen hervorragend zusammen, weil sowohl der Sport als auch unsere Park- und Filmwelt maßgeblich von Emotionen getragen werden“, sagte Parksprecherin Ann-Katrin Dölken. „Gemeinsame Erlebnisse schaffen Verbundenheit und sind der Nährboden für langfristigen Erfolg.“


NRW hat Deutschlands größte Landesportstiftung

Alle eingeladenen Athletinnen und Athleten hatten zuvor erfolgreich das Bewerbungsverfahren der Sportstiftung NRW durchlaufen. Ziel der Förderung ist es, sportliche Talente frühzeitig zu unterstützen und Persönlichkeiten zu entwickeln, die auch gesellschaftlich als Vorbilder wirken. Die Sportstiftung NRW wurde im Jahr 2000 von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen gegründet und ist heute die größte Landesportstiftung Deutschlands. Sie unterstützt insbesondere Nachwuchskader aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten mit einer monatlichen Individualförderung.

Fotogalerie Onboarding 2026
Categories: News Schlagwörter: , , , , 21872 Ready – Set – Go!

Das Frühstück überforderte Gianluca. Nicht das, was auf dem Teller lag, sondern vielmehr die Nachricht, die es als Beilage gab und die es nun binnen wenigen Stunden zu verdauen galt: die Aufstellung für das Staffelfinale am Mittag.

Überraschende Staffelbesetzung

Beim EYOF wurde eine Medley-Sprintstaffel ausgetragen, bei der vier Läufer unterschiedlich lange Distanzen absolvieren, nämlich 100, 200, 300 und 400 Meter. Gianluca sollte an zweiter Position seine Paradedisziplin laufen, die 200 Meter. Das bereitete ihm keine Bauchschmerzen, das war perfekt. Doch seine Teamkollegen hatten nicht annähernd seine Staffelerfahrung und andere Spezialstrecken.

Der DOSB hatte ein Dutzend männliche Nachwuchsleichtathleten nominiert. Die neuformierte Staffelriege setzte einen Hürdensprinter hinter Gianluca, ein 800-Meter- Spezialist wurde als Schlussläufer bestimmt. Das Warm-up vor dem Finale musste reichen, um die Abläufe zumindest grob abzustimmen. Seinen ersten internationalen Auftritt im Nationaltrikot hatte sich Gianluca etwas geordneter vorgestellt.

Erfolgserwartungen

Vielleicht aber machten ihn gerade die gedämpften Erfolgserwartungen locker. Der Leverkusener war mit überragender Form und deutscher Jahresbestleistung nach Skopje gereist. Das Aus im Halbfinale über 200 Meter zum Auftakt des Sportfestivals traf ihn daher hart. „Ich war sehr aufgeregt“, erzählt Gianluca. „Normalerweise mache ich mir nie Druck.“

Ziel des Multisportevents EYOF ist es, die besten europäischen Nachwuchstalente (rd. 4.000) an die olympische Bewegung und Anforderungen des internationalen Spitzensports heranzuführen. In Skopje hörte Gianluca zum ersten Mal ein englisches Startkommando. „Stadien von diesem Ausmaß kannte ich zuvor nicht“, sagt er. Viele neue Eindrücke prasselten auf ihn ein, dazu eine Woche lang Temperaturen um 40 Grad. Am Tag der Eröffnungsfeier feierte Gianluca seinen 17. Geburtstag. Beim Einlaufen der Nationen entdeckte er sich selbst auf den Monitoren. „Als uns das EYOF bei einem Bundeskaderlehrgang Ende 2024 vorgestellt wurde, hielt ich es für ein unerreichbares Ziel.“ Jetzt hängt ein gerahmtes „Germany“-Trikot über seinem Bett. Daneben die Bronzemedaille, die er überraschend mit den Staffeljungs – mittlerweile enge Freunde – mit 13 Hundertsteln Vorsprung auf Italien errang. „Viele jüngere Athleten in meinem Verein haben dasselbe Ziel. Für sie Vorbild zu sein, pusht mich krass.“

Gianluca Wessendorf
geb. 2008, aus Leverkusen. Er besucht das Landrat-Lucas Gymnasium in Leverkusen und startet für den TSV Bayer 04.


Erfolge 2025:

3. Platz EYOF mit der Medley Sprintstaffel sowie Halbfinalteilnahme über 200 m

1. Platz Deutsche U18-Meisterschaften über 200 m und über 4 x 100 m

1. Platz „Jugend trainiert für Olympia“

Categories: News Schlagwörter: , , , , | Comments 21810 X-Man

Biathlon stand ganz oben auf der Watchlist. Ruven steckte mitten im Umzug in seine neue Studentenbude. Es gab viel zu tun, trotz Semesterferien. Sich die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina entgehen zu lassen, stand dessen ungeachtet aber nicht zur Debatte. Zu inspirierend waren die Eindrücke am Bildschirm. Insgeheim lässt Ruven seiner Phantasie schon freien Lauf. „Ich ertappe mich manchmal mit den Gedanken in Los Angeles“, gibt er zu. Seine Disziplin, der Compoundbogen, ist 2028 in der Klasse Mixed-Team erstmals Teil des olympischen Sommerprogramms. Ruvens Jahr 2025 rechtfertigte solche Träume durchaus.

„Das sportliche Niveau zieht dich einfach mit“

„Die nächste Stufe ist Olympia“, zitiert Freundin Katja Ruvens Bericht von den Rhine-Ruhr FISU World University Games (WUG), für die der 20-Jährige im Sommer nominiert war. Spätestens beim Einkleiden war der Funke übergesprungen und Ruven merkte, dass er im Begriff war, Teil von etwas Großem zu werden, gar „dem Größten, was ich sportlich bis dahin erlebt hatte“. Die Universiade war 2025 das weltweit größte Multisportevent. Mit dabei: rund 300 Bogenschützen. Die besten Athleten, die die Studierendenwelt aufbieten kann, kamen nach Essen. „Das war deutlich mehr Thrill als bei deutschen Meisterschaften. Ich konnte häufig mit Top-Stars an derselben Scheibe trainieren. Ihr Niveau zieht dich einfach mit“, sagt Ruven.

In der trainingsfreien Zeit besuchte er mit Athleten aus Indien, Frankreich und der Türkei Wettbewerbe im Basketball, Beachvolleyball und Turnen. Unterwegs in der U-Bahn wurden sie jeden Tag von Passanten als Sportler erkannt und angesprochen. „Das war cool – die wertschätzenden Reaktionen und dass man endlich mal außerhalb seiner Bogenschützen Bubble erzählen konnte, was man macht“, berichtet er. Die Abende vergingen beim Fachsimpeln in der Hotellobby.

Treffer in Perfektion und ein X im Kalender

Ruven beendete die WUG auf Platz 5. Nur einen Monat später stieg er in die Riege der Champions auf: Bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Kanada gewann der Dinslakener Gold im Einzel sowie Silber mit dem Team. Der Grundstein für diesen Formanstieg wurde in Essen gelegt, ist er sich sicher. Unvergessen bleibt auch dieser eine perfekte Schuss im Achtelfinale der Universiade: Ruvens Pfeil stach exakt in die Mitte der Scheibe. Ein sogenanntes „X“ kann von keinem Kontrahenten übertroffen werden und ist selbst für Spitzenathleten ein seltenes Erlebnis. Es ist die ultimative Bestätigung auf der ständigen Jagd nach Perfektion. „Ich werde alles dafür tun, um bei den nächsten World University Games wieder dabei zu sein“, sagt Ruven. „Alles war perfekt“ – und damit meint er nicht nur sein „X“.

Die Juniorenklasse lässt der U21-Weltmeister nun hinter sich und geht selbstbewusst ins erste Jahr bei den Herren: „Ich werde das Feld ein bisschen aufmischen.“ Die Teilnahme an den nächsten Olympischen Spielen wirkt momentan wie der eine Volltreffer, für den man tausende Versuche braucht. „Es wird schwierig, aber ist machbar“, sagt Ruven. Am 14. Juli 2028 steht möglicherweise schon ein X im Kalender.

Ruven Flüss
geb. 2005, aus Dinslaken. Er startet für den BSV Eppinghoven und studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Heilbronn.


Erfolge 2025:

5. Platz Rhine-Ruhr FISU World University Games

1. Platz U21-Weltmeisterschaften, 2. Platz im Team

1. Platz Jugend-Europa-Cup, Gesamtsieg

1. Platz Deutsche Meisterschaften (Herren)

Categories: News Schlagwörter: , , , , , | Comments 21684 Die Salzstangen-Connection

Die eine konnte nicht sprechen, die andere nicht laufen. Aber Salzstangen wollten beide. Also tat sich die eine Zweijährige mit der anderen Zweijährigen zusammen. Marleen sprach’s aus und Caroline holte den Snack der Begierde.

18 Jahre später ist es Caro, die als Erste Worte findet. „Ich hab`s doch gesagt“, keucht sie Marleen über die Schulter. Die bleibt sprach los, ringt ebenso nach Atem. Dann überwältigen sie Gefühle. Anspannung löst sich. „Ich habe geheult wie ein Schlosshund“, sagt Marleen. Zwei beste Freundinnen haben gemeinsam die Weltmeisterschaft gewonnen, Gold erpaddelt. Noch besser als Salzstangen.

„Ich habe geheult wie ein Schlosshund.“

Ungarn ist nach der Hälfte gleichauf. Der Start gehört nicht unbedingt zu den Stärken des deutschen Kajaks. Dieser hier war okay. „Dank Marleen kamen wir gut weg und haben schnell hohe Frequenzen erreicht“, analysiert Caroline. Marleen, die Ungarinnen im Augenwinkel, trifft als Schlagfrau die Entscheidung – für sich und damit zwangsläufig für ihre Partnerin: „Das kann ich mir jetzt nicht mehr nehmen lassen. Ich möchte mehr als Platz 2.“ Früher als sonst läutet sie den Endspurt ein. Sie liest Caros Rhythmus, wie sie mit zieht, von hinten an schiebt, ihr Paddel minimal früher ins Wasser sticht und da mit signalisiert: Ich bin da, ich fange dich auf, wenn es sein muss. Lass es uns nach Hause holen. All-in gehen. Marleen erhöht noch ein mal die Schlagzahl. Am Ende wird der Sieg deutlich. Marleens erster WM-Auf tritt im Zweier endet mit Haydn und einer ausgelassenen Feier im deutschen Lager.

Dass sie zu Haydns Melodie und nicht zum Wilhelmus auf das Podest steigt, hat mit dem Storch zu tun, der in ihrem Fall ein früher, zu früher Vogel war. Er landete in Dinslaken. Marleens Eltern besuchten dort Freunde. Bis nach Hause schafften sie es nicht mehr. Zuhause, das waren damals die Niederlande, die Heimat von Vater Jean-Paul, der in einem kleinen Dorf in Nordholland auf wuchs. „Mehr Kühe als Menschen“, erklärt Marleen. Eben dort nimmt Jean Paul sie zum ersten Mal mit auf ein Boot. Sie selbst hat daran keine Erinnerung. Jean-Paul hatte seine Kanukarriere vor Marleens Geburt beendet. Doch sie kennt seine internationalen Medaillen und erinnert sich an seine Erzählungen. „Ich möchte so gut es geht in die Fuß stapfen meines Vaters treten“, sagt sie.

Halbe Holländerin

Als Marleen drei ist, zieht die Familie über die Grenze nach Essen. Der ESV Kupferdreh ist Marleens erste Station, so lange, bis sie alt genug ist, um bei der renommierten Kanu-Gemeinschaft am Baldeneysee zu trainieren, wo schon ihr Vater in seinen Zwanzigern an seiner Form arbeitete. Das Elternhaus steht nur wenige Minuten mit dem Fahrrad entfernt. „Die Förderung und das Umfeld sind in Deutschland besser“, schildert Marleen. Und so trug der Kanusport dazu bei, dass es einen Holländer nach NRW verschlug, wo er eine Deutsche lieben lernte. Ihre gemeinsame Tochter bekam den deutschen Pass und wuchs zwei sprachig auf. „Ich sehe mich als halbe Holländerin“, sagt Marleen.

In Papas Fußstapfen treten

Beim Paddeln kreuzten sich damals auch die Wege der Väter von Marleen und Caroline. Als Konkurrenten fuhren sie internationale Rennen, freundeten sich an, besuchten einander, gaben ihren Töchtern Salzstangen.

Beide Väter waren dabei, als Marleen und Caroline in Portugal ihr bis dato bedeutendstes Rennen mit dem Junioren Weltmeistertitel veredelten. Fragt man Jean Paul, hat ihn sein Sprössling mit diesem Erfolg bereits übertroffen. „Ich sehe das nicht so“, hält Marleen dagegen. Ihr ist bewusst, dass der Schritt von der Juniorenklasse zu den Senioren am schwersten ist, wo ihr Vater sich seinerzeit etabliert hatte. Sie hat nun fünf Jahre im U23-Bereich vor sich. Eine Art Pufferzone. „Ich hoffe, dass früher klar wird, ob ich es einmal in die A-Nationalmannschaft schaffen werde. Sportlich steht gerade alles offen.“

Strukturiert und hintenraus schneller

Neuen Dingen begegnet Marleen interessiert, aber stets respektvoll. Früher, erzählt sie, war ihr bei Wettkämpfen häufig speiübel vor Nervosität. „Ich habe meine Trainer verrückt gemacht“, sagt sie. Mit Hilfe von Mentaltrainern und Sportpsychologen von „mentaltalent“ an der Deutschen Sporthochschule Köln bekam in sie ihre Anspannung besser in den Griff. „Sobald das Rennen gestartet ist, ist in mir alles ruhig“, sagt sie heute.

„Marleen fährt eine klare Rennstruktur. Sie hält sich an den Plan und handelt nicht impulsiv“, schildert Bootspartnerin Caroline. Der sogenannte „negative Split“ ist typisch für ihre Rennen. Davon sprechen Kanuten, wenn die zweite Hälfte schneller gefahren wird als die erste, was bei Kanurennen unüblich ist. Marleen legt zu, wenn bei anderen die Kräfte nachlassen. „Es stresst mich nicht, wenn Boote vor mir sind. Ich kann mich fokussieren, wenn es darauf ankommt“, sagt sie. Von den Erwartungen anderer will sie sich frei machen, einen klaren Kopf behalten. „Das führt sonst dazu, dass man sich daran mental festbeißt.“

Druck macht sie sich selbst genug, findet Marleen. Das WM-Finale war ein Beispiel. Caroline hatte zuvor bereits Einer-Rennen dominiert und Gold gewonnen. „Ich gönne es ihr. Sie ist ein so bodenständiger und bescheidener Mensch. Trotzdem hat es mich natürlich beschäftigt, dass in unserem Rennen mindestens eine Medaille drin sein muss. Falls wir keine holen, muss es wohl an mir liegen“, sagt Marleen. Caroline nahm ihre Unruhe wahr.

In der Vorbereitung hatten die Trainer festgestellt, dass die Kanutinnen gemeinsam eine deutlich sauberere Technik fahren als jede einzeln. „Die Kombination aus uns beiden ist ideal“, sagt Caro. „Wir ergänzen uns in unseren Schwachstellen.“ Marleen bricht es runter: „Ein Zweier läuft oder er läuft nicht.“ Und dann lief er in Portugal. 500 geschmeidige Meter. Caroline behielt mit ihrer Prognose recht: „Entspann dich, wir packen das!“

Marleen Sits
geb. 2007, aus Essen. Sie startet für die KG Essen und studiert Bauingenieurwesen an der Universität Duisburg-Essen.

Erfolge 2025:
1. Platz Junioren-WM im K2 über 500 m,
2. Platz im K4 über 500 m
1. Platz Deutsche Meisterschaften im K2 über 500 m
2. Platz im K2 über 200 m sowie im K4 über 500 m

Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , , , , | Comments 21375 Sportstiftung NRW – das Magazin

Das neue Magazin der Sportstiftung NRW unser Wirkungsbericht 2025 blickt nicht nur auf ein Jahr, sondern auf zweieinhalb Jahrzehnte Sportförderung im Land zurück.

Diese besondere Jubiläumsausgabe veranschaulicht die Meilensteine der Stiftungsgeschichte und lässt die 25-Jahr-Feier mit Ministerpräsident Hendrik Wüst und vielen prominenten Gästen noch einmal aufleben. Darüber hinaus präsentiert das Magazin kompakt alles Wichtige über die Förderarbeit sowie aktuelle Kennzahlen und Highlights des vergangenen Jahres, in den die Athletenförderung mit über 700 Talenten eine neue Höchstmarke erreicht hat.

Wir stellen felix-Newcomerin Marleen Sits vor und lassen Athlet*innen von ihren Wettkampfreisen berichten – von den Deaflympics bis zu den World Games. Fotostrecken und Beiträge von Veranstaltung wie dem Onboarding-Event, dem Alumni-Treffen mit Highland-Games sowie von den Stipendien– und Prämienfeiern runden den Bericht.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Seit 25 Jahren fördert die Sportstiftung NRW den Spitzensport. Über 80 Millionen Euro hat sie bisher bereitgestellt. Bestens angelegtes Geld!“

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender: „Mit der Agenda 2030 ist es uns gelungen, die Förderung des leistungssportlichen Nachwuchses in NRW auf ein neues Niveau zu heben. Die Sportstiftung NRW ist heute die schlagkräftigste Landessportstiftung in Deutschland.“

Im Mai 2026 endet für Ingo Wolf die fünfjährige Amtszeit im Vorstand und Eckhard Forst übernimmt mit einer neuen Besetzung. „Die Sportstiftung hat mich über mehr als zwei Jahrzehnte begleitet. Für mich war sie nie nur eine Institution, sondern immer auch eine Herzensangelegenheit“, sagt Wolf. „Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, sie in einer hervorragenden personellen, organisatorischen und finanziellen Verfassung übergeben zu können.“


Das jährliche Fördervolumen wuchs zuletzt auf rund 3 Million Euro; das Stiftungskapital auf fast 11 Millionen Euro. Auch die Spenden durch Stipendienparternschaften blieben auf einem konstant hohem Niveau von rund 140.000 Euro im Jahr. Für die Athletinnen und Athleten bedeutet all dies auch in Zukunft eine stabile, verlässliche Förderung.

Themen:


Jubiläum – Recap der Geburtstagfeier, Meilensteine aus 25 Jahren Sportstiftung NRW
Allzeithoch – Bilanz der Athletenförderung, Förderbausteine und -kriterien im Überblick
Im Studium – Stipendienfeier mit Speeddating beim Captains Day 2026
Im Portrait – Marleen Sits aus Essen ist die neue felix-Newcomerin
Im Check – Athletinnen befragen den Geschäftführer
Nach Chengdu – Erstmals Teilnahmenprämien für World-Games-Athlet*innen
Alumni-Netzwerk – Inklusive Highland Games in Krefeld
Bilanz – Förderung erneut gesteigert: rd. 3 Mio. Euro/Jahr direkt an die Talente


Ein herzliches Dankeschön an alle, die an der Entstehung dieses Wirkungsberichts beteiligt waren!

„Unsere Aufgabe ist es, Talente zu stärken, ihnen zuzuhören und ihre Bedürfnisse zu kennen.“
Lucas Flümann, Geschäftsführer

Categories: News Schlagwörter: , , , , | Comments 21378 Forst führt neues Vorstandsteam

Eckhard Forst übernimmt im Mai den Vorstandsvorsitz der Sportstiftung NRW. Neben dem früheren langjährigen Vorstandschef der Förderbank von Nordrhein-Westfalen wählte das Kuratorium in seiner 29. Sitzung am 14. April 2026 mit dem fünfmaligen Paralympics-Sieger Markus Rehm, dem ARAG-Vorstand Christian Vogée und dem Leiter der Sportschule Hennef, Sascha Hendrich-Bächer, drei weitere neue Mitglieder in das achtköpfige Gremium.

Effiziente und unbürokratische Förderpraxis

Ministerpräsident und Kuratoriumsvorsitzender Hendrik Wüst: „Die Sportstiftung NRW unterstützt über 700 der talentiertesten Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportler in unserem Land. Das ist eine neue Höchstmarke und eine verantwortungsvolle Aufgabe, für die wir starke Persönlichkeiten für den neuen Vorstand gewinnen konnten. Eckhard Forst verfügt über große Erfahrung in der effizienten und zielgerichteten Förderpraxis und steht für eine möglichst unbürokratische Umsetzung. Mein Dank gilt ebenso Ingo Wolf, der wichtige Reformen, vor allem in der Individualförderung, maßgeblich mit auf den Weg gebracht hat. Die Sportstiftung NRW stellt die Athletin und den Athleten konsequent in den Mittelpunkt. Damit stärken wir auch unsere Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele.“

Eckhard Forst (66) leitete zehn Jahre lang den Vorstand der „NRW.BANK“. Der gebürtige Düsseldorfer, Jurist und Bankkaufmann ist seit vielen Jahren als Honorarkonsul für Frankreich in Münster. Er war bis 2025 zudem Präsident des Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands e.V. Nach verschiedenen Leitungsfunktionen bei der Deutschen Bank im In- und Ausland wechselte Forst zunächst in den Vorstand der Norddeutschen Landesbank Girozentrale, bevor er 2016 zur Förderbank von Nordrhein-Westfalen kam.

„Ich freue mich sehr, die erfolgreiche Arbeit des bisherigen Vorstands fortsetzen zu dürfen. Für die Entwicklung junger Spitzenathletinnen und -athleten ist es entscheidend, ihre Leistungen sichtbar anzuerkennen und zugleich kraftvolle Impulse für den Spitzensport in Nordrhein-Westfalen zu setzen. Gut geförderte Talente inspirieren andere Menschen, ihre Familien und ihre Vereine und tragen so zur Stärkung unserer Sportlandschaft bei. Diese Aufgabe mit dem Team und den Gremien der Sportstiftung NRW weiter voranzubringen, nehme ich mit großer Motivation an“, sagt Forst.

Auch Rehm, Vogée und Hendrich-Bächer neu dabei

Markus Rehm

Markus Rehm

Mit Markus Rehm zieht Deutschlands Para-Sportler des Jahrzehnts (2010-2019) in den Stiftungsvorstand ein. Der 37-Jährige ist fünfmaliger Paralympics-Sieger im Weitsprung und mit der 4×100-Meter-Staffel, gewann 16 Goldmedaillen bei paralympischen Welt- und Europameisterschaften und hält den Weltrekord im Para-Weitsprung. Rehm engagiert sich aktuell als Botschafter der Bewerbung Nordrhein-Westfalens für Olympische und Paralympische Spiele.

Christian Vogée

Christian Vogée

Christian Vogée (60) ist langjähriges Mitglied und Sprecher des Vorstands der ARAG Allgemeine Versicherungs-AG mit Sitz in Düsseldorf. Der Jurist verantwortet dort unter anderem den Bereich Sportversicherung. Vogée war von 2021 bis März dieses Jahres Mitglied des Kuratoriums der Sportstiftung. Die ARAG ist Unterstützerin des NRW-Sportstiftungs-Stipendiums.

Sascha Hendrich-Bächer

Sascha Hendrich-Bächer

Sascha Hendrich-Bächer (44) leitet seit 2014 die Sportschule Hennef (Sieg). Der Diplom-Betriebswirt ist Schatzmeister beim Westdeutschen Fußballverband e. V.

Wolf, Hinnemann, Staufert und Vianden verabschiedet

Als neuer Vorsitzender folgt Eckhard Forst auf Dr. Ingo Wolf, der den Vorstand seit 2021 leitete. In seine Amtszeit fiel unter anderem die Reform der Individualförderung, der Aufbau eines eigenen Stipendienprogramms und des Alumni-Netzwerks. Im Rahmen der „Agenda 2030“ rückte der mündige, vorbildhafte Athlet ins Zentrum, der mit Leistungen und Leidenschaft die Menschen in NRW begeistert und inspiriert. Seit Einführung eines neuen Bewerbungsverfahrens, das sportliche Leistungen und Persönlichkeitsmerkmale berücksichtigt, sind mehr als 2.000 Bewerbungen eingegangen. Dieses Verfahren ermöglicht Nachwuchskader aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten, sich eigenständig für eine Förderung zu bewerben. Wolf war der Sportstiftung NRW über zwei Jahrzehnte in verschiedenen Funktionen verbunden.

Eckhard Forst, Dr. Ingo Wolf

Mit Gisela Hinnemann und Alfred Vianden (nach jeweils 18 Jahren) sowie Volker Staufert (nach 15 Jahren) scheiden weitere verdiente Vorstände aus dem Amt. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Marion Rodewald, Vizepräsidentin des Landessportbundes NRW, gemeinsam mit der Journalistin Anke Feller, die im Amt bestätigt wurde. Ebenfalls wiedergewählt wurden Steffi Nerius, Leiterin des Sportinternats Leverkusen, und Bernhard Schwank, Leiter der Abteilung Sport und Ehrenamt in der Staatskanzlei NRW.

Kuratorium bekommt 5 neue Mitglieder

Die Landesregierung berief bereits im März fünf neue Mitglieder in das Kuratorium. Künftig entscheiden Lara Broich (Jugend-Bundestrainerin im Tischtennis), Anja Surmann (Vorsitzende des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands NRW), Christof Rasche MdL (Vizepräsident des Landtags, FDP), Univ.-Prof. Dr. Ansgar Thiel (Rektor Deutsche Sporthochschule Köln) und Andreas Kötter (Geschäftsführer WestLotto) über die Förderrichtlinien und die strategischen Förderschwerpunkte der Sportstiftung NRW mit.

Das 32-köpfige Gremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Bereiche Spitzensport, Politik, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft zusammen. Seit ihrer Gründung vor 25 Jahren gehören Doppel-Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth (Hochsprung), die beiden Olympia-Dritten Dr. Gaby Bußmann (4×400-Meter-Staffel) und Christian Keller (Schwimmen) sowie die Ehrenpräsidentin des Deutschen Fechterbundes, Erika Dienstl, und Unternehmerin Susanne Veltins dem Gremium ununterbrochen an.

Categories: News Schlagwörter: , , , , , | Comments 21432 Prämienfeier nach den Winterspielen

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat die Leistungen der 22 nordrhein-westfälischen Athletinnen und Athleten bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina gewürdigt. Gemeinsam mit der Sportstiftung NRW zeichnete das Land Nordrhein-Westfalen die Sportlerinnen und Sportler bei einer Feierstunde in der Staatskanzlei in Düsseldorf mit der neuen Medaillenprämie sowie mit einer erhöhten Teilnahmeprämie aus.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen baut sein Engagement im Spitzensport konsequent weiter aus – und zwar für Olympische wie Paralympische Spiele gleichermaßen. Die Athletinnen und Athleten, die für unser Land antreten, können sich auf höchste Anerkennung und verlässliche Förderungen verlassen. Deshalb haben wir ab den Olympischen Winterspielen 2026 die Teilnahmeprämie auf 5.000 Euro pro Sportlerin und Sportler erhöht. Die Sportstiftung NRW als unser starker Partner hat diese Maßnahme eng abgestimmt. Damit fördern wir gemeinsam die Entwicklung junger Spitzentalente noch besser und zielgerichteter. Die Olympischen Winterspiele in Mailand waren die erfolgreichsten in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Das ist ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungsfähigkeit unserer Athletinnen und Athleten sowie unserer Förderstrukturen. Mit unserer neuen Medaillenprämie verdoppelt Nordrhein-Westfalen die Medaillenprämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Damit setzen wir ein starkes Zeichen der Wertschätzung für herausragende sportliche Leistungen. Das Sportland Nummer 1 ist bereit für Olympische und Paralympische Spiele hier bei uns im Land.“     

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW: „Schon die Teilnahme an Olympischen und Paralympischen Spielen ist ein Gewinn – sportlich für die Athletinnen und Athleten, aber auch für uns als Gesellschaft. Als Sportstiftung NRW unterstützen wir kontinuierlich über 700 ambitionierte Nachwuchstalente, die täglich genau dieses Ziel vor Augen haben. Die Teilnahmeprämie kann dabei den Höhepunkt einer nachhaltigen Förderbeziehung bilden.“

Die Olympiasiegerinnen im Zweierbob, Pilotin Laura Nolte und Anschieberin Deborah Levi: „Die Prämien stärken die Wertschätzung für jede einzelne Athletin und jeden Athleten. Sie sind ein sehr wichtiges Signal: Sportliche Höchstleistungen und der Einsatz, den wir täglich investieren, werden nicht als Selbstverständlichkeit wahrgenommen. Gerade in der Sportart Bob, die mit hohem Trainingsaufwand und hohen Reise-, Transport- und Materialkosten verbunden ist, haben Prämien einen besonderen Stellenwert.“

Sebastian Marburger, zweifacher Silber-Gewinner im Para Ski Nordisch: „Die neue Medaillenprämie des Landes NRW ist ein starkes Signal der Wertschätzung für uns Athletinnen und Athleten. Sie zeigt, dass unsere harten Leistungen im Spitzensport gesehen und ernst genommen werden. Die finanzielle Absicherung ist für uns oft eine Herausforderung, deshalb haben solche Prämien einen enormen Stellenwert – sie ermöglichen uns, den Fokus weiterhin voll auf den Sport zu setzen und geben uns großen Rückhalt. Für mich ist diese Anerkennung durch das Land NRW eine große Motivation und erfüllt mich mit Stolz, meine Heimatregion international vertreten zu dürfen. Das ist mehr wert als olympisches oder paralympisches Edelmetall.“
 

NRW-Bilanz: 7 Sportarten, 10 Medaillen

Ausgezeichnet wurden 13 olympische und 9 paralympische Athletinnen und Athleten – darunter ein Guide –, die entweder eine Vereinszugehörigkeit in Nordrhein-Westfalen haben, hier ihren Trainings- oder Lebensmittelpunkt haben oder einem der drei Olympiastützpunkte im Land angehören. Sie gewannen in Mailand und Cortina eine Gold-, fünf Silber- und zwei olympische Bronzemedaillen sowie zwei paralympische Silbermedaillen. Deutschland erreichte insgesamt 26 olympische und 17 paralympische Medaillen. NRW-Akteure waren in den Sportarten Bob, Skeleton, Skilanglauf, Eishockey und Para Eishockey, Para Ski Nordisch und Para Ski Alpin vertreten.

Erstmals Mediallenprämien vom Land

Das Land Nordrhein-Westfalen vergab zum ersten Mal eine eigene Medaillenprämie. Insgesamt werden 150.000 Euro ausgeschüttet. Der Großteil entfällt auf die olympischen Podestplatzierten von Laura Nolte, Deborah Levi, Matthias Sommer (alle Bob), Jacqueline Pfeifer und Axel Jungk (beide Skeleton). Für seinen zweiten Platz im Para Ski Nordisch erhielt Sebastian Marburger eine Prämie von 20.000 Euro.

Das Land verdoppelte die Prämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe, die 30.000 Euro für Gold, 20.000 Euro für Silber und 10.000 Euro für Bronze vorsieht. Olympiasiegerin Laura Nolte erhält so zum Beispiel 60.000 Euro.

Höhere Teilnahmeprämie von der Sportstiftung NRW

Die Sportstiftung NRW stellt Teilnahmeprämien über 75.000 Euro bereit. Zu Beginn der Winterspiele 2026 wurde der Betrag von 3.500 auf 5.000 Euro pro Athletin und Athlet erhöht. Medaillengewinnerinnen und -gewinner erhalten keine zusätzliche Teilnahmeprämie. Alle Prämien werden einmalig ausgezahlt.


Die Winterspiele 2026

Die Region Mailand und Cortina war Gastgeber der 25. Olympischen und der 14. Paralympischen Winterspiele. Etwa 3.500 olympische sowie 660 paralympische Sportlerinnen und -sportler waren angetreten. Für Deutschland starteten rund 190 Olympioniken und 40 Paralympioniken.

Categories: News Schlagwörter: , , , , , | Comments 20365 Deaflympics-Athleten geehrt

Die Sportstiftung NRW hat 45.500 Euro an Prämien für die Teilnahme an den Deaflympics in Tokio 2025 ausgelobt. Bei einer feierlichen Auszeichnung am 12. März in Köln ehrten Staatssekretärin Andrea Milz und Stiftungsvorstand Dr. Ingo Wolf die nordrhein-westfälischen Sportlerinnen und Sportler für ihre hochklassigen Leistungen bei den Weltspielen der Gehörlosen im November 2025. Jede Athletin und jeder Athlet erhielt eine Prämie von 3.500 Euro.

Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, betont: „Die Anerkennung und Sichtbarmachung der Leistungen auf internationalem Topniveau ist ein wichtiger Baustein für gelebte Inklusion im Sport. Unsere gehörlosen Athletinnen und Athleten in Nordrhein-Westfalen sind Botschafter und Vorbilder ihrer Sportarten – wir möchten ihnen als verlässlicher Unterstützer zur Seite stehen.“     

Delia Gaede, Fahnenträgerin der deutschen Mannschaft, berichtet: „Es bedeutet mir viel, dass die Sportstiftung NRW deaflympische Leistungen auf Augenhöhe anerkennt. Jungen Talenten zeigt das Perspektiven im Gehörlosensport auf. Die Signalwirkung dieser Prämien ist besonders wertvoll.“

Die Kölner Sprinterin gewann in Tokio Gold mit der 4×100-Meter-Staffel und Silber mit der 4×400-Meter-Staffel.

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW, sagt: „Die deaflympische Nachwuchsförderung ist fester Bestandteil unseres Gesamtkonzepts, gleichrangig mit olympischer und paralympischer Unterstützung. Die Teilnahmeprämie belohnt Erfolge auf Weltniveau. Noch wichtiger ist ein langfristig stabiles Fördersystem, das insbesondere im Nachwuchsbereich nachhaltig wirkt.“

NRW-Bilanz: 6 Sportarten, 10 Medaillen

Athletinnen und Athleten mit Vereinszugehörigkeit, Trainings- oder Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen erzielten in Tokio 3 Gold-, 4 Silber- und 3 Bronzemedaillen und trugen maßgeblich zum besten deutschen Gesamtergebnis seit 20 Jahren bei. Insgesamt gewann Deutschland 24-mal Edelmetall. NRW-Sportler waren in folgenden Sportarten Beachvolleyball, Bowling, Golf, Handball, Leichtathletik und Tischtennis vertreten.

Förderung für deaflympische Nachwuchstalente

Seit 2023 können Nachwuchstalente aus deaflympischen Sportarten eine monatliche Förderung durch die Sportstiftung NRW beantragen. Aktuell geförderte Athletinnen und Athleten, die in Tokio dabei waren, sind:

  • Jelisa Gräf (Leichtathletik)
  • Sheila Schlechter (Leichtathletik)
  • Arda Yenen (Tischtennis)
  • Thalia Hönig (Bowling)

Die Sportstiftung NRW vergibt einmalige Prämien für die Teilnahme an Olympischen, Paralympischen Spielen, Deaflympics sowie an den World Games. Vor den Winterspielen in Mailand-Cortina 2026 kündigte Ministerpräsident Hendrik Wüst, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, eine Erhöhung der Teilnahmeprämien auf 5.000 Euro für Olympische und Paralympische Spiele an.

25. Deaflympics

Tokio war Gastgeber der 25. Summer Deaflympics. Rund 3.000 der besten gehörlosen Sportlerinnen und Sportler der Welt traten in 21 Disziplinen an. 79 Nationen nahmen teil. Deutschland wurden von 67 Athletinnen und Athleten in zwölf Sportarten vertreten. Teilnehmer aus NRW steuerten 10 der 24 deutschen Medaillenerfolge bei (6-mal Gold, 8-mal Silber und 10-mal Bronze).

Categories: News Schlagwörter: , , , , , | Comments 21157 Höhere Prämien für Olympia und Paralympics

Zu Beginn der Olympischen Winterspiele 2026 führt Nordrhein-Westfalen eine Medaillenprämie ein und erhöht zugleich die Teilnahmeprämie für Athletinnen und Athleten aus dem Land, die an Olympischen und Paralympischen Spielen teilnehmen.

„Wir investieren jetzt noch stärker in unseren Spitzensport und zwar ohne Wenn und Aber für Olympia und Paralympics gleichermaßen. Wer für Nordrhein-Westfalen an den Start geht, bekommt volle Wertschätzung, Förderung und Anerkennung“, so Ministerpräsident Hendrik Wüst. „Deswegen erhöhen wir ab den Olympischen Winterspielen 2026 die Teilnahmeprämie für Olympische und Paralympische Spiele auf 5.000 Euro pro Athletin und Athlet. Das machen wir gemeinsam mit unserem starken Partner, der Sportstiftung NRW, die eng mit uns die Abstimmung übernommen hat und als wichtiger Förderer für junge Top-Talente aus unserem Land seit Jahrzehnten entscheidende Impulse in der Sportförderung setzt. Zudem verdoppelt Nordrhein-Westfalen die Medaillenprämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Damit setzt Nordrhein-Westfalen ein starkes Signal für die Anerkennung der Spitzenleistungen unserer Athletinnen und Athleten und stärkt auch unsere Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele.”

Die Olympischen Winterspiele sind das größte Wintersportereignis der Welt. Vom 6. Februar bis 22. Februar 2026 kämpfen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo mehr als 3.500 Athletinnen und Athleten aus 93 Ländern in 16 olympischen Disziplinen um Medaillen und Platzierungen.

Ab sofort 5.000 Euro Teilnahmeprämie von der Sportstiftung NRW

Bislang erhalten Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen, die an Olympischen und Paralympischen Spielen teilnehmen, über die Sportstiftung NRW eine Teilnahmeprämie von 3.500 Euro. Ab den Olympischen Winterspielen 2026 wird diese Prämie auf 5.000 Euro erhöht. Die Prämien werden einmalig ausgezahlt.

An den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo nehmen 13 Athletinnen und Athleten teil, die entweder eine Vereinszugehörigkeit (Erststartrecht) in Nordrhein-Westfalen haben, hier ihren Trainings- oder Lebensmittelpunkt haben oder einem der drei Olympiastützpunkte im Land zugeordnet sind. Das Prämienvolumen der Sportstiftung NRW beläuft sich damit auf 65.000 Euro. Zum Vergleich: Nach den Spielen in Paris 2024 vergab die Sportstiftung insgesamt 563.500 Euro an Teilnahmeprämien an 161 Olympioniken und Paralympioniken.

NRW verdoppelt Medaillenförderung der Deutschen Sporthilfe

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe prämiert Medaillen bei Olympischen und Paralympischen Spielen mit der einmaligen Zahlung von

  • 30.000 Euro für eine Goldmedaille,
  • 20.000 Euro für eine Silbermedaille und
  • 10.000 Euro für eine Bronzemedaille.

Nordrhein-Westfalen wird diese Medaillenprämien ab den Olympischen Winterspielen 2026 verdoppeln, ebenfalls als einmalige Zahlung für den Gewinn einer Gold-, Silber- oder Bronzemedaille.

Von den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking kehrten die deutschen Athletinnen und Athleten mit zwölf Gold-, zehn Silber- und fünf Bronzemedaillen zurück. Das Team Sportland NRW war an zwei Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille beteiligt. Im Wintersport verfügt Nordrhein-Westfalen aktuell über drei anerkannte Bundesstützpunkte: Dortmund für Eiskunstlauf und Eistanz, Winterberg für Bob, Skeleton und Rodeln und Winterberg/Willingen für Ski Nordisch und Biathlon. Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris kamen über 100 Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen. Sie waren an fast der Hälfte der deutschen Medaillen beteiligt – 15 von 33.

Geschichte der Teilnahmeprämie

Die Teilnahmeprämie wurde zu den Olympischen Spielen in London 2012 eingeführt. Bis einschließlich 2016 wurde auch Medaillengewinne prämiert. Ab 2018 würdigte die Sportstiftung NRW ausschließlich das Erreichen Olympischer und Paralympischer Spiele mit 3.500 Euro pro Athletin bzw. Athlet. 2022 erhielten erstmals auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Deaflympics diese Prämie. Erst im vergangenen Jahr wurden zudem die Prämienförderung der World Games-Sportarten aufgenommen.

Categories: News Schlagwörter: , , | Comments 20998 Captains Day – Ehrung für Stipendiaten

Traditionell im Rahmen der weltgrößten Wassersportmesse „boot“ hat die Sportstiftung NRW beim 13. Captains Day wieder junge Spitzenathlet*innen mit dem NRW-Sportstiftungs-Stipendium ausgezeichnet. Die 129 Geförderten verbinden erfolgreich ihren Leistungssport mit Studium oder Berufsausbildung. Sie stehen exemplarisch für die duale Karriere im Sport.


Die Stipendien für die Förderperiode 2025/26 wurden feierlich von Staatssekretärin Andrea Milz und dem Vorstandsvorsitzenden der Sportstiftung NRW, Dr. Ingo Wolf, überreicht.

Stipendium erhöht auf 4.200 Euro pro Jahr

Zu Beginn des laufenden Wintersemesters hat die Sportstiftung NRW die monatlichen Stipendienleistungen auf 350 Euro erhöht. Die Förderung wird für ein Jahr gewährt und soll Athlet*innen dabei unterstützen, sich stärker auf ihre sportliche, akademische und berufliche Entwicklung zu konzentrieren sowie finanzielle Belastungen zu reduzieren.

Die Stipendiat*innen gehören olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Nachwuchskadern an. Sie sind an 38 Hochschulen eingeschrieben sowie in sieben Ausbildungsbetrieben angestellt.

„Nordrhein-Westfalen ist Sportland Nr. 1, auch weil wir die duale Karriere konsequent unterstützen. Das Stipendienprogramm der Sportstiftung NRW schafft dafür verlässliche Rahmenbedingungen“, betonte Staatssekretärin Andrea Milz.

30 Förderpartner ermöglichen mehr Stipendien

Neben den Athlet*innen würdigte die Sportstiftung beim Captains Day auch 30 Unternehmen und Privatpersonen, die das Stipendienprogramm mit insgesamt rund 140.000 Euro unterstützen.

Dr. Ingo Wolf hob die positive Entwicklung hervor: „Das Engagement für unser Stipendienprogramm wächst im vierten Jahr in Folge. Unsere Argumente überzeugen: Eine zukunftsorientierte persönliche Weiterentwicklung im Leistungssport und eine nachhaltige Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt liegt im Interesse aller Beteiligten. Diese Überzeugung hat sich bei vielen Förderpartnern verfestigt. Dadurch konnten wir 18 Stipendien mehr vergeben als im Vorjahr.“

Zu den langjährigen Unterstützern zählen unter anderem ARAG AG, Westenergie AG, WestLotto, DSW21, die Messe Düsseldorf sowie der Rheinische Sparkassen- und Giroverband. Das Captains-Day-Format zur Vernetzung von Spitzensport und Wirtschaft existiert seit dem Jahr 2012. Die Veranstaltung fand immer im Rahmen der Messe „boot“ statt. Das NRW-Sportstiftungs-Stipendium wurde zum Wintersemester 2022/23 gestartet und die Stipendenfeier in den Captains Day integriert.

Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf: „Der Captains Day steht sinnbildlich für die Verbindung von Spitzensport und Wirtschaft. Hier findet ein Dialog mit einer außergewöhnlich leistungsbereiten Generation statt. Alle Förderpartner investieren in Persönlichkkeiten: Es geht nicht um ein Produkt, es geht um Menschen.“

Pauline Theine ist Bobsportlerin und studiert Humanmedizin im 9. Semester: „Ich bin damals mitten in der Saison in der Bobsport eingestiegen und habe parallel schon studiert. Das war eine Brett. Aber man bekommt es unter einen Hut, wenn man wirklich will.“

Speed-Dating bringt Athlet und Förderer zusammen

Ein zentrales Element des Captains Day war erneut das Speed-Dating-Format, bei dem Förderpartner und Stipendiat*innen persönlich ins Gespräch kamen. Neben dem finanziellen Engagement bieten viele Unternehmen auch Mentoring, Karriereberatung oder berufliche Einstiegsmöglichkeiten an.

Eröffnet wurde das Speed-Dating durch einen Impulsvortrag von Apnoetaucherin Elena Loers. Sie stellte die Verbindung zwischen sportlichem und beruflichem Erfolg her: „Beim Apnoetauchen habe ich vor einem Wettkampf drei Minuten Zeit, um meinen Puls herunterzufahren. Hyperventilieren ist nicht erlaubt.“ Das gelingt ihr mit Atemübungen. Ein Training, das zum Beispiel in Prüfungssituationen half. Elena Loers hat gerade ihr Jurastudium abgeschlossen. „Außerdem tauchen wir niemals alleine, um der Gefahr eines Blackouts vorzubeugen.“ Dafür gibt es in ihrer Sportart ein Buddy-System. „Das ist ähnlich wie mit euren Förderpartner“, erklärte Loers den Stipendiat*innen. „Auch im Individualsport ist man nicht alleine.“ Elena Loers Bestleistung liegt bei 143 Metern im Strecketauchen. Dabei hält sie drei Minuten die Luft an. Der CO2-Anstieg im Blut löst den Atemreiz aus. Je höher die Toleranz, desto länger kann ein Athlet tauchen.

Panel-Talk: Olympische und Paralympische Spiele in NRW

In einen Panel-Talk bot die die mögliche Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele in Nordrhein-Westfalen reichlich Gesprächsstoff. Andrea Milz, Lucas Flümann, Geschäftsführer der Sportstiftung, Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW, und Karsten Houf, Messe Düsseldorf, verantwortlich für die Deutschen Häuser bei Olympischen und Paralympischen Spielen, diskutierten über Chancen, Nachhaltigkeit und sportpolitische Perspektiven. Die Beteiligten unterstrichen den Anspruch NRWs als führender Sportstandort in Deutschland.

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