Sportland NRW
21684 Die Salzstangen-Connection

Die eine konnte nicht sprechen, die andere nicht laufen. Aber Salzstangen wollten beide. Also tat sich die eine Zweijährige mit der anderen Zweijährigen zusammen. Marleen sprach’s aus und Caroline holte den Snack der Begierde.

18 Jahre später ist es Caro, die als Erste Worte findet. „Ich hab`s doch gesagt“, keucht sie Marleen über die Schulter. Die bleibt sprach los, ringt ebenso nach Atem. Dann überwältigen sie Gefühle. Anspannung löst sich. „Ich habe geheult wie ein Schlosshund“, sagt Marleen. Zwei beste Freundinnen haben gemeinsam die Weltmeisterschaft gewonnen, Gold erpaddelt. Noch besser als Salzstangen.

„Ich habe geheult wie ein Schlosshund.“

Ungarn ist nach der Hälfte gleichauf. Der Start gehört nicht unbedingt zu den Stärken des deutschen Kajaks. Dieser hier war okay. „Dank Marleen kamen wir gut weg und haben schnell hohe Frequenzen erreicht“, analysiert Caroline. Marleen, die Ungarinnen im Augenwinkel, trifft als Schlagfrau die Entscheidung – für sich und damit zwangsläufig für ihre Partnerin: „Das kann ich mir jetzt nicht mehr nehmen lassen. Ich möchte mehr als Platz 2.“ Früher als sonst läutet sie den Endspurt ein. Sie liest Caros Rhythmus, wie sie mit zieht, von hinten an schiebt, ihr Paddel minimal früher ins Wasser sticht und da mit signalisiert: Ich bin da, ich fange dich auf, wenn es sein muss. Lass es uns nach Hause holen. All-in gehen. Marleen erhöht noch ein mal die Schlagzahl. Am Ende wird der Sieg deutlich. Marleens erster WM-Auf tritt im Zweier endet mit Haydn und einer ausgelassenen Feier im deutschen Lager.

Dass sie zu Haydns Melodie und nicht zum Wilhelmus auf das Podest steigt, hat mit dem Storch zu tun, der in ihrem Fall ein früher, zu früher Vogel war. Er landete in Dinslaken. Marleens Eltern besuchten dort Freunde. Bis nach Hause schafften sie es nicht mehr. Zuhause, das waren damals die Niederlande, die Heimat von Vater Jean-Paul, der in einem kleinen Dorf in Nordholland auf wuchs. „Mehr Kühe als Menschen“, erklärt Marleen. Eben dort nimmt Jean Paul sie zum ersten Mal mit auf ein Boot. Sie selbst hat daran keine Erinnerung. Jean-Paul hatte seine Kanukarriere vor Marleens Geburt beendet. Doch sie kennt seine internationalen Medaillen und erinnert sich an seine Erzählungen. „Ich möchte so gut es geht in die Fuß stapfen meines Vaters treten“, sagt sie.

Halbe Holländerin

Als Marleen drei ist, zieht die Familie über die Grenze nach Essen. Der ESV Kupferdreh ist Marleens erste Station, so lange, bis sie alt genug ist, um bei der renommierten Kanu-Gemeinschaft am Baldeneysee zu trainieren, wo schon ihr Vater in seinen Zwanzigern an seiner Form arbeitete. Das Elternhaus steht nur wenige Minuten mit dem Fahrrad entfernt. „Die Förderung und das Umfeld sind in Deutschland besser“, schildert Marleen. Und so trug der Kanusport dazu bei, dass es einen Holländer nach NRW verschlug, wo er eine Deutsche lieben lernte. Ihre gemeinsame Tochter bekam den deutschen Pass und wuchs zwei sprachig auf. „Ich sehe mich als halbe Holländerin“, sagt Marleen.

In Papas Fußstapfen treten

Beim Paddeln kreuzten sich damals auch die Wege der Väter von Marleen und Caroline. Als Konkurrenten fuhren sie internationale Rennen, freundeten sich an, besuchten einander, gaben ihren Töchtern Salzstangen.

Beide Väter waren dabei, als Marleen und Caroline in Portugal ihr bis dato bedeutendstes Rennen mit dem Junioren Weltmeistertitel veredelten. Fragt man Jean Paul, hat ihn sein Sprössling mit diesem Erfolg bereits übertroffen. „Ich sehe das nicht so“, hält Marleen dagegen. Ihr ist bewusst, dass der Schritt von der Juniorenklasse zu den Senioren am schwersten ist, wo ihr Vater sich seinerzeit etabliert hatte. Sie hat nun fünf Jahre im U23-Bereich vor sich. Eine Art Pufferzone. „Ich hoffe, dass früher klar wird, ob ich es einmal in die A-Nationalmannschaft schaffen werde. Sportlich steht gerade alles offen.“

Strukturiert und hintenraus schneller

Neuen Dingen begegnet Marleen interessiert, aber stets respektvoll. Früher, erzählt sie, war ihr bei Wettkämpfen häufig speiübel vor Nervosität. „Ich habe meine Trainer verrückt gemacht“, sagt sie. Mit Hilfe von Mentaltrainern und Sportpsychologen von „mentaltalent“ an der Deutschen Sporthochschule Köln bekam in sie ihre Anspannung besser in den Griff. „Sobald das Rennen gestartet ist, ist in mir alles ruhig“, sagt sie heute.

„Marleen fährt eine klare Rennstruktur. Sie hält sich an den Plan und handelt nicht impulsiv“, schildert Bootspartnerin Caroline. Der sogenannte „negative Split“ ist typisch für ihre Rennen. Davon sprechen Kanuten, wenn die zweite Hälfte schneller gefahren wird als die erste, was bei Kanurennen unüblich ist. Marleen legt zu, wenn bei anderen die Kräfte nachlassen. „Es stresst mich nicht, wenn Boote vor mir sind. Ich kann mich fokussieren, wenn es darauf ankommt“, sagt sie. Von den Erwartungen anderer will sie sich frei machen, einen klaren Kopf behalten. „Das führt sonst dazu, dass man sich daran mental festbeißt.“

Druck macht sie sich selbst genug, findet Marleen. Das WM-Finale war ein Beispiel. Caroline hatte zuvor bereits Einer-Rennen dominiert und Gold gewonnen. „Ich gönne es ihr. Sie ist ein so bodenständiger und bescheidener Mensch. Trotzdem hat es mich natürlich beschäftigt, dass in unserem Rennen mindestens eine Medaille drin sein muss. Falls wir keine holen, muss es wohl an mir liegen“, sagt Marleen. Caroline nahm ihre Unruhe wahr.

In der Vorbereitung hatten die Trainer festgestellt, dass die Kanutinnen gemeinsam eine deutlich sauberere Technik fahren als jede einzeln. „Die Kombination aus uns beiden ist ideal“, sagt Caro. „Wir ergänzen uns in unseren Schwachstellen.“ Marleen bricht es runter: „Ein Zweier läuft oder er läuft nicht.“ Und dann lief er in Portugal. 500 geschmeidige Meter. Caroline behielt mit ihrer Prognose recht: „Entspann dich, wir packen das!“

Marleen Sits
geb. 2007, aus Essen. Sie startet für die KG Essen und studiert Bauingenieurwesen an der Universität Duisburg-Essen.

Erfolge 2025:
1. Platz Junioren-WM im K2 über 500 m,
2. Platz im K4 über 500 m
1. Platz Deutsche Meisterschaften im K2 über 500 m
2. Platz im K2 über 200 m sowie im K4 über 500 m

Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , , , , | Comments 20436 Wurzeln im Wasser

Caroline Heuser ist vierfache Junioren-Weltmeisterin im Kanurennsport. Ein Leben ohne Boot ist für die 18-Jährige undenkbar. Seit ihrer Geburt ist Caro Mitglied im Alstadener Kanu Club – ein kleiner Verein, der ihr Heimat und Familie zugleich ist. In genau diesem Umfeld wurde Caro groß und erfolgreich. Im olympischen Sprint ist sie schier unschlagbar, aber im nicht-olympischen Kanumarathon fast genauso stark – 2025 nahm sie an den World Games in Chengdu teil.

Der neue Film „Wurzeln im Wasser“ der Sportstiftung NRW: Carolines Story.

Training auf dem Essener Baldeneysee.

„Olympische Spiele wären ein absolutes Highlight“, sagt die junge Athletin – auch für ihre Oma. Ingrid Heuser war schon 1964 in Tokio dabei. Ihre Enkelin hat das Talent, die fünf Ringe bald aus nächster Nähe zu sehen. Vielleicht schon in los Angeles 2028. Doch egal wie das Projekt Olympia am Ende ausgeht, eines bleibt immer gleich bei Familie Heuser: Der Spaß am Paddeln steht an erster Stelle.

In einem Jahr ist viel passiert in Caroline Leben: Sie gewann den felix award als Newcomerin des Jahres 2024 in NRW – zum Portrait „Auf der Ruhr zu Ruhm“. Sie machte Abitur und den Führerschein. Im Sommer dann der bislang größte Rahmen ihrer Laufbahn: die World Games. Im September startete ihre Ausbildung bei der Bundespolizei in Kienbaum – es ist der erste Schritt hinaus in die Welt, weg von Eltern und großen Brüdern. Ihre Karriere tritt in eine wegweisende neue Phase ein. Caros sportliche Zukunft bleibt spannend!

Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , , , , | Comments 19814 World Games „made in NRW“

59 NRW-Athletinnen und -Athleten in 13 Sportarten haben vom 7. bis 17. August 2025 an World Games in Chengdu, China, teilgenommen.

Die Beachhandball-Männer im Goldjubel.

Beachhandball, Herren – Gold

Severin Henner Henrich (Longericher SC)
Lennart Wörmann (Longericher SC)
Tobias Zeyen (HSV Bocklemünd)
Moritz Nikolaus Ebert (Sand Devils Minden9
Robin John (Sand Devils Minden)
Hendrik Prahst (Sand Devils Minden)

Billard

Joshua Filler (BC Oberhausen 89) – Bronze, Pool-Billard
Pia Filler (BC Oberhausen 89) – Viertelfinale, Pool-Billard
Ina Kaplan (BC Siegtal 89) – 4. Platz, Pool-Billard
Martin Horn (BC International Berlin) – Bronze, Dreiband-Billard

Joshua Filler vom BC Oberhausen 89 erreichte den 3. Platz.

Duathlon

Annika Faber (PV Triathlon TG Witten) – 21. Platz

Faustball

Philip Klaus Hofmann (TSV Hagen) – Silber, Herren-Mannschaft

Kanu-Marathon

Caroline Heuser (AKC Oberhausen) – 11. Platz, Kurzdistanz; 12. Platz, Langdistanz
Nico Paufler (KG Essen) – 5. Platz Kurzdistanz; 7. Platz Langdistanz

Kanu-Polo, Herren & Damen – Gold

Katharin Grünewald (1. MKC Duisburg)
Nina Hachenburg (WSF Liblar)
Jill Rutzen (KRM Essen)

Erik Beukenbusch (1. MKC Duisburg)
Leon Konrad (KRM Essen)
Tim Riecke (1. MKC Duisburg)
Lennart Unterfeld (KRM Essen)
Jonas Vieren (WSF Liblar)

Korfball, Mixed-Team – 6. Platz

Thomas Freund (TuS Schildgen)
Johanna Gnutt (Schweriner KC)
Maurice Grammel (KV Adler Rauxel9
Madeline Gust (KV Adler Rauxel)
Hannah Heilmann (Schweriner KC)
Jan Robert Heming (TuS Schildgen)
Steffen Heppekausen (TuS Schildgen)
Jana Kierdorf (TuS Schildgen)
Theo Nowak (TuS Schildgen)
Anna Sophie Orth (SG Pegasus Rommerscheid)
Julia Strach (KV Adler Rauxel)
Pascal Weckendrup (Schweriner KC)
Lucas Witthaus (Schweriner KC)
Lea Witthaus (Schweriner KC)

Powerboating

Sebastian Lux (MotoSurf Club Germany) – 11. Platz

In der 4×50-m-Medley-Staffel triumphierte das Quartett mit Nina Holt (22 Jahre), Lena Oppermann (20), Undine Lauerwald (22) und Alica Gebhardt (27) in 1:37,60 Minuten.

Rettungsschwimmen

Tim Brang (DLRG Schloß Holte-Stuckenbrock) – Silber 4×50 Pool Life Saver, 4. Platz 4×25 Manikin Relay, 5. Platz 100m Manikin Carry with Fins

Alica Gebhardt (DLRG Harsewinkel) – 2x Gold 4×25 Manikin Relay, 4×50 Medley Relay, Silber 200m Super Lifesaver 

Felix Hofmann (DLRG Kelkheim) – Bronze 200m Super Lifesaver 

Nina Jane Holt (DLRG Harsewinkel) – 5x Gold, 50m Manikin Carry, 100m Rescue Medley, 4×25 Manikin Relay, 4×50 Medley Relay, 4×50 Pool Life Saver

Undine Lauerwald (DLRG Halle-Saalekreis) – 3x Gold 4×25 Manikin Relay, 4×50 Medley Relay, 4×50 Pool Life Saver, Silber 100m Manikin Tow with Fins Women, 6. Platz 100m Manikin Carry with Fins

David Laufkötter (DLRG Schloß Holte-Stuckenbrock) – Bronze 4×50 Medley Relay, 4. Platz 4×25 Manikin Relay

Jan Malkowski (DLRG Schloß Holte-Stuckenbrock) – Silber 4×50 Pool Life Saver, Bronze 4×50 Medley Relay, 4. Platz 4×25 Manikin Relay

Sebastian Pierre-Louis (DLRG Bad Wünnenberg) – Silber 4×50 Pool Life Saver, Bronze 4×50 Medley Relay

Danny Paul Torsten Wieck (DLRG Bad Wünnenberg) – Silber 4×50 Pool Life Saver, Bronze 4×50 Medley Relay, 4. Platz 4×25 Manikin Relay, 7. Platz 50m Manikin Carry

Speedklettern

Nele Charlotte Thomas (Sektion Rheinland-Köln) – 24. Platz, 23. Platz Single 4, 10. Platz Relay
Leander Carmanns (Sektion Rheinland-Köln) – 29. Platz, 9. Platz Single 4, 6. Platz Relay
Julia Koch (Sektion Rheinland-Köln) – 19. Platz, 22. Platz Single 4, 10. Platz Relay
Sebastian Lucke (Sektion Düsseldorf) – 20. Platz, 20. Platz Single 4, 6. Platz Relay
Mina Schultz (Sektion Dortmund) – 32. Platz, 30. Platz Single 4

Squash

Saskia Beinhard (Paderborner SC) – 5. Platz
Raphael Kandra (Paderborner SC) – 21. Platz

Tanzsport (Latein)

Artur Balandin & Anna Salita (T.T.C. Rot-Weiß-Silber Bochum) – 9. Platz

Max Milde aus Duisburg gewinnt Silber in der Disziplin Cable.

Wakeboard

Wanley Fendrich (SSC Trappenberg) – 11. Platz, Freestyle
Max Milde (WSC Rheinhausen) – Silber, Cable
Julia Rick (CWBS Brühl) – Gold, Cable
Florian Weiherer (Allgemeiner Deutscher Wakeboardclub) – Bronze, Cable

Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Comments 18447 Save the World – Wasserball-Doku

Sophie, Finja, Maya, Anna, Darja und Yara spielen Wasserball für den SV Bayer Uerdingen 08 in der Bundesliga und in der Nationalmannschaft. Die Sechs sind beste Freundinnen. Ihr Sport ist mehr als nur eine Leidenschaft – er ist ihre Verbindung, ihre zweite Familie und regelmäßig auch ihre härteste Prüfung.

In unserer neuesten Doku geht es um die unglaubliche Kraft von Teamgeist, der eine besondere kleine Welt vor dem Zerbrechen bewahrt. Ihr Zusammenhalt gibt den Mädels mehr als alle Schwierigkeiten einer dualen Karriere nehmen können – noch jedenfalls. „Das Vertrauen, dass man im Sport aufbaut, bekommt man nicht einfach so außerhalb des Sports“, sagt Kapitänin Sophie.

Die neue Doku der Sportstiftung NRW: „Save the World – a Water Polo Story“

Olympische Spiele sind im Frauenwasserball ein weit entferntes Ziel, aber manche träumt noch davon. Abitur, Studium, Schwimmhalle, Kraftraum und alles geballt sind hingegen realer Alltag der sechs Athletinnen. Gemeinsame Stunden sind trotz aller Anstregnung aber Quality Time fürs Team, die Kraft gibt zu träumen und ihre Wasserballwelt zu bewahren. Von dem Willen und der Hingabe der Sechs profitiert am Ende auch … ihr Sport..

Categories: News Schlagwörter: , , , , , | Comments 17667 Klaras Weg zur Synchron-Schwimmelite

Klara Bleyer zählt zu den besten Synchronschwimmerinnen der Welt. Die 20-Jährige aus Würselen hat mit historischen Erfolgen bei Welt- und Europameisterschaften deutsche Sportgeschichte geschrieben. Doch ihr Weg war hart: Jahrelang schien der große Durchbruch unerreichbar. 2023 brachte den Wendepunkt und Hoffnung – endlich wird ihre Disziplin und ihr Durchhaltevermögen im neuen Wertungssystem honoriert.

Der neue Film „synchronized“ der Sportstiftung NRW: Klaras Story.

Ein emotionaler Kampf um Hoffnung, Anerkennung und Erfolg, der ohne den Ansporn und die unerschütterliche Unterstützung ihrer Familie kaum möglich gewesen wäre. Von den zaghaften Anfängen bei den Wasserfreunden Delphin Eschweiler über die Freien Schwimmer Bochum in die Weltspitze. 2023 wurde sie zur Newcomerin des Jahres in NRW gewählt: Zum Portrait „Die warme Welle“

Klaras erstes Gold war eine „komplette Überraschung und einfach surreal“, erzählt ihre Schwester Johanna. „Ich verstehe, dass Medaillen einen großen Wert haben“, sagt Klara, „aber ich glaube, es ist auch etwas, das ein bisschen falsch in den Köpfen der Menschen ist: Man ist nicht nur gut, wenn man Medaillen hat.“

Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , , , | Comments 17002 Team D für „Lebenswerk Olympia“ gefeiert

Die Olympischen Spiele in Paris sind beendet. Die 428 Athletinnen und Athleten von Team Deutschland sind per Sonderzug heimgekehrt. Sie wurden bei ihrem ersten Stopp in Köln überschwänglich von den Fans empfangen und vor der Kulisse des Doms gebührend gefeiert. Auch Ministerpräsident Hendrik Wüst, Bundessportministerin Nancy Faeser und Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker erwiesen den Olympioniken die Ehre. Das Sportland Nordrhein-Westfalen NRW stellte mit über 100 Teilnehmer den größten Anteil der deutschen Mannschaft.

Hier wird das Team Sportland NRW vorgestellt: Olympia-Sonderseite

Foto: Land NR W/ Marius Becker

Hendrik Wüst: „Ganz unabhängig davon, ob sie eine Medaille im Gepäck haben oder nicht – unsere deutschen Athletinnen und Athleten kehren als Gewinnerinnen und Gewinner aus Paris zurück. Sie alle haben einen großen Teil ihres Lebens in den Sport investiert. Sie haben hart gearbeitet und sind über Jahre hinweg an ihre Grenzen gegangen. Sie haben auf Vieles verzichtet, um ihre Disziplin bis zur absoluten Perfektion zu trainieren. Als Olympionik nach Hause zu kommen – das ist nicht nur ein Erfolg, das ist ein Lebenswerk. Ich habe höchsten Respekt vor jeder einzelnen sportlichen Leistung, die unser ‚Team D‘ in Paris gezeigt hat.“

Die Goldmedaillengewinner Max Rendschmidt (Kanurennsport, K4) aus NRW und Laura Lindemann (Triathlon Mixed-Staffel) trugen die deutsche Fahne bei der Abschlussfeier in Paris. Die Stadt war nach 1900 und 1924 zum dritten Mal Gastgeber der Olympischen Spiele.

Vom 28. August bis 8. September finden in Paris auch die Paralympics statt. DOSB-Präsident Thomas Weikert und Olympiasieger Lukas Märtens (Schwimmen) übergaben in Köln symbolisch den Staffelstab an Friedhelm Julius Beucher, den Präsidenten des Deutschen Behindertensportverbands, und an Para-Tischtennisspieler Valentin Baus (Düsseldorf).


Teilnahmeprämie kommt von der Sportstiftung NRW

Die Sportstiftung NRW vergibt an alle NRW-Athletinnen und -Athleten eine Teilnahmeprämie für das Erreichen der Olympischen Spiele bzw. der Paralympics. Sie werden paritätisch mit jeweils 3.500 Euro ausgezeichnet. Vor 2018 wurden ausschließlich Medaillenleistungen prämiert, erstmals im Jahr 2004.

Die Athletinnen und Athleten des Teams Sportland NRW konnten sich an den drei Olympiastützpunkten Rheinland / Rhein-Ruhr / Westfalen sowie den zahlreichen Bundesstützpunkten in NRW auf ihre Olympia-Teilnahme vorbereiten. Zusammen mit dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen, der Sportstiftung NRW und den Olympiastützpunkten werden die Weichen für eine zielgerichtete Förderung des Nachwuchses frühzeitig gestellt: Angefangen von der Auswahl und Förderung von Talenten, über die Vereinbarkeit von Leistungssport mit Schule, Studium und Beruf bis hin zur Einbindung von Wissenschaft in den Trainingsprozess.

Olympia-Links:

Categories: News Schlagwörter: , , , , | Comments 16744 Ehrung für Deaflympics-Dritte

Die Sportstiftung NRW hat fünf nordrhein-westfälische Futsal-Spielerinnen prämiert, die bei den Winter-Deaflympics 2024 Bronze mit der Frauen-Nationalmannschaft gewannen. Bei einer Feierstunde in Köln händigte Vorstand Dr. Ingo Wolf Teilnahmeprämien über 3.500 Euro aus, um die besondere sportliche Leistung der gehörlosen Athletinnen vom GTSV Essen zu würdigen.

Wir gratulieren Julia Christ, Melissa Gracic, Jana Rerich, Adelina Worseck und Amanda Wysocka!

Futsal gehörte in diesem Jahr zum ersten Mal zum Programm der Gehörlosenspiele im Winter. Die deutschen Nationalmannschaft bezwang im Spiel im Platz 3 Großbritannien 4:3, nachdem das Team im Halbfinale dem späteren Turniersieger Spanien unterlegen war. Die Deaflympics fanden im türkischen Erzurum statt.

Die Sportstiftung NRW vergibt seit 2022 Teilnahmeprämien für das Erreichen der Deaflympics. Olympische und paralympische NRW-Athlet*innen werden auf diese Weise bereits seit 2018 paritätisch mit jeweils 3.500 Euro ausgezeichnet. Zuvor wurden ausschließlich Medaillenleistungen bei Olympischen und Paralympischen Spielen prämiert, erstmals 2004.

Gehörlose Sportler*innen können sich inzwischen auch für eine monatliche Individualförderung bei der Stiftung bewerben. Die Förderung des deaflympischen und paralympischen Leistungssports in NRW macht etwa 12 Prozent des jährlichen Gesamtfördervolumens der Sportstiftung aus. Insbesondere wird hier Leistungssportpersonal wie Trainer, Talentscout und Klassifizierer unterstützt.

Categories: News Schlagwörter: , , , | Comments 7934 Deaflympics-Teilnehmer geehrt

Die Sportstiftung NRW hat die 19 Deaflympics-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen bei einer Feierstunde im Deutschen Sport & Olympia Museum gewürdigt. Erstmals erhielten gehörlose Sportlerinnen und Sportler die Prämien der Sportstiftung NRW in Höhe von je 3.500 Euro für ihre Teilnahme an den Deaflympics. Vor Ort waren circa 40 Gäste.

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW: „Was für uns zählt, ist, dass junge Talente zu starken Persönlichkeiten und mündigen Athletinnen und Athleten heranwachsen. Durch ihre inspirierenden Leistungen, ihre besonderen Erfahrungen und Kompetenzen aus dem Sport können sie viele gesellschaftliche Bereiche bereichern. Die Teilnahmeprämie ist eine Anerkennung des bisher Geleisteten und ein Ansporn diesen Weg fortsetzen.“

Die Geehrten:

Badminton

  • Finja Rosendahl (9. Platz im Einzel Jg. 2003, aus Mülheim an der Ruhr, GSV Düsseldorf)
  • Oliver Witte (17. Platz im Einzel, Jg. 1978, aus Fredersdorf, GSV Düsseldorf)

Beach-Volleyball

  • Henrik Templin (Bronze mit Partner Max Pähler, Jg. 2001, aus Gießen, GSV Düsseldorf)
  • Marco Sudy (7. Platz mit Partner Tobias Franz, Jg. 1983, aus Köln, GSV Düsseldorf)

Fußball (4. Platz mit der deutschen Mannschaft)

  • Luca Ballmann (Jg. 1996, aus Mülheim an der Ruhr, GSV Düsseldorf)
  • Marc Christ (Jg. 1985, aus Essen, GTSV Essen)
  • Andreas Fischer (Jg. 1982, aus Pulheim, GSV Düsseldorf)
  • Joshua Füner (Jg. 1998, aus Rastatt, GTSV Essen)
  • Bastian Janis Hoffmeyer (Jg. 2002, aus Krefeld, GSV Düsseldorf)
  • Florian Kralani (Jg. 1995, aus Lünen, GSV Düsseldorf)
  • Alexander Peters (Jg. 1991, aus Dortmund, GSV Düsseldorf)
  • David Plank (Jg. 1992, aus Remscheid, GSV Düsseldorf)
  • Robin Plank (Jg. 1995, aus Remscheid, GSV Düsseldorf)
  • Marcel Rekus (Jg. 1997, aus Leverkusen, GTSV Essen)
  • Dirk Zimmermann (Jg. 1964, aus Wuppertal, GSV Düsseldorf)

Golf

  • Paul Neumann (9. Platz, Jg. 1987, aus Spremberg, GSV Bielefeld)

Leichtathletik

  • Delia Gaede (4. Platz über 200 Meter, Jg. 1999, aus Köln, GTSV Essen)
  • Hannah Peters (5. Platz Siebenkampf, Jg. 1999, aus Herne, GTSV Essen)

Marathon

  • Thomas Eller (9. Platz, Jg. 1980, aus Essen, GTSV Essen)

Die Deaflympics fanden vom 1. bis 15. Mai 2022 im brasilianischen Caxias do Sul statt. 19 von insgesamt 74 Startern der deutschen Mannschaft kommen aus Nordrhein-Westfalen.

Seit mehr als 20 Jahren unterstützt die Sportstiftung NRW junge Leistungssportlerinnen und -sportler aus olympischen und paralympischen Disziplinen. Seit 2021 werden auch deaflympische Athletinnen und Athleten gefördert. Voraussetzung ist, dass sie für einen nordrhein-westfälischen Verein starten oder ihren Trainings- oder Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen haben.

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Categories: News Schlagwörter: , , | Comments 7046 Hendrik Wüst ehrt Olympia-Teilnehmer

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen haben bei den Olympischen Winterspielen 2022 erneut bewiesen: Das Sportland Nummer 1 kann auch Wintersport. Millionen Sportfans haben die Daumen gedrückt und an den Bildschirmen mitgefiebert. Das gesamte Team Sportland.NRW hat bei Olympia mit herausragenden sportlichen Leistungen überzeugt. Dazu mein herzlicher Glückwunsch.“

Sportstiftung vergibt Prämien

Alle Sportlerinnen und Sportlern erhielten bei der Feierstunde Prämien der Sportstiftung NRW in Höhe von je 3.500 Euro für ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen. Ministerpräsident Wüst ist Vorsitzender des Kuratoriums der Sportstiftung NRW.

Der Ministerpräsident betonte: „Das Sportland Nordrhein-Westfalen engagiert sich ganz besonders für die Talente von morgen und übermorgen: Seit über 20 Jahren unterstützt die Sportstiftung NRW junge Leistungssportlerinnen und -sportler und ist damit eine wichtige Säule der Förderung des Nachwuchsleistungssports in olympischen und paralympischen Sportarten.“

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW: „Wir möchten dazu beitragen, dass junge Talente aus NRW zu starken Persönlichkeiten und mündigen Athletinnen und Athleten heranwachsen. Durch ihre inspirierenden Leistungen, ihre besonderen Erfahrungen und Kompetenzen aus dem Sport können sie viele gesellschaftliche Bereiche bereichern. Unsere Förderung bietet ihnen Sicherheit und Perspektiven während und nach ihrer Karriere.“

Die Geehrten:

  • Hannah Neise (Goldmedaille, Skeleton, BSC Winterberg)
  • Laura Nolte (Goldmedaille, Bob, BSC Winterberg),
  • Deborah Levi (Goldmedaille, Bob, SC Potsdam, Trainingsmittelpunkt Winterberg)
  • Christopher Weber (Silbermedaille, Bob, BSC Winterberg)
  • Matthias Sommer (Bronzemedaille, Bob, BSC Winterberg)
  • Leonie Fiebig (Bob, BSC Winterberg)
  • Kira Lipperheide (Bob, TV Gladbeck – in Abwesenheit)
  • Alexander Gassner (Skeleton, BSC Winterberg – in Abwesenheit)
  • Jacqueline Lölling (Skeleton, RSG Hochsauerland – in Abwesenheit)
  • Andreas Sander (Ski Alpin, SG Ennepetal)
  • Moritz Müller (Eishockey, Kölner Haie)
  • Marco Nowak (Eishockey, Düsseldorfer EG)
  • Katharina Müller (Eiskunstlauf, ERC Westfalen Kunstlauf Dortmund)
  • Tim Dieck (Eiskunstlauf, ERC Westfalen Kunstlauf Dortmund)
  • Nicole Schott (Eiskunstlauf, Essener Jugend-Kunstlaufverein – in Abwesenheit))
„Die Athletinnen und Athleten konnten erneut beweisen: Das Sportland Nummer 1 kann auch Wintersport.“
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst

Sportehrenmedaille für die Top-Platzierten

Bei der Feierstunde in Düsseldorf überreichte die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, den Athletinnen Hannah Neise, Laura Nolte und Deborah Levi und Kira Lipperheide (in Abwesenheit) sowie den Athleten Christopher Weber, Matthias Sommer, Alexander Gassner (in Abwesenheit), Moritz Müller und Andreas Sander für ihre herausragenden Leistungen zudem die Sportehrenmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen.

Sportlerinnen und Sportler, die bei Olympischen und Paralympischen Spielen oder Weltmeisterschaften einen der ersten drei Plätze oder bei Europameisterschaften den ersten Platz erreicht haben, erhalten diese Sportehrenmedaille. Voraussetzung ist, dass sie für einen nordrhein-westfälischen Verein starten oder ihren Trainings- oder Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen haben.

Der Bob- und Schlittensport hat am Standort Winterberg eine lange und erfolgreiche Tradition. Die Bob- und Rodelbahn entspricht den höchsten internationalen Standards und ist regelmäßig Austragungsort von Welt- und Europameisterschaften sowie Weltcuprennen. Die NRW-Sportschule und das Sportinternat ermöglichen es dem Nachwuchs, Schule und Leistungssport optimal zu verbinden. Der Olympiastützpunkt NRW/Westfalen bietet den Athletinnen und Athleten am Standort die erforderlichen Betreuungsleistungen und damit die unabdingbaren Voraussetzungen für Spitzenleistungen und Erfolge.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst ist qua Amt Kuratoriumsvorsitzender der Sportstiftung NRW.
Feierstunde für die Olympiateilnehmer*innen in der Kunstsammlung NRW, K21.
Die Medaillengewinner von Peking (v.l.) mit Ministerpräsident Wüst: Matthias Sommer, Hannah Neise, Deborah Levi, Laura Nolte und Christopher Weber.

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