Hendrik Wüst
21021 Unsere Städte. Unsere Spiele.

Nordrhein-Westfalen führt am 19. April 2026 in allen am Konzept beteiligten Kommunen Ratsbürgerentscheide durch. Rund vier Millionen Menschen können dann über die Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele abstimmen. Mit einer breit angelegten Kampagne wollen die 17 beteiligten Kommunen gemeinsam mit der Landesregierung, dem Landessportbund NRW und dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW, mit Athletinnen und Athleten sowie den Sportfachverbänden die Menschen in Nordrhein-Westfalen bestmöglich informierne und für ein positives Votum bei der Abstimmung werben.

Mehr dazu unter www.olympiabewerbung.nrw

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen will Spiele für alle. Nordrhein-Westfalen ist bereit. Mit KölnRheinRuhr bringen wir Olympische und Paralympische Spiele zu den Menschen. Nordrhein-Westfalen macht Deutschland und der Welt das Angebot für die kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Spiele mit Zuschauerrekorden vor Rekordkulissen. Wir bieten den Athletinnen und Athleten die größte Bühne für den größten Moment ihrer Karriere.“

Rehm, Werth, Heidemann, Kramer, Schulte und Steinbrück unterstützen Kampagne

Ein prominent besetztes Team unterstützt die Bewerbung KölnRheinRuhr. In der ersten Reihe gehören dazu: der Para-Athlet des Jahrzehnts Markus Rehm, die Olympiasiegerin im Degenfechten und Spitzensportfunktionärin Britta Heidemann, die erfolgreichste Olympionikin Deutschlands und erfolgreichste Dressurreiterin der Welt Isabell Werth, der Fußball-Weltmeister Christoph Kramer, der Vorstandsvorsitzende der Deutz AG und Ruder-Weltmeister Sebastian Schulte sowie der ehemalige Ministerpräsident und Bundesfinanzminister a.D. Peer Steinbrück.

Oberbürgermeister der Stadt Köln Torsten Burmester: „Mit Köln als Leading City und Kapitän eines starken Teams kann der Traum von Olympia an Rhein und Ruhr Wirklichkeit werden. Olympische und Paralympische Spiele werden den Kölnerinnen und Kölnern langfristig nutzen und nachhaltig wirken. Sie stärken Spitzen- wie auch Breitensport, fördern die Inklusion sowie das Miteinander und bringen Wachstum für die Wirtschaft und Investitionen in die Infrastruktur. “

Para-Leichtathlet Markus Rehm: „Viele Top-Athletinnen und Athleten des paralympischen Leistungssports sind in Nordrhein-Westfalen zu Hause. Die hervorragenden Strukturen und das hier gebündelte Know-how bilden den Grundstein für das überzeugende Konzept der Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in KölnRheinRuhr. Nordrhein-Westfalen bietet alles, was Paralympische Spiele brauchen und viel wichtiger – sie wurden im Konzept von Anfang an mitgedacht. Der Standort ist ideal und ich stehe voll hinter der Bewerbung KölnRheinRuhr.“

Ratsbürgerentscheide am 19. April 2026

Am 19. April 2026 können die Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Kommunen über die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 abstimmen. Grundlage dafür sind sogenannte Ratsbürgerentscheide, eine Form der direkten Demokratie, bei der die Entscheidung über eine konkrete Frage vom Stadtrat an die Bevölkerung übertragen wird.

Abstimmungsberechtigt sind alle EU-Bürgerinnen und -bürger ab 16 Jahren, die seit mindestens drei Monaten in einer der teilnehmenden Gemeinden wohnen. Die Abstimmungen werden ausschließlich per Brief durchgeführt. Damit das Ergebnis gültig ist, muss eine Mindestbeteiligung erreicht werden. In Städten mit über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner gilt ein sogenanntes Abstimmungsquorum von 10 Prozent. Dies bedeutet, dass die Frage nur dann wirksam im Sinne der Mehrheit der gültigen Stimmen entschieden ist, wenn diese Mehrheit zugleich auch mindestens 10 Prozent der Bürger der Gemeinde entspricht. In kleineren Kommunen liegt das Abstimmungsquorum bei bis zu 20 Prozent. Entscheidet sich die Mehrheit der gültigen Stimmen für „Ja“ oder „Nein“ und wird das Abstimmungsquorum erreicht, ist das Ergebnis bindend.

Abstimmen können die Menschen aus Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim am Rhein, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal.

Die finale Entscheidung für eine deutsche Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele fällt am 26. September 2026, im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB.

KölnRheinRuhr – Unsere Städte. Unsere Spiele.

Nordrhein-Westfalen wird rund 14 Millionen Tickets anbieten können. Jede Sportart wird ein echtes Heimspiel vor Rekordkulisse haben. Die hohe Anzahl der Tickets ermöglicht zudem diese zu Preisen zu verkaufen, die für möglichst viele Menschen erschwinglich sind. Im Umkreis von 500 Kilometern rund um die Region Rhein Ruhr leben rund 160 Millionen Menschen, die in unter drei Stunden in Nordrhein-Westfalen sein können, um Olympische und Paralympische Spiele zu erleben.

Nordrhein-Westfalen bietet das kompakteste Modell mit den kürzesten Wegen. 95 Prozent der Athletinnen und Athleten werden im Olympischen und Paralympischen Dorf wohnen können. Es wird nach den Spielen weitergenutzt und zu einem neuen Stadtquartier entwickelt. Nordrhein-Westfalen hat mit 100 Prozent schon bestehenden oder temporären Sportstätten den nachhaltigsten Plan.

In den vergangenen zehn Jahren fanden in der Region über 30 Weltmeisterschaften, Europameisterschaften oder Multisportevents wie die World University Games, das größte Multisport-Event der Welt im Jahr 2025, statt. Keine andere Region in Deutschland hat eine solche Erfahrung bei der Durchführung von internationalen großen Sportevents wie Nordrhein-Westfalen. Keine andere Region in Deutschland verfügt über eine solche Anzahl herausragender Sportstätten. Alle paralympischen Sportarten finden in denselben Sportstätten statt wie die olympischen.

Ab diesem Jahr stellt Nordrhein-Westfalen insgesamt rund eine Milliarde Euro zur Verfügung, die in den Breitensport, die Sportvereine und in die Sanierung, Modernisierung und den Erhalt von Sportstätten und Schwimmbädern investiert wird.

Die Austragungsorte im Überblick:

  • Aachen – Fußball, Reitsport | Para Dressursport
  • Bochum – Fußball, Moderner Fünfkampf
  • Dortmund – Fußball, Handball
  • Duisburg – Kanu-Rennsport, Rudern, Sportklettern | Para Kanu, Para Rudern, Para Sportklettern
  • Düsseldorf – 3×3 Basketball, Badminton, Basketball, Beachvolleyball, Fechten, Handball, Judo, Ringen, Tischtennis, Triathlon, Volleyball | Blindenfußball, Goalball, Para Badminton, Para Boccia, Para Judo, Para Taekwondo, Para Tischtennis, Para Triathlon Rollstuhlbasketball, Rollstuhlfechten
  • Essen – Boxen, Fußball, Gewichtheben, Radsport (BMX Freestyle & Racing), Schießen | Para Powerlifting, Para Sportschießen, Sitzvolleyball
  • Gelsenkirchen – Schwimmsport | Para Schwimmen
  • Krefeld – Rollstuhlrugby, Taekwondo
  • Kiel/Warnemünde – Segeln
  • Köln – Leichtathletik 7er-Rugby, Bogenschießen, Fußball, Marathonschwimmen, Radsport (Bahnradrennen), Radsport (Straße), Tennis, Turnen | Para Bogenschießen Para Leichtathletik, Para Radsport (Bahn), Para Radsport (Straße), Rollstuhlbasketball, Rollstuhlrugby, Rollstuhltennis, Sitzvolleyball
  • Leverkusen – Fußball
  • Markkleeberg (Sachsen) – Kanu-Slalom
  • Mönchengladbach – Hockey
  • Monheim am Rhein – Skateboarding
  • Oberhausen – Volleyball
  • Pulheim – Golf
  • Recklinghausen / Herten– Radsport (Mountainbike)
  • Wuppertal – Fußball, Wasserball

Categories: Uncategorized Schlagwörter: , , , , 20322 25 Jahre Sportstiftung NRW

Die Sportstiftung NRW, Deutschlands größte Landesstiftung zur Förderung des Nachwuchsleistungssports, hat ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Seit der Gründung im Jahr 2000 ist die Stiftung zu einer unverzichtbaren Säule der Athletenförderung in NRW und Deutschland geworden.

Die Jubiläumsveranstaltung fand am 12. Dezember im Teehaus an der Galopprennbahn Düsseldorf statt. Unter den Gratulanten waren NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der auch Vorsitzender des Kuratoriums ist, DOSB-Vorstandsvorsitzender Otto Fricke, zahlreiche aktuelle und ehemalige Athletinnen und Athleten sowie Wegbegleiter der Stiftung. Die Jubiläumsfeier wurde bewusst von Talenten mitgestaltet. Ein besonderes Highlight: Eine eigens entwickelte Synchronschwimm-Performance an Land, begleitet von Leinwandaufnahmen aus dem Becken.

Andreas Kötter, Karla Heßmann, Fechter Mika Schiffer, Hendrik Wüst, die Synchronschwimmerinnen Klara Bleyer & Amélie Blumenthal-Haz, Otto Fricke, Para Dressuerreiterin Gianna Regenbrecht, Dr. Ingo Wolf und Lucas Flümann.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Der Sport hat eine stark verbindende, integrative Kraft und kann gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein neues Gefühl des Miteinanders stiften. Das ist gerade in diesen Zeiten wichtiger denn je. Unsere Kinder und Jugendlichen brauchen leuchtende Vorbilder, denen es sich lohnt nachzueifern. Die Sportstiftung NRW sorgt seit 25 Jahren dafür, dass junge herausragende Sporttalente ihren Traum von einer Karriere im Sport verfolgen können und fördert die Sportgrößen von morgen. Damit leistet die Sportstiftung als zentraler Partner einen wichtigen Beitrag, damit Nordrhein-Westfalen auch in Zukunft Sportland Nummer 1 bleibt. Mit ihrem ganzheitlichen Förderansatz und dem selbstverständlichen Mitdenken des Para-Sports stellt die Sportstiftung alle Sportlerinnen und Sportler in den Mittelpunkt. Gleiches gilt für unsere Bewerbung für die Olympischen und Paralympische Spiele. Für alle, bei denen die Sportler und die Zuschauer im Mittelpunkt stehen sollen, ist unsere Bewerbung das beste Angebot. Nordrhein-Westfalen bietet den Athletinnen und Athleten die größte Bühne für den größten Moment ihrer Laufbahn. Die jungen Sporttalente aus unserem Land und aus der ganzen Welt werden ein echtes Heimspiel vor spektakulären Rekordkulissen haben, getragen von der Sportbegeisterung der Menschen in unserem Land.“  

Über 80 Millionen Euro für die Nachwuchsförderung

Die Sportstiftung NRW unterstützt heute so viele Talente wie nie zuvor: Rund 700 Nachwuchskader aus 95 olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten erhalten monatlich individuelle Förderung von bis zu 650 Euro.

Die Stiftung investiert jährlich 4,7 Millionen Euro in den Nachwuchsleistungssport. Seit ihrer Gründung durch die Landesregierung wurden insgesamt über 80 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Förderung verteilt sich auf drei zentral Bereiche:

  • Individualförderung von Athletinnen und Athleten, ca. 3 Mio. Euro pro Jahr
  • Institutionelle Förderung der Vollzeit-Sportinternate, ca. 900.000 Euro pro Jahr
  • Paralympisches Zentrum mit Personalstellen wie Trainer und Talentscout, ca. 560.000 Euro pro Jahr

Ergänzend fließen Projektmittel unter anderem in sportpsychologische Betreuung („mentaltalent“, seit 2007), Coaching-Angebote und berufliche Einstiegsprogramme. In den Anfangsjahren widmete sich die Stiftung vorrangig der Schaffung hauptamtlicher Trainerstellen und der Anschubfinanzierung von Forschungsprojekten wie dem Deutschen Forschungszentrum für Leistungssport „momentum“ an der Sporthochschule Köln.

Förderphilosophie: Der Athlet als inspirierende Persönlichkeit

Mit dem 2023 eingeführten neuen Förderkonzept rückt die Sportstiftung NRW das vorbildhafte Talent in den Fokus: Athletinnen und Athleten, die durch ihre Leistung, ihre Haltung und ihre Persönlichkeit auf andere Menschen inspirieren und in die Gesellschaft wirken. Gefördert wird seitdem nach einem Kompetenzmodell, das neben sportlicher Exzellenz auch die Inspirationskraft und Persönlichkeitseigenschaften der Talente berücksichtigt

Die Förderbausteine der Individualförderung umfassen:

Talente bewerben sich selbstständig mit Motivationsschreiben, Video und Persönlichkeitsfragebogen. Die Auswahl erfolgt durch unabhängige Expertinnen und Experten.

Stimmen:

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender: „Wir fördern und honorieren Leistung – aber auch Haltung. In 25 Jahren hat sich gezeigt, dass Persönlichkeitsentwicklung ebenso wichtig und nachhaltig ist wie sportlicher Erfolg. Unser Förderverständnis sieht im Athleten immer auch den Menschen. Das macht den Unterschied und den besonderen Wert unserer Arbeit aus.“

Gianna Regenbrecht, Para Dressurreiterin und eine von drei Athletenvertretern: „Für viele von uns ist die Unterstützung der Sportstiftung NRW von existenzieller Bedeutung, weil wir am Anfang der Karriere stehen. Das Vertrauen verleiht uns echten Rückenwind.“

Karla Heßmann, ehemalige Schwimmerin: „Leistungssport bedeutet Hingabe und Entbehrungen. Umso wichtiger ist es, verständnisvolle Menschen und unterstützende Partner an seiner Seite zu haben. Die Sportstiftung NRW war für mich immer genau das, und dafür empfinde ich große Dankbarkeit.“

Die ehemalige Schimmwerin Karla Heßmann richtete sich an alle Athlet*innen: „Ich habe Vertrauen in die Sportstiftung NRW – habt es auch!“

Andreas Kötter, Geschäftsführer von WestLotto, offizieller Jubiläumspartner und langjähriger Unterstützer:
„Die Sportstiftung NRW ist unverzichtbar für den Spitzensport in Nordrhein-Westfalen. Uns verbindet als Partner die Überzeugung, dass Athletinnen und Athleten als Persönlichkeiten prägende Vorbilder sind. Durch das gemeinsame Alumni-Netzwerk ermutigen und stärken wir sie dabei auch über ihre aktive Laufbahn hinaus. Nur wer diesen ganzen Weg erkennt, fördert nachhaltig.“

Lucas Flümann, Geschäftsführer: „Unsere Aufgabe ist es, Talente zu stärken, ihnen zuzuhören und ihre Bedürfnisse zu kennen. Durch Nahbarkeit und Transparenz schaffen wir Vertrauen. Wir wollen nicht nur Geldgeber sein, sondern die Talente befähigen, in die Gesellschaft zu wirken. Denn wer im Leistungssport fördert, trägt Verantwortung für die Menschen. Diesem Anspruch werden wir auch in Zukunft gerecht.“

Talente gestalten das Jubiläum mit

Die Jubiläumsfeier wurde bewusst von Athletinnen und Athleten mitgestaltet. Mit kurzen Showacts und persönlichen Wortbeiträgen präsentierten sie ihre Sportarten und vermittelten Einblicke in ihre Gedanken zum Leistungssport. Ein besonderes Highlight war die Premiere einer innovativen Synchronschwimm-Performance an Land, live präsentiert von Klara Bleyer und Amelie Blumenthal-Haz – begleitet von eindrucksvollen Aufnahmen ihrer Choreografie im Wasser.

Galerie Jubiläumsfeier

Categories: News Schlagwörter: , , , , , | Comments 20367 felix award 2025

NRW hat gewählt: Ministerpräsident Hendrik Wüst hat vor rund 450 geladenen Gästen in der Düsseldorfer Rheinterrasse die Athletinnen und Athleten des Jahres aus dem Sportland Nordrhein-Westfalen für ihre sportlichen Höchstleistungen ausgezeichnet. Zuvor konnten alle Bürgerinnen und Bürger für ihre Favoriten abstimmen.

Kanu-Talent Marleen Sits ist die Newcomerin des Jahres 2025 – diese Kategorie wird von der Sportstiftung NRW präsentiert.

Damit kommt die die felix Newcomerin zum zweiten Mal infolge aus den Reihen des Kanu-Verbands NRW. Juniorenweltmeisterin Sits folgt auf ihre Bootspartnerin Caroline Heuser. Diesen Nachwuchspreis gewann auch Rettungsschwimmerin Nina Holt schon einmal (2022). In diesem Jahr wurde die 22-Jährige nun sogar zur Sportlerin des Jahres gewählt. Holt gewann 2025 fünf Goldmedaillen bei den World Games in Chengdu.

Die Sportlerin des Jahres 2025: Rettungsschwimmerin Nina Holt holte die meisten Stimmen.


Die weiteren Publikumspreise des felix award 2025 gingen an Marathon-Vizeweltmeister Amanal Petros (Sportler des Jahres). Über die Trophäe freuten sich zudem der Weltmeister im Para-Schwimmen Taliso Engel (Para Sport felix) und die Zweierbob-Weltmeisterinnen Laura Nolte und Deborah Levi (Mannschaft des Jahres) sowie Stürmer Tim Kleindienst von Borussia Mönchengladbach (Fußball felix). Als Trainer des Jahres wurde Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa (Judo) ausgezeichnet.

Newcomer-Preis: Bundesstützpunktleiterin Annika Gierig nahm die Auszeichung stellvertretend für ihre Kanutin Marleen Sits entgegen, die sich am Abend der felix Gala im Trainingslager befand.

Auch Leistungen bei World University Games gewürdigt

Im Rahmen der felix-Verleihung wurden außerdem 28 Medaillengewinnerinnen und-gewinner der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games aus Nordrhein-Westfalen vom Ministerpräsidenten Wüst geehrt und durch den Vorsitzenden der Sportstiftung NRW Dr. Ingo Wolf mit je 1.000 Euro für ihre Spitzenleistungen prämiert. Das deutsche „Team Studi“ war mit 297 Athletinnen und Athleten am Start, davon 95 aus NRW.

„Klasse und Leidenschaft in NRW zuhause“

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Sportliche Klasse und Leidenschaft sind in Nordrhein-Westfalen zu Hause. Das hat das Jahr 2025 erneut eindrucksvoll gezeigt. Unsere Athletinnen und Athleten haben auf den größten Bühnen der Welt, von Europa- und Weltmeisterschaften, über die World Games bis hin zu den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games, Spitzenleistungen gezeigt. Diese Spitzenleistungen ehren wir heute mit dem felix award 2025. Nordrhein-Westfalen hat wie keine andere Region in Deutschland die Erfahrung bei weltklasse Sportgroßveranstaltungen. Deswegen gehören die Olympischen und Paralympischen Spiel auch hierher: nach Nordrhein-Westfalen, wo wir mit spektakulären Sportstätten für jede Sportart den Sportlerinnen und Sportlern die größte Bühne für den größten Moment ihrer Karriere bieten können. Olympia für alle, kompakt und nachhaltig, mit neuen Zuschauerrekorden mit 14 Millionen Tickets, kurzen Wegen und getragen von den vielen sportbegeisterten Menschen bei uns im Land. Nordrhein-Westfalen ist und bleibt das Sportland Nummer 1.“

450 Gäste verfolgten die Gala in den Rheinterrassen Düsseldorf

Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW: „Die Ergebnisse dieses Jahres belegen eindrucksvoll, dass sich kontinuierliche Investitionen in den Leistungssport lohnen. Unsere Athletinnen und Athleten haben weltweit Maßstäbe gesetzt. Entscheidend ist jetzt, die hervorragenden Strukturen in unseren Olympiastützpunkten Köln, Essen und Dortmund dauerhaft abzusichern – gerade auch in Hinblick auf die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele -, um auch künftig international konkurrenzfähig zu bleiben.“

Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, erklärte: „Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger stehen stellvertretend für die Vielfalt und Stärke des Sports in NRW – von jungen Talenten bis zu etablierten Champions. Diese Erfolge sind ein Ansporn, die Förderung des Sports sowohl in der Breite als auch in der Spitze weiter auszubauen und die Begeisterung für Bewegung in die Gesellschaft zu tragen.”

Live-Schalte zu den Gewinnerinnen der Mannschaftskategorie: Bobpilotin Laura Nolte und ihre Anschieberin Deborah Levi

Seit 2007 werden Sportlerinnen und Sportler aus NRW, die sich in besonderer Weise hervorgetan haben, mit den felix awards ausgezeichnet. Mit diesem Preis würdigen das Land Nordrhein-Westfalen, der Landessportbund Nordrhein-Westfalen und die Sportstiftung NRW sowohl den Spitzensport als auch herausragende Persönlichkeiten des Sports. Eine Jury nominiert jeweils fünf Anwärter auf den Award in sieben Kategorien. Der Publikumspreis wird – mit Ausnahme der Kategorie „Trainer*in des Jahres“ – per Online-Voting durch Bürgerinnen und Bürger vergeben.

Newcomerin des Jahres: Marleen Sits
 

Newcomerin des Jahres: Marleen Sits

 

Die 18-Jährige Kanutin von der KG Essen gewann 2025 bei der Juniorinnen- und U23-Weltmeisterschaft in Portugal den Titel im Zweierkajak und holte Silber im Vierer. Damit knüpfte die Dinslakenerin erfolgreich an ihre starken Auftritte bei den Olympic Hope Games 2024 an, wo sie drei Gold- und eine Silbermedaille gewonnen hatte.

Newcomerin des Jahres: Marleen Sits
 
Sportler des Jahres: Amanal Petros

Sportler des Jahres: Amanal Petros

Amanal Petros ist Deutschlands erfolgreichster Langstreckenläufer. Der gebürtige Eritreer, der in Bielefeld sein Lauftalent entdeckte, startet seit 2015 für Deutschland. 2024 wurde er Deutscher Marathonmeister und EM-Dritter im Halbmarathon, 2025 folgte der nächste Meilenstein: Mit Platz zwei bei der WM in Tokio erzielte Petros die beste deutsche Marathonplatzierung der Geschichte.

Sportler des Jahres: Amanal Petros
Sportlerin des Jahres: Nina Holt

Sportlerin des Jahres: Nina Holt

Nina Holt von der DLRG Harsewinkel zählt mit erst 22 Jahren zu den erfolgreichsten Rettungsschwimmerinnen der Welt. Bei den World Games 2025 in Chengdu gewann sie fünfmal Gold – zweimal im Einzel und dreimal in der Staffel – und stellte drei neue Weltrekorde auf. Auch im klassischen Schwimmen ist sie national und international erfolgreich.

Sportlerin des Jahres: Nina Holt
Para Sport felix: Taliso Engel

Para Sport felix: Taliso Engel

Taliso Engel aus Lauf an der Pegnitz dominiert seit Jahren das Para-Schwimmen über 100 Meter Brust. 2025 verteidigte der 23-Jährige in Singapur seinen WM-Titel und verbesserte seinen eigenen Weltrekord auf 1:01,69 Minuten. Auch über 200 Meter Brust stellte er eine neue Bestmarke auf.

Para Sport felix: Taliso Engel
Mannschaft des Jahres: Laura Nolte / Deborah Levi
 

Mannschaft des Jahres: Laura Nolte / Deborah Levi

 

Laura Nolte aus Unna und Deborah Levi aus Dillenburg zählen zu den erfolgreichsten Duos im internationalen Bobsport. Nach Olympiagold 2022 gewannen sie 2025 in Lake Placid erstmals den Weltmeistertitel im Zweierbob und führten einen deutschen Dreifacherfolg an. Mit Präzision, Power und perfekter Abstimmung gehören sie zur absoluten Weltspitze.

Mannschaft des Jahres: Laura Nolte / Deborah Levi
 
Fußball felix: Tim Kleindienst

Fußball felix: Tim Kleindienst

Tim Kleindienst hat sich vom Nachwuchsspieler des Energie Cottbus-Leistungszentrums bis in die Spitze des deutschen Fußballs gearbeitet. Nach seiner Zeit in Freiburg führte er 2023 den 1. FC Heidenheim mit 25 Toren in die Bundesliga. 2024/25 avancierte er bei Borussia Mönchengladbach mit 16 Treffern und neun Vorlagen zu einem der Top-Torjäger der Liga und feierte sein Debüt in der Nationalmannschaft.

Fußball felix: Tim Kleindienst
Trainer des Jahres: Claudiu Pusa

Trainer des Jahres: Claudiu Pusa

Claudiu Pusa prägt seit Jahren als Bundestrainer das deutsche Frauenjudo. Unter seiner Leitung feierten die deutschen Athletinnen zahlreiche internationale Erfolge, zuletzt mit starken Leistungen bei der WM 2025. Für seine herausragende Arbeit wurde der gebürtige Rumäne 2024 mit dem 6. Dan, ein Meistergrad im Judo, ausgezeichnet. Pusa steht für modernes, teamorientiertes Judo, das auf Technik, Mentalität und Zusammenhalt setzt.

Trainer des Jahres: Claudiu Pusa

Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , , , , , | Comments 18992 Athleten bekommen mehr Geld

Die Sportstiftung NRW hebt die Förderung für Nachwuchstalente in Nordrhein-Westfalen spürbar an. Ab Oktober steigt die Stipendienförderung auf 350 Euro pro Monat. Die Talent-Förderung wird 2026 auf monatlich 300 Euro aufgestockt. Auch die Zuschüsse für NRW-Sportinternate werden angehoben.

Insgesamt fließen jährlich zusätzliche 850.000 Euro in die Nachwuchsförderung. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Stiftung hat das Kuratorium bei seiner 28. Sitzung am 6. Mai 2025 in der Messe Düsseldorf dieses umfangreiche Förderpaket auf den Weg gebracht. Die Leistungen der Sportstiftung werden damit noch gezielter auf die Bedürfnisse der rund 700 geförderten Athletinnen und Athleten ausgerichtet.

Andrea Milz, stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende und Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt: „Mit den getroffenen Entscheidungen zur Erhöhung der Individual- und Internatsförderung konnten wir die Rahmenbedingungen und damit auch die sportlichen Perspektiven unserer talentiertesten Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportler in Nordrhein-Westfalen noch einmal deutlich verbessern. Die Förderung des Nachwuchsleistungssports in unserem Land entwickeln wir damit auch im Jahr des 25-jährigen Bestehens der Sportstiftung NRW kontinuierlich weiter.“  

700.000 Euro mehr Talent-Förderung ab 2026

Drei Jahre nach der Neuausrichtung der Individualförderung erfolgt nun die erste Anpassung: Ab 1. Januar 2026 beträgt die monatliche Talent-Förderung 300 Euro statt wie bisher 250 Euro. Davon betroffen sind etwa 600 Nachwuchskader aus über 90 olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten. Im Vergleich zu 2024 werden die Athletinnen und Athleten zusätzlich mit ca. 700.000 Euro im Jahr gefördert.  

600 Euro/Jahr zusätzlich für Stipendiaten ab Oktober

Das NRW-Sportstiftungs-Stipendium wird bereits zum Wintersemester 2025/26 von monatlich 300 auf 350 Euro angehoben. Gesamtvolumen: 72.000 Euro jährlich. Aktuell erhalten etwa 120 Geförderte ein Stipendium, das zusätzlich zur Talent-Förderung vergeben wird. Ziel ist es, Athletinnen und Athleten in ihrer akademischen oder beruflichen Ausbildung gezielt zu unterstützen.

Erhöhung berücksichtigt veränderte Lebensrealitäten von Athlet*innen

„Die aktuelle Aufstockung ist notwendig und zeitgemäß“, sagt Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender. „Damit tragen wir den veränderten Anforderungen und Lebensrealitäten Rechnung – denn Inflation, Lebenshaltungs- und Ausbildungskosten steigen weiter. Wir wollen junge Menschen bei ihrer dualen Karriere im Leistungssport und in der Berufsbildung bestmöglich unterstützen. Das ist möglich, weil wir solide wirtschaften – und weil wir im Stipendienprogramm auf das Engagement starker Förderpartner zählen können.“

Die Erhöhungen gelten für alle – sowohl für aktuelle als auch für zukünftige Geförderte.

Bewerbungen sind weiterhin zweimal jährlich möglich. Seit 2023 wurden mehr als 1.300 Bewerbungen eingereicht. Der Auswahlprozess beinhaltet ein Motivationsschreiben, ein Bewerbungsvideo und einen Persönlichkeitsfragebogen. Dieser erfasst sechs Schlüsselkompetenzen, die mündige und vorbildhafte Athletinnen und Athleten aus Sicht der Stiftung auszeichnen: Intrinsische Motivation, Respekt, emotionale Kompetenz, Team- und Kritikfähigkeit, Authentizität und Engagement. Solche Talente zu unterstützen, die andere Menschen mit ihren Leistungen und ihrer Leidenschaft begeistern und inspirieren, ist das Ziel der Sportstiftung.

Zum aktuellen Wirkungsbericht der Sportstiftung NRW

Auch Zuschüsse für Sportinternate werden angehoben

Die Sportstiftung unterstützt zwölf ausgewählte Vollzeitsportinternate in Nordrhein-Westfalen bei der Finanzierung von Personalstellen, insbesondere im Bereich der pädagogischen Leitung. Mit Beginn des neuen Schuljahres erhalten diese Internate künftig 75.000 Euro jährlich. Der pauschale Förderbetrag wird infolge tarifbedingter Veränderungen bei den Personalkosten angepasst.

Categories: News Schlagwörter: , , , , , , | Comments 14847 felix award 2024

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat die felix awards 2024 an herausragende Athletinnen und Athleten aus dem Sportland NRW verliehen. Die Preisverleihung in der Messe Dortmund stand im Zeichen der Olympischen und Parylmpischen Spiele: Vor knapp 700 geladenen Gästen sind Team-Olympiasiegerin Isabell Werth (Dressurreiten / „Sportlerin des Jahres“) und Olympia-Zweiter Julian Köster (Handball / „Sportler des Jahres“) mit dem Publikumspreis felix award ausgezeichnet worden. Über die Trophäe freuten sich außerdem Paralympics-Siegerin Sandra Mikolaschek (Tischtennis / „Para Sport felix“), Junioren-Weltmeisterin Caroline Heuser (Kanu / „Newcomerin des Jahres“) sowie der Mönchengladbacher Fußballprofi Rocco Reitz („Fußball felix“). Der Preis für die „Mannschaft des Jahres“ wurde zum zweiten Mal an die deutsche Herren-Hockey Nationalmannschaft verliehen. „Trainer des Jahres“ wurde der Para Tischtennistrainer Hannes Doesseler.  

Über eine halbe Million Euro Prämie für Olympioniken und Paralympioniken

Im Vorfeld wurden im Rahmen des felix award – champions edition rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris aus Nordrhein-Westfalen von der Sportstiftung NRW mit je 3.500 Euro für ihre Spitzenleistungen feierlich prämiert. Die Sportstiftung NRW ist neben dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Landessportbund NRW in diesem Jahr Mitveranstalter des felix award. Insgesamt wurde über eine halbe Million Euro an die Sportlerinnen und Sportler ausgeschüttet.

Ehrenpreis für Timo Boll

Den felix Ehrenpreis erhielt der siebenfache Olympiateilnehmer und Tischtennisspieler Timo Boll für seine herausragenden Leistungen im Sport, vor allem bei den Olympischen Spielen. In Paris beendete er seine olympische Karriere. Timo Boll hat den felix award geprägt, er gewann die Auszeichnung fünfmal in der Kategorie „Sportler des Jahres“ (2009, 2010, 2011, 2019 und 2021), im Jahr 2021 zusätzlich auch in der Kategorie „Mannschaft des Jahres“. Bereits 2016 wurde er zum zehnjährigen felix-Jubiläum als bester „Sportler des Jahrzehnts“ gewürdigt. Timo Boll ist einer der erfolgreichsten Tischtennis-Spieler weltweit und gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten zur absoluten Weltklasse.

„Botschafter für Toleranz, Respekt und Teamgeist“

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Das war ein herausragendes und spektakuläres Sportjahr für Nordrhein-Westfalen! Begeisternde Fußball- und Handball-Europameisterschaften im eigenen Land, das Double für Bayer 04 Leverkusen und überaus erfolgreiche Athletinnen und Athleten bei den Olympischen und Paralympischen Spielen. Die für den felix award nominierten Persönlichkeiten stehen für herausragende Leistungen, Einsatz und Disziplin. Sie alle haben uns immer wieder neu begeistert und uns unvergessliche Momente geschenkt. Mit dem felix award wollen wir sie als sportliche Spitze und als Botschafter für Toleranz, Respekt und Teamgeist würdigen. Nordrhein-Westfalen ist Sportland Nummer 1 und alle Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer tragen dazu bei, diese Spitzenposition auch in Zukunft zu festigen.“

„Über die zu Recht stolzen Gewinnerinnen und Gewinner hinaus hat das zahlen- wie leistungsmäßig wieder beeindruckende NRW-Aufgebot in Paris bestätigt, dass sich verlässliche Investitionen in den Spitzensport lohnen. Deshalb müssen wir alle Register ziehen, um die finanzielle Ausstattung unserer drei Olympiastützpunkte in Köln, Essen und Dortmund auf einem wettbewerbsfähigen Niveau zu halten“, betont Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW.

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW, ergänzte: „Die heute ausgezeichneten Athletinnen und Athleten verkörpern eindrucksvoll, was durch Begeisterung, Hingabe und unermüdliches Engagement erreicht werden kann. Ihre Leistungen inspirieren, ihre persönlichen Geschichten machen Mut. Jede und jeder Einzelne ist als Botschafter und Vorbild wertvoll für das Sportland NRW. Es ist eine Investition in die Zukunft, unsere Sportlerinnen und Sportler nach Kräften zu unterstützen, um auch morgen Spitzenleistungen zu ermöglichen.“

Seit 2007 werden Sportlerinnen und Sportler aus Nordrhein-Westfalen, die sich in besonderer Weise hervorgetan haben, mit den felix awards ausgezeichnet. Eine Jury nominiert jeweils fünf Anwärterinnen und Anwärter auf den Award in sieben Kategorien. Die Preise werden – mit Ausnahme der Trainerkategorie – druch eine Online-Publikumswahl vergeben.

Newcomerin des Jahres: Caroline Heuser

 

Newcomerin des Jahres: Caroline Heuser

 

Caroline Heuser vom Altstadener Kanu Club Oberhausen 1956 zählt zu den aktuell größten aktuellen Entdeckungen im Kanusport. Nach einem erfolgreichen Jahr 2023 geht es 2024 für sie genauso weiter. In Ungarn erreichte sie in diesem Sommer ihre nächste Goldmedaille im K1 über 500 Meter bei der Junioren-Weltmeisterschaft. Außerdem holte sie im deutschen K4-Boot über 500 Meter gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Silber. Nur sechs Tage später gewann sie bei den Kanu-Marathon-Europameisterschaften im Zweierkajak europäisches Silber. Zum krönenden Abschluss holte sie bei der Deutschen Meisterschaft insgesamt sechs Meistertitel und zwei Vizemeisterschaften.

Das Talent wurde ihr in die Wiege gelegt: Oma Ingrid war Teilnehmerin der Olympischen Spiele in Tokio 1964. Carolines Eltern engagieren sich beim AKC Oberhausen als Trainer und Sportwartin. Ihre Brüder sind dem Sport ebenfalls verfallen und national sowie international erfolgreich.

Newcomerin des Jahres: Caroline Heuser

 
Sportler des Jahres: Julian Köster

Sportler des Jahres: Julian Köster

Der 24-Jährige ist ein Schlüsselspieler der deutschen Handball-Nationalmannschaft und als Kapitän des VfL Gummersbach Leistungsträger im Verein Köster gilt als echter Allrounder mit großen Qualitäten in Abwehr und Angriff. Bei der Europameisterschaft 2022 war er mit 18 Feldtoren der zweitbeste deutsche Werfer. In Paris 2024 hatte er erheblichen Anteil am Silber-Erfolg der Nationalmannschaft.

Sportler des Jahres: Julian Köster
Sportlerin des Jahres: Isabell Werth

Sportlerin des Jahres: Isabell Werth

Isabell Werth entdeckte im Alter von 17 Jahren ihr Talent im Dressurreiten. In den 1980er-Jahren entwickelte sie sich rasant zu einer herausragenden Athletin im Dressursport. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona holte sie ihr erstes Gold mit der Mannschaft und Silber im Einzel. Auch bei den Olympischen Spielen in Paris schrieb sie ihre Erfolgsgeschichte weiter, holte sich mit Wendy Silber im Einzel und Gold mit dem Team. Damit gilt Isabell Werth als die erfolgreichste Reiterin der Welt und als Deutschlands erfolgreichste Olympionikin.

Sportlerin des Jahres: Isabell Werth
Para Sport felix: Sandra Mikolaschek

Para Sport felix: Sandra Mikolaschek

Sandra Mikolaschek hat ihr Talent in diesem Jahr mehr als deutlich gezeigt – die junge Sportlerin holte paralympisches Gold im Einzel. In ihrem Heimatverein TTV Wimmelburg startete sie ihre sportliche Laufbahn. 2013 wechselte sie ans Deutsche Tischtennis Internat nach Düsseldorf, um ihre sportliche Entwicklung voranzutreiben. Seitdem spielt sie für Borussia Düsseldorf in der 1. Bundesliga.

Mikolaschek ist mehrfach Deutsche Meisterin im Einzel und Doppel. 2022 gewann sie bei der Weltmeisterschaft Gold im Mixed sowie Silber im Einzel. Nur ein Jahr später folgten weitere internationale Titel. So holte sie die Goldmedaille im Mixed bei der EM und im Einzel Bronze. Die Goldmedaille bei Paralympischen Spielen folgte in diesem Jahr in Paris. Aktuell ist Sandra die Nummer 1 der Weltrangliste ihrer Wettkampfklasse.

Para Sport felix: Sandra Mikolaschek
Mannschaft des Jahres: Herren-Hockey Nationalmannschaft

 

Mannschaft des Jahres: Herren-Hockey Nationalmannschaft

 

Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Herren zählt zu den traditionsreichsten Teams im internationalen Hockey und stets zum Favoritenkreis im Kampf um Medaillen. Bei den Olympischen Spielen 2008 und 2012 holte das deutsche Team Gold. Und auch im aktuellen Sportjahr feierten die „Honamas“ in Paris: Mit taktischer Disziplin, spielerischer Kreativität und physischer Stärke und zogen sie zielstrebig ins Finale gegen die Niederländer ein. Nachdem es nach regulärer Spielzeit noch 1:1 stand, unterlag die deutsche Mannschaft dem Nachbarland im Shootout und nahm so am Ende die Silbermedaille mit.

Mannschaft des Jahres: Herren-Hockey Nationalmannschaft

 
Fußball felix: Rocco Reitz

Fußball felix: Rocco Reitz

Der gebürtige Duisburger steht derzeit bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag. Rocco Reitz spielt im zentralen Mittelfeld und ist bekannt für seine Übersicht, seine Ruhe am Ball und seine präzisen Pässe. Er ist ein Box-to-Box-Mittelfeldspieler, der sowohl defensiv als auch offensiv eine wichtige Rolle übernehmen kann.

Sein Debüt in der Bundesliga gab Reitz bereits im Alter von 18 Jahren in der Saison 2020/21. Nach seinem Debüt für deutsche U21-Nationalmannschaft 2023 wurde er im Mai sogar in das Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft vor der Europameisterschaft 2024 berufen.

Fußball felix: Rocco Reitz
Trainer des Jahres: Hannes Doesseler

Trainer des Jahres: Hannes Doesseler

Hannes Doesseler ist eine der prägendsten Persönlichkeiten im deutschen Para Tischtennissport und leitet als Bundesstützpunktleiter und Trainer das tägliche Training vieler Spitzensportlerinnen und -sportler des Deutschen Behindertensportverbandes im Deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf. Zu seinen Schützlingen zählen Sandra Mikolaschek, Thomas Schmidberger und Valentin Baus, die unter seiner Führung unter anderem bei den Paralympischen Spielen in Paris 2024 außergewöhnliche Erfolge wie die Goldmedaille im Einzel Frauen und die Silbermedaille im Einzel und Doppel Männer feiern konnten.

Trainer des Jahres: Hannes Doesseler

Categories: News Schlagwörter: , , , , | Comments 15632 Wertschätzung gegeben, Vertrauen gewonnen

Die Sportstiftung NRW hat ein Jahr nach Einführung der neuen Fördersystematik eine erfreuliche Zwischenbilanz gezogen. Über 850 Nachwuchskader haben sich seitdem für die Talent-Förderung beworben. Bei der 27. Kuratoriumssitzung am 30. April 2024 in der Koelnmesse wurden die Ergebnisse einer Feedbackbefragung präsentiert, wonach die Athletinnen und Athleten das Bewerbungsverfahren in hohem Maß als wertschätzend und nachvollziehbar wahrnehmen.

Andrea Milz, stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende und Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt sagt: „Die Sportstiftung NRW unterstützt die Talente in Nordrhein-Westfalen auf ihrem Weg im Sport. Die Förderangebote sind ein wichtiger Baustein, um die leistungssportliche und berufliche Karriere parallel absolvieren zu können. Nur so kann eine erfolgreiche sportliche und nachsportliche Karriere gelingen.“  

78 Prozent sagen: „sehr empfehlenswert“

An der systematischen Feedbackbefragung nahmen 150 Bewerber teil. Sie wurden nach ihrer Zufriedenheit mit der Arbeit der Stiftung sowie nach ihrer Wahrnehmung und Wirkung der Talent-Förderung befragt. 78 Prozent der Teilnehmer bewerteten die Talent-Förderung als sehr oder äußerst empfehlenswert (mindestens 9 von 10 Punkten, Net Promoter Score). Ergänzend zu den Ergebnissen der Sportlerbefragung holte die Sportstiftung Feedback von den Landesverbänden, der Staatskanzlei, dem Landessportbund NRW, den Olympiastützpunkten sowie den Wirtschaftspartnern ein. 

Zum Wirkungsbericht 2023

Grafik: Abgebildet ist der Anteil (in %) der Befragten, die mindestens 4 von 5 Punkten auf einer Zufriedenheitsskala (von „Trifft vollkommen zu“ bis „Trifft überhaupt nicht zu“) angegeben haben.

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW: „Die Resonanz unserer wichtigsten Stakeholder und die hohe Qualität der Bewerbungen bestätigen den Erfolg unserer Reformmaßnahmen. Athletinnen und Athleten können sich selbstbestimmt für eine Förderung empfehlen und damit als Vorbilder im Sportland NRW fungieren. Wir beobachten zudem ein wachsendes Engagement unserer Förderpartner beim NRW-Sportstiftungs-Stipendium, was den hohen Stellenwert einer Nachwuchsförderung, die auch Persönlichkeitsmerkmale berücksichtigt, in Wirtschaft und Gesellschaft unterstreicht.“ 

Das neue Förderkonzept trat zum 1. Januar 2023 in Kraft. Seitdem können Nachwuchsathletinnen und -athleten eigenständig die Initiative ergreifen, um sich für die Module Talent-Förderung, NRW-Sportstiftungs-Stipendium und Internatsplatzförderung zu bewerben. Der Auswahlprozess beinhaltet ein Motivationsschreiben, ein Bewerbungsvideo und einen Persönlichkeitsfragebogen, der sechs Schlüsselkompetenzen beschreibt, die mündige Athletinnen und Athleten aus Sicht der Stiftung auszeichnen: Intrinsische Motivation, Respekt, Emotionale Kompetenz, Team- und Kritikfähigkeit, Authentizität und Engagement. 

Erste Jahresbilanz: 600 Talente in Förderung aufgenommen

Nach zwei erfolgten Bewerbungsphasen fördert die Sportstiftung derzeit etwa 600 Nachwuchskader aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten mit monatlich 250 Euro (Talentförderung). Etwa 100 Geförderte erhalten durch das Stipendienprogramm zusätzlich 300 Euro pro Monat zur Unterstützung ihrer akademischen oder beruflichen Ausbildung. Weitere 100 Talente erhalten eine Begünstigung bei den Kosten für ihren Platz an einem NRW-Sportinternat. Ziel ist es, dass sie bzw. ihre Eltern maximal 300 Euro/Monat selbst aufbringen müssen. 

Sportinternate: mehr Förderung, transparent verteilt

Im Rahmen des Reformprozesses wurden auch die Zuwendungen an die Sportinternate verändert. Zwölf ausgewählte Vollzeitinternate in Nordrhein-Westfalen erhalten von der Sportstiftung pauschal 70.000 Euro/Jahr zur Finanzierung von Personalstellen, insbesondere der pädagogischen Leitung. Durch die veränderte Fördersystematik wächst das Gesamtengagement um etwa 220.000 Euro/Jahr.

Unterstützung für Para Sport und „mentaltalent“ ausgeweitet

Darüber hinaus beschloss das Kuratorium die Förderung für Leistungssportpersonal sowie für Wettkampf- und Trainingsmaßnahmen im paralympischen Sport auf jährlich 650.000 Euro zu erhöhen. Anja Surmann, Vorstand Leistungssport beim Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW: „Das ist ein wichtiger Meilenstein zur nachhaltigen und zukunftsfähigen Weiterentwicklung des Paralympischen Zentrums im Sportland Nr. 1. Mit diesem Beschluss sind wir für den kommenden Zyklus gut aufgestellt, können die erfolgreiche Arbeit konsequent und zielgerichtet im Sinne der Sportlerinnen und Sportler fortführen und unser Leistungssportpersonal an den Verband binden.“

Um Nachwuchskadern eine sportpsychologische Betreuung zu ermöglichen, hat das Kuratorium Fördermittel in Höhe von 138.500 Euro pro Jahr für das Projekt „mentaltalent“ freigegeben. Die Initiative des Psychologischen Instituts an der Deutschen Sporthochschule Köln wird seit ihrer Gründung im Jahr 2007 vollständig von der Sportstiftung NRW finanziert. Der Beschluss sichert die Fortsetzung des Projekts bis Ende 2028.

Categories: News Schlagwörter: , , , | Comments 11718 Kompetenzen-Modell vorgestellt

Die Sportstiftung NRW hat das Bewerbungsverfahren für ihre Individualförderung grundlegend verändert. Leistungssportliche Talente können sich jetzt eigeninitiativ für die drei Module Talentförderung, NRW-Sportstiftungs-Stipendium und Internatsplatz-Förderung bewerben. Für den Auswahlprozess wurde ein 6-Kompetenzen-Modell entwickelt, mit dessen Hilfe mündige Talente identifiziert werden sollen. Die Neuerungen wurde im Rahmen der 26. Kuratoriumssitzung am 25. April 2023 in den Räumen der ARAG Allgemeine Versicherungs-AG in Düsseldorf vorgestellt. 

Grundlage der Veränderungen ist das vor Jahresfrist veröffentlichte und zum 1. Januar 2023 in Kraft getretene neue Förderkonzept.  

Andrea Milz, stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende und Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt: „Die Sportstiftung NRW unterstützt ausgewählte Talente auf ihrem Weg im Leistungssport und in der Ausbildung und schafft damit ein solides Fundament für eine erfolgreiche sportliche und nachsportliche Karriere. Die Förderangebote unterstützen sie dabei, Vorbilder im und durch den Leistungssport zu werden.“

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender: „Der Sport braucht starke Botschafterinnen und Botschafter sowie nahbare Vorbilder. Sie zu identifizieren, ist unsere Aufgabe. Durch ein neuartiges Auswahlverfahren geben wir den Athletinnen und Athleten die Möglichkeit, sich selbstbestimmt für eine Förderung zu empfehlen. Mit unseren Reformen in der Athletenförderung möchten wir einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Spitzensports in NRW leisten.“

Auswahlverfahren identifiziert sechs Kernkompetenzen

Das neue Auswahlverfahren wird für die Talent-Förderung (250 Euro/Monat) eingesetzt. Es beinhaltet ein Motivationsschreiben, ein Bewerbungsvideo und einen digitalen Persönlichkeitsfragebogen. Dem Fragenbogen liegt ein Modell zugrunde, das sechs Eigenschaften und Kompetenzen beschreibt, die mündige Athletinnen und Athleten auszeichnen: Intrinsische Motivation, Respekt, Emotionale Kompetenz, Team- und Kritikfähigkeit, Authentizität und Engagement.

Den Bewerberinnen und Bewerbern werden Fragen zu den einzelnen Kompetenzfeldern gestellt. Die Ergebnisse ihrer Selbsteinschätzung dienen dem Gutachterausschuss und dem Vorstand der Sportstiftung dazu, deren Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen. Das 6-Kompetenzen-Modell wurde in Zusammenarbeit mit dem Kölner Institut für Managementberatung (KIM) und mit Unterstützung der studentischen Unternehmensberatung „Campus for Company“ entwickelt. Es basiert auf den Einschätzungen befragter Spitzenathletinnen und -athleten zu den entscheidenden persönlichen Voraussetzungen für Spitzenleistungen. Gastreferent Momme Jürgensen (KIM) erläuterte das Modell im Rahmen der Kuratoriumsssitzung.

Talente, die sowohl hervorragende Leistungen im Sport als auch in ihrer akademischen oder beruflichen Ausbildung erbringen, können sich zusätzlich auf das NRW-Sportstiftungs-Stipendium (300 Euro/Monat) bewerben. Das gilt auch für Studienanfänger. Die ersten 90 Stipendiatinnen und Stipendiaten wurden bereits bei einer Feierstunde im Januar ausgezeichnet. Das Stipendium wird künftig nur in Verbindung mit der Talent-Förderung vergeben.

Der dritte Baustein der Individualförderung ist die Internatsplatz-Förderung. Bewohnerinnen und Bewohner der NRW-Sportinternate können diese Unterstützung beantragen, um die eigenen Kosten für ihren Internatsplatz zu reduzieren. Ziel ist es, dass sie bzw. ihre Eltern maximal 300 Euro/Monat selbst aufbringen müssen.

Alle Förderangebote sind für Angehörige der olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Nachwuchskader zugänglich. Voraussetzung ist, dass sie einen engen Bezug zum Sportland NRW haben, das heißt, den Trainings- und/oder Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen oder das Startrecht für einen NRW-Verein haben.

Neue Mitglieder im Kuratorium

Die Sportstfitung NRW begrüßte im Rahmen der Sitzung sechs neue Kuratoriumsmitglieder. Nicolas Limbach, Olaf Tabor, Tülay Durdu MdL, Dr. Urban Mauer, Hedwig Tarner MdL und Karl Valks wurden von der NRW-Landesregierung für fünf Jahre in das Gremium berufen.

„Mit unseren Reformen möchten wir einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Spitzensports in NRW leisten“
Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender
Staatssekretärin Andrea Milz
Dr. Ingo Wolf
Impressionen

Categories: News Schlagwörter: , , , , , | Comments 7433 Neues Stipendien-Programm kommt

Die Sportstiftung NRW legt ein Stipendienprogramm für bis zu 100 herausragende Nachwuchssportlerinnen und -athleten auf. Das Kuratorium hat am 5. Mai 2022 die Einführung des NRW-Sportstiftungs-Stipendiums mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 360.000 Euro zum Wintersemester 2022/23 beschlossen. Damit wird die erste Maßnahme einer umfassenden Neuausrichtung der Förderung umgesetzt, die im Rahmen der 25. Kuratoriumssitzung im Deutschen Sport & Olympia Museum Köln vorgestellt wurde. Künftig unterstützt die Stiftung mit ihren Förderangeboten Athletinnen und Athleten dabei, vorbildhafte Persönlichkeiten im und durch den Leistungssport zu werden.

Für olympische, paralympische und deaflympische Bundeskader

Das NRW-Sportstiftungs-Stipendium ist ein Förderangebot für Angehörige der olympischen, paralympischen und deaflympischen Bundeskader, die hervorragende Leistungen in der beruflichen Ausbildung oder im Studium erbringen. Auch wer ein Studium beginnt, kann sich mit entsprechenden schulischen Qualifikationen bewerben.

Stipendiaten erhalten für ein Jahr monatlich 300 Euro. Voraussetzung ist, dass sich ihr Trainings- und/oder Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen befindet oder sie für einen NRW-Verein starten. Den Auswahlprozess koordiniert die Sportstiftung über kooperierende Hochschulen im Sportland.NRW.

Andrea Milz, stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende und Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt: „Unser neues Stipendienprogramm sichert Spitzensportlerinnen und -sportlern aus dem Sportland.NRW eine kontinuierliche, verlässliche Förderung während ihres Studiums. Für viele ist ein Stipendium essenziell, um den Leistungssport und ihre Berufsausbildung parallel finanzieren zu können. Die Sportstiftung vermittelt darüber hinaus Kontakte zu Unternehmen, die sowohl finanziell als auch mit beruflichen Perspektiven Partner der Stipendiatinnen und Stipendiaten werden.“

Fokus auf mündige Athlet*innen

Das NRW-Sportstiftungs-Stipendium ist Teil der neuen Förderstrategie, die dem Kuratorium vorgestellt wurde. Sie beschreibt fünf Handlungsfelder: Individualförderung, Bildung, Begeisterung & Inspiration, Partnerschaft und Schutz.

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender: „Wir möchten junge Athletinnen und Athleten ermutigen, sich mit ihrer Sport- und Bildungslaufbahn auseinanderzusetzen. Da dieses Ziel eine starke Persönlichkeit voraussetzt, fördern wir ausgewählte Talente auf ihrem Weg im Leistungssport, in der Ausbildung und in den Beruf. Mündige Sportlerinnen und Sportler begeistern und inspirieren mit ihrer Leidenschaft und ihren Leistungen die Menschen in Nordrhein-Westfalen. Sie bringen ihre besonderen Potenziale und Erfahrungen in anderen gesellschaftlichen Rollen zur Geltung.“

Mehr Selbstbestimmtheit –
Auch Förderung in nicht-oylmpischen Disziplinen

Das Individualförderkonzept soll 2023 in Kraft treten. Es sieht eine grundlegende Neuerung im Antragsverfahren vor: Athletinnen und Athleten bewerben sich eigeninitiativ um eine Förderung. Sportverbände und Trainer können diese mit Empfehlungsschreiben unterstützen. Neu ist, dass eine Bewerbung auch für Nachwuchstalente aus nicht-olympischen Disziplinen möglich sein wird.

Zwei weitere Jahre „mentaltalent“

Die Förderung des Projekts „mentaltalent“ wird bis Ende 2024 fortgesetzt. Die Initiative koordiniert seit 2007 die sportpsychologische Betreuung des Nachwuchsleistungssports in NRW. „mentaltalent“ wurde vom Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule entwickelt und wird seitdem durch die Sportstiftung gefördert. Das Kuratorium bewilligte weitere 127.100 Euro pro Jahr. Das Projekt ist ein Baustein des Handlungsfelds „Bildung“.

„Mit unseren Reformen möchten wir einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Spitzensports in NRW leisten“
Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender

Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , | Comments 7046 Hendrik Wüst ehrt Olympia-Teilnehmer

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen haben bei den Olympischen Winterspielen 2022 erneut bewiesen: Das Sportland Nummer 1 kann auch Wintersport. Millionen Sportfans haben die Daumen gedrückt und an den Bildschirmen mitgefiebert. Das gesamte Team Sportland.NRW hat bei Olympia mit herausragenden sportlichen Leistungen überzeugt. Dazu mein herzlicher Glückwunsch.“

Sportstiftung vergibt Prämien

Alle Sportlerinnen und Sportlern erhielten bei der Feierstunde Prämien der Sportstiftung NRW in Höhe von je 3.500 Euro für ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen. Ministerpräsident Wüst ist Vorsitzender des Kuratoriums der Sportstiftung NRW.

Der Ministerpräsident betonte: „Das Sportland Nordrhein-Westfalen engagiert sich ganz besonders für die Talente von morgen und übermorgen: Seit über 20 Jahren unterstützt die Sportstiftung NRW junge Leistungssportlerinnen und -sportler und ist damit eine wichtige Säule der Förderung des Nachwuchsleistungssports in olympischen und paralympischen Sportarten.“

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW: „Wir möchten dazu beitragen, dass junge Talente aus NRW zu starken Persönlichkeiten und mündigen Athletinnen und Athleten heranwachsen. Durch ihre inspirierenden Leistungen, ihre besonderen Erfahrungen und Kompetenzen aus dem Sport können sie viele gesellschaftliche Bereiche bereichern. Unsere Förderung bietet ihnen Sicherheit und Perspektiven während und nach ihrer Karriere.“

Die Geehrten:

  • Hannah Neise (Goldmedaille, Skeleton, BSC Winterberg)
  • Laura Nolte (Goldmedaille, Bob, BSC Winterberg),
  • Deborah Levi (Goldmedaille, Bob, SC Potsdam, Trainingsmittelpunkt Winterberg)
  • Christopher Weber (Silbermedaille, Bob, BSC Winterberg)
  • Matthias Sommer (Bronzemedaille, Bob, BSC Winterberg)
  • Leonie Fiebig (Bob, BSC Winterberg)
  • Kira Lipperheide (Bob, TV Gladbeck – in Abwesenheit)
  • Alexander Gassner (Skeleton, BSC Winterberg – in Abwesenheit)
  • Jacqueline Lölling (Skeleton, RSG Hochsauerland – in Abwesenheit)
  • Andreas Sander (Ski Alpin, SG Ennepetal)
  • Moritz Müller (Eishockey, Kölner Haie)
  • Marco Nowak (Eishockey, Düsseldorfer EG)
  • Katharina Müller (Eiskunstlauf, ERC Westfalen Kunstlauf Dortmund)
  • Tim Dieck (Eiskunstlauf, ERC Westfalen Kunstlauf Dortmund)
  • Nicole Schott (Eiskunstlauf, Essener Jugend-Kunstlaufverein – in Abwesenheit))
„Die Athletinnen und Athleten konnten erneut beweisen: Das Sportland Nummer 1 kann auch Wintersport.“
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst

Sportehrenmedaille für die Top-Platzierten

Bei der Feierstunde in Düsseldorf überreichte die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, den Athletinnen Hannah Neise, Laura Nolte und Deborah Levi und Kira Lipperheide (in Abwesenheit) sowie den Athleten Christopher Weber, Matthias Sommer, Alexander Gassner (in Abwesenheit), Moritz Müller und Andreas Sander für ihre herausragenden Leistungen zudem die Sportehrenmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen.

Sportlerinnen und Sportler, die bei Olympischen und Paralympischen Spielen oder Weltmeisterschaften einen der ersten drei Plätze oder bei Europameisterschaften den ersten Platz erreicht haben, erhalten diese Sportehrenmedaille. Voraussetzung ist, dass sie für einen nordrhein-westfälischen Verein starten oder ihren Trainings- oder Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen haben.

Der Bob- und Schlittensport hat am Standort Winterberg eine lange und erfolgreiche Tradition. Die Bob- und Rodelbahn entspricht den höchsten internationalen Standards und ist regelmäßig Austragungsort von Welt- und Europameisterschaften sowie Weltcuprennen. Die NRW-Sportschule und das Sportinternat ermöglichen es dem Nachwuchs, Schule und Leistungssport optimal zu verbinden. Der Olympiastützpunkt NRW/Westfalen bietet den Athletinnen und Athleten am Standort die erforderlichen Betreuungsleistungen und damit die unabdingbaren Voraussetzungen für Spitzenleistungen und Erfolge.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst ist qua Amt Kuratoriumsvorsitzender der Sportstiftung NRW.
Feierstunde für die Olympiateilnehmer*innen in der Kunstsammlung NRW, K21.
Die Medaillengewinner von Peking (v.l.) mit Ministerpräsident Wüst: Matthias Sommer, Hannah Neise, Deborah Levi, Laura Nolte und Christopher Weber.

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