FELIX Award
14847 Die felix Gewinner

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat die diesjährigen Gewinner der felix awards ausgezeichnet. Bei der Gala für die NRW-Sportler*innen des Jahres in der Classic Remise Düsseldorf wurde Synchronschwimmerin Klara Bleyer aus Würselen als Newcomerin des Jahres geehrt. Die 19-Jährige von den Freien Schwimmern Bochum e.V. trug sich als erste deutsche Jugendeuropameisterin seit fast 40 Jahren in die Geschichtsbücher ein. Bobpilotin Laura Nolte nimmt nach WM-Gold im Monobob erneut den Titel „NRW-Sportlerin des Jahres“ mit nach Hause. Bei den Männern führte kein Weg am Kapitän der Eishockey-Nationalmannschaft vorbei: Moritz Müller, das Urgestein von den Kölner Haien beendet das Sportjahr als Vize-Weltmeister und felix Gewinner.

In der Mannschaftskonkurrenz fiel die Wahl auf die Hockey-Nationalmannschaft. Zehn Spieler aus NRW trugen zum insgesamt dritten WM-Erfolg der „Honamas“ bei. Im Para Tischtennis ist der amtierenden Europameister Valentin Baus seit Jahren herausragend und kann seine Titelsammmlung um einen felix Award bereichern. Jungprofi Florian Wirtz von Bayer 04 Leverkusen gewinnt den Fußball felix.

Wer einen Award in den sechs Sportkategorien bekommt, haben die Bürgerinnen und Bürger durch ein Online-Voting entschieden. Die Kategorie „Trainer*in des Jahres“ wird von ehemaligen Preisträger ermittelt. Sie entschieden sich für Hockey-Nationaltrainer André Henning.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die für den felix award nominierten Persönlichkeiten repräsentieren nicht nur die sportliche Spitze in unserem Land, sie zeigen uns auch, wie leistungsfähig und vielfältig der Sport bei uns ist. Die Leidenschaft, der unbedingte Wille und die herausragenden Ergebnisse der Sportlerinnen und Sportler sowie Trainerinnen und Trainer aus unserem Land tragen dazu bei, die Aufmerksamkeit und das Ansehen für den Sport weiter zu stärken.“

Seit 2007 werden Sportler*innen aus Nordrhein-Westfalen, die sich in besonderer Weise hervorgetan haben, mit dem felix award ausgezeichnet. Mit diesem Preis würdigen das Land Nordrhein-Westfalen, der Landessportbund Nordrhein-Westfalen und die Sportstiftung NRW sowohl den Spitzensport als auch herausragende Persönlichkeiten des Sports.

„Unser Anspruch ist es, den Abend für alle Gewinnerinnen und Gewinner des felix award unvergesslich zu machen. Und natürlich möchten wir ebenso den Nominierten und geladenen Gästen ein sehr besonderes Event bieten, das verdeutlicht, wie facettenreich, stark und inspirierend Nordrhein-Westfalen im Bereich Sport ist“, sagt Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW.

Dr. Ingo Wolf hielt die Laudatio für die Newcomerin des Jahres: „Klara Bleyer ist ein Vorbild, wie man mit absoluter Hingabe das Beste aus seinen Möglichkeiten macht. Sie steht exemplarisch dafür, wie der Breitensport vom Leistungssport profitieren kann.“

Ministerpräsident Hendrik Wüst
Newcomerin des Jahres: Klara Bleyer

 

Newcomerin des Jahres: Klara Bleyer

 

Klara Bleyer nimmt weite Wege auf sich, um ihrem Sport erfolgreich nachgehen zu können: Von Würselen bei Aachen aus fährt sie fast anderthalb Stunden zum Training am Leistungsstützpunkt in Bochum. Bei den Freien Schwimmern stehen zusätzlich neben der Arbeit im Wasser auch Ballett-, Turn-, Akrobatik- und Kraftübungen auf dem Programm.

Klaras Fleiß wurde in der Technischen Kür des Solowettbewerbs und in der Freien Kür jeweils mit der Goldmedaille bei der Jugend-Europameisterschaft auf Madeira belohnt. In ihren Choreografien von rund zweieinhalb Minuten Länge passte alles, so dass die Abiturientin und angehende Produktdesign-Studentin als erste deutsche Jugendeuropameisterin im Synchronschwimmen seit 1984 in die Geschichtsbücher eingehen wird.

Bei der Schwimm-WM in Fukuoka, ihrer ersten WM-Teilnahme bei den Erwachsenen, glänzte Klara Bleyer mit starken Leistungen in der Technischen Kür des Solowettbewerbs und erzielte als Achte das beste deutsche WM-Ergebnis aller Zeiten in dieser Disziplin.

Newcomerin des Jahres: Klara Bleyer

 
Sportlerin des Jahres: Laura Nolte

 

Sportlerin des Jahres: Laura Nolte

 

Zweier-Olympiasiegerin Laura Nolte wurde 2023 erstmals Weltmeisterin im Monobob und bescherte Deutschland damit den ersten großen Titel in dieser jungen Disziplin. Nur wenige Tage später folgte die große Enttäuschung im Eiskanal von St. Moritz: Die 24-Jährige stürzte im Zweierbob mit ihrer Anschieberin Neele Schuten und musste den Traum vom zweiten Gold aufgeben.

Glücklicherweise verletzten sich die beiden nicht und fassten neuen Mut für die Weltcuprennen. In Sigulda feierten sie schlussendlich den ersten Triumph im Gesamtweltcup. Laura Nolte bewies in dieser Saison im Mono- und im Zweierbob, dass sie eine exzellente Pilotin ist, die auch mit wechselnden Anschieberinnen Top-Leistungen bringt.

Sportlerin des Jahres: Laura Nolte

 
NRW-Sportler des Jahres: Moritz Müller

 

NRW-Sportler des Jahres: Moritz Müller

 

Moritz Müller steht bereits seit der Saison 2004/2005 bei den Kölner Haien unter Vertrag. Er hat mehr als 1000 Spiele für die Haie bestritt und führt diese als Mannschaftskapitän an. Seit dem Frühjahr 2018 hat er dieses Amt auch in der Nationalmannschaft inne. Seine internationale Karriere krönte Müller mit der Teilnahme an Olympia 2018 in Pyeongchang, bei denen die DEB-Auswahl die Silbermedaille gewann. Gleiches gelang ihm fünf Jahre später bei der Weltmeisterschaft 2023.

NRW-Sportler des Jahres: Moritz Müller

 
Para Sport felix: Valentin Baus

 

Para Sport felix: Valentin Baus

 

Zweimal hat Valentin Baus an den Paralympischen Spielen teilgenommen, zweimal gewann er eine Medaille. In Paris kann er seine Erfolgsgeschichte weiterschreiben: Durch den EM-Titel in Sheffield ist er bereits im Einzel und Doppel für Olympia 2024 qualifiziert. Baus ist in der Wettkampfklasse 5 das Maß der Dinge und wird auch in Paris der Gejagte sein. Mit sieben Jahren begann Valentin Baus, Tischtennis zu spielen. Aufgrund der erblich bedingten Glasknochenkrankheit ist er seit 2008 auf den Rollstuhl angewiesen.

Para Sport felix: Valentin Baus

 
NRW-Mannschaft des Jahres: Hockey Nationalmannschaft

 

NRW-Mannschaft des Jahres: Hockey Nationalmannschaft

 

Erst im Penalty-Shootout fiel die Entscheidung, die zu einem sensationellen und überraschenden Triumph der Hockey Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft führte. Nach der regulären Spielzeit hatte es 3:3 gegen Titelverteidiger und Olympiasieger Belgien gestanden. Torhüter Jean-Paul Danneberg hielt den entscheidenden Penalty zum 5:4 und krönte sein Team und sich mit dem ersten Titelgewinn eines großen Turnieres seit 2014.

Besonders vom Viertelfinale bis zum Endspiel zeigte die Mannschaft um Kapitän Mats Grambusch ihren enormen Kampfgeist. In allen drei Partien wurde jeweils ein Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt. Auch Dank der Tore von Stürmer Niklas Wellen, der zum Spieler des Turniers gewählt wurde, durfte die deutsche „Honamas“ am Ende den dritten Titelgewinn ihrer Geschichte feiern. 10 Spieler aus NRW standen im Kader.

NRW-Mannschaft des Jahres: Hockey Nationalmannschaft

 
Fußball-felix: Florian Wirtz

 

Fußball-felix: Florian Wirtz

 

Als Florian Wirtz 2020 in die erste Mannschaft des Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen wechselte, wurde er schnell ein festes Mitglied des Kaders und gleichzeitig mit 17 auch dessen jüngster Torschütze. Mittlerweile hat er bereits mehr als 80 Bundesligaspiele absolviert – und das im Alter von 20 Jahren. Seine Laufbahn startete Florian Wirtz beim SV Grün-Weiß Brauweiler, wo sein erster Trainer sein Vater Hans-Joachim war. Gemeinsam mit seiner Schwester Juliane, die ebenfalls Profi-Fußballerin ist, war Florian rund um die Uhr am Platz, um zu trainieren. Mittlerweile gehört er auch zur A-Nationalmannschaft.

Fußball-felix: Florian Wirtz

 
NRW-Trainer des Jahres: André Henning

 

NRW-Trainer des Jahres: André Henning

 

Im Gegensatz zu den anderen Kategorien entscheidet eine Fachjury, die sich aus ehemaligen Preisträgern dieser Kategorie zusammensetzt, über diesen Award.

2007 war Henning mit 23 Jahren der jüngste Coach eines Hockey-Bundesliga Teams und sammelte mit verschieden Klubs Meistertitel im Feld- und Hallenhockey. Den Höhepunkt seiner Trainerkarriere setzte Henning mit dem Weltmeistertitel der deutschen Hockeynationalmannschaft 2023 in Indien.

NRW-Trainer des Jahres: André Henning

 

Categories: News Schlagwörter: , , | Comments 9690 FELIX-Wahl: Athletinnen trumpfen auf

Sportlerinnen räumen bei FELIX Awards 2022 ab: Bei der diesjährigen NRW-Sportlerwahl haben herausragende Athletinnen in allen geschlechtsneutralen Kategorien gewonnen. Die Preisträger*innen wurden von Ministerpräsident Hendrik Wüst bei der FELIX-Gala in Düsseldorf ausgezeichnet.

Nordrhein-Westfalen hat Rettungsschwimmerin Nina Holt zur Newcomerin des Jahres gewählt. Die 19-Jährige brach in diesem Jahr Europa- und Weltrekorde. Bobpilotin Laura Nolte (24) und Anschieberin Deborah Levi (25) sind „Mannschaft des Jahres“. Handbikerin Annika Zeyen (37) vereinte zum zweiten Mal infolge die meisten Stimmen der Bürgerinnen und Bürgern auf sich und wurde mit dem Para Sport FELIX geehrt. Mit der 22-jährigen Skeletoni Hannah Neise gewinnt eine junge Athletin die Auszeichung als beste Sportlerin – ihre Goldfahrt bei den Olympischen Winterspielen in Peking war eine Sensation. Tischtennis-Vizeweltmeister Dang Qui (26) ist Sportler des Jahres, Tischtennistrainer Jörg Roßkopf (53) wurde – im Gegensatz zu den anderen Entscheidungen – von einer Fachjury zum Trainer des Jahres gekürt. Der Schweizer Torhüter Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach gewinnt nach 2019 erneut den Fußball FELIX.

Die Entscheidung, wer einen FELIX aus den verschiedenen Kategorien bekommt, hatten zuvor die Bürgerinnen und Bürger mit ihren rund 30.000 Stimmen per Online-Voting getroffen.

„Der FELIX-Award beweist jedes Jahr aufs Neue: Das Sportland Nordrhein-Westfalen ist vielfältig, leistungsstark und erfolgreich! Die nominierten Sportlerinnen und Sportler sind die Spitze ihrer Disziplinen und repräsentieren die ganze Vielfalt der Szene. Ihnen allen gebührt unsere volle Anerkennung“, so Ministerpräsident Hendrik Wüst. „Lassen Sie uns gemeinsam dafür arbeiten, dass wir diese bunte und facettenreiche Sportlandschaft bewahren und weiterentwickeln.“

Das Land Nordrhein-Westfalen und der Landessportbund NRW würdigen als gemeinsame Organisatoren die herausragenden sportlichen Leistungen. „Unsere intensive Arbeit auf Landesebene bildet seit langem auch ein hervorragendes Fundament für die ganz großen sportlichen Bühnen, wie die Preisträgerinnen und Preisträger mit ihren internationalen Erfolgen immer wieder eindrucksvoll beweisen“, resümierte Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes.

NRW-Newcomerin des Jahres Nina Holt

Die 19-jährige Rettungsschwimmerin aus Erkelenz räumt nicht nur in Sachen Medaillen ab, sondern konnte bereits diverse Rekorde brechen. Unter anderem stellte sie bei den Weltmeisterschaften 2022 im italienischen Riccione einen neuen Europarekord beim Puppenretten über 50 Meter auf und gewann unter anderem zweimal Gold. In der Disziplin 100 Meter Kombinierte Rettungsübung konnte sie mit einer Zeit von 1:07,04 Minuten sogar den Weltrekord übertreffen. Von den World Games in Birmingham kehrte sie sogar mit vier Gold- und einer Bronzemedaille zurück. Nina Holt startet für die DLRG Harsewinkel und die SG Mönchengladbach.

NRW-Newcomerin des Jahres
Nina Holt
NRW-Sportlerin des Jahres Hannah Neise

Wenn die Sauerländerin durch den Eiskanal schießt, agiert sie nach dem Motto „Alles kann, nichts muss!“ Denn die künftige Polizeimeisterin will sich keinesfalls unter Druck setzen lassen. Im Alter von 14 Jahren bestritt sie ihre ersten internationalen Rennen, nahm an der IBSF Youth Serie teil und holte zwei Jahre später bei den bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2016 eine Silbermedaille. In den folgenden Jahren sammelte sie weiter Erfahrungen im Europacup und wurde Juniorenweltmeisterin 2021 in St. Moritz. Die große Sensation gelang ihr jedoch bei den diesjährigen Olympischen Winterspielen: Ohne zuvor jemals ein Weltcuprennen gewonnen zu haben, wurde Hannah Neise Olympiasiegerin. Dafür wurde sie zusätzlich mit dem Silbernen Lorbeerblatt, der höchsten sportlichen Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland, geehrt.

NRW-Sportlerin des Jahres
Hannah Neise
NRW-Sportler des Jahres Dang Qui

Der gebürtige Schwabe (26) steht für den Rekordmeister Düsseldorf an der Platte. Einen derart rasanten Aufstieg gab es in der deutschen Tischtennis-Welt schon lange nicht mehr: Baden-Württembergischer Landesmeister, deutscher Schülermeister, EM-Zweiter der U21. Nach dem Abitur geht es dann nur noch um seinen Sport und er räumt weiterhin einen Preis nach dem anderen ab. Mit seiner unkonventionellen Schlägerhaltung – er hält ihn wie einen Stift – lässt der Weltranglisten Neunte die Konkurrenz hinter sich. 2022 holt er EM-Gold im Einzel und wird Vizeweltmeister mit der deutschen Mannschaft.

NRW-Sportler des Jahres
Dang Qui
NRW-Mannschaft des Jahres Laura Nolte und Deborah Levi

Seit der Saison 2018/19 gehen Bobpilotin Laura Nolte und Anschieberin Deborah Levi gemeinsam im Weltcup an den Start. Die gebürtige Hessin Levi kommt ursprünglich aus der Leichtathletik und stieß durch die Empfehlung eines Trainers als Partnerin zu Nolte, die bereits in Winterberg trainierte. Bereits 2021 sicherten sie sich im Team die EM-Goldmedaille sowie Bronze bei der WM in Altenberg, bevor in diesem Jahr ihr bisheriges Karrierehighlight folgen sollte: Im Februar bei den Olympischen Winterspielen in Peking dominierte das Duo die vier Finalläufe und sicherte sich die Goldmedaille. Mit nur 23 Jahren wurde Laura Nolte so zudem die jüngste Pilotin, die einen Olympiasieg im Bobsport feiern darf.

NRW-Mannschaft des Jahres
Laura Nolte und Deborah Levi
Para Sport Felix Annika Zeyen

Annika Zeyen gelang das Kunststück, in zwei unterschiedlichen Disziplinen paralympisches Gold zu gewinnen: 2012 siegte sie im Rollstuhl-Basketball, 2021 im Zeitfahren mit dem Handbike. Nach 16 Kilometern hatte sie in Tokio im Ziel 43 Sekunden Vorsprung und holte im Straßenrennen gleich auch noch Silber. Und auch 2022 war die Athletin vom SSF Bonn kaum zu schlagen: Ihre Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Para Radsport in Kanada krönte sie mit zwei Goldmedaillen im Zeitfahren und im Straßenrennen – trotz einer Covid-Erkrankung im Frühjahr. Im Straßenrennen war das bereits ihr dritter Titel in Folge.

Para Sport Felix

Annika Zeyen
Fußball-FELIX Yann Sommer

In seiner gesamten Bundesliga-Karriere hat Yann Sommer alle 272 Spiele für Borussia Mönchengladbach bestritten, für die der Schweizer Nationaltorhüter seit der Saison 2014/2015 zwischen den Pfosten steht. Dazu kommen über 60 weitere Partien im DFB-Pokal, der Champions und Europa League. Nach vier Schweizer Meistertiteln in Folge wechselte Yann Sommer 2014 zur Fohlen-Elf, wo er seitdem ein wichtiger Eckpfeiler des Teams ist und großen Anteil am stetigen Aufschwung der Borussia in den vergangenen Jahren hatte. Den Felix-Award als Fußballer des Jahres hat der Schweizer bereits 2019 abgeräumt.

Fußball-FELIX
Yann Sommer
NRW-Trainer des Jahres Jörg Roßkopf

Als Sportler war der heutige Tischtennistrainer Jörg Roßkopf (53) ein gefürchteter Gegner an der Platte. Nun treibt der achtmaliger Deutsche Einzel-Meister seine Schützlinge zu Höchstleistungen an. Für sein Engagement wurde er in Düsseldorf mit dem FELIX in der Kategorie „Trainer/Trainerin des Jahres“ geehrt, der im Gegensatz zu den anderen Entscheidungen von einer Fachjury vergeben wird und nicht per Online-Voting der Bürgerinnen und Bürger des Landes.

NRW-Trainer des Jahres

Jörg Roßkopf

Categories: News Schlagwörter: , , , , | Comments 6884 „Ich empfinde das als Ehre“

Ruderin Alexandra Föster aus Meschede ist von den Menschen in Nordrhein-Westfalen zur FELIX Newcomerin des Jahres 2021 gewählt worden. Im Interview erzählt sie vom schwersten Moment ihrer Karriere und ihrem fulminanten Comeback – am Ende mit dem U23-Weltmeistertitel im Ruder-Einer. Jetzt will die Studentin der Elektrotechnik mit dem 1er-Abitur zu den Olympischen Spielen, „vielleicht auch mehrmals“. An der Qualifikation für Tokio war die 19-Jährige jedenfalls schon nah dran.

Die Sportstiftung NRW überreicht traditionell den FELIX-Award an die Newcomer*innen des Sportjahres. Die Preisträger bei der diesjährigen Wahl der NRW-Sportler*innen des Jahres wurden in kleinen, exklusiven Runden geehrt. Eine feierliche Gala war aufgrund der Pandemie-Situation nicht möglich.

Interview mit der FELIX-Newcomerin des Jahres

Interview mit der FELIX-Newcomerin des Jahres

Categories: News Schlagwörter: , , , , | Comments 6697 NRW ehrt Sportler*innen des Jahres 2021

Mit den FELIX Champions-Awards 2021 werden herausragende Athletinnen und Athleten aus ganz Nordrhein-Westfalen geehrt. Die von den Bürgerinnen und Bürgern gewählten Preisträger in diesem Jahr sind Ringerin Aline Rotter-Focken, Tischtennis-Ass Timo Boll, Paralympics-Handbikerin Annika Zeyen, Nachwuchsruderin Alexandra Föster und Fußballprofi Simon Terodde. Ausnahmespieler Boll setzte sich zusätzlich auch in der Mannschaft zusammen mit Dimitrij Ovtcharov und Patrick Franziska durch. Außerdem wurde Handballtrainer Florian Kehrmann von einer Jury zum „Trainer des Jahres“ gekürt.

„Die Verleihung der begehrten FELIX Champions-Awards ist immer wieder der krönende Abschluss eines jeden Sportjahres in Nordrhein-Westfalen. Die Übergabe der Awards bietet erstklassigen Athletinnen und Athleten aus NRW die Aufmerksamkeit, die ihnen auch außerhalb von Sportevents gebührt. Mit ihren herausragenden sportlichen Leistungen, selbst unter den erschwerten Bedingungen der aktuellen COVID-19-Pandemie, sind sie eine Inspiration für zahlreiche Menschen im ganzen Land“, sagt Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen.

Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW, betont: „Wir freuen uns sehr darüber, dass es auch ohne feierliche Gala zumindest geklappt hat, die persönliche Verleihung der FELIX Champions-Awards 2021 bei einer Rundtour im kleinen Kreis vorzunehmen. Dadurch haben die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner eine wohlverdiente Wertschätzung erfahren können. Wir bleiben optimistisch, dass das Sportland NRW mit seinen zahlreichen bewundernswerten Athletinnen und Athleten zeitnah geschlossen aus dieser Pandemie-Krise kommt.“

Die Sportlerwahl NRW ist auch eine Plattform für junge Talente aus verschiedenen Disziplinen. Einige der vielversprechenden Nachwuchskader werden für den FELIX Champions-Award „Newcomer/in des Jahres“ nominiert. „Besonders die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich durch die Pandemie über lange Zeit stark zurücknehmen mussten, verdienen eine besondere Aufmerksamkeit. Es ist unsere Pflicht, Sporttalente in diesen unsicheren Zeiten mit allen uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu unterstützen – damit sie die Chance erhalten, an ihre bisherigen außergewöhnlichen sportlichen Erfolge anzuknüpfen“ erklärt Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW.

Interview mit der FELIX-Newcomerin des Jahres

Interview mit der FELIX-Newcomerin des Jahres

Sportlerin des Jahres

Aline Rotter-Focken
Sportlerin des Jahres Aline Rotter-Focken

Die Ringerin Aline Rotter-Focken (30) vom KSV Germania Krefeld erhält den diesjährigen FELIX Champions-Award als „Sportlerin des Jahres“ und setzt sich damit gegen Isabell Werth, Mieke Kröger, Julia Krajewski und Anna-Maria Wagner durch. Die Krefelderin schrieb bei den Olympischen Spielen in Tokio Geschichte, als die mehrfache Deutsche Meisterin die erste deutsche Olympia-Medaille im Frauen-Ringen gewann. Im letzten  Kampf ihrer Karriere holt sich Aline Rotter-Focken Gold und sorgte für einen weiteren Höhepunkt in ihrer erfolgreichen Laufbahn. Den Weltmeistertitel errang sie bereits im Jahr 2014 und im Jahr darauf ihren ersten FELIX Champions-Award.

 

Sportlerin des Jahres
Aline Rotter-Focken
Sportler des Jahres

Timo Boll
Sportler des Jahres Timo Boll

Tischtennis-Ass Timo Boll (40) vom Verein Borussia Düsseldorf ist der bis dato erfolgreichste Tischtennisspieler Deutschlands und gehört seit vielen Jahren zu den Besten der Welt. Der in Erbach geborene Tischtennisprofi war mehrfach Deutscher Meister, vielfach Europe-Top-12-, Top-16-, European-Super-Cup- und World-Cup-Sieger. Zuletzt gewann er bei der Weltmeisterschaft 2021 Bronze sowie bei der Europameisterschaft 2021 Gold und damit seinen achten Einzeltitel – eine beispiellose Karriere, für die sich das Tischtennis-Ass seinen fünften FELIX Champions-Award als „Sportler des Jahres“ mehr als verdient hat.

 

Sportler des Jahres
Timo Boll
Para Sport-FELIX

Annika Zeyen
Para Sport-FELIX Annika Zeyen

Die Handbikerin und (frühere) Rollstuhl-Basketballerin Annika Zeyen (36) erhält den Para Sport-FELIX 2021. Der Bonnerin gelang das Kunststück, gleich in zwei unterschiedlichen Disziplinen paralympisches Gold zu gewinnen. Im Jahr 2012 gewann sie im Rollstuhl-Basketball, während sie bei den Paralympics 2021 in Tokio mit dem Handbike Gold im Zeitfahren holte sowie eine Silbermedaille im Straßenrennen. „Es war für uns alle eine unheimlich schwere Zeit mit den Einschränkungen durch die Pandemie. Tokyo 2020 wurde um ein Jahr verschoben, so ziemlich alle anderen Wettkämpfe und Trainingslager wurden abgesagt und auch das Training zu Hause musste an andere Orte verlegt werden und überwiegend allein stattfinden. Es waren definitiv keine leichten Bedingungen, und ich bin stolz darauf, dass ich es mit meinem Team trotzdem geschafft habe und in diesem Jahr mit Gold und Silber aus Tokio zurückkehren konnte“, betont Annika Zeyen.

 

Para Sport-FELIX
Annika Zeyen
Newcomerin des Jahres

Alexandra Föster
Newcomerin des Jahres Alexandra Föster

In der FELIX Champions-Kategorie „Newcomer/in des Jahres“ hat sich die Ruderin Alexandra Föster (19) erfolgreich gegen ihre Mitnominierten Cedric Büssing, Franziska Ritter, Hannah Neise und Joshua Hartmann durchgesetzt. Die aufstrebende Athletin aus dem Sauerland lebt und trainiert in Meschede beim ortsansässigen Ruderclub. Ihr persönlich wichtigster Erfolg ist jedoch der U23-Weltmeistertitel dieses Jahr: „Natürlich ist es prinzipiell schon etwas Besonderes, eine Weltmeisterschaft zu gewinnen. Der U23-Titel war aber für mich persönlich noch wichtiger als die U19-WM im Jahr 2019, denn ich habe mir damit selbst gezeigt, dass ich nach meiner Corona-Infektion im Frühjahr wieder auf Top-Niveau angekommen bin.“ Fösters nächstes Ziel: Gold bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris.

 

Newcomerin des Jahres
Alexandra Föster
Mannschaft des Jahres

Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Patrick Franziska
Mannschaft des Jahres Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Patrick Franziska

Auch bei einem weiteren FELIX Champions-Award ist Timo Boll mit von der Partie: Gemeinsam mit seinen Kollegen Dimitrij Ovtcharov (33) und Patrick Franziska (29) wurde Boll mit dem deutschen Tischtennis-Team der Männer als „Mannschaft des Jahres“ für ihre sportlichen Höchstleistungen ausgezeichnet. In diesem Jahr erkämpften die drei Profis bei den Olympischen Spielen in Tokio Silber und bei der Mannschafts-EM in Rumänien Gold für Deutschland.

 

Mannschaft des Jahres
Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Patrick Franziska
Fußball-FELIX

Simon Terodde
Fußball-FELIX Simon Terodde

Eine FELIX Champions-Trophäe geht in diesem Jahr an Simon Terodde (33) vom FC Schalke 04. Für dessen Berufung in die deutsche Nationalelf sprach sich kürzlich die Fußballlegende Lothar Matthäus öffentlich aus – und das, nicht ohne Grund: Mit 150 Torerfolgen in 260 Zweitbundesligaspielen wurde der Bocholter dreimal Torschützenkönig der 2. Bundesliga. In diesem Jahr gewinnt Simon Terodde die begehrte FELIX Champions-Auszeichnung in der Kategorie Fußball.

 

Fußball-FELIX
Simon Terodde
Trainer des Jahres

Florian Kehrmann
Trainer des Jahres Florian Kehrmann

Wie üblich entschied eine Jury, die sich aus allen bisherigen Preisträgern dieser Kategorie zusammensetzt, wer „Trainer/in des Jahres“ werden soll. Die Wahl fiel 2021 auf Florian Kehrmann. Nachdem er selbst rund 15 Jahre beim Handballverein TBV Lemgo spielte und in Athen olympisches Silber sowie einen Europa- und einen Weltmeistertitel einheimste, wechselte Kehrmann 2011 vom Feld an den Spielfeldrand und wurde 2014 Cheftrainer des TBV Lemgo. 2021 holte er mit seiner Mannschaft den Sieg beim DHB-Pokal, dem wichtigsten deutschen Handball-Pokalwettbewerb für Vereinsmannschaften.

 

Trainer des Jahres
Florian Kehrmann

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