NRW hat gewählt: Ministerpräsident Hendrik Wüst hat vor rund 450 geladenen Gästen in der Düsseldorfer Rheinterrasse die Athletinnen und Athleten des Jahres aus dem Sportlandes Nordrhein-Westfalen für ihre sportlichen Höchstleistungen ausgezeichnet. Zuvor konnten alle Bürgerinnen und Bürger für ihre Favoriten abstimmen.
Kanu-Talent Marleen Sits ist die Newcomerin des Jahres 2025 – diese Kategorie wird von der Sportstiftung NRW präsentiert.
Damit kommt die die felix Newcomerin zum zweiten Mal infolge aus den Reihen des Kanu-Verbands NRW. Juniorenweltmeisterin Sits folgt auf ihre Bootspartnerin Caroline Heuser. Diesen Nachwuchspreis gewann auch Rettungsschwimmerin Nina Holt schon einmal (2022). In diesem Jahr wurde die 22-Jährige nun sogar zur Sportlerin des Jahres gewählt. Holt gewann 2025 fünf Goldmedaillen bei den World Games in Chengdu.

Die weiteren Publikumspreise des felix award 2025 gingen an Marathon-Vizeweltmeister Amanal Petros (Sportler des Jahres). Über die Trophäe freuten sich zudem der Weltmeister im Para-Schwimmen Taliso Engel (Para Sport felix) und die Zweierbob-Weltmeisterinnen Laura Nolte und Deborah Levi (Mannschaft des Jahres) sowie Stürmer Tim Kleindienst von Borussia Mönchengladbach (Fußball felix). Als Trainer des Jahres wurde Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa (Judo) ausgezeichnet.

Auch Leistungen bei World University Games gewürdigt
Im Rahmen der felix-Verleihung wurden außerdem 28 Medaillengewinnerinnen und-gewinner der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games aus Nordrhein-Westfalen vom Ministerpräsidenten Wüst geehrt und durch den Vorsitzenden der Sportstiftung NRW Dr. Ingo Wolf mit je 1.000 Euro für ihre Spitzenleistungen prämiert. Das deutsche „Team Studi“ war mit 297 Athletinnen und Athleten am Start, davon 95 aus NRW.
„Klasse und Leidenschaft in NRW zuhause“
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Sportliche Klasse und Leidenschaft sind in Nordrhein-Westfalen zu Hause. Das hat das Jahr 2025 erneut eindrucksvoll gezeigt. Unsere Athletinnen und Athleten haben auf den größten Bühnen der Welt, von Europa- und Weltmeisterschaften, über die World Games bis hin zu den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games, Spitzenleistungen gezeigt. Diese Spitzenleistungen ehren wir heute mit dem felix award 2025. Nordrhein-Westfalen hat wie keine andere Region in Deutschland die Erfahrung bei weltklasse Sportgroßveranstaltungen. Deswegen gehören die Olympischen und Paralympischen Spiel auch hierher: nach Nordrhein-Westfalen, wo wir mit spektakulären Sportstätten für jede Sportart den Sportlerinnen und Sportlern die größte Bühne für den größten Moment ihrer Karriere bieten können. Olympia für alle, kompakt und nachhaltig, mit neuen Zuschauerrekorden mit 14 Millionen Tickets, kurzen Wegen und getragen von den vielen sportbegeisterten Menschen bei uns im Land. Nordrhein-Westfalen ist und bleibt das Sportland Nummer 1.“

Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW: „Die Ergebnisse dieses Jahres belegen eindrucksvoll, dass sich kontinuierliche Investitionen in den Leistungssport lohnen. Unsere Athletinnen und Athleten haben weltweit Maßstäbe gesetzt. Entscheidend ist jetzt, die hervorragenden Strukturen in unseren Olympiastützpunkten Köln, Essen und Dortmund dauerhaft abzusichern – gerade auch in Hinblick auf die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele -, um auch künftig international konkurrenzfähig zu bleiben.“
Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, erklärte: „Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger stehen stellvertretend für die Vielfalt und Stärke des Sports in NRW – von jungen Talenten bis zu etablierten Champions. Diese Erfolge sind ein Ansporn, die Förderung des Sports sowohl in der Breite als auch in der Spitze weiter auszubauen und die Begeisterung für Bewegung in die Gesellschaft zu tragen.”

Seit 2007 werden Sportlerinnen und Sportler aus NRW, die sich in besonderer Weise hervorgetan haben, mit den felix awards ausgezeichnet. Mit diesem Preis würdigen das Land Nordrhein-Westfalen, der Landessportbund Nordrhein-Westfalen und die Sportstiftung NRW sowohl den Spitzensport als auch herausragende Persönlichkeiten des Sports. Eine Jury nominiert jeweils fünf Anwärter auf den Award in sieben Kategorien. Der Publikumspreis wird – mit Ausnahme der Kategorie „Trainer*in des Jahres“ – per Online-Voting durch Bürgerinnen und Bürger vergeben.

Newcomerin des Jahres: Marleen Sits
Die 18-Jährige Kanutin von der KG Essen gewann 2025 bei der Juniorinnen- und U23-Weltmeisterschaft in Portugal den Titel im Zweierkajak und holte Silber im Vierer. Damit knüpfte die Dinslakenerin erfolgreich an ihre starken Auftritte bei den Olympic Hope Games 2024 an, wo sie drei Gold- und eine Silbermedaille gewonnen hatte.

Sportler des Jahres: Amanal Petros
Amanal Petros ist Deutschlands erfolgreichster Langstreckenläufer. Der gebürtige Eritreer, der in Bielefeld sein Lauftalent entdeckte, startet seit 2015 für Deutschland. 2024 wurde er Deutscher Marathonmeister und EM-Dritter im Halbmarathon, 2025 folgte der nächste Meilenstein: Mit Platz zwei bei der WM in Tokio erzielte Petros die beste deutsche Marathonplatzierung der Geschichte.

Sportlerin des Jahres: Nina Holt
Nina Holt von der DLRG Harsewinkel zählt mit erst 22 Jahren zu den erfolgreichsten Rettungsschwimmerinnen der Welt. Bei den World Games 2025 in Chengdu gewann sie fünfmal Gold – zweimal im Einzel und dreimal in der Staffel – und stellte drei neue Weltrekorde auf. Auch im klassischen Schwimmen ist sie national und international erfolgreich.

Para Sport felix: Taliso Engel
Taliso Engel aus Lauf an der Pegnitz dominiert seit Jahren das Para-Schwimmen über 100 Meter Brust. 2025 verteidigte der 23-Jährige in Singapur seinen WM-Titel und verbesserte seinen eigenen Weltrekord auf 1:01,69 Minuten. Auch über 200 Meter Brust stellte er eine neue Bestmarke auf.

Mannschaft des Jahres: Laura Nolte / Deborah Levi
Laura Nolte aus Unna und Deborah Levi aus Dillenburg zählen zu den erfolgreichsten Duos im internationalen Bobsport. Nach Olympiagold 2022 gewannen sie 2025 in Lake Placid erstmals den Weltmeistertitel im Zweierbob und führten einen deutschen Dreifacherfolg an. Mit Präzision, Power und perfekter Abstimmung gehören sie zur absoluten Weltspitze.

Fußball felix: Tim Kleindienst
Tim Kleindienst hat sich vom Nachwuchsspieler des Energie Cottbus-Leistungszentrums bis in die Spitze des deutschen Fußballs gearbeitet. Nach seiner Zeit in Freiburg führte er 2023 den 1. FC Heidenheim mit 25 Toren in die Bundesliga. 2024/25 avancierte er bei Borussia Mönchengladbach mit 16 Treffern und neun Vorlagen zu einem der Top-Torjäger der Liga und feierte sein Debüt in der Nationalmannschaft.

Trainer des Jahres: Claudiu Pusa
Claudiu Pusa prägt seit Jahren als Bundestrainer das deutsche Frauenjudo. Unter seiner Leitung feierten die deutschen Athletinnen zahlreiche internationale Erfolge, zuletzt mit starken Leistungen bei der WM 2025. Für seine herausragende Arbeit wurde der gebürtige Rumäne 2024 mit dem 6. Dan, ein Meistergrad im Judo, ausgezeichnet. Pusa steht für modernes, teamorientiertes Judo, das auf Technik, Mentalität und Zusammenhalt setzt.
Sebastian Burg
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