21887 Onboarding eröffnet Förderjahr 2026

Mit einem großen Onboarding-Event im Movie Park Germany hat die Sportstiftung NRW am 31. Mai offiziell das neue Förderjahr eröffnet. Rund 120 junge Spitzensportler*innen aus unterschiedlichsten Disziplinen wurden dabei feierlich in die Förderung aufgenommen und Teil des größten Nachwuchsnetzwerks im deutschen Leistungssport. Bereits zum dritten Mal veranstaltete die Sportstiftung das Format, das besondere sportliche Leistungen würdigt, den Austausch zwischen Talenten stärkt und die Gemeinschaft im Sportland Nordrhein-Westfalen fördert.

Hendrik Wüst: „Wir fördern sportliche Exzellenz wie niemand sonst“

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst richtete sich per Videobotschaft an die Teilnehmer: „Die Athletinnen und Athleten haben bereits Topleistungen gezeigt und können es bis an die Spitze schaffen. Die Sportstiftung NRW wird sie dabei mit ganzer Kraft unterstützen. Das haben sie verdient.“

Mit Blick auf die Bewerbung „KölnRheinRuhr“ um Olympische und Paralympische Spiele ab 2036 ergänzte Wüst: „Wenn es so kommt, sollen möglichst viele Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen dabei sein. Auch deshalb fördern wir sportliche Exzellenz wie niemand sonst in Deutschland.“


Aktuell unterstützt die Sportstiftung NRW mehr als 700 Bundeskaderathletinnen und -athleten im Nachwuchsbereich.

Netzwerk, Karriere und Persönlichkeitsentwicklung

„Wir möchten unseren Talenten von Beginn an zeigen: Ihr seid jetzt Teil eines starken Netzwerks“, erklärt Geschäftsführer Lucas Flümann. „Unsere Förderung reicht weit über finanzielle Unterstützung hinaus. Es geht darum, junge Persönlichkeiten in ihrer sportlichen und persönlichen Entwicklung zu begleiten.“

Beim Onboarding präsentierten sich zahlreiche Partner der Sportstiftung NRW, darunter:

  • die Laufbahnberatung an den Olympiastützpunkten NRW,
  • der Verein Athleten Deutschland,
  • die Initiative „mentaltalent“,
  • sowie erstmals der Sport-Informations-Dienst (SID) als Kooperationspartner eines neues Workshopformats.

Sie informierten zu Themen wie duale Karriere, Athletenrechte, Sportpsychologie und Medienkompetenz. Auch der langgjährige Stiftungspartner WestLotto bekräftigte sein langfristiges Engagement für den Nachwuchsleistungssport in NRW.

Athletenaustausch und Wertschätzung im Fokus

Athletenvertreterin Sophie Gromann hob die besondere Bedeutung des Formats hervor: „Viele Athletinnen und Athleten begegnen sich hier zum ersten Mal sportartübergreifend. Dieser Austausch und das Gefühl echter Wertschätzung sind enorm wichtig in einer Lebensphase, die oft von hohem Leistungsdruck im Sport und zugleich in der beruflichen Ausbildung geprägt ist.“

Fotoprojekt mit Starfotograf Mike Meyer

Ein besonderes Highlight des Events war erneut das Fotoprojekt von Mike Meyer. In seiner markanten White-Cube-Installation setzte der Fotograf die jungen Leistungssportlerinnen und Leistungssportler aufmerksamkeitsstark in Szene. Meyer arbeitete bereits mit internationalen Persönlichkeiten wie Basketballlegende Dirk Nowitzki und Popstar Rihanna zusammen.

Gemeinsame Erlebnisse im Movie Park Germany

Nach dem Bühnenprogramm nutzten die Talente die Gelegenheit, Deutschlands größten Film- und Freizeitpark gemeinsam zu erleben. Das Onboarding fiel in die Jubiläumssaison des Movie Park Germany, der 2026 sein 30-jähriges Bestehen feiert. „Das Onboarding-Event und unser Jubiläum passen hervorragend zusammen, weil sowohl der Sport als auch unsere Park- und Filmwelt maßgeblich von Emotionen getragen werden“, sagte Parksprecherin Ann-Katrin Dölken. „Gemeinsame Erlebnisse schaffen Verbundenheit und sind der Nährboden für langfristigen Erfolg.“


NRW hat Deutschlands größte Landesportstiftung

Alle eingeladenen Athletinnen und Athleten hatten zuvor erfolgreich das Bewerbungsverfahren der Sportstiftung NRW durchlaufen. Ziel der Förderung ist es, sportliche Talente frühzeitig zu unterstützen und Persönlichkeiten zu entwickeln, die auch gesellschaftlich als Vorbilder wirken. Die Sportstiftung NRW wurde im Jahr 2000 von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen gegründet und ist heute die größte Landesportstiftung Deutschlands. Sie unterstützt insbesondere Nachwuchskader aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten mit einer monatlichen Individualförderung.

Fotogalerie Onboarding 2026
Categories: News Schlagwörter: , , , , 21872 Ready – Set – Go!

Das Frühstück überforderte Gianluca. Nicht das, was auf dem Teller lag, sondern vielmehr die Nachricht, die es als Beilage gab und die es nun binnen wenigen Stunden zu verdauen galt: die Aufstellung für das Staffelfinale am Mittag.

Überraschende Staffelbesetzung

Beim EYOF wurde eine Medley-Sprintstaffel ausgetragen, bei der vier Läufer unterschiedlich lange Distanzen absolvieren, nämlich 100, 200, 300 und 400 Meter. Gianluca sollte an zweiter Position seine Paradedisziplin laufen, die 200 Meter. Das bereitete ihm keine Bauchschmerzen, das war perfekt. Doch seine Teamkollegen hatten nicht annähernd seine Staffelerfahrung und andere Spezialstrecken.

Der DOSB hatte ein Dutzend männliche Nachwuchsleichtathleten nominiert. Die neuformierte Staffelriege setzte einen Hürdensprinter hinter Gianluca, ein 800-Meter- Spezialist wurde als Schlussläufer bestimmt. Das Warm-up vor dem Finale musste reichen, um die Abläufe zumindest grob abzustimmen. Seinen ersten internationalen Auftritt im Nationaltrikot hatte sich Gianluca etwas geordneter vorgestellt.

Erfolgserwartungen

Vielleicht aber machten ihn gerade die gedämpften Erfolgserwartungen locker. Der Leverkusener war mit überragender Form und deutscher Jahresbestleistung nach Skopje gereist. Das Aus im Halbfinale über 200 Meter zum Auftakt des Sportfestivals traf ihn daher hart. „Ich war sehr aufgeregt“, erzählt Gianluca. „Normalerweise mache ich mir nie Druck.“

Ziel des Multisportevents EYOF ist es, die besten europäischen Nachwuchstalente (rd. 4.000) an die olympische Bewegung und Anforderungen des internationalen Spitzensports heranzuführen. In Skopje hörte Gianluca zum ersten Mal ein englisches Startkommando. „Stadien von diesem Ausmaß kannte ich zuvor nicht“, sagt er. Viele neue Eindrücke prasselten auf ihn ein, dazu eine Woche lang Temperaturen um 40 Grad. Am Tag der Eröffnungsfeier feierte Gianluca seinen 17. Geburtstag. Beim Einlaufen der Nationen entdeckte er sich selbst auf den Monitoren. „Als uns das EYOF bei einem Bundeskaderlehrgang Ende 2024 vorgestellt wurde, hielt ich es für ein unerreichbares Ziel.“ Jetzt hängt ein gerahmtes „Germany“-Trikot über seinem Bett. Daneben die Bronzemedaille, die er überraschend mit den Staffeljungs – mittlerweile enge Freunde – mit 13 Hundertsteln Vorsprung auf Italien errang. „Viele jüngere Athleten in meinem Verein haben dasselbe Ziel. Für sie Vorbild zu sein, pusht mich krass.“

Gianluca Wessendorf
geb. 2008, aus Leverkusen. Er besucht das Landrat-Lucas Gymnasium in Leverkusen und startet für den TSV Bayer 04.


Erfolge 2025:

3. Platz EYOF mit der Medley Sprintstaffel sowie Halbfinalteilnahme über 200 m

1. Platz Deutsche U18-Meisterschaften über 200 m und über 4 x 100 m

1. Platz „Jugend trainiert für Olympia“

Categories: News Schlagwörter: , , , , | Comments 21810 X-Man

Biathlon stand ganz oben auf der Watchlist. Ruven steckte mitten im Umzug in seine neue Studentenbude. Es gab viel zu tun, trotz Semesterferien. Sich die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina entgehen zu lassen, stand dessen ungeachtet aber nicht zur Debatte. Zu inspirierend waren die Eindrücke am Bildschirm. Insgeheim lässt Ruven seiner Phantasie schon freien Lauf. „Ich ertappe mich manchmal mit den Gedanken in Los Angeles“, gibt er zu. Seine Disziplin, der Compoundbogen, ist 2028 in der Klasse Mixed-Team erstmals Teil des olympischen Sommerprogramms. Ruvens Jahr 2025 rechtfertigte solche Träume durchaus.

„Das sportliche Niveau zieht dich einfach mit“

„Die nächste Stufe ist Olympia“, zitiert Freundin Katja Ruvens Bericht von den Rhine-Ruhr FISU World University Games (WUG), für die der 20-Jährige im Sommer nominiert war. Spätestens beim Einkleiden war der Funke übergesprungen und Ruven merkte, dass er im Begriff war, Teil von etwas Großem zu werden, gar „dem Größten, was ich sportlich bis dahin erlebt hatte“. Die Universiade war 2025 das weltweit größte Multisportevent. Mit dabei: rund 300 Bogenschützen. Die besten Athleten, die die Studierendenwelt aufbieten kann, kamen nach Essen. „Das war deutlich mehr Thrill als bei deutschen Meisterschaften. Ich konnte häufig mit Top-Stars an derselben Scheibe trainieren. Ihr Niveau zieht dich einfach mit“, sagt Ruven.

In der trainingsfreien Zeit besuchte er mit Athleten aus Indien, Frankreich und der Türkei Wettbewerbe im Basketball, Beachvolleyball und Turnen. Unterwegs in der U-Bahn wurden sie jeden Tag von Passanten als Sportler erkannt und angesprochen. „Das war cool – die wertschätzenden Reaktionen und dass man endlich mal außerhalb seiner Bogenschützen Bubble erzählen konnte, was man macht“, berichtet er. Die Abende vergingen beim Fachsimpeln in der Hotellobby.

Treffer in Perfektion und ein X im Kalender

Ruven beendete die WUG auf Platz 5. Nur einen Monat später stieg er in die Riege der Champions auf: Bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Kanada gewann der Dinslakener Gold im Einzel sowie Silber mit dem Team. Der Grundstein für diesen Formanstieg wurde in Essen gelegt, ist er sich sicher. Unvergessen bleibt auch dieser eine perfekte Schuss im Achtelfinale der Universiade: Ruvens Pfeil stach exakt in die Mitte der Scheibe. Ein sogenanntes „X“ kann von keinem Kontrahenten übertroffen werden und ist selbst für Spitzenathleten ein seltenes Erlebnis. Es ist die ultimative Bestätigung auf der ständigen Jagd nach Perfektion. „Ich werde alles dafür tun, um bei den nächsten World University Games wieder dabei zu sein“, sagt Ruven. „Alles war perfekt“ – und damit meint er nicht nur sein „X“.

Die Juniorenklasse lässt der U21-Weltmeister nun hinter sich und geht selbstbewusst ins erste Jahr bei den Herren: „Ich werde das Feld ein bisschen aufmischen.“ Die Teilnahme an den nächsten Olympischen Spielen wirkt momentan wie der eine Volltreffer, für den man tausende Versuche braucht. „Es wird schwierig, aber ist machbar“, sagt Ruven. Am 14. Juli 2028 steht möglicherweise schon ein X im Kalender.

Ruven Flüss
geb. 2005, aus Dinslaken. Er startet für den BSV Eppinghoven und studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Heilbronn.


Erfolge 2025:

5. Platz Rhine-Ruhr FISU World University Games

1. Platz U21-Weltmeisterschaften, 2. Platz im Team

1. Platz Jugend-Europa-Cup, Gesamtsieg

1. Platz Deutsche Meisterschaften (Herren)

Categories: News Schlagwörter: , , , , , | Comments 21684 Die Salzstangen-Connection

Die eine konnte nicht sprechen, die andere nicht laufen. Aber Salzstangen wollten beide. Also tat sich die eine Zweijährige mit der anderen Zweijährigen zusammen. Marleen sprach’s aus und Caroline holte den Snack der Begierde.

18 Jahre später ist es Caro, die als Erste Worte findet. „Ich hab`s doch gesagt“, keucht sie Marleen über die Schulter. Die bleibt sprach los, ringt ebenso nach Atem. Dann überwältigen sie Gefühle. Anspannung löst sich. „Ich habe geheult wie ein Schlosshund“, sagt Marleen. Zwei beste Freundinnen haben gemeinsam die Weltmeisterschaft gewonnen, Gold erpaddelt. Noch besser als Salzstangen.

„Ich habe geheult wie ein Schlosshund.“

Ungarn ist nach der Hälfte gleichauf. Der Start gehört nicht unbedingt zu den Stärken des deutschen Kajaks. Dieser hier war okay. „Dank Marleen kamen wir gut weg und haben schnell hohe Frequenzen erreicht“, analysiert Caroline. Marleen, die Ungarinnen im Augenwinkel, trifft als Schlagfrau die Entscheidung – für sich und damit zwangsläufig für ihre Partnerin: „Das kann ich mir jetzt nicht mehr nehmen lassen. Ich möchte mehr als Platz 2.“ Früher als sonst läutet sie den Endspurt ein. Sie liest Caros Rhythmus, wie sie mit zieht, von hinten an schiebt, ihr Paddel minimal früher ins Wasser sticht und da mit signalisiert: Ich bin da, ich fange dich auf, wenn es sein muss. Lass es uns nach Hause holen. All-in gehen. Marleen erhöht noch ein mal die Schlagzahl. Am Ende wird der Sieg deutlich. Marleens erster WM-Auf tritt im Zweier endet mit Haydn und einer ausgelassenen Feier im deutschen Lager.

Dass sie zu Haydns Melodie und nicht zum Wilhelmus auf das Podest steigt, hat mit dem Storch zu tun, der in ihrem Fall ein früher, zu früher Vogel war. Er landete in Dinslaken. Marleens Eltern besuchten dort Freunde. Bis nach Hause schafften sie es nicht mehr. Zuhause, das waren damals die Niederlande, die Heimat von Vater Jean-Paul, der in einem kleinen Dorf in Nordholland auf wuchs. „Mehr Kühe als Menschen“, erklärt Marleen. Eben dort nimmt Jean Paul sie zum ersten Mal mit auf ein Boot. Sie selbst hat daran keine Erinnerung. Jean-Paul hatte seine Kanukarriere vor Marleens Geburt beendet. Doch sie kennt seine internationalen Medaillen und erinnert sich an seine Erzählungen. „Ich möchte so gut es geht in die Fuß stapfen meines Vaters treten“, sagt sie.

Halbe Holländerin

Als Marleen drei ist, zieht die Familie über die Grenze nach Essen. Der ESV Kupferdreh ist Marleens erste Station, so lange, bis sie alt genug ist, um bei der renommierten Kanu-Gemeinschaft am Baldeneysee zu trainieren, wo schon ihr Vater in seinen Zwanzigern an seiner Form arbeitete. Das Elternhaus steht nur wenige Minuten mit dem Fahrrad entfernt. „Die Förderung und das Umfeld sind in Deutschland besser“, schildert Marleen. Und so trug der Kanusport dazu bei, dass es einen Holländer nach NRW verschlug, wo er eine Deutsche lieben lernte. Ihre gemeinsame Tochter bekam den deutschen Pass und wuchs zwei sprachig auf. „Ich sehe mich als halbe Holländerin“, sagt Marleen.

In Papas Fußstapfen treten

Beim Paddeln kreuzten sich damals auch die Wege der Väter von Marleen und Caroline. Als Konkurrenten fuhren sie internationale Rennen, freundeten sich an, besuchten einander, gaben ihren Töchtern Salzstangen.

Beide Väter waren dabei, als Marleen und Caroline in Portugal ihr bis dato bedeutendstes Rennen mit dem Junioren Weltmeistertitel veredelten. Fragt man Jean Paul, hat ihn sein Sprössling mit diesem Erfolg bereits übertroffen. „Ich sehe das nicht so“, hält Marleen dagegen. Ihr ist bewusst, dass der Schritt von der Juniorenklasse zu den Senioren am schwersten ist, wo ihr Vater sich seinerzeit etabliert hatte. Sie hat nun fünf Jahre im U23-Bereich vor sich. Eine Art Pufferzone. „Ich hoffe, dass früher klar wird, ob ich es einmal in die A-Nationalmannschaft schaffen werde. Sportlich steht gerade alles offen.“

Strukturiert und hintenraus schneller

Neuen Dingen begegnet Marleen interessiert, aber stets respektvoll. Früher, erzählt sie, war ihr bei Wettkämpfen häufig speiübel vor Nervosität. „Ich habe meine Trainer verrückt gemacht“, sagt sie. Mit Hilfe von Mentaltrainern und Sportpsychologen von „mentaltalent“ an der Deutschen Sporthochschule Köln bekam in sie ihre Anspannung besser in den Griff. „Sobald das Rennen gestartet ist, ist in mir alles ruhig“, sagt sie heute.

„Marleen fährt eine klare Rennstruktur. Sie hält sich an den Plan und handelt nicht impulsiv“, schildert Bootspartnerin Caroline. Der sogenannte „negative Split“ ist typisch für ihre Rennen. Davon sprechen Kanuten, wenn die zweite Hälfte schneller gefahren wird als die erste, was bei Kanurennen unüblich ist. Marleen legt zu, wenn bei anderen die Kräfte nachlassen. „Es stresst mich nicht, wenn Boote vor mir sind. Ich kann mich fokussieren, wenn es darauf ankommt“, sagt sie. Von den Erwartungen anderer will sie sich frei machen, einen klaren Kopf behalten. „Das führt sonst dazu, dass man sich daran mental festbeißt.“

Druck macht sie sich selbst genug, findet Marleen. Das WM-Finale war ein Beispiel. Caroline hatte zuvor bereits Einer-Rennen dominiert und Gold gewonnen. „Ich gönne es ihr. Sie ist ein so bodenständiger und bescheidener Mensch. Trotzdem hat es mich natürlich beschäftigt, dass in unserem Rennen mindestens eine Medaille drin sein muss. Falls wir keine holen, muss es wohl an mir liegen“, sagt Marleen. Caroline nahm ihre Unruhe wahr.

In der Vorbereitung hatten die Trainer festgestellt, dass die Kanutinnen gemeinsam eine deutlich sauberere Technik fahren als jede einzeln. „Die Kombination aus uns beiden ist ideal“, sagt Caro. „Wir ergänzen uns in unseren Schwachstellen.“ Marleen bricht es runter: „Ein Zweier läuft oder er läuft nicht.“ Und dann lief er in Portugal. 500 geschmeidige Meter. Caroline behielt mit ihrer Prognose recht: „Entspann dich, wir packen das!“

Marleen Sits
geb. 2007, aus Essen. Sie startet für die KG Essen und studiert Bauingenieurwesen an der Universität Duisburg-Essen.

Erfolge 2025:
1. Platz Junioren-WM im K2 über 500 m,
2. Platz im K4 über 500 m
1. Platz Deutsche Meisterschaften im K2 über 500 m
2. Platz im K2 über 200 m sowie im K4 über 500 m

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