22381 Tischtennis-Doku bei Magenta TV

Mio Lukas Wagner lebt zwischen zwei Welten. Der 19-Jährige gehört im Para Tischtennis zu den Besten Europas. Gleichzeitig behauptet er sich im olympischen Tischtennis gegen Athleten ohne Behinderung und hat sich dort einen Platz im Nachwuchskader des Deutschen Tischtennis-Bundes erkämpft. Damit ist ihm etwas gelungen, was im Leistungssport sehr selten ist. Mios Doppelrolle ist eine sportliche wie persönliche Zerreißprobe. Die Dokumentation „Auf beiden Seiten des Tisches“ begleitet den von der Sportstiftung NRW geförderten Nachwuchsathleten zwischen Para Sport und Regelsport.


Filmpremiere am Freitag, 18. September, um 22.10 Uhr bei MagentaTV

Die 40-minütige Dokumentation von Filmemacher Marcel Ohm ist die erste Produktion der Sportstiftung NRW, die als Streaming-Angebot einem breiten Publikum zugänglich gemacht wird.

Eine weitere Ausstrahlung bei MagentaTV folgt am Samstag, 19. September, um 19.30 Uhr. Ebenfalls ab Samstag ist der Film auf dem YouTube-Kanal der Sportstiftung NRW verfügbar. Sowohl bei MagentaTV als auch auf YouTube kann die Dokumentation kostenlos angesehen werden.

Zwischen zwei Sportwelten

Mio Wagner wurde im Para Tischtennis Jugendeuropameister, im olympischen Bereich mit nicht-behinderten Gegnern gewann er überraschend zwei Titel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften. Inzwischen gehört er auch zum Nachwuchsbundeskader des Deutschen Tischtennis-Bundes. Mio ist derzeit das einzige Nachwuchstalent, das sowohl im para- als auch im olympischen Bereich die Voraussetzungen für eine Förderung durch die Sportstiftung NRW erfüllt.

Der Film behandelt Mios innere Zerrissenheit, die Doppelbelastung in zwei Leistungssportsystemen und die Frage, wie lange er beide Wege gleichzeitig gehen kann.

„Ich bin damit aufgewachsen, dass ich bei den Nicht-Behinderten spielen durfte. Bei den Behinderten zu spielen, war für mich immer der Bonus“, sagt Mio.

Tischtennis als Ort für Anerkennung

Mio wird mit einer Radiusaplasie geboren. Ihm fehlt die Speiche im rechten Arm, er hat kein Handgelenk. Seine rechte Körperhälfte ist schwächer als die linke. Die ersten Lebensjahre waren von Operationen und Krankenhausaufenthalten geprägt. Früh wird Tischtennis für Mio zu einem Ort, an dem seine Einschränkungen in den Hintergrund treten. Zunächst spielt er gegen seine Brüder und besiegt sie irgendwann. Mio will gesehen werden und sich sportlich selbst beweisen, ohne etwas geschenkt zu bekommen. Seine größte Stärke dabei ist sein Wille, weiterzugehen als andere: „Ich habe es einfach immer so lange probiert, bis es klappt.“

Am Deutschen Tischtennis-Zentrum

2022 wechselt Mio von Schleswig-Holstein an das Deutsche Tischtennis-Zentrum nach Düsseldorf. Dort lebt er im Sportinternat und trainiert gemeinsam mit den besten nicht-behinderten Nachwuchstalenten. „Es gab den Moment, als im Regelsport der Knoten geplatzt ist und ich gewinnen durfte“, sagt Mio. „Das hat mir so viel mehr bedeutet als alles, was ich im Behindertensport schon erreicht hatte.“

Mit seinen Erfolgen wachsen seine Erwartungen an sich selbst. Im Para Sport gehört Mio zu den Besten seiner Klasse und spielt international um Spitzenplatzierungen. Im olympischen Bereich reicht dieselbe Leistung weniger weit. „Das macht etwas mit einem jungen Menschen, der das noch gar nicht einordnen kann.“, sagt Hannes Doesseler, Bundesstützpunktleiter Para Tischtennis und früher Wegbegleiter des Spielers.

Suche nach dem eigenen Weg

Die Dokumentation zeichnet die Selbstzweifel und inneren Konflikte eines Athleten nach, der Orientierung sucht: Wo gehöre ich hin? Wo liegt meine sportliche Zukunft? Unterstützung erhält Mio dabei unter anderem von Markus Rehm. Der fünffache Paralympics-Sieger im Weitsprung kann die Situation des jungen Tischtennisspielers gut nachvollziehen. „Was Mio innerlich durchmacht, kann ich absolut nachvollziehen. Ich hatte auch sehr große Ambitionen, als ich mit Leistungssport anfing. Vielleicht wäre ich dran gescheitert, wenn ich mir nicht ganz klare Zwischenziele gesetzt hätte.“

Der eigentliche Gegner steht manchmal nicht gegenüber an der Platte, sondern sitzt im eigenen Kopf. Die endgültige Richtung von Mios künftigem Weg bleibt offen. Klar ist nur ein Ziel, sagt er: „Ich will mein Potenzial nutzen – das ist mein Traum.“

Akzent pro KölnRheinRuhr

Der Sendetermin hätte kaum besser gewählt sein können. Am 26. September entscheidet die außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes, welche deutsche Region in das internationale Bewerbungsverfahren um Olympische und Paralympische Spiele einzieht. Lucas Flümann, Geschäftsführer der Sportstiftung NRW, sagt: „Mit Mios Geschichte machen wir sichtbar, wie eng olympischer und paralympischer Spitzensport in Nordrhein-Westfalen bereits miteinander verbunden ist. Wir stehen dafür, nicht nur sportliche Leistungen zu fördern, sondern Persönlichkeiten, die die Faszination Leistungssport auch für Menschen außerhalb des Sports greifbar machen.“

Inklusion unter einem Dach

Am DTTZ in Düsseldorf trainieren Athletinnen und Athleten mit und ohne Behinderung unter einem Dach. Richard Prause, Vorstand Sport des Deutschen Tischtennis-Bundes, beschreibt, wie selbstverständlich das gelebt wird: „Seinen Platz im Nachwuchsbundeskader hat Mio sich unter denselben sportlichen Maßstäben erarbeitet wie alle anderen. Wenn Mio spielt, spürt man seine Leidenschaft: Er bringt sein ganzes Herz und alle seine Emotionen mit an den Tisch und ist immer bereit, alles aus sich herauszuholen – nicht nur als Einzelsportler, sondern auch und vor allem fürs Team.“

Anja Surmann, Vorsitzende des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands Nordrhein-Westfalen, ergänzt: „Mios Weg zeigt zugleich, wie wertvoll eine enge Zusammenarbeit zwischen olympischen und paralympischen Verbandsstrukturen in der Praxis sein kann. Als BRSNW wollen wir Mio die bestmöglichen Rahmenbedingungen für seine Entwicklung bieten.“

Marc Möllmann, Vorstand Leistungssport des Deutschen Behindertensportverbandes, betont: „Mio zeigt eindrucksvoll, was im Sport möglich ist, wenn Talent, Leidenschaft und Wille zusammenkommen. Seine Geschichte macht aber auch deutlich, welche mentalen Konflikte damit verbunden sind und wie hoch das Niveau im Para Tischtennis ist und welche Besonderheiten hier gelten. Ich wünsche Mio weiterhin den Mut und die Entschlossenheit, seinen ganz eigenen Weg zu gehen.“.

Zur Person:

Mio Lukas Wagner wurde 2007 in Lübeck geboren und trainiert. Seit 2022 am Deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf. Er lebt im angeschlossenen Sportinternat und startet für den Krummesser SV in Schleswig-Holstein. Im Para Tischtennis tritt er in der Wettkampfklasse 10 für stehende Athleten mit leichten körperlichen Beeinträchtigungen an. Er wurde mit einer Radiusaplasie geboren, die seine rechte Körperhälfte beeinträchtigt.


Ausgewählte Erfolge:

  • Mitglied des paralympischen Bundeskaders und des olympischen Nachwuchsbundeskaders
  • Zweifacher Deutscher Jugendmeister 2026 im Regelsport
  • Deutscher Jugend- und Seniorenmeister 2025 im Para Sport
  • Jugend-Europameister 2025 im Para Sport

Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , , | Comments 22360 Höchste Eisenbahn für Spiele in NRW

Die monumentale Müngstener Brücke verbindet seit fast 130 Jahren die bergischen Städte Solingen und Remscheid über das Tal der Wupper auf direktem Schienenweg. Der 5.000 Tonnen schwere Koloss aus Stahl bildete die Kulisse des diesjährigen Alumni-Events der Sportstiftung NRW und WestLotto. Ehemalige Spitzenathletinnen und -athleten haben gemeinsam den Müngstener Brückensteig auf Deutschlands höchster Eisenbahnbrücke erklommen und anschließend mit einem großformatigen Banner ihr „Ja“ zu Olympischen und Paralympischen Spielen in Nordrhein-Westfalen deutlich gemacht.

Die Müngstener Brücke stand damit sinnbildlich für das, was Olympische und Paralympische Spiele ausmacht: Zusammenhalt und die Fähigkeit, gemeinsam über sich hinauszuwachsen.

„Der Weg nach oben muss nicht immer einsam sein. Mit der Besteigung der Müngstener Brücke haben unsere Alumni-Athletinnen und -Athleten heute ein gängiges Bild des Spitzensports neu definiert. Sie haben noch einmal erlebt, dass es gemeinsam deutlich leichter fällt und der erste Schritt weniger Überwindung kostet. Man reicht sich Hände, spricht sich Mut zu und kommt zusammen am Ziel an. Dieser Gedanke passt zu Olympischen und Paralympischen Spielen in Deutschland und insbesondere zu Nordrhein-Westfalen““, unterstrich Anke Feller, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sportstiftung NRW und Weltmeisterin mit der 4×400-Meter-Staffel 1997. Auch sie erklomm erfolgreich den Brückensteig.

Ursprünglich war geplant, das Banner auf dem Stahlbogen von Deutschlands höchster Eisenbahnbrücke in rund 100 Metern Höhe über der Wupper zu entrollen. Starker Regen und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken machten die Aktion kurzfristig unmöglich. Stattdessen entrollten die Alumni das Banner nach ihrer Rückkehr am Fuß der Brücke und machten so ihre Unterstützung für die Bewerbung von KölnRheinRuhr sichtbar.

Am 26. September entscheidet die außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), welche Bewerberregion bzw. -stadt als Austragungsort für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 auf internationaler Ebene für Deutschland ins Rennen geht. Neben KölnRheinRuhr sind München und Berlin Kandidaten.

Über 700 Stufen und ein „Schwebebalken“ in 100 Metern Höhe

Der Aufstieg zum höchsten Punkt der Müngstener Brücke führte die Alumni über mehr als 700 Stufen über den Stahlbogen des Bauwerks. Die Mutigsten wagten sich in luftiger Höhe auf einen 15 Zentimeter breiten Stahlpfeiler, der beide Brückenbögen verbindet. Die Gruppe wurde dabei von erfahrenen Guides begleitet und gesichert. Für Herausforderungen war bereits am Boden gesorgt. Bei verschiedenen Aufgaben waren Geschicklichkeit und Zusammenarbeit gefragt. Unter anderem bauten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine selbsttragende „Da-Vinci-Brücke“ aus Holzlatten und testeten beim Baumklettern ihre Schwindelfreiheit.

„Leistungssport bedeutet, sich hohe Ziele zu setzen und immer wieder über sich hinauszuwachsen. Aber niemand geht diesen Weg allein. Talente brauchen ein starkes Umfeld: ihre Familien, Trainerinnen und Trainer, Vereine, Verbände und Partner wie die Sportstiftung NRW. Wir unterstützen sie finanziell und ideell, halten ihnen bestmöglich den Rücken frei und stärken sie darin, ihren eigenen Weg zu gehen. Auch nach der aktiven Karriere bleiben diese Verbindungen wertvoll. Mit unserem Alumni-Netzwerk bringen wir Persönlichkeiten des Spitzensports zusammen, machen ihre Erfahrungen sichtbar und stärken damit ihre Wirkung als Vorbilder in Sport und Gesellschaft“, erklärt Lucas Flümann, Geschäftsführer.   

Brücken bauen auch nach der Karriere

„Das Alumni-Netzwerk bildet einen wichtigen Baustein für das Sportland NRW. Ehemalige Athletinnen und Athleten sind starke Vorbilder: Sie übernehmen Verantwortung, inspirieren andere mit ihrer Leistungsbereitschaft und setzen wichtige Impulse für den Zusammenhalt in unserem Land. Sie nutzen ihre Stärken, um etwas für andere zu bewegen. Genau dieser Brückenschlag zwischen Sport und Gesellschaft macht die Arbeit des Alumni-Netzwerks so wertvoll. Deshalb unterstützen wir das Alumni-Netzwerk, denn Engagement verdient Anerkennung, Sichtbarkeit und starke Partner“, sagt WestLotto-Geschäftsführer Andreas Kötter.

Das Alumni-Event ist ein Netzwerktreffen für Sportlerinnen und Sportler nach Abschluss ihrer aktiven Karriere oder ihrer Förderzeit bei der Sportstiftung NRW. Der besondere Reiz des Formats liegt darin, dass es jedes Jahr eine außergewöhnliche sportliche Herausforderung mit der Möglichkeit zum Vernetzen und Austauschen verbindet. Initiatoren des Alumni-Events sind die Sportstiftung NRW und WestLotto. Seit der Premiere im Jahr 2021 hat sich das Format zum festen Bestandteil der nachsportlichen Förderung entwickelt.

Ziel dieses Netzwerks ist auch, die Erfahrungen der Alumni in ehrenamtliches und berufliches Engagement im Sportland NRW einfließen zu lassen. Bisher machte das Event Station am Eiskanal in Winterberg 2021, beim Target Sprint in Dortmund 2022, im Trainingsbergwerk Recklinghausen 2023, in Köln 2024 bei einem Breaking-Workshop sowie in Krefeld 2025 bei den ersten Alumni-Highland-Games.

Bürgermeister gratulieren

Zum Abschluss des Events wurden die erfolgreichen Brückenbesteiger von stellvertretenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der anliegenden Städte beglückwünscht. Beatrice Schlieper aus Remscheid, Lukas Schrumpf aus Solingen und Dagmar Liste aus Wuppertal gratulierten den Alumni zu ihrer Leistung und stellten sich hinter die NRW-Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele.

v.l. Dagmar Liste, Beatrice Schlieper und Lukas Schrumpf vergaben Ehrenurkunden an die Teilnehmer des Alumni-Events 2026.

Über die Müngstener Brücke

Die Müngstener Brücke ist ein Wahrzeichen des Bergischen Städtedreiecks und verbindet Solingen und Remscheid auf direktem Schienenweg. Mit einer Höhe von 107 Metern über der Wupper, einem Landschaftsschutzgebiet, ist sie Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke. Sie ist rund 465 Meter lang und wurde am 15. Juli 1897 fertiggestellt. Für ihre Konstruktion wurden rund 5.000 Tonnen Stahl und etwa 950.000 Nieten verbaut. Seit der Eröffnung des Brückensteigs im Jahr 2021 haben ihn mehr als 50.000 Gäste besucht. Derzeit ist die Brücke Kandidatin für den Status UNESCO-Welterbe.  

Teilnehmer Alumni-Event 2026:

Nadine Apetz, Boxen (OS, WM-Bronze, EM-Bronze)
Fabian Brune, Para Schwimmen (PS, WM, EM)
Fabienne Deprez, Badminton (WM, EM-Silber)
Karsten Dilla, Stabhochsprung (OS, EM)
Lena Dorra (geb. Zelichowski), Bobsport
Victoria von Eynatten, Leichtathletik (U20 WM-Silber)
Linn Freisewinkel, Wasserball
Lukas Föbinger, Rudern (Jun. WM-Bronze)
Karla Heßmann, Schwimmen (5x Jun. DM)
Lara Hoffmann, 400-Meter-Sprint (OS, EM-Gold & -Silber)

Laura Kampmann, Rudern (Silber U23 WM)
Max Keller, Boxen (DM Superschwergewicht)
Christopher Koch, Bobsport
Anna Limbach, Säbelfechten (14x DM)
Carolin Sisman (geb. Nischwitz), Wasserball (10x DM)
Anna Tully, Bobsport (OS, WM-Gold, EM)
Benedikt Wagner, Säbelfechten (OS, WM-Gold, 3x EM-Gold)
Stefan Wallat, Rudern (2x WM-Gold)
Mitja Zastrow, Schwimmen (OS-Silber, WM-Silber, EM-Gold)


(größte Erfolge: OS = Olympische Spielen, PS = Paralympische Spiele, WW =Weltmeisterschaften, EM = Europameisterschaften, DM = Deutscher Meistertitel)

Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , , , , | Comments 22444 „Nachhaltig statt gigantisch“

Die größten Momente der Athlet*innen haben nicht weniger als eine Bühne der echten Superlative verdient: Rund 17,6 Millionen verfügbare Tickets bescheinigt der DOSB für KölnRheinRuhr im Bewerbungskonzept für die Olympischen und Paralympischen Spiele, so dass sich viele Wettbewerbe in den 15 beteiligten Städten auf spektakuläre Kulissen freuen dürften. Zum Vergleich: Auf die etwa gleiche Besucherzahl käme Borussia Dortmund erst nach etwa 13 Spielzeiten bei je 17 immer ausverkauften Bundesliga-Heimspielen.

„Diese außergewöhnlichen Kapazitäten werden für ein denkwürdiges Sportfest mit einer enormen Strahlkraft sorgen, die meiner Meinung nach nur in einer so kompakten Region denkbar ist. Gleichzeitig lässt sich dadurch eine besonders breite Teilhabe sicherstellen, die deutschen wie internationalen Gästen ein emotionales Erlebnis in einzigartigem Ausmaß ermöglicht. Nicht zu vergessen der weltweit positive Nachklang über einen langen Zeitraum“, schwärmt der viermalige Kanu-Olympiasieger Max Rendschmidt (KG Essen).

100 Prozent bestehende oder temporäre Sportstätten

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal zeigt sich beim Blick auf die für NRW-Sommerspiele vorgesehene Infrastruktur. „Wenn nächste Woche ein Anruf käme, dass ein deutscher Bewerber am besten sofort loslegen sollte, könnten unsere Verantwortlichen selbstbewusst antworten: Aber gerne doch“, ergänzt der 32 Jahre alte Bundespolizist. Denn sämtliche Wettkämpfe bei Olympia und den Paralympics – ob Schwimmen oder Volleyball, ob Leichtathletik oder Fechten, ob Reiten oder Judo – finden zu 100 Prozent in bestehenden oder temporär errichteten Sportstätten statt, erprobt durch eine Vielzahl von seit Jahrzehnten erfolgreich ausgerichteten Welt- und Europameisterschaften oder Multisportevents. „Um es nochmals auf den Punkt zu bringen: Nachhaltig statt gigantisch. So ist Nachhaltigkeit bei der Bewerbung von KölnRheinRuhr keine Floskel, sondern ein absoluter Maßstab. Es wird keine aufwändigen Großbauten oder umweltschädliche Flächenversiegelungen geben – ein starkes Signal an die Gesellschaft“, ist der sechsmalige Kajak-Weltmeister Rendschmidt überzeugt.

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