Ministerpräsident Hendrik Wüst hat die Leistungen der 22 nordrhein-westfälischen Athletinnen und Athleten bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina gewürdigt. Gemeinsam mit der Sportstiftung NRW zeichnete das Land Nordrhein-Westfalen die Sportlerinnen und Sportler bei einer Feierstunde in der Staatskanzlei in Düsseldorf mit der neuen Medaillenprämie sowie mit einer erhöhten Teilnahmeprämie aus.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen baut sein Engagement im Spitzensport konsequent weiter aus – und zwar für Olympische wie Paralympische Spiele gleichermaßen. Die Athletinnen und Athleten, die für unser Land antreten, können sich auf höchste Anerkennung und verlässliche Förderungen verlassen. Deshalb haben wir ab den Olympischen Winterspielen 2026 die Teilnahmeprämie auf 5.000 Euro pro Sportlerin und Sportler erhöht. Die Sportstiftung NRW als unser starker Partner hat diese Maßnahme eng abgestimmt. Damit fördern wir gemeinsam die Entwicklung junger Spitzentalente noch besser und zielgerichteter. Die Olympischen Winterspiele in Mailand waren die erfolgreichsten in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Das ist ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungsfähigkeit unserer Athletinnen und Athleten sowie unserer Förderstrukturen. Mit unserer neuen Medaillenprämie verdoppelt Nordrhein-Westfalen die Medaillenprämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Damit setzen wir ein starkes Zeichen der Wertschätzung für herausragende sportliche Leistungen. Das Sportland Nummer 1 ist bereit für Olympische und Paralympische Spiele hier bei uns im Land.“
Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW: „Schon die Teilnahme an Olympischen und Paralympischen Spielen ist ein Gewinn – sportlich für die Athletinnen und Athleten, aber auch für uns als Gesellschaft. Als Sportstiftung NRW unterstützen wir kontinuierlich über 700 ambitionierte Nachwuchstalente, die täglich genau dieses Ziel vor Augen haben. Die Teilnahmeprämie kann dabei den Höhepunkt einer nachhaltigen Förderbeziehung bilden.“
Die Olympiasiegerinnen im Zweierbob, Pilotin Laura Nolte und Anschieberin Deborah Levi: „Die Prämien stärken die Wertschätzung für jede einzelne Athletin und jeden Athleten. Sie sind ein sehr wichtiges Signal: Sportliche Höchstleistungen und der Einsatz, den wir täglich investieren, werden nicht als Selbstverständlichkeit wahrgenommen. Gerade in der Sportart Bob, die mit hohem Trainingsaufwand und hohen Reise-, Transport- und Materialkosten verbunden ist, haben Prämien einen besonderen Stellenwert.“

Sebastian Marburger, zweifacher Silber-Gewinner im Para Ski Nordisch: „Die neue Medaillenprämie des Landes NRW ist ein starkes Signal der Wertschätzung für uns Athletinnen und Athleten. Sie zeigt, dass unsere harten Leistungen im Spitzensport gesehen und ernst genommen werden. Die finanzielle Absicherung ist für uns oft eine Herausforderung, deshalb haben solche Prämien einen enormen Stellenwert – sie ermöglichen uns, den Fokus weiterhin voll auf den Sport zu setzen und geben uns großen Rückhalt. Für mich ist diese Anerkennung durch das Land NRW eine große Motivation und erfüllt mich mit Stolz, meine Heimatregion international vertreten zu dürfen. Das ist mehr wert als olympisches oder paralympisches Edelmetall.“
NRW-Bilanz: 7 Sportarten, 10 Medaillen
Ausgezeichnet wurden 13 olympische und 9 paralympische Athletinnen und Athleten – darunter ein Guide –, die entweder eine Vereinszugehörigkeit in Nordrhein-Westfalen haben, hier ihren Trainings- oder Lebensmittelpunkt haben oder einem der drei Olympiastützpunkte im Land angehören. Sie gewannen in Mailand und Cortina eine Gold-, fünf Silber- und zwei olympische Bronzemedaillen sowie zwei paralympische Silbermedaillen. Deutschland erreichte insgesamt 26 olympische und 17 paralympische Medaillen. NRW-Akteure waren in den Sportarten Bob, Skeleton, Skilanglauf, Eishockey und Para Eishockey, Para Ski Nordisch und Para Ski Alpin vertreten.
Erstmals Mediallenprämien vom Land
Das Land Nordrhein-Westfalen vergab zum ersten Mal eine eigene Medaillenprämie. Insgesamt werden 150.000 Euro ausgeschüttet. Der Großteil entfällt auf die olympischen Podestplatzierten von Laura Nolte, Deborah Levi, Matthias Sommer (alle Bob), Jacqueline Pfeifer und Axel Jungk (beide Skeleton). Für seinen zweiten Platz im Para Ski Nordisch erhielt Sebastian Marburger eine Prämie von 20.000 Euro.
Das Land verdoppelte die Prämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe, die 30.000 Euro für Gold, 20.000 Euro für Silber und 10.000 Euro für Bronze vorsieht. Olympiasiegerin Laura Nolte erhält so zum Beispiel 60.000 Euro.
Höhere Teilnahmeprämie von der Sportstiftung NRW
Die Sportstiftung NRW stellt Teilnahmeprämien über 75.000 Euro bereit. Zu Beginn der Winterspiele 2026 wurde der Betrag von 3.500 auf 5.000 Euro pro Athletin und Athlet erhöht. Medaillengewinnerinnen und -gewinner erhalten keine zusätzliche Teilnahmeprämie. Alle Prämien werden einmalig ausgezahlt.
Die Winterspiele 2026
Die Region Mailand und Cortina war Gastgeber der 25. Olympischen und der 14. Paralympischen Winterspiele. Etwa 3.500 olympische sowie 660 paralympische Sportlerinnen und -sportler waren angetreten. Für Deutschland starteten rund 190 Olympioniken und 40 Paralympioniken.
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Sebastian Burg
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Deaflympics-Athleten geehrt
Die Sportstiftung NRW hat 45.500 Euro an Prämien für die Teilnahme an den Deaflympics in Tokio 2025 ausgelobt. Bei einer feierlichen Auszeichnung am 12. März in Köln ehrten Staatssekretärin Andrea Milz und Stiftungsvorstand Dr. Ingo Wolf die nordrhein-westfälischen Sportlerinnen und Sportler für ihre hochklassigen Leistungen bei den Weltspielen der Gehörlosen im November 2025. Jede Athletin und jeder Athlet erhielt eine Prämie von 3.500 Euro.
Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, betont: „Die Anerkennung und Sichtbarmachung der Leistungen auf internationalem Topniveau ist ein wichtiger Baustein für gelebte Inklusion im Sport. Unsere gehörlosen Athletinnen und Athleten in Nordrhein-Westfalen sind Botschafter und Vorbilder ihrer Sportarten – wir möchten ihnen als verlässlicher Unterstützer zur Seite stehen.“
Delia Gaede, Fahnenträgerin der deutschen Mannschaft, berichtet: „Es bedeutet mir viel, dass die Sportstiftung NRW deaflympische Leistungen auf Augenhöhe anerkennt. Jungen Talenten zeigt das Perspektiven im Gehörlosensport auf. Die Signalwirkung dieser Prämien ist besonders wertvoll.“
Die Kölner Sprinterin gewann in Tokio Gold mit der 4×100-Meter-Staffel und Silber mit der 4×400-Meter-Staffel.
Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW, sagt: „Die deaflympische Nachwuchsförderung ist fester Bestandteil unseres Gesamtkonzepts, gleichrangig mit olympischer und paralympischer Unterstützung. Die Teilnahmeprämie belohnt Erfolge auf Weltniveau. Noch wichtiger ist ein langfristig stabiles Fördersystem, das insbesondere im Nachwuchsbereich nachhaltig wirkt.“

NRW-Bilanz: 6 Sportarten, 10 Medaillen
Athletinnen und Athleten mit Vereinszugehörigkeit, Trainings- oder Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen erzielten in Tokio 3 Gold-, 4 Silber- und 3 Bronzemedaillen und trugen maßgeblich zum besten deutschen Gesamtergebnis seit 20 Jahren bei. Insgesamt gewann Deutschland 24-mal Edelmetall. NRW-Sportler waren in folgenden Sportarten Beachvolleyball, Bowling, Golf, Handball, Leichtathletik und Tischtennis vertreten.
Förderung für deaflympische Nachwuchstalente
Seit 2023 können Nachwuchstalente aus deaflympischen Sportarten eine monatliche Förderung durch die Sportstiftung NRW beantragen. Aktuell geförderte Athletinnen und Athleten, die in Tokio dabei waren, sind:
- Jelisa Gräf (Leichtathletik)
- Sheila Schlechter (Leichtathletik)
- Arda Yenen (Tischtennis)
- Thalia Hönig (Bowling)
Die Sportstiftung NRW vergibt einmalige Prämien für die Teilnahme an Olympischen, Paralympischen Spielen, Deaflympics sowie an den World Games. Vor den Winterspielen in Mailand-Cortina 2026 kündigte Ministerpräsident Hendrik Wüst, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, eine Erhöhung der Teilnahmeprämien auf 5.000 Euro für Olympische und Paralympische Spiele an.
25. Deaflympics
Tokio war Gastgeber der 25. Summer Deaflympics. Rund 3.000 der besten gehörlosen Sportlerinnen und Sportler der Welt traten in 21 Disziplinen an. 79 Nationen nahmen teil. Deutschland wurden von 67 Athletinnen und Athleten in zwölf Sportarten vertreten. Teilnehmer aus NRW steuerten 10 der 24 deutschen Medaillenerfolge bei (6-mal Gold, 8-mal Silber und 10-mal Bronze).
Sebastian Burg
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