Zu Beginn der Olympischen Winterspiele 2026 führt Nordrhein-Westfalen eine Medaillenprämie ein und erhöht zugleich die Teilnahmeprämie für Athletinnen und Athleten aus dem Land, die an Olympischen und Paralympischen Spielen teilnehmen.
„Wir investieren jetzt noch stärker in unseren Spitzensport und zwar ohne Wenn und Aber für Olympia und Paralympics gleichermaßen. Wer für Nordrhein-Westfalen an den Start geht, bekommt volle Wertschätzung, Förderung und Anerkennung“, so Ministerpräsident Hendrik Wüst. „Deswegen erhöhen wir ab den Olympischen Winterspielen 2026 die Teilnahmeprämie für Olympische und Paralympische Spiele auf 5.000 Euro pro Athletin und Athlet. Das machen wir gemeinsam mit unserem starken Partner, der Sportstiftung NRW, die eng mit uns die Abstimmung übernommen hat und als wichtiger Förderer für junge Top-Talente aus unserem Land seit Jahrzehnten entscheidende Impulse in der Sportförderung setzt. Zudem verdoppelt Nordrhein-Westfalen die Medaillenprämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Damit setzt Nordrhein-Westfalen ein starkes Signal für die Anerkennung der Spitzenleistungen unserer Athletinnen und Athleten und stärkt auch unsere Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele.”
Die Olympischen Winterspiele sind das größte Wintersportereignis der Welt. Vom 6. Februar bis 22. Februar 2026 kämpfen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo mehr als 3.500 Athletinnen und Athleten aus 93 Ländern in 16 olympischen Disziplinen um Medaillen und Platzierungen.
Ab sofort 5.000 Euro Teilnahmeprämie von der Sportstiftung NRW
Bislang erhalten Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen, die an Olympischen und Paralympischen Spielen teilnehmen, über die Sportstiftung NRW eine Teilnahmeprämie von 3.500 Euro. Ab den Olympischen Winterspielen 2026 wird diese Prämie auf 5.000 Euro erhöht. Die Prämien werden einmalig ausgezahlt.
An den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo nehmen 13 Athletinnen und Athleten teil, die entweder eine Vereinszugehörigkeit (Erststartrecht) in Nordrhein-Westfalen haben, hier ihren Trainings- oder Lebensmittelpunkt haben oder einem der drei Olympiastützpunkte im Land zugeordnet sind. Das Prämienvolumen der Sportstiftung NRW beläuft sich damit auf 65.000 Euro. Zum Vergleich: Nach den Spielen in Paris 2024 vergab die Sportstiftung insgesamt 563.500 Euro an Teilnahmeprämien an 161 Olympioniken und Paralympioniken.
NRW verdoppelt Medaillenförderung der Deutschen Sporthilfe
Die Stiftung Deutsche Sporthilfe prämiert Medaillen bei Olympischen und Paralympischen Spielen mit der einmaligen Zahlung von
- 30.000 Euro für eine Goldmedaille,
- 20.000 Euro für eine Silbermedaille und
- 10.000 Euro für eine Bronzemedaille.
Nordrhein-Westfalen wird diese Medaillenprämien ab den Olympischen Winterspielen 2026 verdoppeln, ebenfalls als einmalige Zahlung für den Gewinn einer Gold-, Silber- oder Bronzemedaille.
Von den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking kehrten die deutschen Athletinnen und Athleten mit zwölf Gold-, zehn Silber- und fünf Bronzemedaillen zurück. Das Team Sportland NRW war an zwei Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille beteiligt. Im Wintersport verfügt Nordrhein-Westfalen aktuell über drei anerkannte Bundesstützpunkte: Dortmund für Eiskunstlauf und Eistanz, Winterberg für Bob, Skeleton und Rodeln und Winterberg/Willingen für Ski Nordisch und Biathlon. Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris kamen über 100 Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen. Sie waren an fast der Hälfte der deutschen Medaillen beteiligt – 15 von 33.
Geschichte der Teilnahmeprämie
Die Teilnahmeprämie wurde zu den Olympischen Spielen in London 2012 eingeführt. Bis einschließlich 2016 wurde auch Medaillengewinne prämiert. Ab 2018 würdigte die Sportstiftung NRW ausschließlich das Erreichen Olympischer und Paralympischer Spiele mit 3.500 Euro pro Athletin bzw. Athlet. 2022 erhielten erstmals auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Deaflympics diese Prämie. Erst im vergangenen Jahr wurden zudem die Prämienförderung der World Games-Sportarten aufgenommen.