Meilensteine 2000 bis 2025:
- 12.12.2000 – Gründung
durch die Landesregierung mit einem Stiftungskapital von 10,45 Mio. DM. Für die Sportstiftung werden Einnahmen aus der Oddset-Wette eingeplant. Zielvorgabe: Nachwuchssportler*innen bestmöglich auf die Olympischen Spiele 2012 vorbereiten. Größte Baustelle: Es gibt zu wenige hauptberufliche Trainer. Auch die Schnittstellen zwischen Schule/Ausbildung/Beruf und dem Sport werden als Problemstellen identifiziert.
- 2001 – Erster Förderantrag
durch Bayer Dormagen. Weitere Anträge gehen ein für Trainerstellen, Turngeräte und Stabhochsprunganlagen – insgesamt 44 im ersten Jahr.
- 2002 – Erste Grundförderung
für 180 Athlet*innen zur Vorbereitung auf die Olympischen und Paralympischen Spiele in Athen.
- 2004 – Erste Prämie
für Medaillengewinner aus NRW nach den Olympischen und Paralympischen Spielen in Athen.
- 2004 – Erste Botschafter
Darunter sind Heide Ecker-Rosendahl, Heribert Faßbender, Christian Keller, Dr. Arnd Schmitt, Michael Skibbe, Isabell Werth. Ab 2010 ist Ulrike Nasse-Meyfarth federführend. Keller und Schmitt sind bis heute als Mitglieder des Kuratoriums in die Stiftungsarbeit involviert. - 2004 – Geschäftsstelle
mit vier Mitarbeitern bezieht heutigen Sitz auf dem Campus der Deutschen Sporthochschule Köln
- 2005 – Förderung von der Talentsichtung bis zum A-Kader
Sportstiftung fordert nachhaltige Förderkonzepte von den Landesverbänden. Folge: Trainerstellen an 27 Bundesstützpunkten entstehen. Das Land forciert parallel dazu den Sportstättenbau.
- 2006 – Übergang vom Landes- zum Bundeskader
wird zentrales Handlungsfeld – dort, wo Landesverbände nicht mehr, der DOSB, Spitzenverbände und Olympiastützpunkte aber noch nicht fördern. - 2006 – Deutsches Forschungszentrum für Leistungssport Köln „momentum“
Die Sportstiftung leistet 1,5 Mio. Euro Anschubfinanzierung. Das Großprojekt an der DSHS Köln verzahnt bis heute universitäre Forschung und praktische Trainingsarbeit. Ziel: Trainingsoptimierung, Gesunderhaltung und Leistungsdiagnostik für Kaderathleten. Erste Erkenntnisse sind, dass die Nachwuchselite körperlich und psychisch nicht ausreichend auf die Belastungen des Leistungssports vorbereitet ist.
- 2007 – Startschuss für „mentaltalent“
Eine sportpsychologische Betreuungsinitiative für Nachwuchskader am Psychologischen Institut der DSHS Köln. Ziel: die Belastungen in Sport, Ausbildung und Alltag besser bewältigen und die Leistungsfähigkeit steigern. Bis heute wurden insgesamt 11.300 Nachwuchstalente durch mentaltalent betreut.
- 2007 – 2012 Forum Sportkarriere
Die Sportstiftung verleiht Förderpreise für außergewöhnlich engagierte Trainer*innen und Sportler*innen.
- 2008 – Dauerhafte Festbetragsfinanzierung
durch die Landesregierung wird festgesetzt, Etat: 3,4 Mio. Euro. Das Land setzt zudem Impulse durch NRW-Sportschulen, der Übernahme von „momentum“ und Hilfe beim Aufbau von Sportinternaten.
- 2008 – Bilanz: Verdreifachung der Trainerstellen
auf 150 durch die Förderung der Sportstiftung. Hinzu kommen 40 neue Personalstellen in Wissenschaft, Pädagogik (Sportinternate) und Prävention.
- 2009 – „Leistungssport 2020. Förderung von Eliten und Nachwuchs in NRW“
Mit dem Konzept des Innenministeriums NRW, des LSB, der Olympiastützpunkte und der Sportstiftung wird die Nachwuchsförderung durch die Sportstiftung NRW sportpolitisch verankert. - 2011 – „Gesundheitsmanagement im Leistungssport“
Anschubfinanzierung für das LSB-Großprojekt zur Entwicklung einer umfassenden sportmedizinischen und leistungsdiagnostischen Begleitung der besten Nachwuchsathlet*innen (c.a 1, 2 Mio €)
- 2012 – Erster Captains Day
Das Netzwerkformat im Rahmen der Messe boot, Düsseldorf, bringt Führungskräfte aus der Wirtschaft mit Spitzensportler*innen zusammen. Ziel: praktische Berufserfahrung parallel zum Leistungssport ermöglichen. Unter dem Begriff „Zwillingskarriere“ werden mit verschiedenen Wirtschaftspartnern über viele Jahre Angebote für den Berufseinstieg entwickelt. - 2013 – 2018 Heide-Rosendahl-Cup
Charity-Golfturnier zugunsten von Nachwuchstalenten. Steffi Nerius und Heide Ecker-Rosendahl gewinnen bei der Premiere. - 2014 – „Elite-Team NRW“ und „Nachwuchselite-Team NRW“
Individualförderung für aussichtsreiche Athlet*innen in Vorbereitung auf die Spiele in Rio 2016.
- 2014 – Erster Newcomer des Jahres beim felix award
präsentiert von der Sportstiftung. Es gewinnt Para Weitspringer Léon Schäfer. Spätere Preisträger sind u.a. Gina Lückenkemper, Konstanze Klosterhalfen und Sarah Voss.
- 2017 – Teilnahmeprämien
lösen Medaillenprämien nach Olympischen und Paralympischen Spielen ab, einheitlich 3.500 Euro.
- 2018 – Individualförderung
Die Sportstiftung übernimmt die alleinige Zuständigkeit für die Förderung von Athletinnen und Athleten sowie für den paralympischen Sport in NRW. Die olympische Trainerförderung wird auf den LSB übertragen – die Stiftung übergibt Personalstellen im Wert von 2,5 Mio. Euro.
- 2019 – Unter dem Dach des Paralympischen Zentrums setzt die Sportstiftung gemeinsam mit dem BRSNW die bundesweit erste Talentscoutin, Lina Neumair, im Para Leistungssport ein.
- 2019 – Qualitätsoffensive in den NRW-Sportinternaten mit bis zu 750.000 Euro startet. Ziel: einheitliche Standards bei Personal, Nachführunterricht, Wochenend-/Nachtbetreuung und sportpsychologischer Betreuung.
- 2020 – Fördergarantie während Corona
Laufenden Förderungen für rund 400 Athlet*innen werden ohne Leistungsnachweise verlängert, da Trainingsbetrieb und Wettkämpfe ausfallen. - 2020 – Erstmals Förderung deaflympischer Talente
- 2020 – Neues Logo und Corporate Design anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Stiftung.
- 2023 – Reform der Individualförderung
In der Agenda 2030 rückt der mündige Athlet ins Zentrum. Die neue Vision lautet: Die Sportstiftung NRW unterstützt mündige Nachwuchsathletinnen und -athleten, die mit ihren Leistungen und ihrer Leidenschaft, die Menschen in NRW begeistern und inspirieren. Einer der Wegbereiter ist der damalige Geschäftsführer Max Hartung.
Auch Nachwuchskader der World Games Sportarten sind ab sofort förderberechtigt. - 2024 – Erstes Onboarding-Event
Die Willkommensfeier für alle geförderten Athlet*innen im Movie Park Germany soll Wertschätzung für das Erreichte und Dank für ihre Vorbildrolle im Sport ausdrücken. - 2024 – 2028 Millionen-Paket für paralympischen Leistungssport
2,6 Millionen Euro, um die Rahmenbedingungen für Para Athlet*innen nachhaltig zu verbessern: durch Investitionen in Leistungssportpersonal und in gezielte Wettkampf- und Trainingsmaßnahmen.
- 2025 – Individualförderung auf Rekordhoch
mit über 700 gefördeten Talenten. Erstmals wird auch eine Prämie für die Teilnahme an World Games ausgegeben (3.500 Euro). - 01.01.2026 – Fördererhöhung
Zweieinhalb Jahr nach der Förderreform wird die Talentförderung auf 300 Euro/Monat aufgestockt. Die Stipendienförderung wurde bereits im Oktober 2025 auf 350 Euro/Monat erhöht, um den veränderten Lebensumständen der Athlet*innen gerecht zu werden.
Personalien
Kuratoriumsvorsitzende
2001 – 2002 Wolfgang Clement
2002 – 2006 Peer Steinbrück
2006 – 2011 Dr. Jürgen Rüttgers
2011 – 2017 Hannelore Kraft
2017 – 2021 Armin Laschet
seit Okt. 2021 Hendrik Wüst
Vorstandsvorsitzende:
2001 – 2006 Dr. Hans Jürgen Baedeker
2006 – 2010 Manfred Speck
2011 – 2016 Anke Feller
2016 – 2021 Ute Schäfer
seit Mai 2021 Dr. Ingo Wolf
Geschäftsführer:
2001 – 2021 Jürgen Brüggemann
2021 – 2025 Maximilian Hartung
seit April 2025 Lucas Flümann
Die Sportstiftung NRW, Deutschlands größte Landesstiftung zur Förderung des Nachwuchsleistungssports, hat ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Seit der Gründung im Jahr 2000 ist die Stiftung zu einer unverzichtbaren Säule der Athletenförderung in NRW und Deutschland geworden.
Die Jubiläumsveranstaltung fand am 12. Dezember im Teehaus an der Galopprennbahn Düsseldorf statt. Unter den Gratulanten waren NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der auch Vorsitzender des Kuratoriums ist, DOSB-Vorstandsvorsitzender Otto Fricke, zahlreiche aktuelle und ehemalige Athletinnen und Athleten sowie Wegbegleiter der Stiftung. Die Jubiläumsfeier wurde bewusst von Talenten mitgestaltet. Ein besonderes Highlight: Eine eigens entwickelte Synchronschwimm-Performance an Land, begleitet von Leinwandaufnahmen aus dem Becken.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Der Sport hat eine stark verbindende, integrative Kraft und kann gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein neues Gefühl des Miteinanders stiften. Das ist gerade in diesen Zeiten wichtiger denn je. Unsere Kinder und Jugendlichen brauchen leuchtende Vorbilder, denen es sich lohnt nachzueifern. Die Sportstiftung NRW sorgt seit 25 Jahren dafür, dass junge herausragende Sporttalente ihren Traum von einer Karriere im Sport verfolgen können und fördert die Sportgrößen von morgen. Damit leistet die Sportstiftung als zentraler Partner einen wichtigen Beitrag, damit Nordrhein-Westfalen auch in Zukunft Sportland Nummer 1 bleibt. Mit ihrem ganzheitlichen Förderansatz und dem selbstverständlichen Mitdenken des Para-Sports stellt die Sportstiftung alle Sportlerinnen und Sportler in den Mittelpunkt. Gleiches gilt für unsere Bewerbung für die Olympischen und Paralympische Spiele. Für alle, bei denen die Sportler und die Zuschauer im Mittelpunkt stehen sollen, ist unsere Bewerbung das beste Angebot. Nordrhein-Westfalen bietet den Athletinnen und Athleten die größte Bühne für den größten Moment ihrer Laufbahn. Die jungen Sporttalente aus unserem Land und aus der ganzen Welt werden ein echtes Heimspiel vor spektakulären Rekordkulissen haben, getragen von der Sportbegeisterung der Menschen in unserem Land.“

Über 80 Millionen Euro für die Nachwuchsförderung
Die Sportstiftung NRW unterstützt heute so viele Talente wie nie zuvor: Rund 700 Nachwuchskader aus 95 olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten erhalten monatlich individuelle Förderung von bis zu 650 Euro.
Die Stiftung investiert jährlich 4,7 Millionen Euro in den Nachwuchsleistungssport. Seit ihrer Gründung durch die Landesregierung wurden insgesamt über 80 Millionen Euro bereitgestellt.
Die Förderung verteilt sich auf drei zentral Bereiche:
- Individualförderung von Athletinnen und Athleten, ca. 3 Mio. Euro pro Jahr
- Institutionelle Förderung der Vollzeit-Sportinternate, ca. 900.000 Euro pro Jahr
- Paralympisches Zentrum mit Personalstellen wie Trainer und Talentscout, ca. 560.000 Euro pro Jahr
Ergänzend fließen Projektmittel unter anderem in sportpsychologische Betreuung („mentaltalent“, seit 2007), Coaching-Angebote und berufliche Einstiegsprogramme. In den Anfangsjahren widmete sich die Stiftung vorrangig der Schaffung hauptamtlicher Trainerstellen und der Anschubfinanzierung von Forschungsprojekten wie dem Deutschen Forschungszentrum für Leistungssport „momentum“ an der Sporthochschule Köln.
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Förderphilosophie: Der Athlet als inspirierende Persönlichkeit
Mit dem 2023 eingeführten neuen Förderkonzept rückt die Sportstiftung NRW das vorbildhafte Talent in den Fokus: Athletinnen und Athleten, die durch ihre Leistung, ihre Haltung und ihre Persönlichkeit auf andere Menschen inspirieren und in die Gesellschaft wirken. Gefördert wird seitdem nach einem Kompetenzmodell, das neben sportlicher Exzellenz auch die Inspirationskraft und Persönlichkeitseigenschaften der Talente berücksichtigt
Die Förderbausteine der Individualförderung umfassen:
- Talent-Förderung – 300 € pro Monat (Volumen: ca. 2,1 Mio. €/Jahr)
- NRW-Sportstiftungs-Stipendium – 350 € pro Monat (Volumen: ca. 540.000 €/Jahr; davon ca. 140.000 € Spenden)
- Internatsplatz-Förderung – bis zu 350 € pro Monat (Volumen: ca. 600.000 €/Jahr)
Talente bewerben sich selbstständig mit Motivationsschreiben, Video und Persönlichkeitsfragebogen. Die Auswahl erfolgt durch unabhängige Expertinnen und Experten.
Stimmen:
Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender: „Wir fördern und honorieren Leistung – aber auch Haltung. In 25 Jahren hat sich gezeigt, dass Persönlichkeitsentwicklung ebenso wichtig und nachhaltig ist wie sportlicher Erfolg. Unser Förderverständnis sieht im Athleten immer auch den Menschen. Das macht den Unterschied und den besonderen Wert unserer Arbeit aus.“
Gianna Regenbrecht, Para Dressurreiterin und eine von drei Athletenvertretern: „Für viele von uns ist die Unterstützung der Sportstiftung NRW von existenzieller Bedeutung, weil wir am Anfang der Karriere stehen. Das Vertrauen verleiht uns echten Rückenwind.“
Karla Heßmann, ehemalige Schwimmerin: „Leistungssport bedeutet Hingabe und Entbehrungen. Umso wichtiger ist es, verständnisvolle Menschen und unterstützende Partner an seiner Seite zu haben. Die Sportstiftung NRW war für mich immer genau das, und dafür empfinde ich große Dankbarkeit.“

Andreas Kötter, Geschäftsführer von WestLotto, offizieller Jubiläumspartner und langjähriger Unterstützer:
„Die Sportstiftung NRW ist unverzichtbar für den Spitzensport in Nordrhein-Westfalen. Uns verbindet als Partner die Überzeugung, dass Athletinnen und Athleten als Persönlichkeiten prägende Vorbilder sind. Durch das gemeinsame Alumni-Netzwerk ermutigen und stärken wir sie dabei auch über ihre aktive Laufbahn hinaus. Nur wer diesen ganzen Weg erkennt, fördert nachhaltig.“
Lucas Flümann, Geschäftsführer: „Unsere Aufgabe ist es, Talente zu stärken, ihnen zuzuhören und ihre Bedürfnisse zu kennen. Durch Nahbarkeit und Transparenz schaffen wir Vertrauen. Wir wollen nicht nur Geldgeber sein, sondern die Talente befähigen, in die Gesellschaft zu wirken. Denn wer im Leistungssport fördert, trägt Verantwortung für die Menschen. Diesem Anspruch werden wir auch in Zukunft gerecht.“

Talente gestalten das Jubiläum mit
Die Jubiläumsfeier wurde bewusst von Athletinnen und Athleten mitgestaltet. Mit kurzen Showacts und persönlichen Wortbeiträgen präsentierten sie ihre Sportarten und vermittelten Einblicke in ihre Gedanken zum Leistungssport. Ein besonderes Highlight war die Premiere einer innovativen Synchronschwimm-Performance an Land, live präsentiert von Klara Bleyer und Amelie Blumenthal-Haz – begleitet von eindrucksvollen Aufnahmen ihrer Choreografie im Wasser.
Sebastian Burg
Categories: News Schlagwörter: 25 Jahre Sportstiftung NRW, Dr. Ingo Wolf, Hendrik Wüst, Jubiläum, Ministerpräsident, Otto Fricke
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