Meilensteine 2000 bis 2025:
- 12.12.2000 – Gründung
durch die Landesregierung mit einem Stiftungskapital von 10,45 Mio. DM. Für die Sportstiftung werden Einnahmen aus der Oddset-Wette eingeplant. Zielvorgabe: Nachwuchssportler*innen bestmöglich auf die Olympischen Spiele 2012 vorbereiten. Größte Baustelle: Es gibt zu wenige hauptberufliche Trainer. Auch die Schnittstellen zwischen Schule/Ausbildung/Beruf und dem Sport werden als Problemstellen identifiziert.
- 2001 – Erster Förderantrag
durch Bayer Dormagen. Weitere Anträge gehen ein für Trainerstellen, Turngeräte und Stabhochsprunganlagen – insgesamt 44 im ersten Jahr.
- 2002 – Erste Grundförderung
für 180 Athlet*innen zur Vorbereitung auf die Olympischen und Paralympischen Spiele in Athen.
- 2004 – Erste Prämie
für Medaillengewinner aus NRW nach den Olympischen und Paralympischen Spielen in Athen.
- 2004 – Erste Botschafter
Darunter sind Heide Ecker-Rosendahl, Heribert Faßbender, Christian Keller, Dr. Arnd Schmitt, Michael Skibbe, Isabell Werth. Ab 2010 ist Ulrike Nasse-Meyfarth federführend. Keller und Schmitt sind bis heute als Mitglieder des Kuratoriums in die Stiftungsarbeit involviert. - 2004 – Geschäftsstelle
mit vier Mitarbeitern bezieht heutigen Sitz auf dem Campus der Deutschen Sporthochschule Köln
- 2005 – Förderung von der Talentsichtung bis zum A-Kader
Sportstiftung fordert nachhaltige Förderkonzepte von den Landesverbänden. Folge: Trainerstellen an 27 Bundesstützpunkten entstehen. Das Land forciert parallel dazu den Sportstättenbau.
- 2006 – Übergang vom Landes- zum Bundeskader
wird zentrales Handlungsfeld – dort, wo Landesverbände nicht mehr, der DOSB, Spitzenverbände und Olympiastützpunkte aber noch nicht fördern. - 2006 – Deutsches Forschungszentrum für Leistungssport Köln „momentum“
Die Sportstiftung leistet 1,5 Mio. Euro Anschubfinanzierung. Das Großprojekt an der DSHS Köln verzahnt bis heute universitäre Forschung und praktische Trainingsarbeit. Ziel: Trainingsoptimierung, Gesunderhaltung und Leistungsdiagnostik für Kaderathleten. Erste Erkenntnisse sind, dass die Nachwuchselite körperlich und psychisch nicht ausreichend auf die Belastungen des Leistungssports vorbereitet ist.
- 2007 – Startschuss für „mentaltalent“
Eine sportpsychologische Betreuungsinitiative für Nachwuchskader am Psychologischen Institut der DSHS Köln. Ziel: die Belastungen in Sport, Ausbildung und Alltag besser bewältigen und die Leistungsfähigkeit steigern. Bis heute wurden insgesamt 11.300 Nachwuchstalente durch mentaltalent betreut.
- 2007 – 2012 Forum Sportkarriere
Die Sportstiftung verleiht Förderpreise für außergewöhnlich engagierte Trainer*innen und Sportler*innen.
- 2008 – Dauerhafte Festbetragsfinanzierung
durch die Landesregierung wird festgesetzt, Etat: 3,4 Mio. Euro. Das Land setzt zudem Impulse durch NRW-Sportschulen, der Übernahme von „momentum“ und Hilfe beim Aufbau von Sportinternaten.
- 2008 – Bilanz: Verdreifachung der Trainerstellen
auf 150 durch die Förderung der Sportstiftung. Hinzu kommen 40 neue Personalstellen in Wissenschaft, Pädagogik (Sportinternate) und Prävention.
- 2009 – „Leistungssport 2020. Förderung von Eliten und Nachwuchs in NRW“
Mit dem Konzept des Innenministeriums NRW, des LSB, der Olympiastützpunkte und der Sportstiftung wird die Nachwuchsförderung durch die Sportstiftung NRW sportpolitisch verankert. - 2011 – „Gesundheitsmanagement im Leistungssport“
Anschubfinanzierung für das LSB-Großprojekt zur Entwicklung einer umfassenden sportmedizinischen und leistungsdiagnostischen Begleitung der besten Nachwuchsathlet*innen (c.a 1, 2 Mio €)
- 2012 – Erster Captains Day
Das Netzwerkformat im Rahmen der Messe boot, Düsseldorf, bringt Führungskräfte aus der Wirtschaft mit Spitzensportler*innen zusammen. Ziel: praktische Berufserfahrung parallel zum Leistungssport ermöglichen. Unter dem Begriff „Zwillingskarriere“ werden mit verschiedenen Wirtschaftspartnern über viele Jahre Angebote für den Berufseinstieg entwickelt. - 2013 – 2018 Heide-Rosendahl-Cup
Charity-Golfturnier zugunsten von Nachwuchstalenten. Steffi Nerius und Heide Ecker-Rosendahl gewinnen bei der Premiere. - 2014 – „Elite-Team NRW“ und „Nachwuchselite-Team NRW“
Individualförderung für aussichtsreiche Athlet*innen in Vorbereitung auf die Spiele in Rio 2016.
- 2014 – Erster Newcomer des Jahres beim felix award
präsentiert von der Sportstiftung. Es gewinnt Para Weitspringer Léon Schäfer. Spätere Preisträger sind u.a. Gina Lückenkemper, Konstanze Klosterhalfen und Sarah Voss.
- 2017 – Teilnahmeprämien
lösen Medaillenprämien nach Olympischen und Paralympischen Spielen ab, einheitlich 3.500 Euro.
- 2018 – Individualförderung
Die Sportstiftung übernimmt die alleinige Zuständigkeit für die Förderung von Athletinnen und Athleten sowie für den paralympischen Sport in NRW. Die olympische Trainerförderung wird auf den LSB übertragen – die Stiftung übergibt Personalstellen im Wert von 2,5 Mio. Euro.
- 2019 – Unter dem Dach des Paralympischen Zentrums setzt die Sportstiftung gemeinsam mit dem BRSNW die bundesweit erste Talentscoutin, Lina Neumair, im Para Leistungssport ein.
- 2019 – Qualitätsoffensive in den NRW-Sportinternaten mit bis zu 750.000 Euro startet. Ziel: einheitliche Standards bei Personal, Nachführunterricht, Wochenend-/Nachtbetreuung und sportpsychologischer Betreuung.
- 2020 – Fördergarantie während Corona
Laufenden Förderungen für rund 400 Athlet*innen werden ohne Leistungsnachweise verlängert, da Trainingsbetrieb und Wettkämpfe ausfallen. - 2020 – Erstmals Förderung deaflympischer Talente
- 2020 – Neues Logo und Corporate Design anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Stiftung.
- 2023 – Reform der Individualförderung
In der Agenda 2030 rückt der mündige Athlet ins Zentrum. Die neue Vision lautet: Die Sportstiftung NRW unterstützt mündige Nachwuchsathletinnen und -athleten, die mit ihren Leistungen und ihrer Leidenschaft, die Menschen in NRW begeistern und inspirieren. Einer der Wegbereiter ist der damalige Geschäftsführer Max Hartung.
Auch Nachwuchskader der World Games Sportarten sind ab sofort förderberechtigt. - 2024 – Erstes Onboarding-Event
Die Willkommensfeier für alle geförderten Athlet*innen im Movie Park Germany soll Wertschätzung für das Erreichte und Dank für ihre Vorbildrolle im Sport ausdrücken. - 2024 – 2028 Millionen-Paket für paralympischen Leistungssport
2,6 Millionen Euro, um die Rahmenbedingungen für Para Athlet*innen nachhaltig zu verbessern: durch Investitionen in Leistungssportpersonal und in gezielte Wettkampf- und Trainingsmaßnahmen.
- 2025 – Individualförderung auf Rekordhoch
mit über 700 gefördeten Talenten. Erstmals wird auch eine Prämie für die Teilnahme an World Games ausgegeben (3.500 Euro). - 01.01.2026 – Fördererhöhung
Zweieinhalb Jahr nach der Förderreform wird die Talentförderung auf 300 Euro/Monat aufgestockt. Die Stipendienförderung wurde bereits im Oktober 2025 auf 350 Euro/Monat erhöht, um den veränderten Lebensumständen der Athlet*innen gerecht zu werden.
Personalien
Kuratoriumsvorsitzende
2001 – 2002 Wolfgang Clement
2002 – 2006 Peer Steinbrück
2006 – 2011 Dr. Jürgen Rüttgers
2011 – 2017 Hannelore Kraft
2017 – 2021 Armin Laschet
seit Okt. 2021 Hendrik Wüst
Vorstandsvorsitzende:
2001 – 2006 Dr. Hans Jürgen Baedeker
2006 – 2010 Manfred Speck
2011 – 2016 Anke Feller
2016 – 2021 Ute Schäfer
seit Mai 2021 Dr. Ingo Wolf
Geschäftsführer:
2001 – 2021 Jürgen Brüggemann
2021 – 2025 Maximilian Hartung
seit April 2025 Lucas Flümann
Die Sportstiftung NRW, Deutschlands größte Landesstiftung zur Förderung des Nachwuchsleistungssports, hat ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Seit der Gründung im Jahr 2000 ist die Stiftung zu einer unverzichtbaren Säule der Athletenförderung in NRW und Deutschland geworden.
Die Jubiläumsveranstaltung fand am 12. Dezember im Teehaus an der Galopprennbahn Düsseldorf statt. Unter den Gratulanten waren NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der auch Vorsitzender des Kuratoriums ist, DOSB-Vorstandsvorsitzender Otto Fricke, zahlreiche aktuelle und ehemalige Athletinnen und Athleten sowie Wegbegleiter der Stiftung. Die Jubiläumsfeier wurde bewusst von Talenten mitgestaltet. Ein besonderes Highlight: Eine eigens entwickelte Synchronschwimm-Performance an Land, begleitet von Leinwandaufnahmen aus dem Becken.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Der Sport hat eine stark verbindende, integrative Kraft und kann gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein neues Gefühl des Miteinanders stiften. Das ist gerade in diesen Zeiten wichtiger denn je. Unsere Kinder und Jugendlichen brauchen leuchtende Vorbilder, denen es sich lohnt nachzueifern. Die Sportstiftung NRW sorgt seit 25 Jahren dafür, dass junge herausragende Sporttalente ihren Traum von einer Karriere im Sport verfolgen können und fördert die Sportgrößen von morgen. Damit leistet die Sportstiftung als zentraler Partner einen wichtigen Beitrag, damit Nordrhein-Westfalen auch in Zukunft Sportland Nummer 1 bleibt. Mit ihrem ganzheitlichen Förderansatz und dem selbstverständlichen Mitdenken des Para-Sports stellt die Sportstiftung alle Sportlerinnen und Sportler in den Mittelpunkt. Gleiches gilt für unsere Bewerbung für die Olympischen und Paralympische Spiele. Für alle, bei denen die Sportler und die Zuschauer im Mittelpunkt stehen sollen, ist unsere Bewerbung das beste Angebot. Nordrhein-Westfalen bietet den Athletinnen und Athleten die größte Bühne für den größten Moment ihrer Laufbahn. Die jungen Sporttalente aus unserem Land und aus der ganzen Welt werden ein echtes Heimspiel vor spektakulären Rekordkulissen haben, getragen von der Sportbegeisterung der Menschen in unserem Land.“

Über 80 Millionen Euro für die Nachwuchsförderung
Die Sportstiftung NRW unterstützt heute so viele Talente wie nie zuvor: Rund 700 Nachwuchskader aus 95 olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten erhalten monatlich individuelle Förderung von bis zu 650 Euro.
Die Stiftung investiert jährlich 4,7 Millionen Euro in den Nachwuchsleistungssport. Seit ihrer Gründung durch die Landesregierung wurden insgesamt über 80 Millionen Euro bereitgestellt.
Die Förderung verteilt sich auf drei zentral Bereiche:
- Individualförderung von Athletinnen und Athleten, ca. 3 Mio. Euro pro Jahr
- Institutionelle Förderung der Vollzeit-Sportinternate, ca. 900.000 Euro pro Jahr
- Paralympisches Zentrum mit Personalstellen wie Trainer und Talentscout, ca. 560.000 Euro pro Jahr
Ergänzend fließen Projektmittel unter anderem in sportpsychologische Betreuung („mentaltalent“, seit 2007), Coaching-Angebote und berufliche Einstiegsprogramme. In den Anfangsjahren widmete sich die Stiftung vorrangig der Schaffung hauptamtlicher Trainerstellen und der Anschubfinanzierung von Forschungsprojekten wie dem Deutschen Forschungszentrum für Leistungssport „momentum“ an der Sporthochschule Köln.
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Förderphilosophie: Der Athlet als inspirierende Persönlichkeit
Mit dem 2023 eingeführten neuen Förderkonzept rückt die Sportstiftung NRW das vorbildhafte Talent in den Fokus: Athletinnen und Athleten, die durch ihre Leistung, ihre Haltung und ihre Persönlichkeit auf andere Menschen inspirieren und in die Gesellschaft wirken. Gefördert wird seitdem nach einem Kompetenzmodell, das neben sportlicher Exzellenz auch die Inspirationskraft und Persönlichkeitseigenschaften der Talente berücksichtigt
Die Förderbausteine der Individualförderung umfassen:
- Talent-Förderung – 300 € pro Monat (Volumen: ca. 2,1 Mio. €/Jahr)
- NRW-Sportstiftungs-Stipendium – 350 € pro Monat (Volumen: ca. 540.000 €/Jahr; davon ca. 140.000 € Spenden)
- Internatsplatz-Förderung – bis zu 350 € pro Monat (Volumen: ca. 600.000 €/Jahr)
Talente bewerben sich selbstständig mit Motivationsschreiben, Video und Persönlichkeitsfragebogen. Die Auswahl erfolgt durch unabhängige Expertinnen und Experten.
Stimmen:
Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender: „Wir fördern und honorieren Leistung – aber auch Haltung. In 25 Jahren hat sich gezeigt, dass Persönlichkeitsentwicklung ebenso wichtig und nachhaltig ist wie sportlicher Erfolg. Unser Förderverständnis sieht im Athleten immer auch den Menschen. Das macht den Unterschied und den besonderen Wert unserer Arbeit aus.“
Gianna Regenbrecht, Para Dressurreiterin und eine von drei Athletenvertretern: „Für viele von uns ist die Unterstützung der Sportstiftung NRW von existenzieller Bedeutung, weil wir am Anfang der Karriere stehen. Das Vertrauen verleiht uns echten Rückenwind.“
Karla Heßmann, ehemalige Schwimmerin: „Leistungssport bedeutet Hingabe und Entbehrungen. Umso wichtiger ist es, verständnisvolle Menschen und unterstützende Partner an seiner Seite zu haben. Die Sportstiftung NRW war für mich immer genau das, und dafür empfinde ich große Dankbarkeit.“

Andreas Kötter, Geschäftsführer von WestLotto, offizieller Jubiläumspartner und langjähriger Unterstützer:
„Die Sportstiftung NRW ist unverzichtbar für den Spitzensport in Nordrhein-Westfalen. Uns verbindet als Partner die Überzeugung, dass Athletinnen und Athleten als Persönlichkeiten prägende Vorbilder sind. Durch das gemeinsame Alumni-Netzwerk ermutigen und stärken wir sie dabei auch über ihre aktive Laufbahn hinaus. Nur wer diesen ganzen Weg erkennt, fördert nachhaltig.“
Lucas Flümann, Geschäftsführer: „Unsere Aufgabe ist es, Talente zu stärken, ihnen zuzuhören und ihre Bedürfnisse zu kennen. Durch Nahbarkeit und Transparenz schaffen wir Vertrauen. Wir wollen nicht nur Geldgeber sein, sondern die Talente befähigen, in die Gesellschaft zu wirken. Denn wer im Leistungssport fördert, trägt Verantwortung für die Menschen. Diesem Anspruch werden wir auch in Zukunft gerecht.“

Talente gestalten das Jubiläum mit
Die Jubiläumsfeier wurde bewusst von Athletinnen und Athleten mitgestaltet. Mit kurzen Showacts und persönlichen Wortbeiträgen präsentierten sie ihre Sportarten und vermittelten Einblicke in ihre Gedanken zum Leistungssport. Ein besonderes Highlight war die Premiere einer innovativen Synchronschwimm-Performance an Land, live präsentiert von Klara Bleyer und Amelie Blumenthal-Haz – begleitet von eindrucksvollen Aufnahmen ihrer Choreografie im Wasser.
Sebastian Burg
Categories: News Schlagwörter: 25 Jahre Sportstiftung NRW, Dr. Ingo Wolf, Hendrik Wüst, Jubiläum, Ministerpräsident, Otto Fricke
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felix award 2025
NRW hat gewählt: Ministerpräsident Hendrik Wüst hat vor rund 450 geladenen Gästen in der Düsseldorfer Rheinterrasse die Athletinnen und Athleten des Jahres aus dem Sportlandes Nordrhein-Westfalen für ihre sportlichen Höchstleistungen ausgezeichnet. Zuvor konnten alle Bürgerinnen und Bürger für ihre Favoriten abstimmen.
Kanu-Talent Marleen Sits ist die Newcomerin des Jahres 2025 – diese Kategorie wird von der Sportstiftung NRW präsentiert.
Damit kommt die die felix Newcomerin zum zweiten Mal infolge aus den Reihen des Kanu-Verbands NRW. Juniorenweltmeisterin Sits folgt auf ihre Bootspartnerin Caroline Heuser. Diesen Nachwuchspreis gewann auch Rettungsschwimmerin Nina Holt schon einmal (2022). In diesem Jahr wurde die 22-Jährige nun sogar zur Sportlerin des Jahres gewählt. Holt gewann 2025 fünf Goldmedaillen bei den World Games in Chengdu.

Die weiteren Publikumspreise des felix award 2025 gingen an Marathon-Vizeweltmeister Amanal Petros (Sportler des Jahres). Über die Trophäe freuten sich zudem der Weltmeister im Para-Schwimmen Taliso Engel (Para Sport felix) und die Zweierbob-Weltmeisterinnen Laura Nolte und Deborah Levi (Mannschaft des Jahres) sowie Stürmer Tim Kleindienst von Borussia Mönchengladbach (Fußball felix). Als Trainer des Jahres wurde Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa (Judo) ausgezeichnet.

Auch Leistungen bei World University Games gewürdigt
Im Rahmen der felix-Verleihung wurden außerdem 28 Medaillengewinnerinnen und-gewinner der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games aus Nordrhein-Westfalen vom Ministerpräsidenten Wüst geehrt und durch den Vorsitzenden der Sportstiftung NRW Dr. Ingo Wolf mit je 1.000 Euro für ihre Spitzenleistungen prämiert. Das deutsche „Team Studi“ war mit 297 Athletinnen und Athleten am Start, davon 95 aus NRW.
„Klasse und Leidenschaft in NRW zuhause“
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Sportliche Klasse und Leidenschaft sind in Nordrhein-Westfalen zu Hause. Das hat das Jahr 2025 erneut eindrucksvoll gezeigt. Unsere Athletinnen und Athleten haben auf den größten Bühnen der Welt, von Europa- und Weltmeisterschaften, über die World Games bis hin zu den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games, Spitzenleistungen gezeigt. Diese Spitzenleistungen ehren wir heute mit dem felix award 2025. Nordrhein-Westfalen hat wie keine andere Region in Deutschland die Erfahrung bei weltklasse Sportgroßveranstaltungen. Deswegen gehören die Olympischen und Paralympischen Spiel auch hierher: nach Nordrhein-Westfalen, wo wir mit spektakulären Sportstätten für jede Sportart den Sportlerinnen und Sportlern die größte Bühne für den größten Moment ihrer Karriere bieten können. Olympia für alle, kompakt und nachhaltig, mit neuen Zuschauerrekorden mit 14 Millionen Tickets, kurzen Wegen und getragen von den vielen sportbegeisterten Menschen bei uns im Land. Nordrhein-Westfalen ist und bleibt das Sportland Nummer 1.“

Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW: „Die Ergebnisse dieses Jahres belegen eindrucksvoll, dass sich kontinuierliche Investitionen in den Leistungssport lohnen. Unsere Athletinnen und Athleten haben weltweit Maßstäbe gesetzt. Entscheidend ist jetzt, die hervorragenden Strukturen in unseren Olympiastützpunkten Köln, Essen und Dortmund dauerhaft abzusichern – gerade auch in Hinblick auf die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele -, um auch künftig international konkurrenzfähig zu bleiben.“
Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, erklärte: „Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger stehen stellvertretend für die Vielfalt und Stärke des Sports in NRW – von jungen Talenten bis zu etablierten Champions. Diese Erfolge sind ein Ansporn, die Förderung des Sports sowohl in der Breite als auch in der Spitze weiter auszubauen und die Begeisterung für Bewegung in die Gesellschaft zu tragen.”

Seit 2007 werden Sportlerinnen und Sportler aus NRW, die sich in besonderer Weise hervorgetan haben, mit den felix awards ausgezeichnet. Mit diesem Preis würdigen das Land Nordrhein-Westfalen, der Landessportbund Nordrhein-Westfalen und die Sportstiftung NRW sowohl den Spitzensport als auch herausragende Persönlichkeiten des Sports. Eine Jury nominiert jeweils fünf Anwärter auf den Award in sieben Kategorien. Der Publikumspreis wird – mit Ausnahme der Kategorie „Trainer*in des Jahres“ – per Online-Voting durch Bürgerinnen und Bürger vergeben.

Newcomerin des Jahres: Marleen Sits
Die 18-Jährige Kanutin von der KG Essen gewann 2025 bei der Juniorinnen- und U23-Weltmeisterschaft in Portugal den Titel im Zweierkajak und holte Silber im Vierer. Damit knüpfte die Dinslakenerin erfolgreich an ihre starken Auftritte bei den Olympic Hope Games 2024 an, wo sie drei Gold- und eine Silbermedaille gewonnen hatte.

Sportler des Jahres: Amanal Petros
Amanal Petros ist Deutschlands erfolgreichster Langstreckenläufer. Der gebürtige Eritreer, der in Bielefeld sein Lauftalent entdeckte, startet seit 2015 für Deutschland. 2024 wurde er Deutscher Marathonmeister und EM-Dritter im Halbmarathon, 2025 folgte der nächste Meilenstein: Mit Platz zwei bei der WM in Tokio erzielte Petros die beste deutsche Marathonplatzierung der Geschichte.

Sportlerin des Jahres: Nina Holt
Nina Holt von der DLRG Harsewinkel zählt mit erst 22 Jahren zu den erfolgreichsten Rettungsschwimmerinnen der Welt. Bei den World Games 2025 in Chengdu gewann sie fünfmal Gold – zweimal im Einzel und dreimal in der Staffel – und stellte drei neue Weltrekorde auf. Auch im klassischen Schwimmen ist sie national und international erfolgreich.

Para Sport felix: Taliso Engel
Taliso Engel aus Lauf an der Pegnitz dominiert seit Jahren das Para-Schwimmen über 100 Meter Brust. 2025 verteidigte der 23-Jährige in Singapur seinen WM-Titel und verbesserte seinen eigenen Weltrekord auf 1:01,69 Minuten. Auch über 200 Meter Brust stellte er eine neue Bestmarke auf.

Mannschaft des Jahres: Laura Nolte / Deborah Levi
Laura Nolte aus Unna und Deborah Levi aus Dillenburg zählen zu den erfolgreichsten Duos im internationalen Bobsport. Nach Olympiagold 2022 gewannen sie 2025 in Lake Placid erstmals den Weltmeistertitel im Zweierbob und führten einen deutschen Dreifacherfolg an. Mit Präzision, Power und perfekter Abstimmung gehören sie zur absoluten Weltspitze.

Fußball felix: Tim Kleindienst
Tim Kleindienst hat sich vom Nachwuchsspieler des Energie Cottbus-Leistungszentrums bis in die Spitze des deutschen Fußballs gearbeitet. Nach seiner Zeit in Freiburg führte er 2023 den 1. FC Heidenheim mit 25 Toren in die Bundesliga. 2024/25 avancierte er bei Borussia Mönchengladbach mit 16 Treffern und neun Vorlagen zu einem der Top-Torjäger der Liga und feierte sein Debüt in der Nationalmannschaft.

Trainer des Jahres: Claudiu Pusa
Claudiu Pusa prägt seit Jahren als Bundestrainer das deutsche Frauenjudo. Unter seiner Leitung feierten die deutschen Athletinnen zahlreiche internationale Erfolge, zuletzt mit starken Leistungen bei der WM 2025. Für seine herausragende Arbeit wurde der gebürtige Rumäne 2024 mit dem 6. Dan, ein Meistergrad im Judo, ausgezeichnet. Pusa steht für modernes, teamorientiertes Judo, das auf Technik, Mentalität und Zusammenhalt setzt.
Sebastian Burg
Categories: News Schlagwörter: amanal petros, Düsseldorf, FELIX Award, Hendrik Wüst, Ingo Wolf, Laura Nolte, marleen sits, Newcomer, Nina Holt, rheinterrassen, Sportler des Jahres, Sportlerwahl NRW
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20117
Prämien-Premiere für World Games
Die Sportstiftung NRW hat 59 Athletinnen und Athleten für ihre Teilnahme an den diesjährigen Weltspielen des nicht-olympischen Sports in Chengdu ausgezeichnet. Staatssekretärin Andrea Milz würdigte ihre Leistungen gemeinsam mit Stiftungsvorstand Dr. Ingo Wolf mit jeweils 3.500 Euro an Prämie.

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW: „Das Prämienvolumen von insgesamt 206.500 Euro spricht eine klare Sprache: World-Games-Sportlerinnen und -sportler erfahren bei uns nun dieselbe Wertschätzung wie der olympische, paralympische und deaflympische Sport. Sie verkörpern die Vielfalt und Leistungsfähigkeit des Sportlands NRW und sie wirken als starke Vorbilder. Sie sind ein Pfund für die Zukunft.“
Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in NRW: „Die World Games sind für viele Sportlerinnen und Sportler der Höhepunkt ihrer Karriere – aus sportlicher Sicht, aber auch emotional vergleichbar mit den Olympischen Spielen. World Games stehen für Vielfalt. Ihre Disziplinen bereichern den Sport und sind für viele Menschen identitätsstiftend. Mit der neuen Prämie würdigen wir nicht nur sportliche Qualität, sondern auch den Einsatz, mit dem diese 59 Athletinnen und Athleten Menschen inspirieren und Vorbilder sind.“
NRW-Bilanz: 13 Sportarten, 19 Medaillen
Athletinnen und Athleten mit Vereinszugehörigkeit (Erststartrecht), Trainings- oder Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen trugen neun Gold-, fünf Silber- und fünf Bronzemedaillen zum deutschen Gesamtergebnis in Chengdu bei. NRW-Akteure waren in 13 Sportarten am Start: Beachhandball, Billard, Duathlon, Faustball, Kanu-Marathon, Kanu-Polo, Korfball, Powerboating, Rettungsschwimmen, Speedklettern, Squash, Tanzsport (Latein) und Wakeboard.

World-Games-Förderung – mehr als nur Prämien
Bisher vergab die Sportstiftung Prämien ausschließlich nach Olympischen, Paralympischen und Deaflympischen Spielen. Mit der Neuausrichtung der Individualförderung wurden nun auch World-Games-Sportarten miteinbezogen. Die Teilnahmeprämie wird einmalig ausgezahlt. Zum Vergleich: Nach den Spielen in Paris vergab die Sportstiftung NRW 563.500 Euro als Prämien an 161 Olympioniken und Paralympioniken.
Nachwuchstalente aus dem World-Games-Bereich können sich seit 2023 zudem für eine monatliche Unterstützung bewerben. Ihr Anteil am Gesamtfördervolumen der Talent-Förderung beträgt aktuell 12 Prozent. Von den derzeit Geförderten nahmen die Kletterinnen Nele Thomas und Mina Schultz an den World Games teil. Nachwuchsattraktivität spielt eine wichtige Rolle, um vom Dachverband International World Games Association (IWGA) in das Sportartenprogramm aufgenommen zu werden.

Über die World Games und die NRW-Athlet*innen:
Die chinesische Millionenstadt Chengdu war Gastgeber der 12. World Games – der Weltspiele nicht-olympischer Sportarten. Rund 4.000 Athletinnen und Athleten nahmen in 34 Sportarten teil. Nordrhein-Westfalen stellte etwa ein Viertel der 211 deutschen Teilnehmer. Deutschland belegte im Medaillenspiegel den zweiten Platz – mit 17-mal Gold, 14-mal Silber und 14-mal Bronze. Die World Games gelten Sprungbrett in Richtung Olympia. Base- und Softball wird zum Beispiel 2028 in Los Angeles olympisch.
Erfolgreichste NRW-Teilnehmerin: Nina Holt, Rettungsschwimmen, fünf Goldmedaillen
Meisten NRW-Teilnehmer in einer Sportart: Korfball Mixed-Team, 14 Athleti*nnen
Jüngste NRW-Teilnehmerin: Mina Schultz, Speedklettern, 16 Jahre
Ältester NRW-Teilnehmer: Martin Horn, Dreiband-Billard, 54 Jahre
Sebastian Burg
Categories: News Schlagwörter: Andrea Milz, Chengdu 2025, Dr. Ingo Wolf, World Games
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19814
World Games „made in NRW“
59 NRW-Athletinnen und -Athleten in 13 Sportarten haben vom 7. bis 17. August 2025 an World Games in Chengdu, China, teilgenommen.

Beachhandball, Herren – Gold
Severin Henner Henrich (Longericher SC)
Lennart Wörmann (Longericher SC)
Tobias Zeyen (HSV Bocklemünd)
Moritz Nikolaus Ebert (Sand Devils Minden9
Robin John (Sand Devils Minden)
Hendrik Prahst (Sand Devils Minden)
Billard
Joshua Filler (BC Oberhausen 89) – Bronze, Pool-Billard
Pia Filler (BC Oberhausen 89) – Viertelfinale, Pool-Billard
Ina Kaplan (BC Siegtal 89) – 4. Platz, Pool-Billard
Martin Horn (BC International Berlin) – Bronze, Dreiband-Billard

Duathlon
Annika Faber (PV Triathlon TG Witten) – 21. Platz
Faustball
Philip Klaus Hofmann (TSV Hagen) – Silber, Herren-Mannschaft
Kanu-Marathon
Caroline Heuser (AKC Oberhausen) – 11. Platz, Kurzdistanz; 12. Platz, Langdistanz
Nico Paufler (KG Essen) – 5. Platz Kurzdistanz; 7. Platz Langdistanz
Kanu-Polo, Herren & Damen – Gold
Katharin Grünewald (1. MKC Duisburg)
Nina Hachenburg (WSF Liblar)
Jill Rutzen (KRM Essen)
Erik Beukenbusch (1. MKC Duisburg)
Leon Konrad (KRM Essen)
Tim Riecke (1. MKC Duisburg)
Lennart Unterfeld (KRM Essen)
Jonas Vieren (WSF Liblar)
Korfball, Mixed-Team – 6. Platz
Thomas Freund (TuS Schildgen)
Johanna Gnutt (Schweriner KC)
Maurice Grammel (KV Adler Rauxel9
Madeline Gust (KV Adler Rauxel)
Hannah Heilmann (Schweriner KC)
Jan Robert Heming (TuS Schildgen)
Steffen Heppekausen (TuS Schildgen)
Jana Kierdorf (TuS Schildgen)
Theo Nowak (TuS Schildgen)
Anna Sophie Orth (SG Pegasus Rommerscheid)
Julia Strach (KV Adler Rauxel)
Pascal Weckendrup (Schweriner KC)
Lucas Witthaus (Schweriner KC)
Lea Witthaus (Schweriner KC)
Powerboating
Sebastian Lux (MotoSurf Club Germany) – 11. Platz

Rettungsschwimmen
Tim Brang (DLRG Schloß Holte-Stuckenbrock) – Silber 4×50 Pool Life Saver, 4. Platz 4×25 Manikin Relay, 5. Platz 100m Manikin Carry with Fins
Alica Gebhardt (DLRG Harsewinkel) – 2x Gold 4×25 Manikin Relay, 4×50 Medley Relay, Silber 200m Super Lifesaver
Felix Hofmann (DLRG Kelkheim) – Bronze 200m Super Lifesaver
Nina Jane Holt (DLRG Harsewinkel) – 5x Gold, 50m Manikin Carry, 100m Rescue Medley, 4×25 Manikin Relay, 4×50 Medley Relay, 4×50 Pool Life Saver
Undine Lauerwald (DLRG Halle-Saalekreis) – 3x Gold 4×25 Manikin Relay, 4×50 Medley Relay, 4×50 Pool Life Saver, Silber 100m Manikin Tow with Fins Women, 6. Platz 100m Manikin Carry with Fins
David Laufkötter (DLRG Schloß Holte-Stuckenbrock) – Bronze 4×50 Medley Relay, 4. Platz 4×25 Manikin Relay
Jan Malkowski (DLRG Schloß Holte-Stuckenbrock) – Silber 4×50 Pool Life Saver, Bronze 4×50 Medley Relay, 4. Platz 4×25 Manikin Relay
Sebastian Pierre-Louis (DLRG Bad Wünnenberg) – Silber 4×50 Pool Life Saver, Bronze 4×50 Medley Relay
Danny Paul Torsten Wieck (DLRG Bad Wünnenberg) – Silber 4×50 Pool Life Saver, Bronze 4×50 Medley Relay, 4. Platz 4×25 Manikin Relay, 7. Platz 50m Manikin Carry
Speedklettern
Nele Charlotte Thomas (Sektion Rheinland-Köln) – 24. Platz, 23. Platz Single 4, 10. Platz Relay
Leander Carmanns (Sektion Rheinland-Köln) – 29. Platz, 9. Platz Single 4, 6. Platz Relay
Julia Koch (Sektion Rheinland-Köln) – 19. Platz, 22. Platz Single 4, 10. Platz Relay
Sebastian Lucke (Sektion Düsseldorf) – 20. Platz, 20. Platz Single 4, 6. Platz Relay
Mina Schultz (Sektion Dortmund) – 32. Platz, 30. Platz Single 4
Squash
Saskia Beinhard (Paderborner SC) – 5. Platz
Raphael Kandra (Paderborner SC) – 21. Platz
Tanzsport (Latein)
Artur Balandin & Anna Salita (T.T.C. Rot-Weiß-Silber Bochum) – 9. Platz

Wakeboard
Wanley Fendrich (SSC Trappenberg) – 11. Platz, Freestyle
Max Milde (WSC Rheinhausen) – Silber, Cable
Julia Rick (CWBS Brühl) – Gold, Cable
Florian Weiherer (Allgemeiner Deutscher Wakeboardclub) – Bronze, Cable
Sebastian Burg
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Sportstiftung begrüßt Erkenntnisse der SINUS-Studie
Eine vom DOSB und Athleten Deutschland e.V. beauftragte repräsentative wissenschaftliche Untersuchung macht deutlich, dass Leistungssport über den sportlichen Erfolg hinaus wirken soll: Er soll gesellschaftliche Vorbilder hervorbringen, die Persönlichkeitsentwicklung fördern und Werte vermitteln. Die Sportstiftung NRW sieht sich damit in ihrer Strategie, ihrem Förderverständnis und Athletenbild bestätigt.
Zur SINUS-Studie „Mehr als Medaillen?“
„Die SINUS-Studie gibt uns wichtige Impulse und bestätigt viele unserer Grundüberzeugungen: Leistungssport entfaltet seinen gesellschaftlichen Wert nicht allein durch Medaillen, sondern auch durch Persönlichkeitsentwicklung, Vorbildfunktion und Wertevermittlung“, sagen Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW, und Lucas Flümann, Geschäftsführer. „Gleichzeitig bleibt Forschungsbedarf, wenn es darum geht, diese Wirkungen konkret zu erfassen und nachzuweisen.“
Bereits 2023 hatte die Stiftung ihr Förderkonzept grundlegend reformiert. Im Mittelpunkt steht seither der mündige Athlet: junge Talente, die mit Leistung, aber auch mit ihrer Haltung und ihren Geschichten als starke Persönlichkeiten auf andere Menschen wirken. Gefördert wird nach einem Kompetenzmodell, das neben sportlicher Exzellenz auch Respekt, Engagement, Authentizität, Selbstmotivation, emotionale Kompetenz, Team- und Kritikfähigkeit umfasst.
Siehe auch: „Sportler*innen sind Vorbilder und nicht nur Medaillenlieferanten“ – LSB-Magazin „Wir im Sport“, Ausgabe 03.2025 (S. 30f)
Zentrale Befunde stützen die Ausrichtung der Sportstiftung
Die SINUS-Studie stellt heraus, dass Leistungssportförderung nicht eindimensional an Medaillen ausgerichtet sein sollte. Erfolg wird von nahezu allen Befragten vor allem mit individuellen Bestleistungen und Erfolgen in Wettkämpfen verbunden. Dabei sehen 68 Prozent der Studienteilnehmer bereits die Teilnahme an Wettbewerben als Erfolgskriterium.
Es besteht ein breiter Konsens darüber, dass der Leistungssport eine Vorbildfunktion übernehmen sollte. 82 Prozent der Befragten sehen Athletinnen und Athleten als Vorbilder, unter anderem für Hingabe und Durchhaltevermögen. 46 Prozent halten diese Rolle für „sehr wichtig“. Darüber hinaus erkennt die Studie die Relevanz der persönlichen Geschichten im Sport an. Demnach sind der Umgang mit Rückschlägen, Comebacks oder die persönliche Reifung genauso bedeutsam wie der Medaillengewinn. Dies entspricht der Sichtweise der Stiftung, die ihre geförderten Athletinnen und Athleten als inspirierende und begeisternde „Menschen mit Wirkung“ betrachtet.
Der wichtigste gesellschaftliche Nutzen des Sports liegt in Werten wie Teamgeist und Fairplay – eine Einschätzung, die über 80 Prozent der Befragten teilen und die Sportstiftung NRW in ihrer Strategie bestätigt.
Die SINUS-Studie fordert mehr Chancengleichheit und eine vielfältige Förderlandschaft – unabhängig von Medaillenchancen oder Sportart. Auch das deckt sich mit dem Förderkonzept der Stiftung: Nachwuchskader aller olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten können sich aus eigener Initiative um Förderung bewerben. Aktuell werden in NRW rund 700 Talente aus über 90 Sportarten gefördert.“
Impulse für Weiterentwicklung
Neben der Bestätigung des bisherigen Kurses liefert die Studie auch Hinweise für künftige Schwerpunkte. Die Stiftung nimmt sich vor,
- die Wertevermittlung und gesellschaftliche Wirkung des Leistungssports noch deutlicher öffentlich zu betonen.
- über Athleten und Athletinnen und deren Förderung weiter aktiv, zielgruppengerecht und transparent zu kommunizieren, um Vertrauen zu stärken, Aufmerksamkeit zu schaffen und Leistungssport in seinen vielfältigen gesellschaftlichen Dimensionen noch sichtbarer zu machen.
- finanzielle Belastungen mündiger Athlet*innen und ihrer Familien gezielter abzufedern.
„Wer im Leistungssport fördert, trägt Verantwortung – für Menschen und für die Gesellschaft. Wir nehmen diesen Anspruch ernst“, betont Lucas Flümann. „Die Ergebnisse bestärken uns in unserem Weg, liefern uns aber auch wichtige Hinweise für eine noch passgenauere, werteorientierte und zukunftsfähige Sportförderung in NRW.“.
Die SINUS-Studie wurde im Auftrag des DOSB und Athleten Deutschland e.V. erstellt und im Juli 2025 veröffentlicht. Sie basiert auf einer repräsentativen Befragung sowie vertiefenden Fokusgruppen mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Ziel war es, die gesellschaftlichen Erwartungen an den Leistungssport und seine Förderung differenziert zu erfassen.
Die Sportstiftung NRW hebt die Förderung für Nachwuchstalente in Nordrhein-Westfalen spürbar an. Ab Oktober steigt die Stipendienförderung auf 350 Euro pro Monat. Die Talent-Förderung wird 2026 auf monatlich 300 Euro aufgestockt. Auch die Zuschüsse für NRW-Sportinternate werden angehoben.
Insgesamt fließen jährlich zusätzliche 850.000 Euro in die Nachwuchsförderung. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Stiftung hat das Kuratorium bei seiner 28. Sitzung am 6. Mai 2025 in der Messe Düsseldorf dieses umfangreiche Förderpaket auf den Weg gebracht. Die Leistungen der Sportstiftung werden damit noch gezielter auf die Bedürfnisse der rund 700 geförderten Athletinnen und Athleten ausgerichtet.
Andrea Milz, stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende und Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt: „Mit den getroffenen Entscheidungen zur Erhöhung der Individual- und Internatsförderung konnten wir die Rahmenbedingungen und damit auch die sportlichen Perspektiven unserer talentiertesten Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportler in Nordrhein-Westfalen noch einmal deutlich verbessern. Die Förderung des Nachwuchsleistungssports in unserem Land entwickeln wir damit auch im Jahr des 25-jährigen Bestehens der Sportstiftung NRW kontinuierlich weiter.“
700.000 Euro mehr Talent-Förderung ab 2026
Drei Jahre nach der Neuausrichtung der Individualförderung erfolgt nun die erste Anpassung: Ab 1. Januar 2026 beträgt die monatliche Talent-Förderung 300 Euro statt wie bisher 250 Euro. Davon betroffen sind etwa 600 Nachwuchskader aus über 90 olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten. Im Vergleich zu 2024 werden die Athletinnen und Athleten zusätzlich mit ca. 700.000 Euro im Jahr gefördert.
600 Euro/Jahr zusätzlich für Stipendiaten ab Oktober
Das NRW-Sportstiftungs-Stipendium wird bereits zum Wintersemester 2025/26 von monatlich 300 auf 350 Euro angehoben. Gesamtvolumen: 72.000 Euro jährlich. Aktuell erhalten etwa 120 Geförderte ein Stipendium, das zusätzlich zur Talent-Förderung vergeben wird. Ziel ist es, Athletinnen und Athleten in ihrer akademischen oder beruflichen Ausbildung gezielt zu unterstützen.
Erhöhung berücksichtigt veränderte Lebensrealitäten von Athlet*innen
„Die aktuelle Aufstockung ist notwendig und zeitgemäß“, sagt Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender. „Damit tragen wir den veränderten Anforderungen und Lebensrealitäten Rechnung – denn Inflation, Lebenshaltungs- und Ausbildungskosten steigen weiter. Wir wollen junge Menschen bei ihrer dualen Karriere im Leistungssport und in der Berufsbildung bestmöglich unterstützen. Das ist möglich, weil wir solide wirtschaften – und weil wir im Stipendienprogramm auf das Engagement starker Förderpartner zählen können.“
Die Erhöhungen gelten für alle – sowohl für aktuelle als auch für zukünftige Geförderte.
Bewerbungen sind weiterhin zweimal jährlich möglich. Seit 2023 wurden mehr als 1.300 Bewerbungen eingereicht. Der Auswahlprozess beinhaltet ein Motivationsschreiben, ein Bewerbungsvideo und einen Persönlichkeitsfragebogen. Dieser erfasst sechs Schlüsselkompetenzen, die mündige und vorbildhafte Athletinnen und Athleten aus Sicht der Stiftung auszeichnen: Intrinsische Motivation, Respekt, emotionale Kompetenz, Team- und Kritikfähigkeit, Authentizität und Engagement. Solche Talente zu unterstützen, die andere Menschen mit ihren Leistungen und ihrer Leidenschaft begeistern und inspirieren, ist das Ziel der Sportstiftung.
Zum aktuellen Wirkungsbericht der Sportstiftung NRW
Auch Zuschüsse für Sportinternate werden angehoben
Die Sportstiftung unterstützt zwölf ausgewählte Vollzeitsportinternate in Nordrhein-Westfalen bei der Finanzierung von Personalstellen, insbesondere im Bereich der pädagogischen Leitung. Mit Beginn des neuen Schuljahres erhalten diese Internate künftig 75.000 Euro jährlich. Der pauschale Förderbetrag wird infolge tarifbedingter Veränderungen bei den Personalkosten angepasst.
Sebastian Burg
Categories: News Schlagwörter: Andrea Milz, Fördererhöhung, Förderung, Hendrik Wüst, Ingo Wolf, Kuratorium, Talentförderung
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Neuer Jahresbericht
Der aktuelle Wirkungsbericht der Sportstiftung NRW blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2024 zurück – geprägt von Highlights, Rekorden und besonderen Momenten. Zwei Jahre nach der Einführung der neuen Förderstruktur hat die Athletenförderung eine neue Höchstmarke erreicht. Das Onboarding-Event feierte eine mitreißende Premiere und beim Alumni-Event initiierten ehemalige Athlet*innen das Buddy-Programm. Außerdem stellen wir felix-Newcomerin Caroline Heuser vor, berichten über das Millionenpaket für das Paralympische Zentrum und die Prämienfeier für die Paris-Fahrer*innen. Der Bericht verdeutlicht, wie sich die Sportstiftung gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Gesellschaft und Sport für die Belange der Athlet*innen im Sportland NRW einsetzt.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Seit nunmehr 25 Jahren arbeitet die Sportstiftung NRW mit ganzer Kraft dafür, aus sportlichen Träumen Wirklichkeit und aus jungen Talenten erfolgreiche Athletinnen und Athleten werden zu lassen.“ Zum Abschluss des Jahres 2024 erhielten 650 Talente in mehr als 90 Sportarten gezielte Unterstützung durch die Talent-Förderung, das NRW-Sportstiftungs-Stipendium und die Internatsplatz-Förderung.
Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender, freut besonders, dass „unser Förderangebot mehr leistungssportliche Talente erreicht hat als je zuvor.“ Über 1.300 Nachwuchskader haben sich das Bewerbungsverfahren zunutze gemacht und sich selbstbestimmt sowie mit persönlicher Note um eine Förderung beworben. „Auf die wachsende Zahl guter Bewerbungen haben wir reagiert“, erklärt Wolf, „und das jährliche Fördervolumen der Stiftung um eine Million Euro gesteigert. Künftige Bewerber werden auf einer breiten und stabilen Basis starten können.“
Prägend für alles Handeln der Sportstiftung ist die Vision: Mündige Athletinnen und Athleten begeistern und inspirieren die Menschen in NRW mit ihren Leistungen und ihrer Leidenschaft. Das Zusammenspiel mit Partnern aus Wirtschaft, Bildung, Gesellschaft und Sport ist bedeutsam für die Sportförderung – beispielsweise im Rahmen des Stipendienprogramms, in dem sich zahlreiche Förderpartner mit insgesamt rund 135.000 Euro engagieren.

Themen:
Allzeithoch – Bilanz der Athletenförderung, Förderbausteine und -kriterien im Überblick
Im Studium – Stipendienfeier mit Speeddating beim Captain Day auf der „boot“
Im Portrait – Ausnahmetalent im Kajak: Caroline Heuser aus Oberhausen ist die NRW-Newcomerin des Jahres
Nach Paris – Prämierung der Olympioniken und Paralympioniken
Alumni – Breaking-Workshop inspiriert zu neuem Buddy-Projekt
Paralympisches Zentrum NRW – Millionenpaket schafft neue Perspektiven für Para Sportler*innen
Bilanz – Förderung erneut gesteigert: rd. 191.000 Euro/Monat für Talente
Ein herzliches Dankeschön an alle, die an der Entstehung dieses Wirkungsberichts beteiligt waren!
Sebastian Burg
Categories: News Schlagwörter: Caroline Heuser, Geschäftsbericht, Jahrbuch, Wirkungsbericht 2024
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Lucas Flümann neuer Geschäftsführer
Der 37-Jährige wurde auf Vorschlag von Ministerpräsident Hendrik Wüst und Staatssekretärin Andrea Milz vom Kuratorium gewählt. Flümann tritt die Nachfolge von Maximilian Hartung an, der im Februar in den Vorstand der Stiftung Deutsche Sporthilfe wechselte. Er wird künftig gemeinsam mit seinem Stellvertreter Maximilian Kindler sowie – bis Juli – Paul Stoppelkamp die Geschäftsstelle der Sportstiftung in Köln leiten.
Erfolg mit Actionsportmarke „Our House“
Lucas Flümann bringt langjährige Erfahrung in der Leistungssportförderung und Talententwicklung mit. Vier Jahre lang verantwortete er bei der Stiftung Deutsche Sporthilfe die neu geschaffene Actionsportmarke „Our House“ und etablierte ein neuartiges Förderkonzept für Athletinnen und Athleten außerhalb olympischer Verbände. Bereits zuvor war er in einer Führungsrolle für die Athletenförderung und im Projektmanagement der Sporthilfe auf Bundesebene zuständig. Zuletzt leitete Flümann den Bereich Vertrieb und Partnerbetreuung beim Deutschen Turner-Bund.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Nachwuchsförderung bildet das Fundament für den Erfolg Nordrhein-Westfalens als Sportland Nr. 1. Durch die Arbeit der Sportstiftung NRW erhalten junge Talente die Möglichkeit, ihr volles Potenzial zu entfalten und herausragende Leistungen zu erbringen. Mit Lucas Flümann gewinnt die Sportstiftung NRW einen erfahrenen Impulsgeber, dessen Expertise in der Athletenförderung entscheidend dazu beitragen wird, unsere Spitzenposition im Leistungssport weiter auszubauen.“
Position der Athletinnen und Athleten gestärkt
Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender ergänzt: „Sein Erfolg mit ‚Our House‘ zeigt seinen Innovationsgeist, seine hervorragenden strategischen Fähigkeiten und seine Kommunikationskompetenz. Die Sportstiftung NRW stärkt damit weiter die Position der Athletinnen und Athleten in Nordrhein-Westfalen. Wir freuen uns, dass sich Lucas Flümann in Zukunft für die zahlreichen Nachwuchstalente im Sportland NRW einbringt und wir mit ihm an die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Unterstützern anknüpfen.“
Mündige Talente als Vorbilder gezielt unterstützen

Lucas Flümann: „Die Vision mündiger Athletinnen und Athleten entspricht meinem Verständnis von Athletenförderung. Mir ist es wichtig, Talente – die Vorbilder von morgen – gezielt zu begleiten, indem wir sie mit einer wirkungsvollen Förderung unterstützen. Ich übernehme eine hervorragend aufgestellte Stiftung, freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit einem starken Team und danke der Staatskanzlei, dem Kuratorium und dem Vorstand für ihr Vertrauen.“
Der gebürtige Bonner und Wahlkölner war selbst Leistungssportler im Badminton-Jugendbereich. Er absolvierte ein Masterstudium in Sport-, Medien- und Kommunikationsforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln.
Die Sportstiftung NRW unterstützt aktuell rund 650 Talente im Nachwuchsbereich von olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten mit einer monatlichen Individualförderung. Den Geförderten bietet sich erstmals am 11. Mai beim Onboarding-Event im Movie Park Germany die Gelegenheit, den neuen Geschäftsführer persönlich kennenzulernen.
Sebastian Burg
Categories: News Schlagwörter: Deutsche Sporthilfe, Geschäftsführer, Geschäftsführung, Lucas Flümann, Max Hartung
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Paris-Prämien verliehen
Die Sportstiftung NRW hat den Teilnehmern der Paralympischen und Olympischen Spiele in Paris 2024 eine persönliche Teilnahmeprämie verliehen. Im Rahmen des felix award – champions edition in der Messe Dortmund wurden die anwesenden 60 NRW-Athletinnen und -Athleten mit je 3.500 Euro für ihre Spitzenleistungen feierlich geehrt. Insgesamt wurde über eine halbe Million Euro an 161 Sportlerinnen und Sportler ausgeschüttet.
Sebastian Burg
Categories: News Schlagwörter: FELIX Award, Olympische Spiele, Paralympische Spiele, Paris 2024
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