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21375 Sportstiftung NRW – das Magazin

Das neue Magazin der Sportstiftung NRW unser Wirkungsbericht 2025 blickt nicht nur auf ein Jahr, sondern auf zweieinhalb Jahrzehnte Sportförderung im Land zurück.

Diese besondere Jubiläumsausgabe veranschaulicht die Meilensteine der Stiftungsgeschichte und lässt die 25-Jahr-Feier mit Ministerpräsident Hendrik Wüst und vielen prominenten Gästen noch einmal aufleben. Darüber hinaus präsentiert das Magazin kompakt alles Wichtige über die Förderarbeit sowie aktuelle Kennzahlen und Highlights des vergangenen Jahres, in den die Athletenförderung mit über 700 Talenten eine neue Höchstmarke erreicht hat.

Wir stellen felix-Newcomerin Marleen Sits vor und lassen Athlet*innen von ihren Wettkampfreisen berichten – von den Deaflympics bis zu den World Games. Fotostrecken und Beiträge von Veranstaltung wie dem Onboarding-Event, dem Alumni-Treffen mit Highland-Games sowie von den Stipendien– und Prämienfeiern runden den Bericht.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Seit 25 Jahren fördert die Sportstiftung NRW den Spitzensport. Über 80 Millionen Euro hat sie bisher bereitgestellt. Bestens angelegtes Geld!“

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender: „Mit der Agenda 2030 ist es uns gelungen, die Förderung des leistungssportlichen Nachwuchses in NRW auf ein neues Niveau zu heben. Die Sportstiftung NRW ist heute die schlagkräftigste Landessportstiftung in Deutschland.“

Im Mai 2026 endet für Ingo Wolf die fünfjährige Amtszeit im Vorstand und Eckhard Forst übernimmt mit einer neuen Besetzung. „Die Sportstiftung hat mich über mehr als zwei Jahrzehnte begleitet. Für mich war sie nie nur eine Institution, sondern immer auch eine Herzensangelegenheit“, sagt Wolf. „Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, sie in einer hervorragenden personellen, organisatorischen und finanziellen Verfassung übergeben zu können.“


Das jährliche Fördervolumen wuchs zuletzt auf rund 3 Million Euro; das Stiftungskapital auf fast 11 Millionen Euro. Auch die Spenden durch Stipendienparternschaften blieben auf einem konstant hohem Niveau von rund 140.000 Euro im Jahr. Für die Athletinnen und Athleten bedeutet all dies auch in Zukunft eine stabile, verlässliche Förderung.

Themen:


Jubiläum – Recap der Geburtstagfeier, Meilensteine aus 25 Jahren Sportstiftung NRW
Allzeithoch – Bilanz der Athletenförderung, Förderbausteine und -kriterien im Überblick
Im Studium – Stipendienfeier mit Speeddating beim Captains Day 2026
Im Portrait – Marleen Sits aus Essen ist die neue felix-Newcomerin
Im Check – Athletinnen befragen den Geschäftführer
Nach Chengdu – Erstmals Teilnahmenprämien für World-Games-Athlet*innen
Alumni-Netzwerk – Inklusive Highland Games in Krefeld
Bilanz – Förderung erneut gesteigert: rd. 3 Mio. Euro/Jahr direkt an die Talente


Ein herzliches Dankeschön an alle, die an der Entstehung dieses Wirkungsberichts beteiligt waren!

„Unsere Aufgabe ist es, Talente zu stärken, ihnen zuzuhören und ihre Bedürfnisse zu kennen.“
Lucas Flümann, Geschäftsführer

Categories: News Schlagwörter: , , , , | Comments 21378 Forst führt neues Vorstandsteam

Eckhard Forst übernimmt im Mai den Vorstandsvorsitz der Sportstiftung NRW. Neben dem früheren langjährigen Vorstandschef der Förderbank von Nordrhein-Westfalen wählte das Kuratorium in seiner 29. Sitzung am 14. April 2026 mit dem fünfmaligen Paralympics-Sieger Markus Rehm, dem ARAG-Vorstand Christian Vogée und dem Leiter der Sportschule Hennef, Sascha Hendrich-Bächer, drei weitere neue Mitglieder in das achtköpfige Gremium.

Effiziente und unbürokratische Förderpraxis

Ministerpräsident und Kuratoriumsvorsitzender Hendrik Wüst: „Die Sportstiftung NRW unterstützt über 700 der talentiertesten Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportler in unserem Land. Das ist eine neue Höchstmarke und eine verantwortungsvolle Aufgabe, für die wir starke Persönlichkeiten für den neuen Vorstand gewinnen konnten. Eckhard Forst verfügt über große Erfahrung in der effizienten und zielgerichteten Förderpraxis und steht für eine möglichst unbürokratische Umsetzung. Mein Dank gilt ebenso Ingo Wolf, der wichtige Reformen, vor allem in der Individualförderung, maßgeblich mit auf den Weg gebracht hat. Die Sportstiftung NRW stellt die Athletin und den Athleten konsequent in den Mittelpunkt. Damit stärken wir auch unsere Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele.“

Eckhard Forst (66) leitete zehn Jahre lang den Vorstand der „NRW.BANK“. Der gebürtige Düsseldorfer, Jurist und Bankkaufmann ist seit vielen Jahren als Honorarkonsul für Frankreich in Münster. Er war bis 2025 zudem Präsident des Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands e.V. Nach verschiedenen Leitungsfunktionen bei der Deutschen Bank im In- und Ausland wechselte Forst zunächst in den Vorstand der Norddeutschen Landesbank Girozentrale, bevor er 2016 zur Förderbank von Nordrhein-Westfalen kam.

„Ich freue mich sehr, die erfolgreiche Arbeit des bisherigen Vorstands fortsetzen zu dürfen. Für die Entwicklung junger Spitzenathletinnen und -athleten ist es entscheidend, ihre Leistungen sichtbar anzuerkennen und zugleich kraftvolle Impulse für den Spitzensport in Nordrhein-Westfalen zu setzen. Gut geförderte Talente inspirieren andere Menschen, ihre Familien und ihre Vereine und tragen so zur Stärkung unserer Sportlandschaft bei. Diese Aufgabe mit dem Team und den Gremien der Sportstiftung NRW weiter voranzubringen, nehme ich mit großer Motivation an“, sagt Forst.

Auch Rehm, Vogée und Hendrich-Bächer neu dabei

Markus Rehm

Markus Rehm

Mit Markus Rehm zieht Deutschlands Para-Sportler des Jahrzehnts (2010-2019) in den Stiftungsvorstand ein. Der 37-Jährige ist fünfmaliger Paralympics-Sieger im Weitsprung und mit der 4×100-Meter-Staffel, gewann 16 Goldmedaillen bei paralympischen Welt- und Europameisterschaften und hält den Weltrekord im Para-Weitsprung. Rehm engagiert sich aktuell als Botschafter der Bewerbung Nordrhein-Westfalens für Olympische und Paralympische Spiele.

Christian Vogée

Christian Vogée

Christian Vogée (60) ist langjähriges Mitglied und Sprecher des Vorstands der ARAG Allgemeine Versicherungs-AG mit Sitz in Düsseldorf. Der Jurist verantwortet dort unter anderem den Bereich Sportversicherung. Vogée war von 2021 bis März dieses Jahres Mitglied des Kuratoriums der Sportstiftung. Die ARAG ist Unterstützerin des NRW-Sportstiftungs-Stipendiums.

Sascha Hendrich-Bächer

Sascha Hendrich-Bächer

Sascha Hendrich-Bächer (44) leitet seit 2014 die Sportschule Hennef (Sieg). Der Diplom-Betriebswirt ist Schatzmeister beim Westdeutschen Fußballverband e. V.

Wolf, Hinnemann, Staufert und Vianden verabschiedet

Als neuer Vorsitzender folgt Eckhard Forst auf Dr. Ingo Wolf, der den Vorstand seit 2021 leitete. In seine Amtszeit fiel unter anderem die Reform der Individualförderung, der Aufbau eines eigenen Stipendienprogramms und des Alumni-Netzwerks. Im Rahmen der „Agenda 2030“ rückte der mündige, vorbildhafte Athlet ins Zentrum, der mit Leistungen und Leidenschaft die Menschen in NRW begeistert und inspiriert. Seit Einführung eines neuen Bewerbungsverfahrens, das sportliche Leistungen und Persönlichkeitsmerkmale berücksichtigt, sind mehr als 2.000 Bewerbungen eingegangen. Dieses Verfahren ermöglicht Nachwuchskader aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten, sich eigenständig für eine Förderung zu bewerben. Wolf war der Sportstiftung NRW über zwei Jahrzehnte in verschiedenen Funktionen verbunden.

Eckhard Forst, Dr. Ingo Wolf

Mit Gisela Hinnemann und Alfred Vianden (nach jeweils 18 Jahren) sowie Volker Staufert (nach 15 Jahren) scheiden weitere verdiente Vorstände aus dem Amt. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Marion Rodewald, Vizepräsidentin des Landessportbundes NRW, gemeinsam mit der Journalistin Anke Feller, die im Amt bestätigt wurde. Ebenfalls wiedergewählt wurden Steffi Nerius, Leiterin des Sportinternats Leverkusen, und Bernhard Schwank, Leiter der Abteilung Sport und Ehrenamt in der Staatskanzlei NRW.

Kuratorium bekommt 5 neue Mitglieder

Die Landesregierung berief bereits im März fünf neue Mitglieder in das Kuratorium. Künftig entscheiden Lara Broich (Jugend-Bundestrainerin im Tischtennis), Anja Surmann (Vorsitzende des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands NRW), Christof Rasche MdL (Vizepräsident des Landtags, FDP), Univ.-Prof. Dr. Ansgar Thiel (Rektor Deutsche Sporthochschule Köln) und Andreas Kötter (Geschäftsführer WestLotto) über die Förderrichtlinien und die strategischen Förderschwerpunkte der Sportstiftung NRW mit.

Das 32-köpfige Gremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Bereiche Spitzensport, Politik, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft zusammen. Seit ihrer Gründung vor 25 Jahren gehören Doppel-Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth (Hochsprung), die beiden Olympia-Dritten Dr. Gaby Bußmann (4×400-Meter-Staffel) und Christian Keller (Schwimmen) sowie die Ehrenpräsidentin des Deutschen Fechterbundes, Erika Dienstl, und Unternehmerin Susanne Veltins dem Gremium ununterbrochen an.

Categories: News Schlagwörter: , , , , , | Comments 21157 Höhere Prämien für Olympia und Paralympics

Zu Beginn der Olympischen Winterspiele 2026 führt Nordrhein-Westfalen eine Medaillenprämie ein und erhöht zugleich die Teilnahmeprämie für Athletinnen und Athleten aus dem Land, die an Olympischen und Paralympischen Spielen teilnehmen.

„Wir investieren jetzt noch stärker in unseren Spitzensport und zwar ohne Wenn und Aber für Olympia und Paralympics gleichermaßen. Wer für Nordrhein-Westfalen an den Start geht, bekommt volle Wertschätzung, Förderung und Anerkennung“, so Ministerpräsident Hendrik Wüst. „Deswegen erhöhen wir ab den Olympischen Winterspielen 2026 die Teilnahmeprämie für Olympische und Paralympische Spiele auf 5.000 Euro pro Athletin und Athlet. Das machen wir gemeinsam mit unserem starken Partner, der Sportstiftung NRW, die eng mit uns die Abstimmung übernommen hat und als wichtiger Förderer für junge Top-Talente aus unserem Land seit Jahrzehnten entscheidende Impulse in der Sportförderung setzt. Zudem verdoppelt Nordrhein-Westfalen die Medaillenprämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Damit setzt Nordrhein-Westfalen ein starkes Signal für die Anerkennung der Spitzenleistungen unserer Athletinnen und Athleten und stärkt auch unsere Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele.”

Die Olympischen Winterspiele sind das größte Wintersportereignis der Welt. Vom 6. Februar bis 22. Februar 2026 kämpfen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo mehr als 3.500 Athletinnen und Athleten aus 93 Ländern in 16 olympischen Disziplinen um Medaillen und Platzierungen.

Ab sofort 5.000 Euro Teilnahmeprämie von der Sportstiftung NRW

Bislang erhalten Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen, die an Olympischen und Paralympischen Spielen teilnehmen, über die Sportstiftung NRW eine Teilnahmeprämie von 3.500 Euro. Ab den Olympischen Winterspielen 2026 wird diese Prämie auf 5.000 Euro erhöht. Die Prämien werden einmalig ausgezahlt.

An den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo nehmen 13 Athletinnen und Athleten teil, die entweder eine Vereinszugehörigkeit (Erststartrecht) in Nordrhein-Westfalen haben, hier ihren Trainings- oder Lebensmittelpunkt haben oder einem der drei Olympiastützpunkte im Land zugeordnet sind. Das Prämienvolumen der Sportstiftung NRW beläuft sich damit auf 65.000 Euro. Zum Vergleich: Nach den Spielen in Paris 2024 vergab die Sportstiftung insgesamt 563.500 Euro an Teilnahmeprämien an 161 Olympioniken und Paralympioniken.

NRW verdoppelt Medaillenförderung der Deutschen Sporthilfe

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe prämiert Medaillen bei Olympischen und Paralympischen Spielen mit der einmaligen Zahlung von

  • 30.000 Euro für eine Goldmedaille,
  • 20.000 Euro für eine Silbermedaille und
  • 10.000 Euro für eine Bronzemedaille.

Nordrhein-Westfalen wird diese Medaillenprämien ab den Olympischen Winterspielen 2026 verdoppeln, ebenfalls als einmalige Zahlung für den Gewinn einer Gold-, Silber- oder Bronzemedaille.

Von den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking kehrten die deutschen Athletinnen und Athleten mit zwölf Gold-, zehn Silber- und fünf Bronzemedaillen zurück. Das Team Sportland NRW war an zwei Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille beteiligt. Im Wintersport verfügt Nordrhein-Westfalen aktuell über drei anerkannte Bundesstützpunkte: Dortmund für Eiskunstlauf und Eistanz, Winterberg für Bob, Skeleton und Rodeln und Winterberg/Willingen für Ski Nordisch und Biathlon. Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris kamen über 100 Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen. Sie waren an fast der Hälfte der deutschen Medaillen beteiligt – 15 von 33.

Geschichte der Teilnahmeprämie

Die Teilnahmeprämie wurde zu den Olympischen Spielen in London 2012 eingeführt. Bis einschließlich 2016 wurde auch Medaillengewinne prämiert. Ab 2018 würdigte die Sportstiftung NRW ausschließlich das Erreichen Olympischer und Paralympischer Spiele mit 3.500 Euro pro Athletin bzw. Athlet. 2022 erhielten erstmals auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Deaflympics diese Prämie. Erst im vergangenen Jahr wurden zudem die Prämienförderung der World Games-Sportarten aufgenommen.

Categories: News Schlagwörter: , , | Comments 21021 Unsere Städte. Unsere Spiele.

Nordrhein-Westfalen führt am 19. April 2026 in allen am Konzept beteiligten Kommunen Ratsbürgerentscheide durch. Rund vier Millionen Menschen können dann über die Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele abstimmen. Mit einer breit angelegten Kampagne wollen die 17 beteiligten Kommunen gemeinsam mit der Landesregierung, dem Landessportbund NRW und dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW, mit Athletinnen und Athleten sowie den Sportfachverbänden die Menschen in Nordrhein-Westfalen bestmöglich informierne und für ein positives Votum bei der Abstimmung werben.

Mehr dazu unter www.olympiabewerbung.nrw

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen will Spiele für alle. Nordrhein-Westfalen ist bereit. Mit KölnRheinRuhr bringen wir Olympische und Paralympische Spiele zu den Menschen. Nordrhein-Westfalen macht Deutschland und der Welt das Angebot für die kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Spiele mit Zuschauerrekorden vor Rekordkulissen. Wir bieten den Athletinnen und Athleten die größte Bühne für den größten Moment ihrer Karriere.“

Rehm, Werth, Heidemann, Kramer, Schulte und Steinbrück unterstützen Kampagne

Ein prominent besetztes Team unterstützt die Bewerbung KölnRheinRuhr. In der ersten Reihe gehören dazu: der Para-Athlet des Jahrzehnts Markus Rehm, die Olympiasiegerin im Degenfechten und Spitzensportfunktionärin Britta Heidemann, die erfolgreichste Olympionikin Deutschlands und erfolgreichste Dressurreiterin der Welt Isabell Werth, der Fußball-Weltmeister Christoph Kramer, der Vorstandsvorsitzende der Deutz AG und Ruder-Weltmeister Sebastian Schulte sowie der ehemalige Ministerpräsident und Bundesfinanzminister a.D. Peer Steinbrück.

Oberbürgermeister der Stadt Köln Torsten Burmester: „Mit Köln als Leading City und Kapitän eines starken Teams kann der Traum von Olympia an Rhein und Ruhr Wirklichkeit werden. Olympische und Paralympische Spiele werden den Kölnerinnen und Kölnern langfristig nutzen und nachhaltig wirken. Sie stärken Spitzen- wie auch Breitensport, fördern die Inklusion sowie das Miteinander und bringen Wachstum für die Wirtschaft und Investitionen in die Infrastruktur. “

Para-Leichtathlet Markus Rehm: „Viele Top-Athletinnen und Athleten des paralympischen Leistungssports sind in Nordrhein-Westfalen zu Hause. Die hervorragenden Strukturen und das hier gebündelte Know-how bilden den Grundstein für das überzeugende Konzept der Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in KölnRheinRuhr. Nordrhein-Westfalen bietet alles, was Paralympische Spiele brauchen und viel wichtiger – sie wurden im Konzept von Anfang an mitgedacht. Der Standort ist ideal und ich stehe voll hinter der Bewerbung KölnRheinRuhr.“

Ratsbürgerentscheide am 19. April 2026

Am 19. April 2026 können die Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Kommunen über die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 abstimmen. Grundlage dafür sind sogenannte Ratsbürgerentscheide, eine Form der direkten Demokratie, bei der die Entscheidung über eine konkrete Frage vom Stadtrat an die Bevölkerung übertragen wird.

Abstimmungsberechtigt sind alle EU-Bürgerinnen und -bürger ab 16 Jahren, die seit mindestens drei Monaten in einer der teilnehmenden Gemeinden wohnen. Die Abstimmungen werden ausschließlich per Brief durchgeführt. Damit das Ergebnis gültig ist, muss eine Mindestbeteiligung erreicht werden. In Städten mit über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner gilt ein sogenanntes Abstimmungsquorum von 10 Prozent. Dies bedeutet, dass die Frage nur dann wirksam im Sinne der Mehrheit der gültigen Stimmen entschieden ist, wenn diese Mehrheit zugleich auch mindestens 10 Prozent der Bürger der Gemeinde entspricht. In kleineren Kommunen liegt das Abstimmungsquorum bei bis zu 20 Prozent. Entscheidet sich die Mehrheit der gültigen Stimmen für „Ja“ oder „Nein“ und wird das Abstimmungsquorum erreicht, ist das Ergebnis bindend.

Abstimmen können die Menschen aus Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim am Rhein, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal.

Die finale Entscheidung für eine deutsche Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele fällt am 26. September 2026, im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB.

KölnRheinRuhr – Unsere Städte. Unsere Spiele.

Nordrhein-Westfalen wird rund 14 Millionen Tickets anbieten können. Jede Sportart wird ein echtes Heimspiel vor Rekordkulisse haben. Die hohe Anzahl der Tickets ermöglicht zudem diese zu Preisen zu verkaufen, die für möglichst viele Menschen erschwinglich sind. Im Umkreis von 500 Kilometern rund um die Region Rhein Ruhr leben rund 160 Millionen Menschen, die in unter drei Stunden in Nordrhein-Westfalen sein können, um Olympische und Paralympische Spiele zu erleben.

Nordrhein-Westfalen bietet das kompakteste Modell mit den kürzesten Wegen. 95 Prozent der Athletinnen und Athleten werden im Olympischen und Paralympischen Dorf wohnen können. Es wird nach den Spielen weitergenutzt und zu einem neuen Stadtquartier entwickelt. Nordrhein-Westfalen hat mit 100 Prozent schon bestehenden oder temporären Sportstätten den nachhaltigsten Plan.

In den vergangenen zehn Jahren fanden in der Region über 30 Weltmeisterschaften, Europameisterschaften oder Multisportevents wie die World University Games, das größte Multisport-Event der Welt im Jahr 2025, statt. Keine andere Region in Deutschland hat eine solche Erfahrung bei der Durchführung von internationalen großen Sportevents wie Nordrhein-Westfalen. Keine andere Region in Deutschland verfügt über eine solche Anzahl herausragender Sportstätten. Alle paralympischen Sportarten finden in denselben Sportstätten statt wie die olympischen.

Ab diesem Jahr stellt Nordrhein-Westfalen insgesamt rund eine Milliarde Euro zur Verfügung, die in den Breitensport, die Sportvereine und in die Sanierung, Modernisierung und den Erhalt von Sportstätten und Schwimmbädern investiert wird.

Die Austragungsorte im Überblick:

  • Aachen – Fußball, Reitsport | Para Dressursport
  • Bochum – Fußball, Moderner Fünfkampf
  • Dortmund – Fußball, Handball
  • Duisburg – Kanu-Rennsport, Rudern, Sportklettern | Para Kanu, Para Rudern, Para Sportklettern
  • Düsseldorf – 3×3 Basketball, Badminton, Basketball, Beachvolleyball, Fechten, Handball, Judo, Ringen, Tischtennis, Triathlon, Volleyball | Blindenfußball, Goalball, Para Badminton, Para Boccia, Para Judo, Para Taekwondo, Para Tischtennis, Para Triathlon Rollstuhlbasketball, Rollstuhlfechten
  • Essen – Boxen, Fußball, Gewichtheben, Radsport (BMX Freestyle & Racing), Schießen | Para Powerlifting, Para Sportschießen, Sitzvolleyball
  • Gelsenkirchen – Schwimmsport | Para Schwimmen
  • Krefeld – Rollstuhlrugby, Taekwondo
  • Kiel/Warnemünde – Segeln
  • Köln – Leichtathletik 7er-Rugby, Bogenschießen, Fußball, Marathonschwimmen, Radsport (Bahnradrennen), Radsport (Straße), Tennis, Turnen | Para Bogenschießen Para Leichtathletik, Para Radsport (Bahn), Para Radsport (Straße), Rollstuhlbasketball, Rollstuhlrugby, Rollstuhltennis, Sitzvolleyball
  • Leverkusen – Fußball
  • Markkleeberg (Sachsen) – Kanu-Slalom
  • Mönchengladbach – Hockey
  • Monheim am Rhein – Skateboarding
  • Oberhausen – Volleyball
  • Pulheim – Golf
  • Recklinghausen / Herten– Radsport (Mountainbike)
  • Wuppertal – Fußball, Wasserball

Categories: Uncategorized Schlagwörter: , , , , 20719 Meilensteine – 25 Jahre Sportstiftung NRW

Meilensteine 2000 bis 2025: 

  • 12.12.2000 – Gründung
    durch die Landesregierung mit einem Stiftungskapital von 10,45 Mio. DM. Für die Sportstiftung werden Einnahmen aus der Oddset-Wette eingeplant. Zielvorgabe: Nachwuchssportler*innen bestmöglich auf die Olympischen Spiele 2012 vorbereiten. Größte Baustelle: Es gibt zu wenige hauptberufliche Trainer. Auch die Schnittstellen zwischen Schule/Ausbildung/Beruf und dem Sport werden als Problemstellen identifiziert.  
  • 2001 – Erster Förderantrag
    durch Bayer Dormagen. Weitere Anträge gehen ein für Trainerstellen, Turngeräte und Stabhochsprunganlagen – insgesamt 44 im ersten Jahr.
  • 2002 – Erste Grundförderung
    für 180 Athlet*innen zur Vorbereitung auf die Olympischen und Paralympischen Spiele in Athen.
  • 2004 – Erste Prämie
    für Medaillengewinner aus NRW nach den Olympischen und Paralympischen Spielen in Athen.
  • 2004 – Erste Botschafter
    Darunter sind Heide Ecker-Rosendahl, Heribert Faßbender, Christian Keller, Dr. Arnd Schmitt, Michael Skibbe, Isabell Werth. Ab 2010 ist Ulrike Nasse-Meyfarth federführend. Keller und Schmitt sind bis heute als Mitglieder des Kuratoriums in die Stiftungsarbeit involviert.
  • 2004 – Geschäftsstelle
    mit vier Mitarbeitern bezieht heutigen Sitz auf dem Campus der Deutschen Sporthochschule Köln 
  • 2005 – Förderung von der Talentsichtung bis zum A-Kader
    Sportstiftung fordert nachhaltige Förderkonzepte von den Landesverbänden. Folge: Trainerstellen an 27 Bundesstützpunkten entstehen. Das Land forciert parallel dazu den Sportstättenbau.
  • 2006 – Übergang vom Landes- zum Bundeskader
    wird zentrales Handlungsfeld – dort, wo Landesverbände nicht mehr, der DOSB, Spitzenverbände und Olympiastützpunkte aber noch nicht fördern.
  • 2006 – Deutsches Forschungszentrum für Leistungssport Köln „momentum
    Die Sportstiftung leistet 1,5 Mio. Euro Anschubfinanzierung. Das Großprojekt an der DSHS Köln verzahnt bis heute universitäre Forschung und praktische Trainingsarbeit. Ziel: Trainingsoptimierung, Gesunderhaltung und Leistungsdiagnostik für Kaderathleten. Erste Erkenntnisse sind, dass die Nachwuchselite körperlich und psychisch nicht ausreichend auf die Belastungen des Leistungssports vorbereitet ist.
  • 2007 – Startschuss für „mentaltalent
    Eine sportpsychologische Betreuungsinitiative für Nachwuchskader am Psychologischen Institut der DSHS Köln. Ziel: die Belastungen in Sport, Ausbildung und Alltag besser bewältigen und die Leistungsfähigkeit steigern. Bis heute wurden insgesamt 11.300 Nachwuchstalente durch mentaltalent betreut.
  • 2007 – 2012 Forum Sportkarriere
    Die Sportstiftung verleiht Förderpreise für außergewöhnlich engagierte Trainer*innen und Sportler*innen.
  • 2008 – Dauerhafte Festbetragsfinanzierung
    durch die Landesregierung wird festgesetzt, Etat: 3,4 Mio. Euro. Das Land setzt zudem Impulse durch NRW-Sportschulen, der Übernahme von „momentum“ und Hilfe beim Aufbau von Sportinternaten.
  • 2008 – Bilanz: Verdreifachung der Trainerstellen
    auf 150 durch die Förderung der Sportstiftung. Hinzu kommen 40 neue Personalstellen in Wissenschaft, Pädagogik (Sportinternate) und Prävention.
  • 2009 – „Leistungssport 2020. Förderung von Eliten und Nachwuchs in NRW“
    Mit dem Konzept des Innenministeriums NRW, des LSB, der Olympiastützpunkte und der Sportstiftung wird die Nachwuchsförderung durch die Sportstiftung NRW sportpolitisch verankert.
  • 2011 – „Gesundheitsmanagement im Leistungssport“
    Anschubfinanzierung für das LSB-Großprojekt zur Entwicklung einer umfassenden sportmedizinischen und leistungsdiagnostischen Begleitung der besten Nachwuchsathlet*innen (c.a 1, 2 Mio €)
  • 2012 – Erster Captains Day
    Das Netzwerkformat im Rahmen der Messe boot, Düsseldorf, bringt Führungskräfte aus der Wirtschaft mit Spitzensportler*innen zusammen. Ziel: praktische Berufserfahrung parallel zum Leistungssport ermöglichen. Unter dem Begriff „Zwillingskarriere“ werden mit verschiedenen Wirtschaftspartnern über viele Jahre Angebote für den Berufseinstieg entwickelt.
  • 2013 – 2018 Heide-Rosendahl-Cup
    Charity-Golfturnier zugunsten von Nachwuchstalenten. Steffi Nerius und Heide Ecker-Rosendahl gewinnen bei der Premiere.
  • 2014 – „Elite-Team NRW“ und „Nachwuchselite-Team NRW
    Individualförderung für aussichtsreiche Athlet*innen in Vorbereitung auf die Spiele in Rio 2016.
  • 2014 – Erster Newcomer des Jahres beim felix award
    präsentiert von der Sportstiftung. Es gewinnt Para Weitspringer Léon Schäfer. Spätere Preisträger sind u.a. Gina Lückenkemper, Konstanze Klosterhalfen und Sarah Voss.
  • 2017 – Teilnahmeprämien
    lösen Medaillenprämien nach Olympischen und Paralympischen Spielen ab, einheitlich 3.500 Euro.
  • 2018 – Individualförderung
    Die Sportstiftung übernimmt die alleinige Zuständigkeit für die Förderung von Athletinnen und Athleten sowie für den paralympischen Sport in NRW. Die olympische Trainerförderung wird auf den LSB übertragen – die Stiftung übergibt Personalstellen im Wert von 2,5 Mio. Euro.
  • 2019 – Unter dem Dach des Paralympischen Zentrums setzt die Sportstiftung gemeinsam mit dem BRSNW die bundesweit erste Talentscoutin, Lina Neumair, im Para Leistungssport ein.
  • 2019 – Qualitätsoffensive in den NRW-Sportinternaten mit bis zu 750.000 Euro startet. Ziel: einheitliche Standards bei Personal, Nachführunterricht, Wochenend-/Nachtbetreuung und sportpsychologischer Betreuung.
  • 2020 – Fördergarantie während Corona
    Laufenden Förderungen für rund 400 Athlet*innen werden ohne Leistungsnachweise verlängert, da Trainingsbetrieb und Wettkämpfe ausfallen.
  • 2020 – Erstmals Förderung deaflympischer Talente
  • 2020 – Neues Logo und Corporate Design anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Stiftung.
  • 2023 – Reform der Individualförderung
    In der Agenda 2030 rückt der mündige Athlet ins Zentrum. Die neue Vision lautet: Die Sportstiftung NRW unterstützt mündige Nachwuchsathletinnen und -athleten, die mit ihren Leistungen und ihrer Leidenschaft, die Menschen in NRW begeistern und inspirieren. Einer der Wegbereiter ist der damalige Geschäftsführer Max Hartung.

    Auch Nachwuchskader der World Games Sportarten sind ab sofort förderberechtigt.
  • 2024 – Erstes Onboarding-Event
    Die Willkommensfeier für alle geförderten Athlet*innen im Movie Park Germany soll Wertschätzung für das Erreichte und Dank für ihre Vorbildrolle im Sport ausdrücken.   
  • 2024 – 2028 Millionen-Paket für paralympischen Leistungssport
    2,6 Millionen Euro, um die Rahmenbedingungen für Para Athlet*innen nachhaltig zu verbessern: durch Investitionen in Leistungssportpersonal und in gezielte Wettkampf- und Trainingsmaßnahmen.
  • 2025 – Individualförderung auf Rekordhoch
    mit über 700 gefördeten Talenten. Erstmals wird auch eine Prämie für die Teilnahme an World Games ausgegeben (3.500 Euro).
  • 01.01.2026 – Fördererhöhung
    Zweieinhalb Jahr nach der Förderreform wird die Talentförderung auf 300 Euro/Monat aufgestockt. Die Stipendienförderung wurde bereits im Oktober 2025 auf 350 Euro/Monat erhöht, um den veränderten Lebensumständen der Athlet*innen gerecht zu werden.

Personalien

Kuratoriumsvorsitzende

2001 – 2002      Wolfgang Clement
2002 – 2006      Peer Steinbrück
2006 – 2011      Dr. Jürgen Rüttgers
2011 – 2017      Hannelore Kraft
2017 – 2021      Armin Laschet
seit Okt. 2021   Hendrik Wüst

Vorstandsvorsitzende:

2001 – 2006      Dr. Hans Jürgen Baedeker
2006 – 2010      Manfred Speck
2011 – 2016      Anke Feller
2016 – 2021      Ute Schäfer
seit Mai 2021    Dr. Ingo Wolf

Geschäftsführer:

2001 – 2021      Jürgen Brüggemann
2021 – 2025      Maximilian Hartung
seit April 2025   Lucas Flümann

Categories: Story Schlagwörter: , , , , | Comments 20322 25 Jahre Sportstiftung NRW

Die Sportstiftung NRW, Deutschlands größte Landesstiftung zur Förderung des Nachwuchsleistungssports, hat ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Seit der Gründung im Jahr 2000 ist die Stiftung zu einer unverzichtbaren Säule der Athletenförderung in NRW und Deutschland geworden.

Die Jubiläumsveranstaltung fand am 12. Dezember im Teehaus an der Galopprennbahn Düsseldorf statt. Unter den Gratulanten waren NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der auch Vorsitzender des Kuratoriums ist, DOSB-Vorstandsvorsitzender Otto Fricke, zahlreiche aktuelle und ehemalige Athletinnen und Athleten sowie Wegbegleiter der Stiftung. Die Jubiläumsfeier wurde bewusst von Talenten mitgestaltet. Ein besonderes Highlight: Eine eigens entwickelte Synchronschwimm-Performance an Land, begleitet von Leinwandaufnahmen aus dem Becken.

Andreas Kötter, Karla Heßmann, Fechter Mika Schiffer, Hendrik Wüst, die Synchronschwimmerinnen Klara Bleyer & Amélie Blumenthal-Haz, Otto Fricke, Para Dressuerreiterin Gianna Regenbrecht, Dr. Ingo Wolf und Lucas Flümann.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Der Sport hat eine stark verbindende, integrative Kraft und kann gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein neues Gefühl des Miteinanders stiften. Das ist gerade in diesen Zeiten wichtiger denn je. Unsere Kinder und Jugendlichen brauchen leuchtende Vorbilder, denen es sich lohnt nachzueifern. Die Sportstiftung NRW sorgt seit 25 Jahren dafür, dass junge herausragende Sporttalente ihren Traum von einer Karriere im Sport verfolgen können und fördert die Sportgrößen von morgen. Damit leistet die Sportstiftung als zentraler Partner einen wichtigen Beitrag, damit Nordrhein-Westfalen auch in Zukunft Sportland Nummer 1 bleibt. Mit ihrem ganzheitlichen Förderansatz und dem selbstverständlichen Mitdenken des Para-Sports stellt die Sportstiftung alle Sportlerinnen und Sportler in den Mittelpunkt. Gleiches gilt für unsere Bewerbung für die Olympischen und Paralympische Spiele. Für alle, bei denen die Sportler und die Zuschauer im Mittelpunkt stehen sollen, ist unsere Bewerbung das beste Angebot. Nordrhein-Westfalen bietet den Athletinnen und Athleten die größte Bühne für den größten Moment ihrer Laufbahn. Die jungen Sporttalente aus unserem Land und aus der ganzen Welt werden ein echtes Heimspiel vor spektakulären Rekordkulissen haben, getragen von der Sportbegeisterung der Menschen in unserem Land.“  

Über 80 Millionen Euro für die Nachwuchsförderung

Die Sportstiftung NRW unterstützt heute so viele Talente wie nie zuvor: Rund 700 Nachwuchskader aus 95 olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten erhalten monatlich individuelle Förderung von bis zu 650 Euro.

Die Stiftung investiert jährlich 4,7 Millionen Euro in den Nachwuchsleistungssport. Seit ihrer Gründung durch die Landesregierung wurden insgesamt über 80 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Förderung verteilt sich auf drei zentral Bereiche:

  • Individualförderung von Athletinnen und Athleten, ca. 3 Mio. Euro pro Jahr
  • Institutionelle Förderung der Vollzeit-Sportinternate, ca. 900.000 Euro pro Jahr
  • Paralympisches Zentrum mit Personalstellen wie Trainer und Talentscout, ca. 560.000 Euro pro Jahr

Ergänzend fließen Projektmittel unter anderem in sportpsychologische Betreuung („mentaltalent“, seit 2007), Coaching-Angebote und berufliche Einstiegsprogramme. In den Anfangsjahren widmete sich die Stiftung vorrangig der Schaffung hauptamtlicher Trainerstellen und der Anschubfinanzierung von Forschungsprojekten wie dem Deutschen Forschungszentrum für Leistungssport „momentum“ an der Sporthochschule Köln.

Förderphilosophie: Der Athlet als inspirierende Persönlichkeit

Mit dem 2023 eingeführten neuen Förderkonzept rückt die Sportstiftung NRW das vorbildhafte Talent in den Fokus: Athletinnen und Athleten, die durch ihre Leistung, ihre Haltung und ihre Persönlichkeit auf andere Menschen inspirieren und in die Gesellschaft wirken. Gefördert wird seitdem nach einem Kompetenzmodell, das neben sportlicher Exzellenz auch die Inspirationskraft und Persönlichkeitseigenschaften der Talente berücksichtigt

Die Förderbausteine der Individualförderung umfassen:

Talente bewerben sich selbstständig mit Motivationsschreiben, Video und Persönlichkeitsfragebogen. Die Auswahl erfolgt durch unabhängige Expertinnen und Experten.

Stimmen:

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender: „Wir fördern und honorieren Leistung – aber auch Haltung. In 25 Jahren hat sich gezeigt, dass Persönlichkeitsentwicklung ebenso wichtig und nachhaltig ist wie sportlicher Erfolg. Unser Förderverständnis sieht im Athleten immer auch den Menschen. Das macht den Unterschied und den besonderen Wert unserer Arbeit aus.“

Gianna Regenbrecht, Para Dressurreiterin und eine von drei Athletenvertretern: „Für viele von uns ist die Unterstützung der Sportstiftung NRW von existenzieller Bedeutung, weil wir am Anfang der Karriere stehen. Das Vertrauen verleiht uns echten Rückenwind.“

Karla Heßmann, ehemalige Schwimmerin: „Leistungssport bedeutet Hingabe und Entbehrungen. Umso wichtiger ist es, verständnisvolle Menschen und unterstützende Partner an seiner Seite zu haben. Die Sportstiftung NRW war für mich immer genau das, und dafür empfinde ich große Dankbarkeit.“

Die ehemalige Schimmwerin Karla Heßmann richtete sich an alle Athlet*innen: „Ich habe Vertrauen in die Sportstiftung NRW – habt es auch!“

Andreas Kötter, Geschäftsführer von WestLotto, offizieller Jubiläumspartner und langjähriger Unterstützer:
„Die Sportstiftung NRW ist unverzichtbar für den Spitzensport in Nordrhein-Westfalen. Uns verbindet als Partner die Überzeugung, dass Athletinnen und Athleten als Persönlichkeiten prägende Vorbilder sind. Durch das gemeinsame Alumni-Netzwerk ermutigen und stärken wir sie dabei auch über ihre aktive Laufbahn hinaus. Nur wer diesen ganzen Weg erkennt, fördert nachhaltig.“

Lucas Flümann, Geschäftsführer: „Unsere Aufgabe ist es, Talente zu stärken, ihnen zuzuhören und ihre Bedürfnisse zu kennen. Durch Nahbarkeit und Transparenz schaffen wir Vertrauen. Wir wollen nicht nur Geldgeber sein, sondern die Talente befähigen, in die Gesellschaft zu wirken. Denn wer im Leistungssport fördert, trägt Verantwortung für die Menschen. Diesem Anspruch werden wir auch in Zukunft gerecht.“

Talente gestalten das Jubiläum mit

Die Jubiläumsfeier wurde bewusst von Athletinnen und Athleten mitgestaltet. Mit kurzen Showacts und persönlichen Wortbeiträgen präsentierten sie ihre Sportarten und vermittelten Einblicke in ihre Gedanken zum Leistungssport. Ein besonderes Highlight war die Premiere einer innovativen Synchronschwimm-Performance an Land, live präsentiert von Klara Bleyer und Amelie Blumenthal-Haz – begleitet von eindrucksvollen Aufnahmen ihrer Choreografie im Wasser.

Galerie Jubiläumsfeier

Categories: News Schlagwörter: , , , , , | Comments 20367 felix award 2025

NRW hat gewählt: Ministerpräsident Hendrik Wüst hat vor rund 450 geladenen Gästen in der Düsseldorfer Rheinterrasse die Athletinnen und Athleten des Jahres aus dem Sportland Nordrhein-Westfalen für ihre sportlichen Höchstleistungen ausgezeichnet. Zuvor konnten alle Bürgerinnen und Bürger für ihre Favoriten abstimmen.

Kanu-Talent Marleen Sits ist die Newcomerin des Jahres 2025 – diese Kategorie wird von der Sportstiftung NRW präsentiert.

Damit kommt die die felix Newcomerin zum zweiten Mal infolge aus den Reihen des Kanu-Verbands NRW. Juniorenweltmeisterin Sits folgt auf ihre Bootspartnerin Caroline Heuser. Diesen Nachwuchspreis gewann auch Rettungsschwimmerin Nina Holt schon einmal (2022). In diesem Jahr wurde die 22-Jährige nun sogar zur Sportlerin des Jahres gewählt. Holt gewann 2025 fünf Goldmedaillen bei den World Games in Chengdu.

Die Sportlerin des Jahres 2025: Rettungsschwimmerin Nina Holt holte die meisten Stimmen.


Die weiteren Publikumspreise des felix award 2025 gingen an Marathon-Vizeweltmeister Amanal Petros (Sportler des Jahres). Über die Trophäe freuten sich zudem der Weltmeister im Para-Schwimmen Taliso Engel (Para Sport felix) und die Zweierbob-Weltmeisterinnen Laura Nolte und Deborah Levi (Mannschaft des Jahres) sowie Stürmer Tim Kleindienst von Borussia Mönchengladbach (Fußball felix). Als Trainer des Jahres wurde Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa (Judo) ausgezeichnet.

Newcomer-Preis: Bundesstützpunktleiterin Annika Gierig nahm die Auszeichung stellvertretend für ihre Kanutin Marleen Sits entgegen, die sich am Abend der felix Gala im Trainingslager befand.

Auch Leistungen bei World University Games gewürdigt

Im Rahmen der felix-Verleihung wurden außerdem 28 Medaillengewinnerinnen und-gewinner der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games aus Nordrhein-Westfalen vom Ministerpräsidenten Wüst geehrt und durch den Vorsitzenden der Sportstiftung NRW Dr. Ingo Wolf mit je 1.000 Euro für ihre Spitzenleistungen prämiert. Das deutsche „Team Studi“ war mit 297 Athletinnen und Athleten am Start, davon 95 aus NRW.

„Klasse und Leidenschaft in NRW zuhause“

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Sportliche Klasse und Leidenschaft sind in Nordrhein-Westfalen zu Hause. Das hat das Jahr 2025 erneut eindrucksvoll gezeigt. Unsere Athletinnen und Athleten haben auf den größten Bühnen der Welt, von Europa- und Weltmeisterschaften, über die World Games bis hin zu den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games, Spitzenleistungen gezeigt. Diese Spitzenleistungen ehren wir heute mit dem felix award 2025. Nordrhein-Westfalen hat wie keine andere Region in Deutschland die Erfahrung bei weltklasse Sportgroßveranstaltungen. Deswegen gehören die Olympischen und Paralympischen Spiel auch hierher: nach Nordrhein-Westfalen, wo wir mit spektakulären Sportstätten für jede Sportart den Sportlerinnen und Sportlern die größte Bühne für den größten Moment ihrer Karriere bieten können. Olympia für alle, kompakt und nachhaltig, mit neuen Zuschauerrekorden mit 14 Millionen Tickets, kurzen Wegen und getragen von den vielen sportbegeisterten Menschen bei uns im Land. Nordrhein-Westfalen ist und bleibt das Sportland Nummer 1.“

450 Gäste verfolgten die Gala in den Rheinterrassen Düsseldorf

Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW: „Die Ergebnisse dieses Jahres belegen eindrucksvoll, dass sich kontinuierliche Investitionen in den Leistungssport lohnen. Unsere Athletinnen und Athleten haben weltweit Maßstäbe gesetzt. Entscheidend ist jetzt, die hervorragenden Strukturen in unseren Olympiastützpunkten Köln, Essen und Dortmund dauerhaft abzusichern – gerade auch in Hinblick auf die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele -, um auch künftig international konkurrenzfähig zu bleiben.“

Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, erklärte: „Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger stehen stellvertretend für die Vielfalt und Stärke des Sports in NRW – von jungen Talenten bis zu etablierten Champions. Diese Erfolge sind ein Ansporn, die Förderung des Sports sowohl in der Breite als auch in der Spitze weiter auszubauen und die Begeisterung für Bewegung in die Gesellschaft zu tragen.”

Live-Schalte zu den Gewinnerinnen der Mannschaftskategorie: Bobpilotin Laura Nolte und ihre Anschieberin Deborah Levi

Seit 2007 werden Sportlerinnen und Sportler aus NRW, die sich in besonderer Weise hervorgetan haben, mit den felix awards ausgezeichnet. Mit diesem Preis würdigen das Land Nordrhein-Westfalen, der Landessportbund Nordrhein-Westfalen und die Sportstiftung NRW sowohl den Spitzensport als auch herausragende Persönlichkeiten des Sports. Eine Jury nominiert jeweils fünf Anwärter auf den Award in sieben Kategorien. Der Publikumspreis wird – mit Ausnahme der Kategorie „Trainer*in des Jahres“ – per Online-Voting durch Bürgerinnen und Bürger vergeben.

Newcomerin des Jahres: Marleen Sits
 

Newcomerin des Jahres: Marleen Sits

 

Die 18-Jährige Kanutin von der KG Essen gewann 2025 bei der Juniorinnen- und U23-Weltmeisterschaft in Portugal den Titel im Zweierkajak und holte Silber im Vierer. Damit knüpfte die Dinslakenerin erfolgreich an ihre starken Auftritte bei den Olympic Hope Games 2024 an, wo sie drei Gold- und eine Silbermedaille gewonnen hatte.

Newcomerin des Jahres: Marleen Sits
 
Sportler des Jahres: Amanal Petros

Sportler des Jahres: Amanal Petros

Amanal Petros ist Deutschlands erfolgreichster Langstreckenläufer. Der gebürtige Eritreer, der in Bielefeld sein Lauftalent entdeckte, startet seit 2015 für Deutschland. 2024 wurde er Deutscher Marathonmeister und EM-Dritter im Halbmarathon, 2025 folgte der nächste Meilenstein: Mit Platz zwei bei der WM in Tokio erzielte Petros die beste deutsche Marathonplatzierung der Geschichte.

Sportler des Jahres: Amanal Petros
Sportlerin des Jahres: Nina Holt

Sportlerin des Jahres: Nina Holt

Nina Holt von der DLRG Harsewinkel zählt mit erst 22 Jahren zu den erfolgreichsten Rettungsschwimmerinnen der Welt. Bei den World Games 2025 in Chengdu gewann sie fünfmal Gold – zweimal im Einzel und dreimal in der Staffel – und stellte drei neue Weltrekorde auf. Auch im klassischen Schwimmen ist sie national und international erfolgreich.

Sportlerin des Jahres: Nina Holt
Para Sport felix: Taliso Engel

Para Sport felix: Taliso Engel

Taliso Engel aus Lauf an der Pegnitz dominiert seit Jahren das Para-Schwimmen über 100 Meter Brust. 2025 verteidigte der 23-Jährige in Singapur seinen WM-Titel und verbesserte seinen eigenen Weltrekord auf 1:01,69 Minuten. Auch über 200 Meter Brust stellte er eine neue Bestmarke auf.

Para Sport felix: Taliso Engel
Mannschaft des Jahres: Laura Nolte / Deborah Levi
 

Mannschaft des Jahres: Laura Nolte / Deborah Levi

 

Laura Nolte aus Unna und Deborah Levi aus Dillenburg zählen zu den erfolgreichsten Duos im internationalen Bobsport. Nach Olympiagold 2022 gewannen sie 2025 in Lake Placid erstmals den Weltmeistertitel im Zweierbob und führten einen deutschen Dreifacherfolg an. Mit Präzision, Power und perfekter Abstimmung gehören sie zur absoluten Weltspitze.

Mannschaft des Jahres: Laura Nolte / Deborah Levi
 
Fußball felix: Tim Kleindienst

Fußball felix: Tim Kleindienst

Tim Kleindienst hat sich vom Nachwuchsspieler des Energie Cottbus-Leistungszentrums bis in die Spitze des deutschen Fußballs gearbeitet. Nach seiner Zeit in Freiburg führte er 2023 den 1. FC Heidenheim mit 25 Toren in die Bundesliga. 2024/25 avancierte er bei Borussia Mönchengladbach mit 16 Treffern und neun Vorlagen zu einem der Top-Torjäger der Liga und feierte sein Debüt in der Nationalmannschaft.

Fußball felix: Tim Kleindienst
Trainer des Jahres: Claudiu Pusa

Trainer des Jahres: Claudiu Pusa

Claudiu Pusa prägt seit Jahren als Bundestrainer das deutsche Frauenjudo. Unter seiner Leitung feierten die deutschen Athletinnen zahlreiche internationale Erfolge, zuletzt mit starken Leistungen bei der WM 2025. Für seine herausragende Arbeit wurde der gebürtige Rumäne 2024 mit dem 6. Dan, ein Meistergrad im Judo, ausgezeichnet. Pusa steht für modernes, teamorientiertes Judo, das auf Technik, Mentalität und Zusammenhalt setzt.

Trainer des Jahres: Claudiu Pusa

Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , , , , , | Comments 20117 Prämien-Premiere für World Games

Die Sportstiftung NRW hat 59 Athletinnen und Athleten für ihre Teilnahme an den diesjährigen Weltspielen des nicht-olympischen Sports in Chengdu ausgezeichnet. Staatssekretärin Andrea Milz würdigte ihre Leistungen gemeinsam mit Stiftungsvorstand Dr. Ingo Wolf mit jeweils 3.500 Euro an Prämie.

Sportstiftung NRW ehrte die World Games Teilnehmer in einer Feierstunde bei SK Magenta Facility, Köln.

Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW: „Das Prämienvolumen von insgesamt 206.500 Euro spricht eine klare Sprache: World-Games-Sportlerinnen und -sportler erfahren bei uns nun dieselbe Wertschätzung wie der olympische, paralympische und deaflympische Sport. Sie verkörpern die Vielfalt und Leistungsfähigkeit des Sportlands NRW und sie wirken als starke Vorbilder. Sie sind ein Pfund für die Zukunft.“

Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in NRW: „Die World Games sind für viele Sportlerinnen und Sportler der Höhepunkt ihrer Karriere – aus sportlicher Sicht, aber auch emotional vergleichbar mit den Olympischen Spielen. World Games stehen für Vielfalt. Ihre Disziplinen bereichern den Sport und sind für viele Menschen identitätsstiftend. Mit der neuen Prämie würdigen wir nicht nur sportliche Qualität, sondern auch den Einsatz, mit dem diese 59 Athletinnen und Athleten Menschen inspirieren und Vorbilder sind.“   

NRW-Bilanz: 13 Sportarten, 19 Medaillen

Athletinnen und Athleten mit Vereinszugehörigkeit (Erststartrecht), Trainings- oder Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen trugen neun Gold-, fünf Silber- und fünf Bronzemedaillen zum deutschen Gesamtergebnis in Chengdu bei. NRW-Akteure waren in 13 Sportarten am Start: Beachhandball, Billard, Duathlon, Faustball, Kanu-Marathon, Kanu-Polo, Korfball, Powerboating, Rettungsschwimmen, Speedklettern, Squash, Tanzsport (Latein) und Wakeboard.

Die Ehrung der Sportler*innen fand bei SK Magenta Facility in Köln statt.

World-Games-Förderung – mehr als nur Prämien

Bisher vergab die Sportstiftung Prämien ausschließlich nach Olympischen, Paralympischen und Deaflympischen Spielen. Mit der Neuausrichtung der Individualförderung wurden nun auch World-Games-Sportarten miteinbezogen. Die Teilnahmeprämie wird einmalig ausgezahlt. Zum Vergleich: Nach den Spielen in Paris vergab die Sportstiftung NRW 563.500 Euro als Prämien an 161 Olympioniken und Paralympioniken.

Nachwuchstalente aus dem World-Games-Bereich können sich seit 2023 zudem für eine monatliche Unterstützung bewerben. Ihr Anteil am Gesamtfördervolumen der Talent-Förderung beträgt aktuell 12 Prozent. Von den derzeit Geförderten nahmen die Kletterinnen Nele Thomas und Mina Schultz an den World Games teil. Nachwuchsattraktivität spielt eine wichtige Rolle, um vom Dachverband International World Games Association (IWGA) in das Sportartenprogramm aufgenommen zu werden.

NRW-Team Korfball

Über die World Games und die NRW-Athlet*innen:

Die chinesische Millionenstadt Chengdu war Gastgeber der 12. World Games – der Weltspiele nicht-olympischer Sportarten. Rund 4.000 Athletinnen und Athleten nahmen in 34 Sportarten teil. Nordrhein-Westfalen stellte etwa ein Viertel der 211 deutschen Teilnehmer. Deutschland belegte im Medaillenspiegel den zweiten Platz – mit 17-mal Gold, 14-mal Silber und 14-mal Bronze. Die World Games gelten Sprungbrett in Richtung Olympia. Base- und Softball wird zum Beispiel 2028 in Los Angeles olympisch.

Erfolgreichste NRW-Teilnehmerin: Nina Holt, Rettungsschwimmen, fünf Goldmedaillen

Meisten NRW-Teilnehmer in einer Sportart: Korfball Mixed-Team, 14 Athleti*nnen

Jüngste NRW-Teilnehmerin: Mina Schultz, Speedklettern, 16 Jahre

Ältester NRW-Teilnehmer: Martin Horn, Dreiband-Billard, 54 Jahre

Fotogalerie World-Games-Prämienfeier

Categories: News Schlagwörter: , , , | Comments 19814 World Games „made in NRW“

59 NRW-Athletinnen und -Athleten in 13 Sportarten haben vom 7. bis 17. August 2025 an World Games in Chengdu, China, teilgenommen.

Die Beachhandball-Männer im Goldjubel.

Beachhandball, Herren – Gold

Severin Henner Henrich (Longericher SC)
Lennart Wörmann (Longericher SC)
Tobias Zeyen (HSV Bocklemünd)
Moritz Nikolaus Ebert (Sand Devils Minden9
Robin John (Sand Devils Minden)
Hendrik Prahst (Sand Devils Minden)

Billard

Joshua Filler (BC Oberhausen 89) – Bronze, Pool-Billard
Pia Filler (BC Oberhausen 89) – Viertelfinale, Pool-Billard
Ina Kaplan (BC Siegtal 89) – 4. Platz, Pool-Billard
Martin Horn (BC International Berlin) – Bronze, Dreiband-Billard

Joshua Filler vom BC Oberhausen 89 erreichte den 3. Platz.

Duathlon

Annika Faber (PV Triathlon TG Witten) – 21. Platz

Faustball

Philip Klaus Hofmann (TSV Hagen) – Silber, Herren-Mannschaft

Kanu-Marathon

Caroline Heuser (AKC Oberhausen) – 11. Platz, Kurzdistanz; 12. Platz, Langdistanz
Nico Paufler (KG Essen) – 5. Platz Kurzdistanz; 7. Platz Langdistanz

Kanu-Polo, Herren & Damen – Gold

Katharin Grünewald (1. MKC Duisburg)
Nina Hachenburg (WSF Liblar)
Jill Rutzen (KRM Essen)

Erik Beukenbusch (1. MKC Duisburg)
Leon Konrad (KRM Essen)
Tim Riecke (1. MKC Duisburg)
Lennart Unterfeld (KRM Essen)
Jonas Vieren (WSF Liblar)

Korfball, Mixed-Team – 6. Platz

Thomas Freund (TuS Schildgen)
Johanna Gnutt (Schweriner KC)
Maurice Grammel (KV Adler Rauxel9
Madeline Gust (KV Adler Rauxel)
Hannah Heilmann (Schweriner KC)
Jan Robert Heming (TuS Schildgen)
Steffen Heppekausen (TuS Schildgen)
Jana Kierdorf (TuS Schildgen)
Theo Nowak (TuS Schildgen)
Anna Sophie Orth (SG Pegasus Rommerscheid)
Julia Strach (KV Adler Rauxel)
Pascal Weckendrup (Schweriner KC)
Lucas Witthaus (Schweriner KC)
Lea Witthaus (Schweriner KC)

Powerboating

Sebastian Lux (MotoSurf Club Germany) – 11. Platz

In der 4×50-m-Medley-Staffel triumphierte das Quartett mit Nina Holt (22 Jahre), Lena Oppermann (20), Undine Lauerwald (22) und Alica Gebhardt (27) in 1:37,60 Minuten.

Rettungsschwimmen

Tim Brang (DLRG Schloß Holte-Stuckenbrock) – Silber 4×50 Pool Life Saver, 4. Platz 4×25 Manikin Relay, 5. Platz 100m Manikin Carry with Fins

Alica Gebhardt (DLRG Harsewinkel) – 2x Gold 4×25 Manikin Relay, 4×50 Medley Relay, Silber 200m Super Lifesaver 

Felix Hofmann (DLRG Kelkheim) – Bronze 200m Super Lifesaver 

Nina Jane Holt (DLRG Harsewinkel) – 5x Gold, 50m Manikin Carry, 100m Rescue Medley, 4×25 Manikin Relay, 4×50 Medley Relay, 4×50 Pool Life Saver

Undine Lauerwald (DLRG Halle-Saalekreis) – 3x Gold 4×25 Manikin Relay, 4×50 Medley Relay, 4×50 Pool Life Saver, Silber 100m Manikin Tow with Fins Women, 6. Platz 100m Manikin Carry with Fins

David Laufkötter (DLRG Schloß Holte-Stuckenbrock) – Bronze 4×50 Medley Relay, 4. Platz 4×25 Manikin Relay

Jan Malkowski (DLRG Schloß Holte-Stuckenbrock) – Silber 4×50 Pool Life Saver, Bronze 4×50 Medley Relay, 4. Platz 4×25 Manikin Relay

Sebastian Pierre-Louis (DLRG Bad Wünnenberg) – Silber 4×50 Pool Life Saver, Bronze 4×50 Medley Relay

Danny Paul Torsten Wieck (DLRG Bad Wünnenberg) – Silber 4×50 Pool Life Saver, Bronze 4×50 Medley Relay, 4. Platz 4×25 Manikin Relay, 7. Platz 50m Manikin Carry

Speedklettern

Nele Charlotte Thomas (Sektion Rheinland-Köln) – 24. Platz, 23. Platz Single 4, 10. Platz Relay
Leander Carmanns (Sektion Rheinland-Köln) – 29. Platz, 9. Platz Single 4, 6. Platz Relay
Julia Koch (Sektion Rheinland-Köln) – 19. Platz, 22. Platz Single 4, 10. Platz Relay
Sebastian Lucke (Sektion Düsseldorf) – 20. Platz, 20. Platz Single 4, 6. Platz Relay
Mina Schultz (Sektion Dortmund) – 32. Platz, 30. Platz Single 4

Squash

Saskia Beinhard (Paderborner SC) – 5. Platz
Raphael Kandra (Paderborner SC) – 21. Platz

Tanzsport (Latein)

Artur Balandin & Anna Salita (T.T.C. Rot-Weiß-Silber Bochum) – 9. Platz

Max Milde aus Duisburg gewinnt Silber in der Disziplin Cable.

Wakeboard

Wanley Fendrich (SSC Trappenberg) – 11. Platz, Freestyle
Max Milde (WSC Rheinhausen) – Silber, Cable
Julia Rick (CWBS Brühl) – Gold, Cable
Florian Weiherer (Allgemeiner Deutscher Wakeboardclub) – Bronze, Cable

Categories: News Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Comments 19654 Sportstiftung begrüßt Erkenntnisse der SINUS-Studie

Eine vom DOSB und Athleten Deutschland e.V. beauftragte repräsentative wissenschaftliche Untersuchung macht deutlich, dass Leistungssport über den sportlichen Erfolg hinaus wirken soll: Er soll gesellschaftliche Vorbilder hervorbringen, die Persönlichkeitsentwicklung fördern und Werte vermitteln. Die Sportstiftung NRW sieht sich damit in ihrer Strategie, ihrem Förderverständnis und Athletenbild bestätigt.

Zur SINUS-Studie „Mehr als Medaillen?“


„Die SINUS-Studie gibt uns wichtige Impulse und bestätigt viele unserer Grundüberzeugungen: Leistungssport entfaltet seinen gesellschaftlichen Wert nicht allein durch Medaillen, sondern auch durch Persönlichkeitsentwicklung, Vorbildfunktion und Wertevermittlung“, sagen Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW, und Lucas Flümann, Geschäftsführer. „Gleichzeitig bleibt Forschungsbedarf, wenn es darum geht, diese Wirkungen konkret zu erfassen und nachzuweisen.“

Bereits 2023 hatte die Stiftung ihr Förderkonzept grundlegend reformiert. Im Mittelpunkt steht seither der mündige Athlet: junge Talente, die mit Leistung, aber auch mit ihrer Haltung und ihren Geschichten als starke Persönlichkeiten auf andere Menschen wirken. Gefördert wird nach einem Kompetenzmodell, das neben sportlicher Exzellenz auch Respekt, Engagement, Authentizität, Selbstmotivation, emotionale Kompetenz, Team- und Kritikfähigkeit umfasst.

Siehe auch: „Sportler*innen sind Vorbilder und nicht nur Medaillenlieferanten“ – LSB-Magazin „Wir im Sport“, Ausgabe 03.2025 (S. 30f)

Zentrale Befunde stützen die Ausrichtung der Sportstiftung

Die SINUS-Studie stellt heraus, dass Leistungssportförderung nicht eindimensional an Medaillen ausgerichtet sein sollte. Erfolg wird von nahezu allen Befragten vor allem mit individuellen Bestleistungen und Erfolgen in Wettkämpfen verbunden. Dabei sehen 68 Prozent der Studienteilnehmer bereits die Teilnahme an Wettbewerben als Erfolgskriterium.

Es besteht ein breiter Konsens darüber, dass der Leistungssport eine Vorbildfunktion übernehmen sollte. 82 Prozent der Befragten sehen Athletinnen und Athleten als Vorbilder, unter anderem für Hingabe und Durchhaltevermögen. 46 Prozent halten diese Rolle für „sehr wichtig“. Darüber hinaus erkennt die Studie die Relevanz der persönlichen Geschichten im Sport an. Demnach sind der Umgang mit Rückschlägen, Comebacks oder die persönliche Reifung genauso bedeutsam wie der Medaillengewinn. Dies entspricht der Sichtweise der Stiftung, die ihre geförderten Athletinnen und Athleten als inspirierende und begeisternde „Menschen mit Wirkung“ betrachtet.

Der wichtigste gesellschaftliche Nutzen des Sports liegt in Werten wie Teamgeist und Fairplay – eine Einschätzung, die über 80 Prozent der Befragten teilen und die Sportstiftung NRW in ihrer Strategie bestätigt.

Die SINUS-Studie fordert mehr Chancengleichheit und eine vielfältige Förderlandschaft – unabhängig von Medaillenchancen oder Sportart. Auch das deckt sich mit dem Förderkonzept der Stiftung: Nachwuchskader aller olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten können sich aus eigener Initiative um Förderung bewerben. Aktuell werden in NRW rund 700 Talente aus über 90 Sportarten gefördert.“

Impulse für Weiterentwicklung

Neben der Bestätigung des bisherigen Kurses liefert die Studie auch Hinweise für künftige Schwerpunkte. Die Stiftung nimmt sich vor, 

  • die Wertevermittlung und gesellschaftliche Wirkung des Leistungssports noch deutlicher öffentlich zu betonen.
  • über Athleten und Athletinnen und deren Förderung weiter aktiv, zielgruppengerecht und transparent zu kommunizieren, um Vertrauen zu stärken, Aufmerksamkeit zu schaffen und Leistungssport in seinen vielfältigen gesellschaftlichen Dimensionen noch sichtbarer zu machen.
  • finanzielle Belastungen mündiger Athlet*innen und ihrer Familien gezielter abzufedern.

„Wer im Leistungssport fördert, trägt Verantwortung – für Menschen und für die Gesellschaft. Wir nehmen diesen Anspruch ernst“, betont Lucas Flümann. „Die Ergebnisse bestärken uns in unserem Weg, liefern uns aber auch wichtige Hinweise für eine noch passgenauere, werteorientierte und zukunftsfähige Sportförderung in NRW.“.

Die SINUS-Studie wurde im Auftrag des DOSB und Athleten Deutschland e.V. erstellt und im Juli 2025 veröffentlicht. Sie basiert auf einer repräsentativen Befragung sowie vertiefenden Fokusgruppen mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Ziel war es, die gesellschaftlichen Erwartungen an den Leistungssport und seine Förderung differenziert zu erfassen.

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