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Verlässlicher Partner: Fördergarantie für 400 NRW-Athleten bis Ende 2020

Die Sportstiftung NRW hat alle laufenden Förderbescheide von Athleten aus Nordrhein-Westfalen vollumfänglich bis zum 31. Dezember 2020 verlängert. Damit reagieren wir auf die Folgen des Coronavirus und die Verschiebung der Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio auf 2021. Die Sportstiftung NRW garantiert so eine verlässliche Absicherung für die von ihr geförderten rund 400 Sportlern, die durch den Ausfall des Trainingsbetriebes oder von Wettkämpfen nicht in der Lage waren und sind, ihren Leistungsnachweis zu erbringen.

Die pauschale Verlängerung aller Förderzusagen, die im Laufe des Jahres ausgelaufen wären, entspricht einem zusätzlichen Fördervolumen von ca. 120.000 Euro.

Wir sichern unseren Athletinnen und Athleten mit dieser Maßnahme eine nachhaltige Perspektive“, sagt Vorstandsvorsitzende Ute Schäfer. „Die Sportstiftung NRW bleibt auch in schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner.“

Drop-out von Talenten verhindern

Insbesondere für zahlreiche Nachwuchsleistungssportler fallen Unterstützungen weg, weil sie in Folge der Coronakrise unter anderem ihre Nebenjobs und Werkstudentenstellen nicht mehr ausüben können oder Fördergelder nicht mehr gezahlt werden. Den Athleten fehlt dadurch die Grundlage, um ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können. Die Förderzusage soll auch ein der Covid-19-Pandemie geschuldetes „Drop-out“ verhindern. „Wir wollen dem Leistungssportstandort Nordrhein-Westfalen alle Talente erhalten“, betont Ute Schäfer. Es soll weiterhin kein Zweifel an der Vereinbarkeit von Leistungssport mit Schule, Ausbildung oder Beruf bestehen.

Gegenseitige Solidarität

„Unsere NRW-Talente sind unverschuldet in eine kritische Situation geraten, deren Ende noch nicht abzusehen ist“, betont Ute Schäfer. „Sie verhalten sich in der Krise vorbildlich und solidarisch mit allen Bürgerinnen und Bürgern, indem sie auf die Ausübung ihrer Lebensgrundlage verzichten. Dies ist unabdingbar, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Die Sportstiftung NRW sieht sich in der Pflicht, diese Athletinnen und Athleten ebenso solidarisch aufzufangen.“

Athleten in einer außerordentlich dramatischen Notlage, können sich an die Geschäftsstelle der Sportstiftung NRW wenden. Mögliche, flexible Sonderhilfsmaßnahmen werden im Einzelfall geprüft.

Fördervolumen: ca. 120.000 Euro in sechs Monaten

Aktuell fördert die Sportstiftung NRW rund 400 Athleten aus olympischen und paralympischen Sportarten. Viele Förderanträge laufen regulär spätestens zum Jahresende aus. Die pauschale Prolongierung aller in der zweiten Jahreshälfte auslaufenden, individuellen Förderungen entspricht einem Volumen von 120.000 Euro für die Zeit vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020. Eine Neuantragstellung entfällt dadurch für die Athleten. Eine Ausweitung der Förderzusage bis zu den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio 2021 ist möglich.

Prämie für NRW-Teilnahmer an den Olympischen und Paralympischen Spielen 2021 bleibt

Anträge auf Individualförderung von bisher noch nicht geförderten Athleten bleiben wie bisher möglich (Zu den Antragsfristen 2020). Der jährliche Umfang der Individualförderung der Sportstiftung NRW beträgt etwa eine Million Euro.

Die Prämie für die Teilnahme an den Olympischen oder Paralympischen Spielen in Tokio 2021 wird in voller Höhe von 3.500 Euro pro Athlet nach den Wettkämpfen ausgezahlt. Allen bereits für die Tokio-Spiele qualifizierten Athleten hat der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, ein Startrecht die ins Jahr 2021 verschobenen Spiele zugesichert.