Olympia-Bewerbung

Deutschland schickt München ins Rennen

Deutschland geht mit München in das internationale Rennen um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Die Entscheidung fiel am 26. September bei der DOSB-Mitgliederversammlung. KölnRheinRuhr unterstützt die gemeinsame deutsche Bewerbung.

Foto: Land NRW / Steffen Böttcher

Hendrik Wüst: KölnRheinRuhr steht geschlossen hinter der gemeinsamen Bewerbung für Deutschland.

Deutschland geht mit München in das internationale Rennen um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 – das haben die Delegierten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) bei einer Mitgliederversammlung am 26. September in Baden-Baden entschieden.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiner verkündete gemeinsam mit DOSB-Präsident Thomas Weikert das Ergebnis in einer Sportschau-Sendung. Bei der vorgehenden Evaluierung der Konzepte durch die Experten des DOSB waren die Bewerbungen KölnRheinRuhr und München gleichrangig mit der Bestnote „sehr gut“ bewertet worden. In dem engen Rennen auf Augenhöhe entschieden final die 144 Stimmberechtigten des DOSB.

65 Prozent der Stimmen für München

Nach einem Wahlgang am Vormittag war entschieden, dass München mit 64,91 Prozent der Stimmen zum nationalen Bewerber gewählt wurde. 91 Stimmen entfielen auf München, 50 Stimmen auf KölnRheinRuhr. Abstimmungsberechtigt waren die 42 olympischen Fachverbände mit je drei Stimmen sowie mit je einer Stimme die zehn Mitglieder des DOSB-Präsidiums und acht Persönliche Mitglieder, von denen drei aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen konnten.

„Nationale Aufgabe, die Spiele nach Deutschland zu holen“ – „Sportliche Zukunft der Jugend als Wesenskern„

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst erklärte: „Die Entscheidung für München als deutschen Bewerber um Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 und 2044 ist eine gute Nachricht für den Sport in Deutschland. Wir haben von Anfang an deutlich gemacht: Es ist eine nationale Aufgabe, Olympische und Paralympische Spiele nach Deutschland zu holen. Dafür kämpfen wir. Damit Deutschland erfolgreich ist, muss die beste Bewerbung für den weiteren internationalen Prozess Deutschland in der Welt vertreten. KölnRheinRuhr hat seine Hausaufgaben gemacht und eine exzellente Bewerbung vorgelegt, am Ende entscheiden Nuancen. Meinen herzlichen Glückwunsch an den Gewinner. Wir werden die Bewerbung für Deutschland mit voller Überzeugung und aus ganzer Kraft unterstützen. Die sportliche Zukunft der Jugend ist der Wesenskern der olympischen und auch der paralympischen Idee. Wir müssen die Spiele so gestalten, dass eine ganze Generation auf dieses Ereignis hinfiebert und während der Spiele eine weitere Generation von Kindern und Jugendlichen für den Sport begeistert wird. Am Ende steht KölnRheinRuhr geschlossen für Deutschland und die gemeinsame Bewerbung, die unser Land jetzt braucht.“

Nächster Schritt: Internationale Bewerbung

Mit der Entscheidung des DOSB ist der nationale Auswahlprozess abgeschlossen. Der deutsche Bewerber wird nun gemeinsam mit dem DOSB, dem Bund und den weiteren Partnerinnen und Partnern die deutsche Bewerbung für das internationale Verfahren weiterentwickeln. KölnRheinRuhr will den Prozess unterstützen.

Im März 2027 entscheidet sich dann, ob Deutschland in den so genannten „Strategic Dialogue“ mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eintritt. Diese Phase bietet dem ausgewählten Bewerber die Möglichkeit, das Konzept im engen Austausch mit dem IOC weiterzuentwickeln und auf die internationalen Anforderungen auszurichten. Die Vergabe der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036 ist nach aktuellem Stand für 2029 vorgesehen.

Quellen: DOSB / Staatskanzlei NRW

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