Die Zwillingskarriere

Die Zwillingskarriere "kurz und knapp"

Eine Zwillingskarriere kennzeichnet, dass die sportliche und die berufliche Karriere frühzeitig PARALLEL verlaufen. Das Model wurde speziell für aktive Leistungssportler entwickelt, um die oftmals kritische Schwelle ins Berufsleben zu ebnen.

Die Grundidee der Zwillingskarriere reicht deutlich weiter als bei einer Dualen Karriere. Athleten werden bewusst frühzeitig und ganzheitlich begleitet. Gemeinsam mit dem Athleten, den Trainern und dem Unternehmen entwickelt die Sportstiftung NRW eine individuelle, langfristige Lebensplanung. Sportlichen Maßnahmen, ein Studium oder eine Ausbildung sowie Präsenzphasen im Betrieb sind darin integriert. Im Idealfall deckt die Planung eine Spanne von vier oder Jahren bis zu den nächsten Olympischen Spielen ab. Im Unternehmen steht dem Athleten ein fester Mentor zur Seite. Die Verbindung zum Unternehmen kann über die aktive Leistungssportkarriere hinausreichen.

Auf diese Weise sammeln „Zwillinge“ der Sportstiftung NRW relevante, wertvolle Berufspraxis in Wirtschaftsunternehmen, ohne ihren Leistungssport vernachlässigen zu müssen.

Gute schulische oder akademische Leistungen sind Voraussetzung, um sich der Mehrfachbelastung einer Zwillingskarriere erfolgreich stellen zu können. Ein Gespräch mit einem Laufbahnberater des betreuenden Olympiastützpunktes gehört ebenfalls dazu.

Die Sportstiftung NRW hat mit ihrer Community „Wirtschaft und Leistungssport“ seit 2011 rund 80 Zwillingskarrieren auf den Weg gebracht. Dieses Modell ist ein bundesweit einzigartiger Baustein der Dualen Karriere im Sport.

Was ist die Zwillingskarriere?

Die von der Sportstiftung NRW initiierte Zwillingskarriere ermöglicht aktiven Leistungssportlern in NRW, frühzeitig relevante Berufspraxis zu sammeln. Marathonläufer Hendrik Pfeiffer und Ruderin Alexandra Höffgen zeigen mustergültig, wie das gehen kann.

So gelingt Onboarding von Leistungssportlern

„Gekommen um zu bleiben. Leistungssportler im Unternehmen“: So lautete das Thema des Follow-up der Sportstiftung NRW am 5. Juli 2018 bei Innogy in Essen. Personalverantwortliche sowie aktive und ehemalige Leistungssportler konzipierten gemeinsam ein Konzept, das Unternehmen dabei unterstützen soll, aktive Athleten als Mitarbeiter gewinnbringend in den Betriebsablauf einzubinden.

Ergebnis des Workshops ist ein Fünf-Punkte-Plan, der Sie dabei unterstützen soll, einen aktiven Leistungssportler in Ihr Unternehmen an Board zu holen. Es geht um folgenden Aspekte:

  • Unternehmenskultur
  • Der Mentor
  • Interne Kommunikation
  • Einbindung des Athleten
  • Zeitplanung

Die Langfassung des Konzepts finden Sie hier.

An Ihrem Feedback und Ihren Anregungen sind wir stets sehr interessiert. Schreiben Sie uns an zwillingskarriere(at)sportstiftung-nrw.de

Die Zwillingskarriere in der Praxis

Wirtschaft & Leistungssport – Die Badminton-Nationalspielerin Karin Schnaase und ihr Wirtschaftspartner die Hupfer Metallwerke GmbH. Eine anschauliche Erklärung wie die Zwillingskarriere in der Praxis realisiert wird.

Film: Andrea Bowinkelmann

Wirtschaft & Leistungssport II – Fechterin Léa Krüger sammelt ihre ersten beruflichen Erfahrungen beim Telekommunikationsunternehmen Vodafone in Düsseldorf. Ein Filmteam hat sie in ihrem Alltag zwischen Sport und Beruf begleitet.

Film: Vodafone

Wirtschaft & Leistungssport III – Laura Mertens, Deutsche Meisterin im Ringen und WM-Teilnehmerin, meistert als Ergotherapeutin bei medicoreha den Spagat zwischen Spitzensport und beruflicher Karriere.

Film: medicoreha

Wirtschaft & Leistungssport IV – Mountainbike-Profi Ben Zwiehoff zeigt, wie er den Radsport und seinen Job in der Rechtsabteilung bei Gelsenwasser vereint.

Film: Gelsenwasser

Wirtschaft & Leistungssport – Badmintonspielerin Karin Schnaase berichtet von ihrer Zwillingskarriere bei den Hupfer Metallwerken.

Die Sportstiftung NRW bietet Talenten Perspektive, indem sie die sportliche und die berufliche Karriere junger Athleten individuell und ganzheitlich fördert. Die Zwillingskarriere ist dabei ein wesentlicher Baustein der dualen Förderung.

Wirtschaft & Leistungssport – Ringerin Laura Mertens spricht über ihre berufliche Karriere bei medicoreha.

Wirtschaft & Leistungssport IV  – Mountainbike-Profi Ben Zwiehoff zeigt, wie er den Radsport und seinen Job in der Rechtsabteilung von Gelsenwasser vereint.