Zwillingskarriere

Keller kann kontern

Vier Ecken sind ein Ring. Beim Boxen ist die Quadratur des Kreises machbar. Vor unlösbaren Aufgaben stand Max Keller im Ring selten. Zum Inbegriff des Unlösbaren schien erst der Berufseinstieg während Corona zu werden. Dank Fingerspitzengefühl fing der Box-Hüne nun als Unternehmensberater bei ADVYCE in Düsseldorf an.

02.09.2020 | Sebastian Burg

„Den Übergang von der Uni in den Arbeitsmarkt hatte ich mir einfacher vorgestellt“, erzählt Max. Seine Annahme war begründet. Er ist Absolvent der Universität zu Köln sowie einer Eliteuniversität, wo er sogar ein hochdotiertes Stipendium erhielt. Den Master in Unternehmensführung an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Düsseldorf schloss er Anfang 2020 als Drittbester seines Jahrgangs ab. Der Boxer ist ein Schwergewicht in jeder Hinsicht. Mit dem Jobeinstieg wollte es dennoch nicht klappen. „Corona machte es mir sehr schwer“, sagt Max. Die wirtschaftlich angespannte Lage egalisierte seine Qualifikationen. Max wollte unbedingt in die von der Krise hart getroffene Consulting-Branche. Ein Dilemma. K.o. bereits in der ersten Runde?

Ausweichen und zurückschlagen

Wegen Corona war es 2020 wieder Zeit für ein taktisches Ausweichmanöver, bevor der Knockdown im Lockdown drohte. „Direkt auf ein K.o. zu gehen, war nie mein Ziel. Warum soll ich ein Risiko eingehen, wenn ich auch ohne gewinnen kann?“, meint Max. Er erinnerte sich: Die Sportstiftung NRW ist die zuverlässige Lösung.

„Das Karriereende bedeutet immer einen Umbruch im Leben des Athleten“, weiß Geschäftsführer Jürgen Brüggemann. „Wir versuchen mit den Sportlern möglichst von langer Hand einen fließenden Übergang in den Beruf vorzubereiten. Max begleiten wir seit sechs Jahren. Das kam ihm jetzt zugute. Wir kennen seine Qualitäten und Tugenden. Er ist eine Persönlichkeit mit Stehvermögen.“

Unser Ziel: Den fließenden Übergang in den Beruf von langer Hand vorbereiten.

Fingerspitzengefühl, auch beim Boxer

Die Sportstiftung nahm Kontakt zur Strategie- und Organisationsberatung ADVYCE auf. Mit dem Unternehmen besteht eine langfristige Kooperation. ADVYCE vermittelt Kaderathleten praktische Berufserfahrung nach und während ihrer sportlichen Laufbahn. Die Deutsche Taekwondo-Meisterin Yanna Schneider ist ein Beispiel für Letzteres.

„Leistungssportler können aufgrund ihrer Disziplin und Kondition auch im Beruf zumeist den entscheidenden Meter mehr gehen“, sagt Roland Mönikes, Partner bei ADVYCE und selbst ehemaliger Leistungsschwimmer. Das Consulting-Business komme dem Leistungssport sehr nahe, deutet er. „Für uns war es mehr als naheliegend, auch akademisch hoch talentierte Leistungssportler für eine Laufbahn bei uns zu begeistern. Dass uns die Sportstiftung NRW mit großem Fingerspitzengefühl immer wieder solche Talente vorschlägt, ist ein großer Mehrwert im Recruiting-Prozess.“

Erfolg nach Punkten

Auch Max konnte so in das Bewerbungsverfahren einsteigen. Ohne Vitamin-B-Vorsprung. In den drei Gesprächsrunden, die jeder Bewerber bei ADVYCE absolviert, gewann Max seine Gegenüber im Alleingang und „mit exzellenten Ergebnissen“ für sich. „Ich möchte nachhaltige Werte in Unternehmen schaffen. In ihrer Innovationsfähigkeit sehe ich eine der entscheidendsten Grundlagen dafür. ADVYCE zählt auf diesem Gebiet zu den Besten“, sagt er. Bei seinem neuen Arbeitgeber sieht sich der Berufseinsteiger zur richtigen Zeit am richtigen Fleck.

„Corona hat unsere Gesellschaft verändert“, sagt Roland Mönikes, inzwischen Max‘ Mentor. „Es ist eine schwer kalkulierbare Situation für Wirtschaftsunternehmen. Viele Talente und junge High Potentials bleiben dadurch bereits während der Probezeit auf der Strecke. Glücklicherweise hat unser Geschäft in den letzten Monaten kaum unter Corona gelitten. Max wird schon sehr bald auf einem spannenden Projekt zum Einsatz kommen“, verspricht Mönikes. Er wird seinem Konto also zahlreiche neue Erfahrungspunkte hinzufügen.

„Immer wieder mit großem Fingerspitzengefühl schägt uns die Sportstiftung solche Talente wie Max vor.“

Roland Mönikes, Partner bei ADVYCE

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