Caroline Heuser ist vierfache Junioren-Weltmeisterin im Kanurennsport. Ein Leben ohne Boot ist für die 18-Jährige undenkbar. Seit ihrer Geburt ist Caro Mitglied im Alstadener Kanu Club – ein kleiner Verein, der ihr Heimat und Familie zugleich ist. In genau diesem Umfeld wurde Caro groß und erfolgreich. Im olympischen Sprint ist sie schier unschlagbar, aber im nicht-olympischen Kanumarathon fast genauso stark – 2025 nahm sie an den World Games in Chengdu teil.
Der neue Film „Wurzeln im Wasser“ der Sportstiftung NRW: Carolines Story.

„Olympische Spiele wären ein absolutes Highlight“, sagt die junge Athletin – auch für ihre Oma. Ingrid Heuser war schon 1964 in Tokio dabei. Ihre Enkelin hat das Talent, die fünf Ringe bald aus nächster Nähe zu sehen. Vielleicht schon in los Angeles 2028. Doch egal wie das Projekt Olympia am Ende ausgeht, eines bleibt immer gleich bei Familie Heuser: Der Spaß am Paddeln steht an erster Stelle.

In einem Jahr ist viel passiert in Caroline Leben: Sie gewann den felix award als Newcomerin des Jahres 2024 in NRW – zum Portrait „Auf der Ruhr zu Ruhm“. Sie machte Abitur und den Führerschein. Im Sommer dann der bislang größte Rahmen ihrer Laufbahn: die World Games. Im September startete ihre Ausbildung bei der Bundespolizei in Kienbaum – es ist der erste Schritt hinaus in die Welt, weg von Eltern und großen Brüdern. Ihre Karriere tritt in eine wegweisende neue Phase ein. Caros sportliche Zukunft bleibt spannend!
Sebastian Burg
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Inklusive Highland Games
Sport verbindet: Beim Alumni-Netzwerktreffen von Sportstiftung NRW und WestLotto auf der Bezirkssportanlage der RSG Krefeld-Gartenstadt standen inklusive Highland Games in NRW auf dem Programm. Ehemalige Spitzenathlet*innen traten gemeinsam mit Sportlern mit Handicap an – ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion im Sport.
Im Mittelpunkt stand das inklusive Sportprojekt der Uerdinger Highlander e.V., bei dem Menschen mit und ohne Handicap trainieren dort regelmäßig Disziplinen des schottischen Highland Sports. Das Projekt ist in Nordrhein-Westfalen einzigartig und lebt vom großen ehrenamtlichen Engagement.
„Am Ende geht es immer um das gleiche Ziel: das Glücksgefühl, etwas geschafft zu haben – ob mit oder ohne Hilfe, spielt keine Rolle“, erklärt Frank Langen, Vorsitzender der Uerdinger Highlander und Initiator der Inklusionssportgruppe. „Dieses Gefühl ist unersetzlich – wie ein kleiner Olympiasieg. Unsere Sportlerinnen und Sportler erfahren Anerkennung, bekommen Schulterklopfen, gewinnen Selbstvertrauen. Sie sind mitten im Leben – und haben Freude am Sport. Genau das zählt.“
Highland Games in NRW boomen
Nordrhein-Westfalen gilt als Hochburg des Highland Sports, der maßgeblich von Gemeinschaftssinn lebt. „Wir sind eine große Familie“, betont Mike Lierenfeld vom Clan der Black Mill Knights (AC Ückerath) aus Dormagen. Bei jedem Training unterstützen Athletinnen und Athleten aus der ganzen Region die Inklusionsgruppe.
„Der Highland-Sport boomt – und zwar auch im Bereich des Ehrenamts“, sagt Frank Langen. Ein Jahr lang baute er das Projekt in vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit auf. Alle Aktiven gewann er über die Lebenshilfe Krefeld. Die sportlichen Anforderungen werden pragmatisch an die unterschiedlichen Handicaps angepasst – meist werden geringeren Gewichten verwendet.
Finale mit Tauziehen und „Fitness-Trekker“
Begleitet von Dudelsackmusik der „Amazing Piperazzi“ traten die Alumni-Teams in verschiedenen Disziplinen an – bis hin zum gemeinsamen Tauziehen und Traktorziehen. „Beim Tauziehen sind 30 Prozent Kraft, zu 70 Prozent kommt es auf die richtige Technik und die Koordination im Team an,“ erklärt Lierenfeld. Traktorziehen gehört zwar nicht zum klassischen Programm der Highland Games gehört, ließ die strapazierten Muskeln zum Abschluss aber noch einmal brennen. Fachkundige Unterstützung zur schottischen Highland Kultur gab High Commissioner Tanja Mary Schütz-Gudd, die ranghöchsten Vertreterin des Clan Donald in Deutschland.

Teamgeist und Enthusiasmus inspirierten zum Event
Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW: „Das Uerdinger Projekt macht deutlich, wie gelebte Inklusion durch Sport aussehen kann – selbst in Disziplinen, die man dafür vielleicht nicht als erstes erwarten würden. Menschen stehen hier füreinander ein, überwinden gemeinsam sportliche Grenzen und bauen zugleich gesellschaftliche Barrieren ab. Dieses Engagement hat Vorbildcharakter. Leitgedanke unseres Alumni-Netzwerks ist es, solche wertvollen Erfahrungen in Vereine, Verbände und die Gesellschaft hineinzutragen.“
WestLotto ist enger Partner der Sportstiftung und Mitbegründer des Alumni-Netzwerks. Geschäftsführer Andreas Kötter betont das ehrenamtliche gesellschaftliche Engagement von WestLotto in Nordrhein-Westfalen: „Die Alumni der Sportstiftung NRW haben heute gespürt, was Teilhabe bewirkt. Es ist beeindruckend zu sehen, wie der Sport Menschen verbinden kann. Die Zeit und das Herzblut, die in dieses inklusive Projekt fließen, verdienen unseren größten Respekt – es macht das Sportland NRW vielfältiger und menschlicher. Gleichzeitig hat das Alumni-Event wieder gezeigt: Diese Plattform, die wir gemeinsam – für die Alumni und mit den Alumni – geschaffen haben, schlägt eine wichtige Brücke zwischen dem Spitzensport und dem Bewusstsein für gesellschaftliche Herausforderungen.“
Über die Highland Games
Die Sportart hat ihren Ursprung in mittelalterlichen Treffen schottischer Clans. Es gibt bis zu elf Disziplinen – darunter Baustammweitwurf und Tauziehen, das Bestandteil der Olympischen Spiele der Neuzeit (bis 1920) war und heute eine World Games Sportart ist. Es gibt Einzel- und Teamwettbewerbe (offiziell 5 Personen plus Ersatzperson). In Schottland gibt es jedoch keine Highland Games Teams. „Das ist eine deutsche Erfindung, um die uns die Schotten inzwischen beneiden“, sagt Frank Langen, der auch Geschäftsführer des Rasenkraftsport- und Tauziehverband NRW ist. Der Kilt ist für alle Sportlerinnen und Sportler Pflicht. Trainiert wird auf Rasenflächen.
In Nordrhein-Westfalen gibt es rund 20 Highland-Vereine mit etwa 1.200 Aktiven. Die Highland Games sind im Rasenkraftsport- und Tauziehverband (RTV) NRW angesiedelt, der seit diesem Jahr Mitglied im Landessportbund NRW ist. Durch die damit verbundene Förderung entstehen zunehmend professionelle Strukturen.

Über das Alumni-Netzwerk
Die Sportstiftung feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen – WestLotto ist offizieller Jubiläumspartner. Seit 2021 richten die Stiftung und WestLotto gemeinsam das Alumni-Event aus, das ehemaligen Leistungssportlerinnen und -sportlern aus NRW eine Plattform zur Vernetzung und zum Austausch bietet. Ziel ist es auch, die Erfahrungen der Alumni in ehrenamtliches und berufliches Engagement im Sportland NRW einfließen zu lassen. Zuletzt entwickelte sich daraus ein Buddy-Programm, in dem Alumni junge Talente als Rat- und Impulsgeber bei Karrierefragen unterstützen. Nach Stationen am Eiskanal in Winterberg 2021, beim Target Sprint in Dortmund 2022, im Trainingsbergwerk Recklinghausen 2023 sowie 2024 in Köln bei einem Breaking-Workshop fand das Event in Krefeld nun zum fünften Mal statt.

Die Teilnehmer 2025:
Mareike Adams, Rudern (OS, WM-Bronze, 2x EM-Silber)
Karsten Dilla, Stabhochsprung (OS, EM)
Bastian Börsch, Para Leichtathletik
Fabienne Deprez, Badminton (OS, EM)
Victoria von Eynatten, Leichtathletik (U20 WM-Silber)
Lukas Föbinger, Rudern (Jun. WM-Bronze)
Laura Kampmann, Rudern (Silber U23 WM)
Max Keller, Boxen (DM im Superschwergewicht)
Ronja Kerßenboom, Wasserball (DM)
Christian vom Lehn, Schwimmen (OS, WM-Bronze, EM-Silber)
Stefanie Schiffer (geb. Kubissa), Säbelfechten (EM-Gold, WM-Bronze Team)
Dominik Siemenroth, Para Rudern (WM)
Ulf Siemes, Rudern (WM-Gold)
Anna Tully, Bobsport (OS, WM-Gold, EM)
Mitja Zastrow, Schwimmen (OS-Silber, WM-Silber, EM-Gold)
(größte Erfolge: OS = Olympische Spielen, PS = Paralympische Spiele, WW =Weltmeisterschaften, EM = Europameisterschaften, DM = Deutscher Meistertitel)
Sebastian Burg
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Sommerfest mit besonderem Abschied
25 Jahre Sportstiftung NRW – 24 Jahre Paul Stoppelkamp
Das diesjährige Sommerfest im Garten von Gut Gnadental war mehr als das gewohnte geselliges Beisammensein: Es war die Halbzeit des Jubiläumsjahres – und zugleich der letzte Auftritt von Paul Stoppelkamp als stellvertretender Geschäftsführer. Mit großem Dank und sichtbarer Wertschätzung wurde er in den Ruhestand verabschiedet. „Es war mir eine Ehre. Die Arbeit bei der Sportstiftung hat mir unglaublich viel Spaß gemacht,“ wandte er sich dankend ans Team, die langjährigen Wegbegleiter und Partner im Sportland NRW. Fast ein Vierteljahrhundert lang hat Paul Stoppelkamp die Stiftung mit aufgebaut und geprägt.

Talkrunde: Erinnerungen und Perspektiven – 25 Jahre Sportstiftung NRW
Moderatorin Hannah Pohl forderte ihre drei Talk-Gäste mit einer Gedächtnisaufgabe heraus: „Wo wart ihr am 12.12.2000?“ Ein Datum, das Geschichte schrieb: die Gründung der Sportstiftung NRW. Gianna Regenbrecht, Para-Dressurreiterin und seit Mai offizielle Vertreterin der para- und deaflympischen Talente bei der Stiftung erinnerte sich: „Ich war ein Ponymädchen und gerade in der Grundschule. An Leistungssport habe ich damals noch nicht gedacht.“ Sie ist die einzige aktuell geförderte Athletin, die bereits zur Gründung geboren war.
Lucas Flümann, der heutige Geschäftsführer, war damals Teenager und ambitionierter Badminton-Nachwuchskader. Er eiferte einer deutschen Badminton-Ikone nach: „Marc Zwiebler trainierte immer auf Feld 1, wo nur die Besten spielten. Da wollte ich auch hin. Sein Vorbild hatte enorme und unmittelbare Strahlkraft – auf mich und den ganzen Verein.“
Die Dritte im Bunde erlebte ein „unspektakuläres“ Jahr 2000, bis die damalige NRW-Landesregierung sie ins Kuratorium einer neu gegründeten Sportstiftung einlud. Ulrike Nasse-Meyfarth sagte zu und blieb bis heute. Nach ihrem Karriereende 1984 hatte sie bei ihrem Heimverein TSV Bayer Leverkusen die Trainerinnenlaufbahn eingeschlagen. „Professionelles Training allein macht noch keinen Profisportler. Wozu bräuchten wir denn sonst eine Sportstiftung?“, gab Nasse-Meyfarth zu bedenken.
Als treibende Kraft im Botschafterkreis machte sich die zweimalige olympische Goldmedaillen-Gewinnerin für die duale Karriere stark, indem sie bei DAX-Unternehmen für ein besseres Verständnis der besonderen Lebensrealität von jungem Spitzensportlern warb. Die Perspektive nach dem Sport behielt sie stets Blick. „Eltern sollten ihre Kinder mit gutem Gewissen zum Leistungssport schicken können“, betonte Nasse-Meyfarth und Lucas Flümann ergänzte: „Wir sind dafür da, den Athlet*innen den Rücken freizuhalten und ihren Leistungen eine Bühne zu geben.“
„Alle Athleten tragen die Begeisterung für Sport in sich. Dieses Herzblut kann andere Menschen motivieren – das brauchen wir mehr denn je“, sagte Gianna Regenbrecht. „Ich empfinde die heutige Fördersystematik der Sportstiftung als klar und transparent. Die Bewerbung per Video ist am Puls der Zeit. Strahlende Augen sagen mehr als tausende Worte.“

Das Sommerfest hob sich mit einem besonderen Rahmen vom Gewohnten ab. Ein kleiner „25-Jahr-Markt“, eine Live-Zeichnerin, eine Candybar und dazu das traditionelles Grillbuffet sorgten für entspannte Stimmung. Beim Tauziehen, Federball, Leitergolf, Kicker, Dosen- und Körbewerfen kamen die Gäste leicht ins Gespräch – und auch ein wenig ins Schwitzen.

Engagement sichtbar machen
Dr. Ingo Wolf, Vorsitzender des Vorstands, nutzte die Gelegenheit, um den Förderpartnern im Stipendienprogramm zu danken. Stellvertretend wurde Georg Hopfenzitz, Direktor der ABN AMRO Bank, als einer von 35 Co-Förderern der Förderperiode 2024/25 hervorgehoben.
Bereits zum sechsten Mal fand das Sommerfest auf der Hofanlage Gut Gnadental der Unternehmerfamilie Zülow statt – ein Ort, der mit seiner Atmosphäre wie geschaffen ist für Begegnungen, Gespräche und gemeinsames Feiern.

Sebastian Burg
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170 Talente feiern Onboarding-Event
Mit einem Highlight-Tag im Movie Park Germany in Bottrop hat die Sportstiftung NRW am 11. Mai offiziell die neue Förderperiode eröffnet. 170 Nachwuchsathletinnen und -athleten kamen beim Onboarding-Event zusammen – einem Veranstaltungsformat, das ihre persönlichen Leistungen würdigt und die Sportlergemeinschaft in Nordrhein-Westfalen stärkt.
In diesem Jahr verband das Event zwei besondere Anlässe: Das 25-jährigen Bestehen der Stiftung und den Muttertag. Als Zeichen der Anerkennung waren 25 Athleten-Mütter mit eingeladen. Ministerpräsident und Kuratoriumsvorsitzender Hendrik Wüst wandte sich per Videobotschaft an die Teilnehmer. Starfotograf Mike Meyer setzte die Geförderten in seiner White-Cube-Fotoinstallation in Szene.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Wir sind stolz auf Sportlerinnen und Sportler wie Sie. Sie machen Nordrhein-Westfalen zum Sportland Nummer 1 in Deutschland. Allen, die sie auf ihrem Weg begleiten und fördern, möchten wir von ganzem Herzen danke sagen.“
Lucas Flümann, seit April neuer Geschäftsführer der Sportstiftung NRW, zeigte sich beeindruckt vom Event „Die Begeisterung von diesem Tag war den Athletinnen und Athleten ins Gesicht geschrieben. Das Onboarding-Event erzeugt einen besonderen Spirit, bringt die Sportler-Community zusammen und steht für Aufbruch. Es ist unser Zeichen der Wertschätzung für die Leistungen. Diese jungen Menschen sind Aushängeschilder ihrer Disziplinen und Vorbilder des Sportlands NRW.“
Vorstandsvorsitzender Dr. Ingo Wolf: „Viele Geförderte stehen am Anfang eines außergewöhnlich anspruchsvollen dualen Karrierewegs. Ihre Leidenschaft, mit der sie ihre Ziele verfolgen, ist inspirierend, aber ohne die fundamentale Unterstützung durch Mütter, Väter, Geschwister und Familien kaum denkbar. Das verdient gleichermaßen großen Respekt und Dank.“

Gianna Regenbrecht neue Athletenvertreterin für Para Sport
Para Dressurreiterin Gianna Regenbrecht stellte sich als neu gewählte Athletenvertreterin der para- und deaflympischen Disziplinen vor: „Ich habe in meiner Laufbahn Höhen und Tiefen erlebt und dadurch einiges an Erfahrung sammeln dürfen. Ich freue mich sehr, diese einzubringen und auf den Austausch mit den Athletinnen und Athleten, auf ihre Ideen und Visionen. Gemeinsam können wir NRW zum Vorbild machen.“
Regenbrecht verstärkt das Team um Sophie Gromann (Wasserball) und Leonard Weber (Fechten), das gemeinsam die rund 700 geförderten Nachwuchskader vertritt. Alle Event-Teilnehmer haben das anspruchsvolle Bewerbungsverfahren für die Förderung der Sportstiftung erfolgreich durchlaufen. Ziel ist es, mündige, reflektierte Sportlerpersönlichkeiten zu identifizieren und zu fördern.

Starfotograf Mike Meyer setzt Nachwuchs in Szene
Ein besonderes Programm-Highlight: Fotokünstler Mike Meyer, der unter anderem Brad Pitt, Dirk Nowitzki und über hundert weitere Weltstars porträtiert hat, lichtete alle geförderten Talente in seinem „White Cube“ ab. Er war zum zweiten Mal Teil des Onboarding-Events: „170 Sporttalente, versammelt an einem Ort, versprühen eine unglaubliche Motivation und Power. Ich möchte dieses Momentum in meinen Portraits festhalten und in die Welt transportieren.“

Unterstützer im Sportland NRW stellen sich vor
Das Onboarding-Event bot Impulse und Netzwerkmöglichkeiten. Vertreterinnen und Vertreter der Laufbahnberatung an den Olympiastützpunkten in NRW, von Athleten Deutschland e.V. und dem Alumni-Kreis der Sportstiftung stellten ihre Angebote in den Bereichen duale Karriere, Athletenrechte, Schutz vor Gewalt und das Buddy-Programm vor. Partner wie der Landessportbund NRW als Träger der Olympiastützpunkte und Sportförderer WestLotto bekräftigten ihr Engagement für bestmögliche Rahmenbedingungen für den sportlichen Nachwuchs im Land.
Ann-Katrin Dölken, Sprecherin des Movie Parks Germany: „Wir freuen uns, den vielen beeindruckenden Persönlichkeiten in dieser besonderen Kulisse ein Erlebnis zu bieten, das sie für ihre Leistungen belohnt und auf ihrem Karriereweg motiviert.“
Sebastian Burg
Categories: News Schlagwörter: Athletenförderung, Bottrop, Förderstart, Movie Park Germany, Onboarding
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Save the World – Wasserball-Doku
Sophie, Finja, Maya, Anna, Darja und Yara spielen Wasserball für den SV Bayer Uerdingen 08 in der Bundesliga und in der Nationalmannschaft. Die Sechs sind beste Freundinnen. Ihr Sport ist mehr als nur eine Leidenschaft – er ist ihre Verbindung, ihre zweite Familie und regelmäßig auch ihre härteste Prüfung.
In unserer neuesten Doku geht es um die unglaubliche Kraft von Teamgeist, der eine besondere kleine Welt vor dem Zerbrechen bewahrt. Ihr Zusammenhalt gibt den Mädels mehr als alle Schwierigkeiten einer dualen Karriere nehmen können – noch jedenfalls. „Das Vertrauen, dass man im Sport aufbaut, bekommt man nicht einfach so außerhalb des Sports“, sagt Kapitänin Sophie.
Die neue Doku der Sportstiftung NRW: „Save the World – a Water Polo Story“
Olympische Spiele sind im Frauenwasserball ein weit entferntes Ziel, aber manche träumt noch davon. Abitur, Studium, Schwimmhalle, Kraftraum und alles geballt sind hingegen realer Alltag der sechs Athletinnen. Gemeinsame Stunden sind trotz aller Anstregnung aber Quality Time fürs Team, die Kraft gibt zu träumen und ihre Wasserballwelt zu bewahren. Von dem Willen und der Hingabe der Sechs profitiert am Ende auch … ihr Sport..
Sebastian Burg
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Breaking verbindet: Alumni-Know-how für Talente
Vom Erfahrungsschatz ehemaliger Elitesportler sollen Nachwuchstalent stärker profitieren. Beim Jahrestreffen am 26. Oktober im Bürgerzentrum Köln-Ehrenfeld haben sich frühere Spitzenathletinnen und -athleten intensiv über ehrenamtliche und berufliche Engagements im Sportland NRW ausgetauscht. Inspiriert von der Arbeit des Breaking-Vereins „No Limits“ entwickelten die Mitglieder des Alumni-Kreises der Sportstiftung NRW Leitideen, wie sie ihre Erfahrungen aus dem Leistungssport zur Förderung des Nachwuchses gezielt einbringen können.
Das Bürgerzentrum Ehrenfeld bot als Symbol der Gemeinschaft und des Austauschs den idealen Rahmen für das diesjährige Alumni-Event – ein Netzwerktreffen, das von der Sportstiftung NRW und Kooperationspartner WestLotto im Jahr 2021 ins Leben gerufen wurde. Entstanden in den Achtzigern durch engagierte Bürger, ist das Bürgerzentrum heute ein sozio-kultureller Anlaufpunkt für jährlich 100.000 Menschen. Dieser Gründergeist umwehte auch das Alumni-Treffen. Die Teilnehmer – frühere Spitzenathletinnen und -athleten – beschlossen, Nachwuchstalente künftig gezielt mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen zu unterstützen.
Buddy-Programm für Nachwuchstalente beabsichtigt
Die Entwicklung eines Buddy-Programms, das einen Austausch auf Augenhöhe zwischen Alumni und geförderten Athletinnen und Athleten der Sportstiftung ermöglichen soll, stieß auf große Resonanz. In den Diskussionsrunden herrschte Einigkeit darüber, dass Wertschätzung und die Bereitschaft zu strukturellen Veränderungen entscheidende Elemente sind, um ehrenamtliches oder berufliches Engagement in einer vielfältigen Sportlandschaft nachhaltig zu sichern.

Inspiration von Gründern des Breaking-Vereins No Limits
Die Gründer von No Limits e.V. boten im Bürgerzentrum Ehrenfeld inspirierende Einblicke in ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Der im Jahr 2020 entstandene Verein fördert urbane Tanzstile wie Breaking und Hip-Hop. „Mentoring und Unterstützung bei der Zukunftsplanung stehen bei uns im Mittelpunkt“, erklärt Mario Eckel, amtierender Deutscher Meister im Breaking und Vereinsvorstand. Die Coaches besuchen im Rahmen von Sozialprojekten Schulen, soziale Einrichtungen und Brennpunkte in der Domstadt, um neben tänzerischen Fähigkeiten auch Teamarbeit und soziale Integration zu fördern und das Selbstvertrauen der Jugendlichen aufzubauen. Martin Gut gehört zum hauptberuflichen Trainerteam und berichtet begeistert: „Die Arbeit mit jungen Menschen, die leidenschaftlich gerne tanzen, erfüllt mich mehr als mein früherer Beruf als Ingenieur.“
Ehrenamt essenziell für Talentförderung
Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender der Sportstiftung NRW: „Die Vorbildfunktion von Leistungssportlern ist mit dem Ende ihrer aktiven Laufbahn nicht vorbei. Sie können über diese Zeit hinaus mit ihren Erfahrungen aus erster Hand einen unschätzbaren Beitrag für die Sportlandschaft in NRW leisten – insbesondere in der Nachwuchsförderung. In unserem Alumni-Netzwerk bündeln und kanalisieren wir dieses Engagement.“
Andreas Kötter, Geschäftsführer von WestLotto: „Zu einer nachhaltigen Sportförderung gehört für uns mehr als Athletinnen und Athleten beim Medaillengewinn zu unterstützen. Die nachsportliche Karriereförderung ist ebenso Teil – auch wie die Wertschätzung für den ehrenamtlichen Support, ohne die kein Talent jemals ganz nach oben käme. Das ist der Grund, warum wir gemeinsam mit und für die Sportstiftung NRW ehrenamtliche Strukturen fördern. Das Alumni-Event der Sportstiftung greift genau dieses Wertschätzungsthema auf – der beste Grund, dort Partner zu sein!“
Breaking good – No Limits bringen Kids ins Rollen
Im zweiten Teil des Events konnten die Alumni selbst aktiv werden: Ein Breaking-Workshop mit den Coaches von No Limits bot die Möglichkeit, die Sportart hautnah zu kennenzulernen. No Limits e.V. bietet Bildungsprojekte, Tanzkurse, Workshops für Kinder und Jugendliche und veranstaltet Shows für Talente und Profi-Breaker. Das freie Training ist für jeden zugänglich. Die Teilnahme an sozialen Projekten des Vereins ist durch Finanzierungen aus öffentlichen Mitteln kostenfrei. https://nolimits-ev.de
Die Sportart Breaking feiert 2024 in Paris Premiere im olympischen Programm. Die Athletinnen und Athleten werden als B-Girls bzw. B -Boys bezeichnet und treten in 1 vs. 1- Battles über mehrere Runden gegeneinander an. Wertungsrichter achten bei den Tanzperformances auf Technik, Musikalität, Kreativität, Originalität und Präzision der Bewegungen. Die Wurzeln dieser urbanen Sportart liegen in den 1970ern im New Yorker Viertel Bronx. 2028 wird Breaking nicht mehr Teil der Olympischen Spiele sein.
Über das Alumni-Netzwerk
Das Alumni-Event wurde 2021 von der Sportstiftung NRW und Partner WestLotto ins Leben gerufen, um den Zusammenhalt ehemaliger NRW-Athletinnen und -Athleten zu stärken und nachsportliche Förderangebote zugänglich zu machen. Die Stiftung begleitet den Umbruchprozess mit Coachingangeboten und Berufseinstiegsprogrammen. Nach Stationen am Eiskanal in Winterberg 2021, beim Target Sprint in Dortmund 2022 und im Trainingsbergwerk Recklinghausen fand das Alumni-Event am 26. Oktober 2024 in Köln zum vierten Mal statt.
Die Teilnehmer 2024:
Mareike Adams, Rudern (OS, WM-Bronze, 2x EM-Silber)
Karsten Dilla, Stabhochsprung (OS, EM)
Lena Dorra (geb. Zelichowski), Bobsport
Lara Hoffmann, 400-Meter-Sprint (OS, EM-Gold & -Silber)
Sophie Gromann, Wasserball (Karriere aktiv), Athletenvertreterin der Sportstiftung
Laura Kampmann, Rudern (Silber U23 WM)
Charlotte Körner, Rudern (U23 WM)
Leon Schandl, Rudern (Silber University World Games)
Stefanie Schiffer (geb. Kubissa), Säbelfechten
Frederik Schreiber, Judo (Silber European Cup)
Carolin Sisman (geb. Nischwitz), Wasserball (10-fache DM)
Anna Tully, Bobsport (OS, WM-Gold, EM)
Christian vom Lehn, Schwimmen (OS, WM-Bronze, EM-Silber)
Stefan Wallat, Rudern (2x WM-Gold)
Stefan Windscheif, Volleyball (EM)
Laura Zimmermann (geb. Mertens), Ringen (EM-Bronze, WM, 3-fache DM)
(größte Erfolge: Teilnahme OS = Olympische Spielen, PS = Paralympische Spiele, WW =Weltmeisterschaften, EM = Europameisterschaften. DM = Deutscher Meistertitel)
Sebastian Burg
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Klaras Weg zur Synchron-Schwimmelite
Klara Bleyer zählt zu den besten Synchronschwimmerinnen der Welt. Die 20-Jährige aus Würselen hat mit historischen Erfolgen bei Welt- und Europameisterschaften deutsche Sportgeschichte geschrieben. Doch ihr Weg war hart: Jahrelang schien der große Durchbruch unerreichbar. 2023 brachte den Wendepunkt und Hoffnung – endlich wird ihre Disziplin und ihr Durchhaltevermögen im neuen Wertungssystem honoriert.
Der neue Film „synchronized“ der Sportstiftung NRW: Klaras Story.
Ein emotionaler Kampf um Hoffnung, Anerkennung und Erfolg, der ohne den Ansporn und die unerschütterliche Unterstützung ihrer Familie kaum möglich gewesen wäre. Von den zaghaften Anfängen bei den Wasserfreunden Delphin Eschweiler über die Freien Schwimmer Bochum in die Weltspitze. 2023 wurde sie zur Newcomerin des Jahres in NRW gewählt: Zum Portrait „Die warme Welle“

Klaras erstes Gold war eine „komplette Überraschung und einfach surreal“, erzählt ihre Schwester Johanna. „Ich verstehe, dass Medaillen einen großen Wert haben“, sagt Klara, „aber ich glaube, es ist auch etwas, das ein bisschen falsch in den Köpfen der Menschen ist: Man ist nicht nur gut, wenn man Medaillen hat.“
Sebastian Burg
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Emotionale Kompetenz stärken
Im Oktober startet die Sportstiftung NRW fünf neue Coaching-Sessions. Athletinnen und Athleten können ihre Fähigkeiten im Bereich „Emotionale Kompetenz“ in dreistündigen Präsenz- und Online-Formaten stärken.
Die Teilnahme ist exklusiv und kostenlos für Athlet*innen in der Talent-Förderung. Die Session werden von den leistungssporterfahrenen professionellen Coaches Pamela Dutkiewicz-Emmerich, Max Planer, Dr. Frank Kobor, Victoria von Eynatten und Alyn Camara geleitet. Mehr dazu in der Rubrik Kompetenz-Coaching.
Mit den Coaching-Angeboten möchte die Sportstiftung NRW Nachwuchstalente dabei unterstützen, sich auf verschiedenen Kompetenzfeldern weiterzuentwickeln.
Deep dive in deine Gefühlswelt

Im Modul „Emotionale Kompetenz“ tauchen die Teilnehmer mit Hilfe der Coaches tief in ihre Gefühlswelt ein. Es geht darum, Emotionen zu erkennen und zu regulieren. Die Athlet*innen lernen Techniken zum Umgang mit eigenen und fremden Emotionen kennen, und wie sie diese im Kontext Sport, Bildung und darüber hinaus angemessen einsetzen können.
Die Teilnehmer erfahren, wie Gefühle und Gedankenmuster Erfolge und Misserfolge prägen. Sie entwickeln ein tieferes Verständnis von Achtsamkeit und Resilienz.
Die Coaches fördern sie darin, selbstwirksam und souverän in herausfordernen Situationen reagieren zu können.
Limitierte Plätze pro Session

Die Teilnehmerzahl pro Coaching ist auf zehn Athlet*innen begrenzt. Die Teilnahme ist grundsätzlich ab 16 Jahren möglich. Für Interessierte unter 16 Jahren gibt es ein spezielles Online-Coachingangebot am 30. Oktober.
Eine verbindliche Anmeldung für eine Session ist ausschließlich über ein persönliches DokuMe-Konto möglich. Dazu bitte nach dem Einloggen im Menü den Förderbaustein „Coaching“ auswählen.
Einheiten dauern jeweils drei Stunden. Mehr zum Thema hier.
Coachingtermine „Emotionale Kompetenz“:
Mo., 14. Oktober, 14 Uhr, in Bochum mit Pamela
Mi., 16. Oktober, 14 Uhr, in Leverkusen mit Frank
Di., 22. Oktober, 14 Uhr, Online-Coaching mit Max
Do., 24. Oktober, 14 Uhr, in Köln mit Victoria
Mi., 30. Oktober, 14 Uhr, Online-Coaching (U16 only) mit Alyn
Mit einer zusätzlichen Förderung von einer Million Euro unterstützt die Sportstiftung NRW ab Oktober rund 650 Nachwuchstalente – eine neue Höchstmarke, die auch die Vielfalt im Sportland NRW widerspiegelt.
Ab dem 1. Oktober 2024 erhalten viele junge Sportlerinnen und Sportler zum ersten Mal eine finanzielle Unterstützung durch die Sportstiftung NRW. 125 Bewerber können sich in den nächsten zwei Jahren über eine direkte monatliche Talent-Förderung freuen. Zusätzlich hat der Vorstand zum nächsten Wintersemester 95 NRW-Sportstiftungs-Stipendien vergeben.
Bis September 2026 erhalten Nachwuchskader aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und World-Games-Sportarten in NRW dadurch zusätzliche Fördermittel in Höhe von einer Million Euro.
Individualförderung steigt auf 2,5 Millionen Euro pro Jahr
Addiert zu den bereits laufenden Förderungen, setzt die Sportstiftung infolge der Vorstandsbeschlüsse im September neue Höchstmarken: Rund 650 Geförderte aus über 90 Sportarten bedeuten Rekord, ebenso das Gesamtvolumen der Individualförderung von rund 2,5 Millionen Euro pro Jahr.
Wie wird ausgewählt?
Über tausend Bewerbungen gingen seit Einführung des Bewerbungsverfahrens im vorigen Jahr ein. Durchschnittlich 62 Prozent wurden bewilligt. Bewerber durchlaufen ein anspruchsvolles Auswahlverfahren, bei dem sportliche Leistungen, eine Talenteinschätzung durch den Verband und Persönlichkeitseigenschaften eine Rolle spielen. Das Verfahren umfasst ein Motivationsschreiben, ein Bewerbungsvideo sowie einen kompetenzbasierten Fragebogen. Ziel ist die Auswahl und Unterstützung vorbildhafter, mündiger Athletinnen und Athleten aus Sicht der Stiftung. Jede Bewerbung fußt auf der Initiative der Athleten.
Zuwachs bei World-Games-Sportarten
Die akuell Geförderten treten zu 83 Prozent in olympischen Disziplinen an (davon 4 % Wintersport). Paralympische und deaflympische Sportlerinnen und Sportler sind zusammen zu vier Prozent vertreten. Der Anteil der World-Games-Sportarten wächst von 11 Prozent im Vorjahr auf 13 Prozent. Das Geschlechterverhältnis ist auch ohne Quotenvorgabe konstant ausgeglichen.
„Eine Ehre, Talente auf ihrem Weg zu begleiten“
Dr. Ingo Wolf, Vorstandsvorsitzender: „Wir können so vielen Talenten wie nie zuvor helfen, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Es ist uns ein besonderes Anliegen, sie in ihrer sportlichen, persönlichen und beruflichen Entwicklung zu begleiten, weil wir in ihnen Vorbilder für die Gemeinschaft im Sportland NRW sehen. Über 90 vertretene Sportarten und Disziplinen sind eine beeindruckende Vielfalt. Die Rekordzahlen drücken obendrein unsere große Wertschätzung für ihre herausragenden Leistungen und ihre inspirierende Leidenschaft aus.“
Maximilian Hartung, Geschäftsführer: „Die Umsetzung des neuen Förderkonzepts ist eine herausragende Teamleistung, auf die wir sehr stolz sind. Das Bewerbungsverfahren stößt auf große und sehr positive Resonanz. Es ist uns eine Ehre und ein Privileg, die Nachwuchstalente auf ihrem Weg zu begleiten und sie mit der Unterstützung des Sportlandes NRW fördern zu können.“

3 Förderbausteine im Überblick:
551 Nachwuchskader (NK 1, NK 2, LK+) erhalten eine Talent-Förderung in Höhe von 250 Euro monatlich. Die Förderung hat grundsätzlich zwei Jahre Bestand. Ein wichtiges Element des Auswahlverfahrens ist das 6-Kompetenzen-Modell. Es beschreibt sechs Eigenschaften und Kompetenzen, die Mündigkeit und Vorbildlichkeit erkennen lassen: Intrinsische Motivation, Respekt, Emotionale Kompetenz, Team- und Kritikfähigkeit, Authentizität und Engagement.
Jährliches Volumen der Talent-Förderung: rd. 1,65 Mio. Euro
116 Athletinnen und Athleten erhalten zusätzlich zur Talent-Förderung das NRW-Sportstiftungs-Stipendium im Wert von 300 Euro monatlich, das sie in ihrer akademischen oder beruflichen Ausbildung unterstützt. Zum Start des Sommersemesters 2024 wurden bereits 21 Stipendien vergeben.
Jährliches Volumen des NRW-Sportstiftungs-Stipendiums: rd. 418.000 Euro.
Download
144 Jugendliche erhalten eine Internatsplatz-Förderung in Höhe von bis zu 350 Euro pro Monat. Diese Unterstützung reduziert den Eigenanteil, den Bewohner der NRW-Sportinternate bzw. ihre Eltern für einen Internatsplatz aufbringen müssen. Ziel ist eine Deckelung auf maximal 300 Euro pro Monat. Die Internatsplatz-Förderung wird grundsätzlich bis zum jeweils nächsten Schulabschluss – für Dauer von bis zu drei Jahren – ausgesprochen.
Jährliches Volumen der Internatsplatz-Förderung: rd. 505.000 Euro
Alle Geförderten trainieren oder leben in Nordrhein-Westfalen oder starten für einen NRW-Verein. Für die drei Förderbausteine gibt es jeweils zwei Bewerbungstermine im Jahr.
Feucht, aber fröhlich: Während im vergangenen Jahr noch Sonnenschirme, möglichst kühle Getränke und hochsommerliche Hitze das Bild prägten, lieferte der Juni 2024 das Kontrastprogramm. Der Abendhimmel über Neuss hatte seine Schleusen geöffnet. Wer es trockenen Fußes unter die großzügigen Pavillons und in die historischen Mauern von Gut Gnadental schaffte, musste dennoch auf nichts verzichten, was das Sommerfest der Sportstiftung NRW den Eingeladenen traditionell schmackhaft macht. Mehr noch: Kunstturnerin Sarah Voss und Para Sprinterin Jule Roß schürten mit Talkmasterin Anke Feller die Vorfreude der rund 100 Gäste auf die Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris. Manch Gast konnte selbst aus dem olympischen Nähkästchen plaudern. Andere streben mit ganzer Kraft dieses Ziel an – die Unterstützung der Sportstiftung NRW im Rücken.

Sarah Voss erwartet Riesenstimmung. „Es wird voll“, glaubt auch Jule Roß. „Meine Familie hat für Paris schon gebucht.“ Am 26. Juli beginnen die Olympischen Spiele, gut einen Monat später die Paralympics. Sarah Voss weiß seit Oktober, dass sie zum zweiten Mal in ihrer Karriere dabei sein wird. Ihr Wettkampf startet zwei Tage nach der Eröffnungsfeier, auf die sie deshalb verzichtet. „Jede Trainingseinheit zählt. Die Konkurrenz schläft nicht“, sagt die 24-Jährige. „Die Übungen sitzen, jetzt geht es ans Feintuning.“ Ihr Ziel ist eine Platzierung unter den Top Ten und das Finale am Schwebebalken. Die Deutsche Meisterin im Mehrkampf wird zeitgleich mit Superstar Simone Biles aus den USA turnen. Beste Stimmung scheint somit garantiert.
Jule Roß hat jubelnden Menschenmasse in ihrer jungen Karriere noch nicht oft erlebt. Eindruck hinterließen die Para Leichtathletik-Weltmeisterschaften im japanischen Kobe im Mai. Die Euphorie auf den Rängen trug die Sprinterin zu einer persönlichen Bestleistung über 400 Meter, die zugleich deutschen Rekord und die Norm für die Paralympics bedeutete. „Als der Startschuss fiel, hat das ganze Stadion geschrien. Das hat mich richtig gepusht“. Kurios: Kobe war erst Jules viertes Rennen über diese Distanz. In der Wintervorbereitung „hetzte“ Trainerin Kira Biesenbach sie auf die Stadionrunde, den anderen Leichtathlet*innen hinterher. Jule hielt direkt mit. Nun macht sich die Abiturientin berechtigte Hoffnung auf ihre erste Paralympics-Teilnahme. Bis zur Nominierungsfrist versucht sie „ruhig zu bleiben“ und keine Nervosität zuzulassen. Beim Projekt Paris kann die Nachwuchssportlerin auf die geballte Erfahrung ihres Vereins, TSV Bayer 04 Leverkusen, zugreifen. Alleine Steffi Nerius nahm neunmal als Aktive oder Trainerin an Olympischen und Paralympischen Spielen teil.
Vorstandvorsitzender Dr. Ingo Wolf dankte im Anschluss an die kleine Talkrunde den anwesenden Förderpartnern für ihr Engagement beim NRW-Sportstiftungs-Stipendium. 27 Unternehmen und Privatpersonen unterstützen 2023/24 das Programm mit rund 115.000 Euro. Stellvertretend erhielt Tim Bäcker (Socialeyes) die Urkunde für die Co-Förderer der NRW-Nachwuchstalente.
Das Sommerfest fand zum fünften Mal auf der Hofanlage Gut Gnadental der Unternehmerfamilie Zülow statt. Die Organisatoren hatten wie immer alles gut bedacht.
Sebastian Burg
Categories: News Schlagwörter: Gut Gnadental, Neuss, Sommerfest
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