Aktuell

Aktuell

Felix 2018: Zoe Lucy Nina Jakob ist NRW-Newcomerin des Jahres

Zoe Lucy Nina Jakob bot wohl die außergewöhnlichste Geschichte der NRW-Sportlerwahl 2018: Die 18-Jährige von der LG Olympia Dortmund holte sich die von der Sportstiftung NRW ausgelobte Kategorie mit Top-Leistungen in zwei völlig verschiedenen Sportarten: Stabhochsprung und Kanuslalom. Zudem erlebten die mehr als 1000 Gäste in Dortmunds Westfalenhalle unter anderem einen Leverkusener Doppel-Triumph sowie einen Favoritensieg.

Lockerer Bühnenplausch: Newcomerin Zoe Lucy Nina Jakob im Gespräch mit Modertor Claus Lufen. Ute Schäfer, Vorsitzende des Vorstands der Sportstiftung, scheint sichtich Spaß daran zu haben.

Vielseitige Newcomerin des Jahres: Zoe Lucy Nina Jakob bot wohl die außergewöhnlichste Geschichte der NRW-Sportlerwahl 2018

Rekordbrecher und Medaillenträger im Mittelpunkt: 2018 richteten der Landessportbund NRW und die Staatskanzlei NRW bereits zum zwölften Mal die NRW-Sportlerwahl aus und würdigten damit herausragende sportliche Leistungen. Wer aus den insgesamt sieben Kategorien einen der FELIX-Awards erhielt, legten die Bürgerinnen und Bürger wie gewohnt vorab über ein Online-Voting fest. Knapp 90.000 Sportbegeisterte gaben in diesem Jahr ihre Stimme für ihre Favoriten ab.

Er war nicht überraschend, dafür aber absolut verdient, der Leverkusener Doppelsieg in den Kategorien „NRW-Sportlerin“ beziehungsweise „NRW-Sportler des Jahres“ für die Sprinter-Queen und den Hochsprung-König. Vize-Europameisterin Gina Lückenkemper und Europameister Mateusz Przybylko durften sich bei der NRW-Sportlerwahl 2018 über eine der begehrten Siegertrophäen freuen.

Przybylko (26) setzte sich gegen Tischtennis-Urgestein Timo Boll, Christian Ehrhoff (Eishockey) und Fechter Max Hartung durch und kann sich nun mit dem Titel „Sportler des Jahres“ schmücken. Gina Lückenkemper, ihres Zeichens die schnellste Sprinterin Deutschlands, verteidigte ihren FELIX als „Sportlerin des Jahres“. Die 21-Jährige, die ab 2019 für den SCC Berlin an den Start gehen, aber ihrem ihrer Heimatstadt Soest treu bleiben wird, verwies Konstanze Klosterhalfen (Mittel- und Langstreckenlauf) und Isabell Werth (Dressurreiten) auf die weiteren Plätze.

Über den FELIX als „Newcomerin des Jahres“ – die Vorschläge für diese Kategorie liefert immer die Sportstiftung NRW – freute sich Zoe Lucy Nina Jakob (vor Keisha Kwadwo, Sprint, und Kanu-Weltmeisterin Jule Hake). Und die 18-Jährige von der LG Olympia Dortmund war sicher eines der Gesprächsthemen des Abends. Denn sie pflegt eine Leidenschaft für zwei völlig unterschiedliche Sportarten: den Stabhochsprung und den Kanuslalom – und das sehr erfolgreich.

Im Kanuslalom arbeitete sie sich über Schüler- und Jugendwettbewerbe steil in die Juniorenklasse hoch. So holte sie 2017 Gold bei der Weltmeisterschaft, kurz danach Silber und Bronze bei den Europameisterschaften. 2018 kämpfte Zoe mit dem Kanu auf den Deutschen Meisterschaften und wurde mit dem Titel belohnt. Es folgten vier weitere Platzierungen bei den diesjährigen Europameisterschaften in dieser Disziplin, unter anderem gewann sie Bronze. Im Stabhochsprung platziert sie sich seit 2015. 2018 erreichte die Schülerin den zweiten Platz bei den Deutschen U20-Meisterschaften. Bei den diesjährigen Weltmeisterschaften wurde sie mit einer Sprunghöhe von 4,10 Metern beste deutsche Stabhochspringerin. Wohin die Reise für die hochtalentierte Athletin geht? Weiß sie selbst noch nicht. Zoe hat sich noch nicht für eine der beiden Sportarten entschieden.

In der Rubrik „Mannschaft des Jahres“ jubelte wieder einmal der Deutschland-Achter. Neben dem Sieg des sechsten Ruder-EM-Titels in Folge gelang dem Team in diesem Jahr in identischer Besetzung die WM-Titelverteidigung – Premiere für eine Deutschland-Achter-Crew. Der Gewinn des siebten FELIX-Awards setzt den diesjährigen Erfolgen des deutschen Paradeboots die Krone auf.

In der Kategorie „Behindertensportler/-in des Jahres“ setzte sich ebenfalls ein Team durch: Die 4-x-100-Meter-Staffel der Herren, bestehend aus Markus Rehm, Johannes Floors, Felix Streng und Phil Grolla, gewann bei der Para-Leichtathletik-EM 2018 in Berlin souverän die Goldmedaille. Zweite wurde Andrea Eskau.

Die Wahl in der Rubrik „Fußball-FELIX“ hätte 2018 knapper nicht ausfallen können – zwischen Sieger und Zweitplatziertem liegen nur rund 400 Stimmen. Am Ende konnte Marco Reus von Borussia Dortmund den Titel holen und den Schalker Abwehrspieler Naldo sowie Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach) auf Distanz halten.

Die Wahl zum/zur „Trainer/-in des Jahres“ bestimmte wie üblich eine Jury, die sich aus allen bisherigen Preisträgern dieser Kategorie zusammensetzt. Ausgezeichnet wurde 2018 Hans-Jörg Thomaskamp (61), der beim TSV Bayer 04 Leverkusen seit fast 20 Jahren als Erfolgscoach arbeitet und derzeit unter anderem die geehrten Athleten Przybylko und Streng betreut.

Erstmals wurde 2018 zudem ein Sonder-FELIX in der Kategorie „Ehrenamt“ vergeben, um auch die engagierten Menschen hinter den Kulissen zu würdigen. Stellvertretend für alle Ehrenamtler/-innen erhielt Ute Pilger von den Schwimm- und Sportfreunden Bonn die Trophäe.

Wie schon in den Vorjahren moderierten das WDR-Duo Anke Feller, Vorstandsmitglied der Sportstiftung NRW, und Claus Lufen die Veranstaltung, die der WDR als TV-Sendung aufzeichnete.

Die NRW-Sportler des Jahres im Überblick

  • Sportlerin des Jahres: Gina Lückenkemper (Leichtathletik/Sprint)

  • Sportler des Jahres: Mateusz Przybylko (Leichtathletik/Hochsprung)

  • Newcomerin des Jahres: Zoe Lucy Nina Jakob (Stabhochsprung und Kanuslalom)

  • Mannschaft des Jahres: Deutschland-Achter

  • Behindertensportler/-in des Jahres: 4-x-100-Meter-Staffel der Herren

  • Fußball-FELIX: Marco Reus (Borussia Dortmund)

  • Trainer des Jahres: Hans-Jörg Thomaskamp (TSV Bayer 04 Leverkusen)

  • Sonder-FELIX „Ehrenamt“: Ute Pilger (Schwimm- und Sportfreunde Bonn)