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Die Mütter von Sportlern

Was Mütter von Sportlern hinter den Kulissen leisten, ist nicht zu unterschätzen. Gundi ist eine von vielen Mamas, die ihre Töchter und Söhne bestmöglich versorgen. Die 47-Jährige ist Zuhause für die Kalorien zuständig. Jeden Tag kümmert sie sich um die Mahlzeiten für ihre Familie - vor allem für Sohn Robin, 20. Der misst knapp zwei Meter und ist ambitionierter Ruderer.

Gundi, 47, ist Zuhause für die Kalorien zuständig. Jeden Tag kümmert sie sich um die Mahlzeiten für ihren Mann Wolfgang, Tochter Inga und vor allem für ihren Sohn. Robin, 20, misst knapp zwei Meter, ist ambitionierter Ruderer und gehört zum Nachwuchskader (NK1).

„Während einer intensiven Trainingsphase verbrennt Robin 5.500 bis 7.000 Kalorien pro Tag“, sagt Trainer Ralf Müller. Das kommt einem Tour de France Fahrer gleich. Robin erreicht diesen Umsatz mit zwei bis drei Trainingseinheiten über 90 bis 100 Minuten, zum Beispiel auf dem Fühlinger See in Köln sowie im Kraftraum in Leverkusen. „Die Muskelmasse von Ruderern ist extrem hoch“, erklärt Ralf. Wichtig sei es, dieser Muskelmasse immer wieder zwischendurch Kalorien zuzuführen. Bei seiner Größe war Robin bis vor kurzem sogar fast zu leicht.

Robin studiert Jura neben dem Leistungssport und wohnt bei seinen Eltern in Köln. Zu seinem Glück hat Mama Spaß am Kochen.

Gundi, was ist ein Regatta-Kuchen?

Gundi: Eine Tradition, die meine Schwiegermutter damals eingeführt hat. Wenn ich Zeit habe, backe ich vor einer Regatta für die Rudermannschaft. Immer das, worauf ich Lust habe: Mal einen Marmorkuchen, mal einen Obstkuchen oder Bananenbrownies.

Wie bekommen Sie ihren Sohn satt?

Gundi: Selbstgemachte Aprikosenklöße mag er am liebsten. Davon isst er locker 15 hintereinander. Die Zubereitung ist leider sehr aufwändig, daher werden mache ich sie nur zu besonderen Anlässen. Nach zwei Stunden hat Robin dann wieder Hunger und holt sich ein halbes Kilo Joghurt aus dem Kühlschrank. Mit kleinen Becherchen brauche ich gar nicht erst ankommen. Auch beim Metzger kennt man mich. Ich werde oft gefragt, ob die eingekaufte Menge Steaks für Robin denn auch reiche. Unser Vorratskeller ist jedenfalls immer voll.

Sie könnten es sich einfach machen: mit Tiefkühlkost oder Fast Food.

Gundi: Kommt nicht in Frage. Fertigpizza landet höchsten einmal im Jahr auf den Tisch. Mir ist eine gesunde Ernährung für meine Familie wichtig. Ich möchte wissen, was drin ist.

Das geht schnell ins Geld. Haben Sie die Kosten mal überschlagen?

Gundi: Jeden Monat gebe ich für Robins Ernährung etwa 400 Euro aus – ohne Getränke. Im Alter von zwölf Jahren fing er mit dem Rudern an. Mit 14 begann sein Appetit mit zunehmendem Trainingspensum zu wachsen. Zudem ist Robin sehr ehrgeizig – das macht sich über die Jahre im Portemonnaie bemerkbar. Ich bin ganz froh, dass er inzwischen von der Sportstiftung NRW gefördert wird. Das hilft uns sehr.

Wer kocht eigentlich am Muttertag?

Gundi: Ich, aber das ist okay. Robin startet bei einer Regatta in Duisburg. Ich weiß jedoch, dass es ihm viel bedeutet, dass ich für ihn koche.

Danke, allen Mamas – nicht nur jenen von Sportlern!