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Sportstiftung NRW und Sporthochschule vergeben erstmals gemeinsam Deutschlandstipendien

Die Sportstiftung NRW schlägt immer wieder neue Wege ein, um Fördermöglichkeiten für die besten Leistungssportler aus NRW zu realisieren. Jüngster Ansatz ist ein gemeinsames Pilotprojekt mit der Deutschen Sporthochschule (DSHS) in Köln.

Foto: Jens Wenzel

Die neuen Deutschlandstipendiaten: (ab 2. v.l.) Nelly Schmidt (Leichtathletik), Sophia Weitbrecht (Degenfechten), Djamila Böhm (Leichtathletik), Michaela Ebert (Radsport), Mala Schulz (Triathlon), Julia Ronken (Taekwondo) und Sascha Koch (Baseball). Es fehlt: Malte Hellwig (Feldhockey). Jürgen Brüggemann, Geschäftsführer der Sportstiftung NRW (l.) überreichte die Urkunden. Foto: Jens Wenzel

Zusammen fördern die DSHS und die Stiftung die aktiven Leistungssportler Djamila Böhm (Leichtathletik), Michaela Ebert (Radsport), Malte Hellwig (Feldhockey), Sascha Koch (Baseball), Julia Ronken (Taekwondo), Nelly Schmidt (Leichtathletik), Mala Schulz (Triathlon) und Sophia Weitbrecht (Degenfechten) mit sogenannten Deutschlandstipendien.

Das Förderprinzip ist simpel: je 1.800 Euro, die von der Deutschen Sporthochschule Köln von privaten Spendern, Unternehmen, Stiftungen, Vereinen und Verbänden für Stipendien eingeworben werden, bezuschusst das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem gleichen Betrag. Ein einzelnes Stipendium umfasst demnach die Förderung einer Studierenden oder eines Studierenden mit 300 Euro monatlich für mindestens ein Jahr.

Die studierenden aktiven Leistungssportler hatten sich für ein Deutschlandstipendium beworben, sie kommen nun bis zum 30. September 2019 in den Genuss der Unterstützung, die der Bund und die Sportstiftung NRW je zur Hälfte tragen. Möglich macht das der Baustein „Studierende Leistungssportler“, den die DSHS in ihr Förderkonzept bei der Vergabe von Deutschlandstipendien integriert hat. Damit exzellente Studierende an der DSHS erfolgreich und mit dem nötigen finanziellen Spielraum studieren können, nimmt die Sporthochschule schon seit 2011 am Deutschlandstipendium teil.

Für Jürgen Brüggemann, Geschäftsführer der Sportstiftung NRW, eine tolle Sache: „Die große Mehrheit aller Leistungssportler studiert. Daher ist die Unterstützung seitens der Hochschulen nicht nur wünschenswert, sondern ein unverzichtbarer Beitrag im Rahmen der Leistungssportförderung.“ Die DSHS gehe hier mit gutem Beispiel voran, sagt Brüggemann. Zu hoffen sei, dass weitere Unis diesem Vorbild folgen. Die Sportstiftung NRW erweitert mit der Co-Finanzierung im Rahmen des Deutschlandstipendiums ihr Angebot im Rahmen der Dualen Karriere. Über eine Ausweitung des Pilotprojekts denke man nach, sagt Brüggemann.

Im Rahmen eines kleinen Festakts in der Playa in Cologne, den DSHS-Rektor Professor Heiko Strüder – wissenschaftlicher Vertreter im Kuratorium der Stiftung – eröffnete, wurden die Stipendien offiziell übergeben. Die Netzwerkveranstaltung erfüllte bei den Nachwuchsathleten aus sieben verschiedenen Sportarten ihren Zweck sofort: Noch am gemeinsamen Tisch sitzend legten sie eine Whatsapp-Gruppe an, um in Kontakt zu bleiben.

>> Studierende Leistungssportler, die Interesse an einem Deutschlandstipendium haben, können sich bei der Sportstiftung NRW darüber informieren: Ruf 0221-49826026. Voraussetzung ist ein aktueller Bundeskaderstatus und das Ausüben einer olympischen beziehungsweise paralympischen Sportart.