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Sportförderpreis 2018: CDU-Senioren-Union NRW ehrt Para-Weltmeister Tom Malutedi

Große Ehre für Tom Sengua Malutedi: Der Staffel-Weltmeister erhielt im Schloss Benrath in Düsseldorf den mit 5000 Euro dotierten Sportförderpreis der CDU-Senioren-Union NRW. Und während der Laudatio gab’s einen besonders bewegenden Moment.

Anke Feller aus dem Vorstand der Sportsstiftung und Leonhard Kuckart, Landesvorsitzender der CDU Senioren-Union NRW, ehrten den neuen Sportförderpreisträger Tom Malutedi.

Tom-Sengua Malutedi trägt sein Herz am rechten Fleck. Nach außen Sunnyboy und Modellathlet, aber offensichtlich mit einem weichen Kern. Als WDR-Moderatorin und Sportstiftungs-Vorstandsmitglied Anke Feller in ihrer Laudatio den schwierigen Lebensweg des Para-Sportlers vom TSV Bayer 04 Leverkusen schilderte, kullerten dicke Tränen über das Gesicht. Das gab’s in dieser Form auch noch nicht bei der Verleihung des Sportförderpreises des CDU Senioren-Union NRW.

Peinlich, sagte Anke Feller müsse ihm das gewiss nicht sein und spielte damit auf die Siegerehrung der Para-Leichtathletik-WM 2017 in London an. Dort hatte der 21-Jährige als mit der viermal-100-Meter-Staffel der Männer sensationell Gold geholt, während der deutschen Nationalhymne ebenfalls ein paar Tränchen verdrückt und hinterher zugegeben, dass ihm das „voll peinlich“ gewesen sei.

Und plötzlich Weltmeister

Im schönen Ambiente des Benrather Schlosses hatte sich der Sprinter aber dann schnell wieder gefangen, und er bedankte sich bei den Stiftern. „Der Preis bedeutet mir sehr viel und erlaubt mir, mich im sportlichen und beruflichen Alltag viel freier zu fühlen“, sagte der 21-Jährige: „Jetzt kann ich mich viel besser auf die anstehende Saison vorbereiten, Trainingslager und Ausrüstung finanzieren.“ Tatsächlich hat Tom Malutedi, der ein 7,5 Zentimeter verkürztes linkes Bein hat, trotz seines jungen Alters schon eine bewegte Karriere hinter sich.

In einem turbulenten Jahr 2017 hatte Malutedi anfangs noch in der Bundesliga für Wismar geboxt, nach einem Zusammenbruch im Ring musste er seine Handschuhe aber an der Nagel hängen, was ihm bis heute sehr zusetzt, da das Boxen seine große Leidenschaft war. Aufhören mit dem Leistungssport wollte er aber auf keinen Fall, über Freunde kam der Kontakt zur Para-Leichtathletik beim TSV Bayer 04 Leverkusen zustande – ursprünglich wollte er sich erkundigen, ob er mit seiner Beinverkürzung überhaupt startberechtigt ist.

Als in der Staffel dann verletzungsbedingt drei Leute ausfielen, wurde Malutedi als Ersatzläufer nachnominiert, da er bereits nach wenigen Trainingseinheiten und Wettkämpfen Topleistungen gezeigt hatte. Und in Englands Metropole wurde er bei seinem ersten Nationalmannschaftseinsatz prompt Weltmeister. Und anschließend auch zum Team des Jahres im Behindertensport gewählt. Diese herausragende Leistung hob der Landesvorsitzende der CDU Senioren-Union NRW, Leonhard Kuckart, in seinen Begrüßungsworten hervor.

Dass vor Malutedi bereits Staffel-Kollege Léon Schäfer und 2017 die nichtbehinderte Wattenscheider Sprinterin Keshia Kwadwo den Preis bekommen haben, mache ihn besonders stolzer: „Die beiden sind sehr talentierte Sportler und an der Spitze Deutschlands. Da zeigt mir, dass ich dazugehöre und dass ich einer der Besten werden kann.“