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Neukonzept Individualförderung: Sportstiftung NRW vervierfacht Förderetat

Deutlich mehr Geld zur individuellen Förderung von NRW-Leistungssportlerinnen und -sportlern, ein neues Individualförderkonzept sowie ein künftiger Förderschwerpunkt im paralympischen Leistungssport: Diese drei Säulen sind wesentlich bei der Neuausrichtung. Das Kuratorium der Sportstiftung NRW verabschiedete jüngst das von Grund auf überarbeitete Förderkonzept.  

Gruppenbild hoch über Düsseldorf: Das nach Sitzungsende schon etwas ausgedünnte Kuratorium der Sportstiftung NRW im 16. Stock des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration.

Zufriedenes Lächeln: Ute Schäfer (l.), Vorsitzende des Vorstands der Sportstiftung NRW und Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, scheinen sichtlich zufrieden mit dem neuen Konzept.

Extravagant: Das auffälligste Telefon hatte unzweifelhaft Staatsekretärin Milz dabei – als Handtasche.

Kuratoriumsmitglied Dirk Schimmelpfennig lobte das neue Konzept. In seiner Funktion als Vorstand Leistungssport des DOSB sieht er zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Förderung auf Bundesebene.

Hoch hinaus möchte die Sportstiftung NRW. Sichtbares Zeichen für die ambitionierten Ziele war der Versammlungsort, an der das Kuratorium der Stiftung kürzlich zum Jahrestreffen zusammenkam. Der Sitzungssaal im 16. Stock des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in Düsseldorf bot einen herrlichen Blick über den Medienhafen und den Rhein. Doch die knapp 30 Mitglieder des hochkarätig besetzten Gremiums waren nicht gekommen, um die Aussicht zu genießen, sondern um nicht weniger als eine völlige Neusausrichtung der Stiftung auf den Weg zu bringen.

Die Sitzungsleitung erstmals Andrea Milz als stellvertrende Vorsitzende des Kuratoriums inne. Im Sport würde man der neuen Staatssekretätin für Sport und Ehrenamt in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen einen Einstand nach Maß bescheinigen. Auch dank ihrer souveränen und stringenten Leitung gelangte das Gremium schnell zu den wichtigstens Tagesordnungspunkten. Um wegweisende Entscheidungen zu treffen.

Ihren Etat zur finanziellen Unterstützung von Leistungssportlerinnen und -sportlern hat die Sportstiftung NRW von jährlich rund 600.000 auf circa 2,4 Millionen Euro pro Jahr vervierfacht. Die Stiftung fördert ab sofort mit den Bausteinen Basis, Zukunftschance, Internate, Zwillingskarriere, Sonderprojekte, Teilnahmeprämie und Nachsportliche Förderung (detaillierte Infos zu den einzelnen Fördertöpfen entnehmen Sie bitte dem Gesamtkonzept). Hintergrund: Mit einem deutlichen Mittelaufwuchs im Haushalt 2018 und dem Abschluss der Zielvereinbarung „Nr. 1: Sportland Nordrhein-Westfalen“ hat die Landesregierung die entscheidenden Grundlagen für eine Neuausrichtung der Förderung durch die Stiftung gelegt.

„Die Sportstiftung NRW hat die verbesserten Rahmenbedingungen in hervorragender Weise genutzt“, sagt Kuratoriumsmitglied Dirk Schimmelpfennig in seiner Rolle als Vorstand Leistungssport beim Deutschen Olympischen Sportbund. Ferner passe das Individualförderkonzept inhaltlich exakt zur Leistungssportreform auf Bundesebene. „Die Stiftung Deutsche Sporthilfe fördert im Schwerpunkt die Sportlerinnen und Sportler, die bereits zur absoluten Weltklasse gehören. Die Sportstiftung NRW unterstützt auf Landesebene die Athletinnen und Athleten, die auf dem Weg in die Weltspitze sind, aber finanziell gar nicht oder nicht hinreichend abgesichert sind.“

Maximal 300 Euro für einen Platz im Sportvollinternat

Ein wichtiger Baustein des neuen Konzeptes ist die Internatsförderung. „Der Platz in einem Sportvollinternat in Nordrhein-Westfalen kostet Eltern der von uns geförderten Nachwuchsathletinnen und -athleten mit herausragender sportlicher Perspektive monatlich künftig maximal 300 Euro“, sagt Andrea Milz. Das garantiere die Stiftung mit ihrem neuen Individualförderkonzept. Übersteigen die Vollkosten in einem der neun Sportvollinternate die 300-Euro-Marke, kann die Sportstiftung NRW den Mehrbetrag übernehmen. „Damit schaffen wir ein Alleinstellungsmerkmal für den Leistungssportstandort Nordrhein-Westfalen“, ist Andrea Milz überzeugt.

Ein neuer Förderschwerpunkt der Sportstiftung NRW ist der paralympische Leistungssport. In allen Förderfragen sowie bei der Trainerfinanzierung im paralympischen Bereich in Nordrhein-Westfalen ist die Sportstiftung NRW nun erster Ansprechpartner. „Diese wichtige Aufgabe nehmen wir sehr gern an. Rund 400.000 Euro kann die Sportstiftung NRW jährlich ausschütten, die der Stärkung der paralympischen Standorte in Nordrhein-Westfalen dienen oder in individuelle Projekte fließen“ erklärt Ute Schäfer, Vorsitzende des Vorstands der Sportstiftung NRW.

Und ab sofort freut sich die Stiftung auch wieder über ein eigenens Förderteam: Sportlerinnen und Sportler, die aus einem der Bausteine Basis, Zukunftschance, Internate gefördert werden, bilden das neue Perspektivteam NRW der Sportstiftung NRW.