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Deutsche Hallenmeisterschaften: NRW-Leichtathleten zeigen tolle Frühform

Auch die Sportstiftung NRW freut sich über die starken Leistungen. Denn zahlreiche Sportler hat sie beim Übergang vom Junioren- in den Seniorenbereich unterstützt.

Sie läuft fast immer vorneweg: Konstanze Klosterhalfen, die wieder einmal einen Uraltrekord pulverisierte.

Zweite, aber dennoch stark: Pamela Dutkiewicz über 60 Meter Hürden.

Keshia Kwadwo holte Silber über 200 Meter.

Ist ein exzellenter Weitspringer: Zehnkämpfer Ituah Enahoro

Beachtliche Frühform im Freiluft-EM-Jahr zeigten die NRW-Leichtathleten bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund.

Ein Höhepunkt war der Auftritt von Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen). Die 21-Jährige pulverisierte – man möchte sagen: wieder einmal – einen Uraltrekord und kam über die 3000 Meter in 8:36:01 Minuten ins Ziel. Damit blieb sie fast sechs Sekunden unter dem bisherigen, fast 30 Jahre alten Rekord von Kathrin Ullrich. Damit machte sich Konstanze, die beim Übergang vom Junioren- in den Seniorenbereich von der Sportstiftung NRW unterstützt wurde, selbst das schönste Geburtstagsgeschenk; seit Sonntag ist die Ausnahmeläuferin 21 Jahre alt.

Mit Tatjana Pinto (25, LC Paderborn) setzte eine weitere Athletin, die einst in einem Förderteam der Stiftung war, ein sportliches Ausrufezeichen. Über 60 Meter lief sie am Samstag im Meisterschaftsrekord von 7,06 Sekunden ins Ziel, was die drittschnellste Zeit bedeutete, die je eine Deutsche erreicht hat. Von einem Leistungsabfall am Sonntag keine Spur: Mit 23,19 Sekunden über 200 Meter gelang ihr in Abwesenheit der verletzten Gina Lückenkemper (TSV Bayer 04 Leverkusen) eine neue Hallen-Bestleistung. Als Zweite kam Keshia Kwadwo vom TV Wattenscheid 01 in Saisonbestzeit von 7,36 Sekunden über die Ziellinie. Das freut auch die Senioren-Union der CDU: Sie hatte Keshia 2017 auf Vorschlag der Sportstiftung NRW mit dem Sportförderpreis ausgezeichnet.

Auch der Titel über 4x200 Meter der Damen ging nach Wattenscheid: Die Staffel um Keshia Kwadwo, Pamela Dutkiewicz, Monika Zapalska und Maike Schachtschneider war in 1:35,30 Minuten nicht zu schlagen.

Über 60 Meter Hürden wollte Pamela Dutkiewicz (26) ihren 2017er-Titel gegen Cindy Roleder vom SV Halle verteidigen. Nach schwachem Start reichte es für Pamela am Ende zwar nur für Silber hinter Roleder (7,84 Sekunden), die Zeit war mit 7,89 Sekunden dennoch stark.

Einen Traum erfüllte sich Hochspringerin Katharina Bauer vom TSV Bayer 04 Leverkusen. Sie schaffte auf Anhieb 4,51 Meter, sprang erneut in einem Wettkampf über 4,50 Meter und damit höher als alle Kontrahentinnen an diesem Tag. Die 27-Jährige holte sich den lang ersehnten ersten DM-Titel und scheint ihre schwere Handverletzung, die sie die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio gekostet hatte, endgültig überwunden zu haben. Am Rande: Noch im Januar hatte Katharina bei der Sportlerbörse der Sportstiftung NRW in Düsseldorf Kontakte zu Wirtschaftsunternehmen als potenzielle Arbeitgeber knüpfen können. Und das, obwohl sie wegen eine schweren Infekts gar nicht vor Ort war. Doch der Vortrag von Jürgen Brüggemann, Geschäftsführer der Stiftung, in dem er die junge Athletin in Vertretung präsentierte, kam offenbar gut an – schon am nächsten Tag meldeten sich erste Interessenten bei der Stabhochspringerin.

Im Männer-Weitsprung ließ der 20 Jahre alte Ituah Enahoro (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) aufhorchen. Der Mehrkämpfer, der 2017 beim Thorpe-Cup den Zehnkampf gewann und erstmals die magische 8000-Punkte-Marke geknackt hatte, zeigte, dass er ein ausgezeichneter Springer ist. Mit einem Satz auf 7,50 Metern holte er sich Silber.

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