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Weltrekord: Para-Athlet Léon Schäfer springt über 7 Meter weit

Léon Schäfer ist als erster oberschenkelamputierter Mensch weiter als sieben Meter gesprungen: Beim Para-Leichtathletik Heimspiel in Leverkusen verbesserte er seinen Weltrekord vom Vorjahr um 25 Zentimeter auf 7,24 Meter.

Léon Schäfer knackt die 7-Meter-Marke und schraubt seine Weltrekordweite auf 7,24 m.

Freude pur. Schäfer und Erfolgscoach Karl-Heinz Düe.

Markus Rehm landete bei starken 8,32 Metern, nur 16 Zentimeter von seinem Weltrekord der unterschenkelamputierten Weitspringer entfernt. Dann kam Schäfers Zeit: Erst stellte er seine Weltrekordweite von vor einem Jahr in Leverkusen ein, dann sprang er im letzten Versuch sensationelle 7,24 Meter und damit als erster oberschenkelamputierter Weitspringer über die Sieben-Meter-Marke.

„Hier zu Hause ist es immer am schönsten. Ich wusste, dass ich es in mir habe. Ich hatte zwei, drei Sprünge, bei denen ich vornüber gekippt bin. Heinrich hat mir vor dem letzten dann gesagt, woran es lag und das habe ich umgesetzt“, sagte Schäfer über seinen Mentor Heinrich Popow.

Hinter Rehm und Schäfer sprang auch Nachwuchsathlet Noah Bodelier eine starke Bestleistung mit 6,31 Metern. Johannes Floors mit 10,89 Sekunden über 100 Meter und 21,45 Sekunden über 200 Meter zeigte nach seiner Corona-Erkrankung, dass er weiterhin schnell sprinten kann. Teamkollege Felix Streng kam nach 11,03 Sekunden ins Ziel. Bereits zuvor hatte die Niederländerin Fleur Jong mit 12,78 Sekunden über 100 Meter den Weltrekord der beidseitig unterschenkelamputierten Frauen geknackt.

Einige Perspektiv- und Nachwuchstalente stellten zudem persönliche Bestleistungen auf: Darunter Nele Moos, die sich über 400 Meter um mehr als eine Sekunde auf 1:04,76 Minuten verbesserte. Tom Sengua Malutedi warf Speerwurf-Bestweite: 41,27 Meter.

Für die Top-Athlet*innen beginnt nun die Vorbereitung auf die Paralympics in Tokio im kommenden Jahr. „Wir hoffen, dass dann 2021 bei unserem Integrativen Sportfest auch wieder Zuschauerinnen und Zuschauer dabei sein können, um diese starken Leistungen zu sehen“, sagt Parasport-Geschäftsführer Jörg Frischmann.