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Rekordhoch: Über 400 geförderte Sportler in 2019

Es ist ein deutlicher Satz nach oben. Ab 1. Oktober 2019 fördert die Sportstiftung NRW über 400 Athleten aus Nordrhein-Westfalen. Das geht aus den Beschlüssen des Vorstands im September hervor.

Insgesamt 344 Leistungssportler aus olympischen sowie 32 Athleten aus paralympischen Sportarten erhalten dadurch eine finanzielle Unterstützung im laufenden Jahr. Hinzu kommen bis zu 70 in NRW studierende Bundeskaderathleten, die mittels der Sportstiftung von einem Deutschlandstipendium profitieren.

Dr. Mike Peters (2.v.l.) empfing den Vorstand der Sportstiftung NRW im Hauptquartier des Internationalen Paralymischen Kommitees in Bonn.

Peters, Schäfer. Eintrag ins Gästebuch des IPC.

„Wir fördern so vielen Athleten wie nie zuvor“, freut sich die Vorstandsvorsitzende Ute Schäfer. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 292. „Unsere NRW-Nachwuchselite weiß zu schätzen, dass ihnen die Sportstiftung NRW dabei hilft, ihre sportlichen Ziele zu verwirklichen und dies in Einklang mit ihrer beruflichen Karriere zu bringen“, so Schäfer. Der Vorstand begutachtete fast 200 neue Anträge auf Individualförderung.

Die Vorstandssitzung fand erstmals im Hauptquartier des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) in Bonn statt. IPC-Geschäftsführer Dr. Mike Peters lobte das Engagement der in Köln ansässigen Stiftung im paralympischen Sport. Insbesondere bei der Dualen Karriere gelte es, gemeinsam weiter an der Chancengleichheit für Para-Athleten zu arbeiten.

Die Sportstiftung NRW ist die bundesweit größte Initiative eines Landes zur Förderung des olympischen und paralympischen Leistungssports. Sie unterstützt schwerpunktmäßig Nachwuchsathleten mit bis zu 500 Euro pro Monat. Damit baut sie für die NRW-Akteure eine Brücke zur Förderung durch die Deutsche Sporthilfe.

Erfolgsmodell Deutschlandstipendium wird erweitert

Die Sportstiftung stockt ihr Kontingent an Deutschlandstipendien für Bundeskaderathleten zum Wintersemester 2019/20 auf. Dadurch haben ab sofort bis zu 70 Leistungssportler (bisher 55), die an einer der 14 Partnerhoch- und Fachhochschulen in NRW studieren, die Chance auf eine monatliche Förderung in Höhe von 300 Euro. In der Bewerbungsphase von Juli bis September hatte sich abgezeichnet, dass es deutlich mehr Bewerber als Stipendienplätze an den Hochschulen gab.

Der Betrag wird jeweils zur Hälfte vom Bund und von der Sportstiftung und ihren Wirtschaftspartnern finanziert. An die Studierenden wird er über mindestens zwei Semester ausgezahlt. Pro Jahr subventioniert die Sportstiftung die Vergabe von Deutschlandstipendien an Leistungssportler mit maximal 100.000 Euro.

Sportinternate: Projekt "Persönlichkeitsentwicklung und Berufsorientierung" startet

Rund 200 Schülern der NRW-Sportinternate verhilft die Sportstiftung künftig zu mehr Sicherheit bei ihrer beruflichen Orientierung. Ein Beratungskonzept soll jugendlichen Spitzenathleten den Weg in einen passenden Beruf ebnen.

Mittels einer Persönlichkeitsanalyse wird ein Stärken- und Motivprofil erstellt. Dieses wird in einem Beratungsgespräch mit den beruflichen Vorstellungen der Schüler sowie mit den Anforderungen des angestrebten Berufsbilds abgeglichen. Internatsschüler, die zwischen 2020 und 2022 ihren Abschluss machen, können die Beratung in Anspruch nehmen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Die zweijährige Pilotphase in beginnt am 1. Oktober und wird von den Laufbahnberatern aktiv begleitet. Die Sportinternate in Köln und Leverkusen haben bereits positive Erfahrungen mit dieser Form der Berufsorientierung und Persönlichkeitsentwicklung gesammelt. Das Projekt ist Teil der Qualitätsoffensive in den NRW-Sportinternaten, welche die Sportstiftung mit insgesamt 750.000 Euro/Jahr fördert.

Paralympisches Rudern in NRW soll erstklassig werden

Am Standort Leverkusen soll ein paralympisches Ruderzentrum entstehen. Darauf hat sich die Sportstiftung mit ihren Projektpartnern, dem Behindertensportverband NRW, dem RTHC Bayer Leverkusen und der Bayer AG, verständigt.

Die Sportstiftung stellt finanzielle Mittel zur individuellen Förderung talentierter Para-Ruderer und für eine Honorartrainerstelle zu Verfügung. Ziel ist der Aufstieg des Para-Ruderns zu einer paralympischen Schwerpunktsportart in NRW und die Qualifikation möglichst vieler Athleten für kommende Paralympische Spiele. Die Förderung ist vorerst auf ein Jahr befristet. Bei erfolgreicher Einführung ist eine Verlängerung bis zu den Paralympics in Paris 2024 geplant.