Die aktuelle Story

Die aktuelle Story: Léa, die Säbelfechterin

Léa Krüger vom TSV Bayer Dormagen wandelt derzeit zwischen Fecht- und Laufbahn. Die 20 Jahre alte Säbelfechterin hat die Olympischen Spiele in Tokio 2020 als großes Ziel fest im Blick, bastelt aber parallel dazu auch schon an ihrer Karriere nach der Karriere. Im Rahmen der Zwillingskarriere sammelt sie derzeit praktische Erfahrung bei Vodafone in Düsseldorf – die Sportstiftung NRW hatte den Kontakt in die Landeshauptstadt hergestellt.

In voller Montur: Léa Krüger, ganz in ihrem sportlichen Element. Foto: TSV Bayer Dormagen

Léas neuer Arbeitsplatz: Der Vodafone Campus in Düsseldorf

Stippvisite: Beim Besuch der Geschäftsstelle der Sportstiftung NRW posierte Léa Krüger vor unserem Fechtmotiv.

Als wäre sie am Reißbrett entworfen worden: So präsentiert sich die Zwillingskarriere von Säbelfechterin Léa Krüger. Das Abitur an der NRW-Sportschule Norbert-Gymnasium in  Dormagen-Knechtsteden mit dem Top-Notenschnitt von 1,5 kaum in der Tasche, kehrte sie dem dortigen Sportinternat den Rücken. Inzwischen lebt sie mit ihrem Freund Richard Hübers, ebenfalls Säbelfechter, in der gemeinsamen Wohnung in Köln nahe dem Barbarossaplatz. Jura war ab dem Wintersemester 2015/2016 das Studium der Wahl. Eine Entscheidung, die schon im Sommer 2015 während eines mehrwöchigen Orientierungspraktikums in der Arbeitsrechtsanwaltskanzlei vangard gereift war. Dort hatte sie sogar die Möglichkeit, aktiv an einem eigens für sie konzipierten Sportsponsoringvertrag mitzuarbeiten.

Alle Theorie ist grau

Da alle Theorie bekanntlich grau ist, sollte nun alsbald neue praktische Erfahrung her, allerdings wollte Léa nicht wieder im Kanzleibetrieb aktiv werden. Doch ist die Dreifachbelastung mit Studium, Job und sportlicher Karriere leistbar – wohlgemerkt mit dem Ziel, sich für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 zu qualifizieren? „Am Anfang habe ich mich schon gefragt, wie man das alles unter einen Hut packen soll“, gesteht Léa. Und außerdem: Wie sollte sie ein geeignetes Unternehmen finden, dass überhaupt bereit ist, eine zeitlich extrem eingespannte Leistungssportlerin in den Betriebsablauf zu integrieren?

Gut, dass Léa einen kurzen Draht zur Sportstiftung NRW hat. Deren Geschäftsführer Jürgen Brüggemann schilderte sie kurzerhand ihre Pläne. Und die Stiftung, die im Rahmen der Zwillingskarriere ein stetig größer werdendes Netzwerk aus Unternehmen pflegt, stand schon seit längerer Zeit mit dem Telekommunikationsriesen Vodafone in Kontakt. Der Laufbahnberater Ulrich Vetter vom Olympiastützpunkt Westfalen hatte vor geraumer Zeit den Tipp gegeben, dort einmal mit dem Thema Zwillingskarriere anzuklopfen. Und in der Tat hatte man sich in der Unternehmenszentrale in Düsseldorf schon in den ersten Gesprächen äußerst interessiert gezeigt – in der sicheren Erwartung, dass ein zielstrebiger und disziplinierter Leistungssportler auch ein ebensolcher Mitarbeiter sein könne. Und diese Erwartung sollte nicht enttäuscht werden.

Sportstiftung NRW mit kurzem Draht zu Vodafone

Die Sportstiftung brachte die 20-Jährige mit Vodafone zusammen. Und schnell hatte man sich auf ein Praktikum in der Rechtsabteilung geeinigt. Ihr Tagesablauf: morgens in den Betrieb nach Düsseldorf, abends Training, zweimal pro Woche das gleiche andersherum – von montags bis freitags. Hartes Brot, ja. „Aber es geht“, sagt Léa. Dank der flexiblen Arbeitszeiten, die ihr Vodafone einräume, sodass sie keine Abstriche beim Training am Bundesstützpunkt in Dormagen machen müsse. Und für den Fall der Fälle gibt es einen festen Mentor im Unternehmen, der als persönlicher Ansprechpartner stets ein Auge darauf hat, dass alles in den gewünschten Bahnen läuft.

Den Fokus richtet die Säbelfechterin nun ganz klar in Richtung Tokio 2020. Gegen eine dauerhafte Zusammenarbeit mit Vodafone, möglicherweise über die aktive Sportkarriere hinaus, hätte sie aber sicher auch nichts einzuwenden. Doch das hat ja noch ein wenig Zeit.

Léas Zwillingskarriere als Video

Keine Zeit verlieren wollte offenbar die Vodafone-Kommunikationsabteilung. Sie ließ eigens einen Imagefilm produzieren, der zeigt, wie Léas Zwillingskarriere bei Vodafone funktioniert und mit Leben gefüllt wird (den Film finden Sie hier). Und dass Léa vom Start weg einen hervorragenden Eindruck bei ihrem Arbeitgeber hinterließ, hat der Werbewirkung für die Zwillingskarriere sicherlich nicht geschadet.

Wie sich Léa Krügers berufliche und sportliche Laufbahnen entwickeln, wird sich zeigen. Eines scheint aber schon festzustehen: Der letzte Zwilling bei Vodafone wird Léa Krüger wohl nicht sein, das hat man in Düsseldorf schon anklingen lassen.