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Wirtschaftselite trifft Sportelite bei Lanxess in Köln

Das Thema unserer Follow-up-Veranstaltung „Bedeutung von Leistungssteuerung und Regeneration im Sport und im Unternehmen“ hat großes Interesse bei den Partnerunternehmen der Sportstiftung NRW geweckt. Gleichzeitig zeigten die angeregten Diskussionen aller Teilnehmer im Anschluss an die Vorträge, dass dieser Austausch zwischen Wirtschaft & Leistungssport für alle Seiten gewinnbringend ist.

Veranstalter Jürgen Brüggemann (Sportstiftung NRW, ganz links) und Gastgeber Dr. Ralf Ingo Schenkel (Lanxess, Zweiter von links) freuen sich über die positive Resonanz zur Follow-up-Veranstaltung „Wirtschaftselite trifft Sportelite“

Zum Thema „Leistungshoch auf den Punkt“ stellte Dr. Falk Schade, Leistungsdiagnostiker am Olympiastützpunkt Rheinland, eindrucksvoll dar, wie neueste wissenschaftliche Erkenntnisse über den Leistungsdiagnostiker in der Praxis zur Anwendung kommen. Anhand von Beispielen aus dem Stabhochsprung machte er deutlich, das allgemeine Mittelwerte aus der Wissenschaft keine Lösung für den Einzelnen sind, sondern stets der Sportler als Individuum betrachtet werden muss.

An einem innovativen und weltweit einzigartigen Stabhochsprungmessplatz, der mit komplexester Messtechnik und 25 Kameras ausgestattet ist, können genaueste Analysen des jeweiligen Springers erstellt werden. So wird erfasst, wie viel Energie ein Sportler in den Stab steckt und wie er die Biegung des Stabes auch in Bezug zur Körpergröße und Anlaufgeschwindigkeit optimal nutzen kann. Täglich gilt es für Dr. Schade, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu überprüfen und diese so adäquat und sportgerecht an das Tandem Athlet/Trainer zu vermitteln, dass sich dies dann im Training wiederfindet. Dr. Schade erklärt hierzu: “Letztendlich ist diese Art der Leistungssteuerung eine Frage von Kompetenz, Kommunikation und vor allem Vertrauen.“

„Pausen sind der Garant für Höchstleistungen“

Dass zur Leistungssteuerung vor allem auch Zeiten zur Regeneration gehören, machte Prof. Dr. Froböse mit dem Satz „Sportler werden durch Pausen erst richtig gut!“ deutlich. „Sich ausruhen, um wieder zu neuen Kräften zu kommen“ lautet sein Statement. Sowohl der Sportler als auch der Mitarbeiter können hier gezielt jeden Tag ihren Beitrag zur Regeneration leisten. Dies fängt beim Schlaf an, geht über die richtige Ernährung weiter bis zu einer sinnvollen Gestaltung der Mittagspause, der Freizeit und des Urlaubs. Immer wieder verweist er darauf, dass Aktivität stets der Passivität vorzuziehen ist. Gleichzeitig mahnt er, dass diese Aktivität losgelöst sein muss von der Haupttätigkeit als Sportler und als Mitarbeiter. Mangelnde Regeneration führt sowohl im Sport als auch im Unternehmen zu einem Erschöpfungssyndrom. Prof. Dr. Froböse hierzu: „Dies ist ein Übertraining mit weitreichenden Konsequenzen. Daher sind Pausen der Garant für Höchstleistungen!“

Die hohe Kunst eines erfolgreichen Feedback-Gesprächs

Unser Wirtschaftsmentor Ernst Neumann von MCI-Consulting stellt anschließend dar, welche herausragende Bedeutung Feedback-Gespräche für den Erfolg im Sport und im Unternehme haben. Dabei machte er deutlich, dass Feedback-Gespräche im Sport während und nach jeder Trainingseinheit selbstverständlich sind und im Wesentlichen positiv vom Sportler gesehen werden, damit sich dieser langfristig verbessert. Dies sei in der Wirtschaft eher anders. Hier wird Kritik häufig nicht als Ziel für mehr Erfolg wahrgenommen, sondern eher mit „Gefahr“ in Verbindung gebracht. Zusammengefasst erklärt Ernst Neumann: „Wenn der Inhalt des Feedback-Gesprächs in der richtigen Art und Weise vermittelt wird, löst dies fast immer das gewünschte Verhalten aus und somit wird das Ziel erreicht. Diese hohe Kunst eines erfolgreichen Feedback-Gesprächs hängt vielfach von der Authentizität des Gesprächsführenden ab.“ Die Bedeutung der Feedback-Gespräche wurde anhand der gezeigten Statistik deutlich: lediglich 30% der Mitarbeiter strengen sich während der Arbeit wirklich an, während 50% die Zeit absitzen und 20% sogar kontraproduktiv gegen das Unternehmen arbeiten.

Das positive Feedback aller Teilnehmer verantworteten einerseits unsere großartigen Referenten, anderseits mit unserem Partner Lanxess auch der Gastgeber der Veranstaltung. Denn Herr Dr. Schenkel und sein Team realisierten ein Ambiente in den beeindruckenden neuen Räumlichkeiten von Lanxess, das keine Wünsche offen ließ und abgerundet wurde durch einen schönen Blick auf den Kölner Dom.

Bei der nächsten Follow-up-Veranstaltung „Wirtschaftselite trifft Sportelite“ wird Herr Prof. Adamek, gleichzeitig auch Mentor unseres Zwillings Linda Stahl, mit dem Klinikum Leverkusen unser Gastgeber sein.