Aktuelles

Warum sportliche Manager die besseren Manager sind

Follow-up im Klinikum Leverkusen: Gemeinsam mit Vertretern der "Community Wirtschaft & Leistungssport" debattierte die Sportstiftung NRW über Themen aus dem Bereich Sport und Karriere. Mit Ex-Speerwerferin Linda Stahl und Hockeynationalspieler Oscar Deecke konnten zwei Leistungssportler Erfahrungen aus erster Hand einbringen.

Reger Austausch: Professor Henning Adamek (l.) und Hockeynationalspieler Oscar Deecke.

„Fitte Manager können mehr leisten“ titelte das österreichische Web-Portal wirtschaftsblatt.at kürzlich. Nur einer von zahlreichen Beiträgen der jüngeren Vergangenheit, die sich diesem Thema widmen und eine solche These vertreten. Grund genug für die Sportstiftung NRW, mit der von ihr initiierten „Community Wirtschaft & Leistungssport“ ausgiebig darüber zu fachsimpeln. Und wo könnte das besser gehen als in einem Epizentrum der medizinischen Betreuung wie es das Klinikum Leverkusen im Gesundheitspark in der Bayerstadt ist? Und wer könnte authentischer davon berichten als zwei Leistungssportler wie Ex-Speerwurf-Europameisterin Linda Stahl und Hockey-Olympiasieger Oscar Deecke, die den Einstieg in den  Job bereits während der aktiven Karriere geschafft haben? Doch der Reihe nach …

Das Klinikum präsentierte sich unter der Federführung von Professor Henning Adamek als perfekter Gastgeber für die Sportstiftung NRW. Diese hatte ihre Partner aus Wirtschaft und Sport, zu denen auch das Klinikum Leverkusen gehört, zur Folgeveranstaltung des Captains Day im Januar, dem Follow-up, eingeladen. Thema des Tages: „Warum sportliche Manager erfolgreichere Manager sind“.

Wie fit sind Deutschlands Manager?

Mögliche Antworten auf diese zugespitzte Frage lieferten die Vorträge am Vormittag. Die diplomierte Sportwissenschaftlerin Jessica Odenthal von der betrieblichen Gesundheitsförderung am Klinikum Leverkusen skizzierte unter dem Titel „Fit im Job – Vorbeugen statt heilen“ die ganzheitlichen Maßnahmen des Krankenhauses, die weit über Bewegungsangebote hinausreichen und auch Ernährung und psychisches Wohlbefinden mit einschließen.

In seinem ebenso faktenreichen wie launigen Vortrag  „Self-Care. Medizinische Impulse für Führungskräfte“ beließ es Professor Adamek, Direktor der Medizinischen Klinik 2 am Klinikum Leverkusen, nicht dabei, die positiven Auswirkungen von ausreichend Bewegung und gesunder Lebensführung auf Körper und Geist herauszustellen. Ferner warb er für sinnvolle medizinische Vorsorgeuntersuchungen, kritisierte aber zugleich die auf dem Gesundheitsmarkt florierenden Modeangebote wie Manager-Check-ups, die viel kosteten aber wenig nützten.

Wie es aber tatsächlich um die Fitness in den Chefetagen bestellt ist, berichtete Diana Jedlicka unter dem Titel „Wie fit sind Deutschlands Manager? Evaluation kardiovaskulärer Risikofaktoren.“ Die Doktorandin vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln fand im Rahmen ihrer noch nicht veröffentlichten Promotion heraus, dass Manager der ersten und zweiten Führungsebene eines Großkonzerns nicht nur ein ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein an den Tag legten. Darüber hinaus stehe sogar der gesamte Unternehmenserfolg in Relation zur Gesundheit und dem realistischen Selbstbild der Führungskräfte. Fragen beantwortet Diana Jedlicka unter Jedlicka.Diana(at)gmail.com

Zwillingskarriere  – Sport und Job miteinander vereinbaren

Wie sich mit Soft Skills aus dem Sport zwei Karrieren parallel meistern lassen, erklärte Linda Stahl, Ärztin am Klinikum Leverkusen und ehemalige Speerwurf-Europameisterin, im Interview. Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Rio hat sie ihr Medizinstudium abgeschlossen und in dieser Zeit auch schon im Krankenhaus gearbeitet. „Eigenschaften, die ich als Leistungssportlerin erworben habe, halfen sehr dabei, diese Dreifachbelastung zu meistern“, sagte Stahl und meinte damit vor allem Disziplin, gutes Zeitmanagement und zielgerichtetes Arbeiten. Nach dem Ende ihrer aktiven Karriere liege es ihr am Herzen, in Unternehmen für Sport und Bewegung zu werben. Sprach’s und animierte die rund 30 Teilnehmer sogleich zu einer bewegten Pause.

Alex Kraemer, Geschäftsführer der Kölner Sportmarketingagentur Heimspiele, nahm den Ball gern auf und stellte das Programm „Fit mit Olympioniken“, das die Agentur gemeinsam mit dem Olympiastützpunkt (OSP) Rheinland erarbeitet hat. Die Idee dahinter: Leistungssport und Personalmanagement teilen in Gesunderhaltung und Steigerung der Leistungsfähigkeit Schnittmengenthemen. „Fit mit Olympioniken“ zielt darauf, Unternehmen die OSP-Dienstleistungen dieser Bereiche zugänglich zu machen und emotional mit der Begeisterung für den olympischen Sport aufzuladen. Weitere Infos dazu gibt es unter kraemer(at)heim-spiele.com

Mit diesem Input vorbereitet, kamen die Teilnehmer nachmittags in drei Arbeitsgruppen zusammen, um sich einem wesentlichen Thema der Zwillingskarriere zu widmen. Unter dem Titel „Viel! Mehr! Wert!“ galt es, gemeinsam Bausteine für die Praxis zu entwickeln, wie sich Leistungssportler über ihre Rolle als Mitarbeiter hinaus sinnvoll ins Unternehmen einbinden lassen. Und zwar in den Bereichen PR/Öffentlichkeitsarbeit, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Fortbildung.

Nach intensiven Diskussionen  standen zahlreiche Ansätze zu Buche, die es nun weiter auszuarbeiten gilt. Hockeynationalspieler Oscar Deecke, der in der Marketingabteilung von ThyssenKrupp in Essen arbeitet, konnte beispielsweise für das PR-Segment aus erster Hand skizzieren, wie das Unternehmen vor den Spielen in Rio das Thema Duale Karriere im Sport medial besetzt und anhand seines Beispiels medial gestreut habe. Mit Erfolg, wie zahlreiche Beiträge in überregionalen Zeitungen bewiesen.

Anregungen, welche die Vertreter der aktuellen oder potenziellen Zwillingsunternehmen gern mitnahmen. Denn spätestens nach dem Follow-up wissen sie: „Fitte Manager können mehr leisten“.

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Warum sportliche Manager die besseren Manager sind

Follow-up im Klinikum Leverkusen: Gemeinsam mit Vertretern der "Community Wirtschaft & Leistungssport" debattierte die Sportstiftung NRW über Themen aus dem Bereich Sport und Karriere. Mit Ex-Speerwerferin Linda Stahl und Hockeynationalspieler Oscar Deecke konnten zwei Leistungssportler Erfahrungen aus erster Hand einbringen.

Reger Austausch: Professor Henning Adamek (l.) und Hockeynationalspieler Oscar Deecke.

„Fitte Manager können mehr leisten“ titelte das österreichische Web-Portal wirtschaftsblatt.at kürzlich. Nur einer von zahlreichen Beiträgen der jüngeren Vergangenheit, die sich diesem Thema widmen und eine solche These vertreten. Grund genug für die Sportstiftung NRW, mit der von ihr initiierten „Community Wirtschaft & Leistungssport“ ausgiebig darüber zu fachsimpeln. Und wo könnte das besser gehen als in einem Epizentrum der medizinischen Betreuung wie es das Klinikum Leverkusen im Gesundheitspark in der Bayerstadt ist? Und wer könnte authentischer davon berichten als zwei Leistungssportler wie Ex-Speerwurf-Europameisterin Linda Stahl und Hockey-Olympiasieger Oscar Deecke, die den Einstieg in den  Job bereits während der aktiven Karriere geschafft haben? Doch der Reihe nach …

Das Klinikum präsentierte sich unter der Federführung von Professor Henning Adamek als perfekter Gastgeber für die Sportstiftung NRW. Diese hatte ihre Partner aus Wirtschaft und Sport, zu denen auch das Klinikum Leverkusen gehört, zur Folgeveranstaltung des Captains Day im Januar, dem Follow-up, eingeladen. Thema des Tages: „Warum sportliche Manager erfolgreichere Manager sind“.

Wie fit sind Deutschlands Manager?

Mögliche Antworten auf diese zugespitzte Frage lieferten die Vorträge am Vormittag. Die diplomierte Sportwissenschaftlerin Jessica Odenthal von der betrieblichen Gesundheitsförderung am Klinikum Leverkusen skizzierte unter dem Titel „Fit im Job – Vorbeugen statt heilen“ die ganzheitlichen Maßnahmen des Krankenhauses, die weit über Bewegungsangebote hinausreichen und auch Ernährung und psychisches Wohlbefinden mit einschließen.

In seinem ebenso faktenreichen wie launigen Vortrag  „Self-Care. Medizinische Impulse für Führungskräfte“ beließ es Professor Adamek, Direktor der Medizinischen Klinik 2 am Klinikum Leverkusen, nicht dabei, die positiven Auswirkungen von ausreichend Bewegung und gesunder Lebensführung auf Körper und Geist herauszustellen. Ferner warb er für sinnvolle medizinische Vorsorgeuntersuchungen, kritisierte aber zugleich die auf dem Gesundheitsmarkt florierenden Modeangebote wie Manager-Check-ups, die viel kosteten aber wenig nützten.

Wie es aber tatsächlich um die Fitness in den Chefetagen bestellt ist, berichtete Diana Jedlicka unter dem Titel „Wie fit sind Deutschlands Manager? Evaluation kardiovaskulärer Risikofaktoren.“ Die Doktorandin vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln fand im Rahmen ihrer noch nicht veröffentlichten Promotion heraus, dass Manager der ersten und zweiten Führungsebene eines Großkonzerns nicht nur ein ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein an den Tag legten. Darüber hinaus stehe sogar der gesamte Unternehmenserfolg in Relation zur Gesundheit und dem realistischen Selbstbild der Führungskräfte. Fragen beantwortet Diana Jedlicka unter Jedlicka.Diana(at)gmail.com

Zwillingskarriere  – Sport und Job miteinander vereinbaren

Wie sich mit Soft Skills aus dem Sport zwei Karrieren parallel meistern lassen, erklärte Linda Stahl, Ärztin am Klinikum Leverkusen und ehemalige Speerwurf-Europameisterin, im Interview. Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Rio hat sie ihr Medizinstudium abgeschlossen und in dieser Zeit auch schon im Krankenhaus gearbeitet. „Eigenschaften, die ich als Leistungssportlerin erworben habe, halfen sehr dabei, diese Dreifachbelastung zu meistern“, sagte Stahl und meinte damit vor allem Disziplin, gutes Zeitmanagement und zielgerichtetes Arbeiten. Nach dem Ende ihrer aktiven Karriere liege es ihr am Herzen, in Unternehmen für Sport und Bewegung zu werben. Sprach’s und animierte die rund 30 Teilnehmer sogleich zu einer bewegten Pause.

Alex Kraemer, Geschäftsführer der Kölner Sportmarketingagentur Heimspiele, nahm den Ball gern auf und stellte das Programm „Fit mit Olympioniken“, das die Agentur gemeinsam mit dem Olympiastützpunkt (OSP) Rheinland erarbeitet hat. Die Idee dahinter: Leistungssport und Personalmanagement teilen in Gesunderhaltung und Steigerung der Leistungsfähigkeit Schnittmengenthemen. „Fit mit Olympioniken“ zielt darauf, Unternehmen die OSP-Dienstleistungen dieser Bereiche zugänglich zu machen und emotional mit der Begeisterung für den olympischen Sport aufzuladen. Weitere Infos dazu gibt es unter kraemer(at)heim-spiele.com

Mit diesem Input vorbereitet, kamen die Teilnehmer nachmittags in drei Arbeitsgruppen zusammen, um sich einem wesentlichen Thema der Zwillingskarriere zu widmen. Unter dem Titel „Viel! Mehr! Wert!“ galt es, gemeinsam Bausteine für die Praxis zu entwickeln, wie sich Leistungssportler über ihre Rolle als Mitarbeiter hinaus sinnvoll ins Unternehmen einbinden lassen. Und zwar in den Bereichen PR/Öffentlichkeitsarbeit, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Fortbildung.

Nach intensiven Diskussionen  standen zahlreiche Ansätze zu Buche, die es nun weiter auszuarbeiten gilt. Hockeynationalspieler Oscar Deecke, der in der Marketingabteilung von ThyssenKrupp in Essen arbeitet, konnte beispielsweise für das PR-Segment aus erster Hand skizzieren, wie das Unternehmen vor den Spielen in Rio das Thema Duale Karriere im Sport medial besetzt und anhand seines Beispiels medial gestreut habe. Mit Erfolg, wie zahlreiche Beiträge in überregionalen Zeitungen bewiesen.

Anregungen, welche die Vertreter der aktuellen oder potenziellen Zwillingsunternehmen gern mitnahmen. Denn spätestens nach dem Follow-up wissen sie: „Fitte Manager können mehr leisten“.