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Wärst du doch in Düsseldorf geblieben ...: Follow-up in der Landeshauptstadt

Die Community Wirtschaft und Leistungssport traf sich im Wirtschaftsclub in der Metropole am Rhein. Thema des Tages: Die Einbindung von Leistungssportlern in Unternehmen. Und die ist nicht frei von Tücken, wie sich im Erfahrungstausch zeigte.

So ist es wirklich passiert: Der Vorstand eines Konzerns ist begeistert von der Idee, einen aktiven Leistungssportler zu unterstützen, welche die Sportstiftung NRW an ihn herangetragen hat. In Form eines Teilzeitjobs, der die besonderen zeitlichen Anforderungen des aktiven Athleten – also Training und Wettkämpfe – natürlich berücksichtigt. Alles scheint geregelt, doch bevor es losgeht, stellt sich überraschend die Abteilung quer, in welcher der Sportler arbeiten sollte. Für solch eine Mehrbelastung seien keine Kapazitäten vorhanden, heißt es. Und überhaupt sei Sportler-Kollege ja mehr ab- als anwesend. Somit war das Projekt gestorben, bevor es begann.

Fazit: Es gibt offenkundig einiges zu beachten, wenn Wirtschaftsunternehmen und Leistungssportler zusammenfinden. Dazu gab es unter den Teilnehmern des hochkarätig besetzten Follow-up der Sportstiftung NRW, das auf Einladung des Beratungsunternehmens advancy im Wirtschaftsclub Düsseldorf stattfand, keine zwei Meinungen. Vor allem die interne Kommunikation ist von entscheidender Bedeutung, um Vorbehalte wie im Eingangsbeispiel abzubauen.

Deutlich wurde aber auch ein Defizit aufseiten vieler Athleten hinsichtlich ihrer Selbstpräsentation. In Sachen Termintreue, Zuverlässigkeit, Auftreten im Vorstellungsgepräch oder der Aufbereitung von Bewerbungsunterlagen sei nicht selten noch Luft nach oben.

Gemeinsam diskutierten die engagierten Teilnehmer zudem Optionen, wie ein Leistungssportler über seine Rolle als Arbeitnehmer hinaus einem Unternehmen Mehrwerte bringen kann – etwas als Testimonial im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder aktiv bei Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Im nächsten Schritt fasst die Sportstiftung die Ergebnisse des Tages in Arbeitspapieren zusammen, die Unternehmen und Athleten beim Start einer gemeinsamen Zusammenarbeit unterstützen sollen.