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Sportförderpreis 2017: CDU-Senioren-Union NRW ehrt Sprinthoffnung Keshia Kwadwo

Die Würfel sind gefallen: Keshia Kwadwo heißt die Trägerin des Sportförderpreises der CDU-Senioren-Union NRW. Im schönen Ambiente des Ostflügels von Schloss Benrath im Düsseldorfer Süden überreichte die Vizepräsidentin des deutschen Bundestags, Michaela Noll, der 17 Jahre alten Leichtathletin vom TV Wattenscheid 01 die Urkunde. Dotiert ist der Sportförderpreis mit 5.000 Euro. Die schnellen Beine hat die Sprinterin vom Papa.

Gruppenbild mit Damen: Preisträgerin Keshia Kwadwo (M.) im Kreise ihrer Eltern Sherry und Osam (l.), Gisela Hinnemann von der Sportstiftung NRW (3.v.r.), Michaela Noll, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, und Leonhard Kuckart, Landesvorsitzender der CDU-Senioren-Union NRW.

„Der Zusammenhalt der Generationen ist unser Anliegen. Mit unserem Tun können wir die Zukunft junger Menschen aktiv gestalten“, sagte Leonhard Kuckart, Landesvorsitzender der CDU-Senioren-Union NRW, in seiner Ansprache. Die Senioren-Union ist per Selbstdefinition „eine Gemeinschaft politisch interessierter, lebensfroher Bürger, die sich für eine menschliche und gerechte Gesellschaft verantwortungsvoll einsetzt“.

Den Sport haben die CDU-Senioren ganz bewusst als förderungswürdig befunden, denn „er ist viel mehr als die herrlichste Nebensache der Welt“, sagt Kuckart. Vielmehr seien seine Werte und körperlichen Effekte angesichts einer alternden, sich immer weniger bewegenden Gesellschaft unverzichtbar.

Vater Osam lief 100 Meter unter 11 Sekunden

Keshia Kwadwo gilt als eines der größten Sprinttalente hier zu Lande. Die Sportstiftung NRW hatte sie als Preisträgerin vorgeschlagen. Die in Deutschland geborene Tochter eines ghanaischen Einwanderers gewann unter anderem 2016 den Titel bei den U 18-Europameisterschaften in Tiflis. Das Sprint-Gen wurde Keshia in offenbar die Wiege gelegt.

Vater Osam lief als Fußballer die 100 Meter einst unter 11 Sekunden. Bruder Leroy kickt in Schalkes Reserve in der Regionalliga West und die ältere Schwester Yasmin schaffte es – ebenfalls als Sprinterin – zu den Olympischen Spielen in London. „Der Preis bedeutet mir sehr viel“, sagte die 17-Jährige sichtlich gerührt und vergaß dabei nicht, sich bei denen zu bedanken, die ihr zur Seite stehen: ihre Familie, Vereinstrainer Slawomir Filipowski und der Betreuerstab vom TV Wattenscheid 01.

„Wenn junge Menschen wie unsere heutige Protagonistin Keshia Kwadwo den Weg zur Leichtathletik finden, muss man sie auch fördern und dabei unterstützen, die persönlichen Potenziale voll auszuschöpfen“, sagte Gisela Hinnemann, stellvertretende Vorsitzende der Sportstiftung NRW in ihrer Laudatio. Denn bei allen Problemen, die die Leichtathletik derzeit habe, sei es schön, wenn man sich auf das Wesentliche besinnen und sich über Erfolge freuen könne.

Vielleicht schon bald über die nächsten Erfolge von Keshia Kwadwo.