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Para-Sportler des Jahres: NRW-Athleten wieder zahlreich vertreten

Große Ehre für die Para-Leichtathleten vom TSV Bayer 04 Leverkusen: Die 4x100-Meter-Staffel wurde als Team des Jahres ausgezeichnet, Léon Schäfer, den die Sportstiftung NRW unterstützt hat, als bester Nachwuchssportler.

Schnelle Männer: Die Leverkusener 4x100-Meter-Staffel wurden Team des Jahres. Rechts Ex-Zehznkämpfer Frank Busemann, der die Ehrung übernahm.

Wieder war die Ehrung des Deutschen Behindertensportverbands im Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln eine Belohnung für die tollen Leistungen 2017: In allen drei Kategorien waren die Leichtathleten des TSV Bayer 04 Leverkusen nominiert, die Fans konnten abstimmen, wer die Auszeichnung bekommt. Nachdem Johannes Floors und Irmgard Bensusan in der Wahl zum Sportler beziehungsweise zur Sportlerin des Jahres Rang drei belegt hatten (es siegten Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber, Para Ski alpin Leichtathlet Niko Kappel, Kugelstoßen), wurde die 4x-100-Meter-Staffel mit Tom-Sengua Malutedi, Léon Schäfer, Markus Rehm und Floors von Judo-Olympiasieger Ole Bischoff und dem Weltklasse-Zehnkämpfer Frank Busemann geehrt.

Malutedi und Schäfer hatten erst kurz vor der WM in London von ihrem Start erfahren, weil Felix Streng und David Behre – die eigentlichen Staffelläufer – beide verletzt ausfielen. „Wir haben nur ein Mal trainiert, weil der Coach uns nicht verrückt machen wollte“, sagte Schäfer über Trainer Karl-Heinz Düe, „aber wir haben es im Stadion ja ganz gut gemacht.“ Eigentlich hatten sie als zweites die Ziellinie überquert, doch die USA wurde wie bei der WM 2015 und den Paralympics 2016 nachträglich disqualifiziert.

Floors ließ dann durchblicken, dass der Erfolg auch in dieser Konstellation kein Zufallsprodukt war: „Wir haben gezeigt, dass die deutsche Mannschaft auch in einer zusammengewürfelten Formation das bessere Team ist.“ Schäfer kündigte sogar noch an, mit Malutedi gerne den Platz für Streng und Behre, die schnellere Einzelzeiten haben, wieder freizugeben, „weil wir ja viele Medaillen holen wollen – und die Staffel ist immer ein Medaillenkandidat.“

Schäfer, der im Weitsprung in London WM-Bronze gewonnen hatte, wurde dann auch als Nachwuchssportler des Jahres ausgezeichnet und freute sich, dass das Gremium ihn ausgewählt hatte: „Ich musste immer ein wenig gegen den Schlendrian kämpfen, aber ich habe im vergangenen Jahr viel gelernt und jetzt spüre ich auch eine gewisse Verantwortung, die an die junge Generation weiterzugeben.“

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